<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?><Search><Pages Count="100"><Page Number="1">das einmalige    wirtschaftsmagazin 2008 laufende nummer 34a p.b.b. verlagspostamt 8020 graz 02z032267 m die top 100 unternehmen der steiermark tops of styria – die herausragenden unternehmenspersönlichkeiten veränderung: gestalten oder erleiden lebensmittel: regional zum erfolg gross und klein: eine symbiose china: dabeisein ist nicht alles top autorinnen&amp;autoren affenzeller, bekkers, bittmann, buchmann, dücker, foscht, friedrich, grimm, heschl, holter, holzgruber, kaup-hasler, knill, knill, link, mühlbacher, novak, pammer, pildner-steinburg, pirker, resch, schinnerl, schirnhofer, schmuck, schneider, spann, voves tos_2008_umschlag.indd  1 13.10.2008  15:33:04 uhr</Page><Page Number="2">www.raiffeisen.at könnte ihre firma nicht etwas größer sein? nützen sie die zahlreichen unternehmens-förderungen und sprechen sie mit einem raiffeisenberater. wäre doch schade, würde ihr unternehmen nicht wachsen. darum: was immer sie unternehmen – wichtig ist die richtige bank. newbusiness_210x280abf4c.qxp 09.11.2005 12:55 seite 1 tos_2008_umschlag.indd  2 13.10.2008  15:33:07 uhr</Page><Page Number="3">top of styria 2008 politik symbiose und synergie – der steirische weg des miteinander e rfolgreiche partnerschaften kennt die natur schon lange. man nennt das symbiose. in der modernen wirtschaft ist das nicht wesentlich anders, nur nennen wir es schlicht und einfach kooperation. auch hier sieht das szena-rio wie folgt aus: ein großer sorgt dafür, dass viele kleine eine gute und sichere existenzgrundlage haben. das ist in der steiermark keine graue theorie, sondern gelebte realität, wie eine im heurigen frühjahr präsentierte studie des indus-triewissenschaftlichen instituts (iwi) er-gab. daraus geht, kurz gesagt, hervor, dass es bei weitem kein gegeneinander von groß und klein gibt, wie manchmal behauptet wird. vielmehr steht ein in-tensives und vielschichtiges miteinander auf der tagesordnung, das die steirische wirtschaft insgesamt beflügelt. zum thema wertschöpfung eines der zentralen ergebnisse der studie betrifft die wertschöpfung: so löst jeder euro wertschöpfung in einem großen in-dustriebetrieb zusätzlich 1,21 euro wert-schöpfung in anderen unternehmen der region aus. das bedeutet, dass die wirt-schaftliche kraft der großen direkten ein-fluss auf das florieren der kleinen hat. be-sonders profitieren davon unternehmen aus den bereichen handel, dienstleistung sowie tourismus und gastronomie. ins-gesamt hat jedes vierte kleine und mitt-lere unternehmen einen großbetrieb als direkten partner. erhoben wurden diese zahlen übrigens nicht in traditionellen in-dustrieregionen, sondern in den bezirken deutschlandsberg und fürstenfeld. zum thema arbeitsplätze besonders erfreulich an der vernetzung von industriellen leitbetrieben und klei-nen und mittleren unternehmen ist auch die auswirkung auf den arbeitsmarkt: je-der arbeitsplatz in der industrie schafft bis zu 1,73 weitere arbeitsplätze – und zwar in den meisten fällen vollzeit-arbeits- plätze, von denen die menschen ihr le-ben auch tatsächlich bestreiten können. darüber hinaus geben 91 % der kmu an, dass durch die kooperation mit den re-gionalen leitbetrieben umsätze und ge-winne gesteigert werden. unterm strich liegt die steiermark mit diesen zahlen über dem österreichischen durchschnitt – ein untrügliches zeichen dafür, dass der eingeschlagene weg der richtige ist! leitbetriebe als impulsgeber eines lässt sich damit sagen: der wirt-schaftsstandort steiermark braucht große industrielle leitbetriebe: als zugpferde, impulsgeber und schrittmacher für den richtigen takt der steirischen wirtschaft. für die kleinen unternehmen ergibt sich daraus eine ganze reihe an vorteilen: drei viertel sind etwa davon überzeugt, dass das unternehmen dadurch insgesamt konkurrenzfähiger wird. und mehr als die hälfte erhofft sich durch den zugang zu großprojekten und internationalen auf-trägen einen wettbewerbsvorteil. part-nerschaft ist also auch in der wirtschaft ein erfolgskonzept – und das kann man dann durchaus auch synergie nennen. peter mühlbacher auch wenn sich die konjunktur im jahr 2008 ein wenig eingebremst hat, die steirische wirtschaft ist nach wie vor gut unterwegs. ein wichtiger faktor dafür ist die zusammenarbeit zwischen industriellen leitbetrieben – den „top of  styria“ – und kleinen unternehmen. denn die wirtschaft ist unteilbar. kr peter mühlbacher ist  präsident der wirtschaftskammer steiermark. „die wirtschaftliche kraft der großen hat direkten einfluss auf das  florieren der kleinen.“ ila: betty, (female network) 2008,100 x 65cm, nähmaschinennaht auf lammleder, courtesy galerie eugen lendl tos_2008_kern.indd  3 13.10.2008  15:45:22 uhr</Page><Page Number="4">top of styria 2008 die steirische wirtschaft ist fad n ur sehr naive optimisten blicken in diesem herbst 2008 völlig un-besorgt in die wirtschaftliche zu-kunft. steirer aber deutlich unbesorgter als new yorker broker. denn unsere wirtschaft ist weitgehend fad. hierzu-lande erwirtschaften richtige unterneh-men, in denen richtige menschen an richtigen maschinen richtige produkte herstellen, vergleichsweise bescheidene umsätze. in den top-100-unternehmen sind es 124.000 beschäftigte, die einen jahresumsatz von 28 milliarden euro er-arbeiten. man könnte aber auch sagen: unsere wirtschaft ist real. diese realen unternehmen werden – sofern sie dort notiert sind – auch von der börse gebeu-telt. aber die in erster linie von vagen „phantasien“ beeinflussten aktienkurse sind nicht zwangsläufig ein maßstab für den tatsächlichen „wert“. und genau den haben die steirischen un-ternehmen, die großen und die kleineren. man kann sie anschauen – nicht nur am bildschirm, sondern in graz, kapfenberg, teufenbach, weiz… und in diesen un-ternehmen arbeiten nicht nur viele mitar-beiter, sondern oft genug auch eigentü-mer, die ein vitales, persönliches interesse am bestand genau dieses unternehmens an genau diesem standort haben. zu bestehen heißt nicht, sich nicht zu ver-ändern. es heißt aber, sich angemessen und wohlüberlegt zu verändern. dieses schwerpunktthema besprechen u. a. horst pirker, jochen pildner-steinburg, rob bekkers aber auch die intendan-tin des „steirischen herbstes“, veronica kaup-hasler, in top of styria 2008. womit wir bei der zeitgenössischen kunst wären: diese steuert ila bei, geboren als christian rieger, im erlernten beruf diplomierter technischer geologe und als solcher absolvent der tu graz. sein „kopf“ ziert das cover dieser ausgabe. ilas werke weiß nicht nur sein galerist eugen lendl zu schätzen, sondern auch die wirtschaft. avl, kages oder leder &amp; schuh ag zählen zu seinen auftrag-gebern. dieser beziehung zwischen großen und kleinen unternehme(r)n (zu letzteren zählen auch künstler) widmen wir ebenfalls einen themenblock. kurz-zusammenfassung: sie sind aufeinander angewiesen. die argumente finden sie ab seite 68. viel vergnügen und vor allem genug zeit zum lesen: die exzellenten auto-rinnen und autoren, denen wir genauso herzlichen dank sagen wie unseren in-serenten, haben es sich verdient, gelesen zu werden. martin novak editorial martin novak leitet die redaktion von top of styria. „in diesen unternehmen arbeiten nicht nur viele menschen, sondern auch eigentümer, die ein vitales, persönliches interesse am bestand genau dieses unternehmens an genau diesem standort haben. “ top of styria-illustrator ila: sein „kopf“ ziert das cover von top of styria 2008, sein „gehirn“ steht am hans-list-platz und im eigentum der avl. foto: schiffer tos_2008_kern.indd  4 13.10.2008  15:45:25 uhr</Page><Page Number="5">top of styria 2008 inhalt top of styria laufende nummer 34a, oktober 2008, www.topofstyria.at «» herausgeber und verleger: wirtschaftskammer steiermark, körblergasse 111 –  113, a-8021 graz «» konzeption, redaktion und produktion: conclusio pr beratungsgesellschaft mbh, schmiedgasse 38, a-8010 graz, tel: 43/ (0) 316 /  837 065, e-mail: office@conclusio.at, www.conclusio.at «» redaktionsleitung: martin novak «» redaktion: dr. jasmin novak (gesamtkoordination),  mag. birgit penker, martin link, maria winkler «» layout: silke sladek, konrad lindner «» cover/illustrationen: ila: „all in all“ 2008, kopf aus polysty-rolfiguren, courtesy: galerie eugen lendl«» conclusio pr beratung 2008 «» kaufmännische organisation, anzeigen, redaktion »styrian business«: mema medien marketing gmbh, bruno rabl, reitschulgasse 5, a-8010 graz, telefon 43 / (0) 316 / 81 70 90, e-mail: anzeigen.stwi@mema.at, wiener-straße 2, a-8605 kapfenberg, telefon 43 / (0) 3862 / 28 202. mit »styrian business« gekennzeichnete texte sind entgeltliche veröffentlichungen  lt. 26, mediengesetz. «» druck: leykam lets print, graz. peter mühlbacher symbiose und synergie –  der steirische weg des miteinander	 3 martin novak die steirische wirtschaft ist fad	 4 franz voves den erfolgreichen weg weitergehen	 7 rob bekkers, christian buchmann, regina friedrich  und veronica kaup-hasler im wirtschaftsgespräch zwischen beharren und innovation	 8 thomas foscht transformation ist im marketing nichts neues	 22 jochen pildner-steinburg mit angemessener geschwindigkeit	 25 josef affenzeller das innenleben der außenwelt anpassen	 26 horst pirker im gespräch mit  martin novak und gerald heschl „es ändern sich positionierungen und rollen“	 28 die patente steiermark	 34 martin link cluster schafft chancen	 36 oliver schinnerl schwieriges umfeld – gute performance in 48 top 100-ranking	 49 hannes dücker steirische aktien sind ein investment mit weitblick	 55 tops of styria gut gewählt – die tops of styria 2008	 56 ein „dachstein“, wem ehre gebührt	 61 herwig w. schneider 66	 die symbiose aus groß und klein benedikt bittmann 71	 »kleine« brauchen »große« – und umgekehrt peter resch 72	 der spezialist für die großen politik politik veränderung top 100 gross und klein raimund pammer 78	 die genussregion grazer krauthäuptel erwin schmuck 82	 konsumenten wollen regionalität im regal karl schirnhofer 84	 regional muss regional sein lebensmittel walter grimm 94	 der chinesische weg christian und georg knill, christian holter und harald holzgruber 96	 chinesische erfahrungen china thomas spann 98	 der unternehmergeist – was er braucht, um zu wirken zum schluss tos_2008_kern.indd  5 13.10.2008  15:45:25 uhr</Page><Page Number="6">top of styria 2008 hannes  dücker thomas foscht regina friedrich walter  grimm gerald  heschl christian holter harald holzgruber ila veronica kaup-hasler christian knill georg knill martin  link peter mühlbacher martin  novak raimund pammer horst pirker harry schiffer jochen pildner- steinburg peter resch oliver schinnerl franz voves herwig w. schneider karl schirnhofer erwin schmuck thomas spann benedikt bittmann christian buchmann mit beiträgen von... josef  affenzeller rob  bekkers tos_2008_kern.indd  6 13.10.2008  15:45:32 uhr</Page><Page Number="7">top of styria 2008 politik den erfolgreichen weg  weitergehen von drei k2-zentren, „automotive“ in graz und „materials“ in leoben, wurden der steiermark zugesprochen. damit ist wieder ein eindrucksvoller beweis für die zukunftsfähigkeit der steirischen wirt-schaft gelungen. 6 milliarden für infrastruktur wirtschaft braucht infrastruktur. auch in diesem bereich gelangen zahlreiche rich-tungsweisende erfolge. von insgesamt 10,5 milliarden euro infrastrukturinvesti­ tionen des bundes bis 2010 entfallen rund sechs milliarden euro auf unser bundes-land. die arbeiten für die koralmbahn- großbaustelle, das größte infrastruktur-projekt österreichs, laufen planmäßig. auch beim semmering-basistunnel geht einiges weiter, die trassenfestlegung wurde im sinne der steiermark optimal gelöst. damit ist ein weiterer wichtiger schritt in richtung realisierung getan. die steiermark hat dadurch die chance, in zukunft an einem transeuropäischen schienennetz, der baltic-adriatic-route – verlängerung des korridor vi – zu liegen. für den wirtschafts- und beschäftigungs-standort steiermark ist das unverzichtbar. zahlreiche straßenbauprojekte befinden sich zudem in planung bzw. in umsetzung. schließlich ist die „steirische s-bahn“ seit dezember des vorjahres auf schiene. dieser umfangreiche leistungskatalog zeigt deutlich, dass die steiermark in vielen bereichen auf einem erfolgreichen weg ist, den wir gemeinsam mit allen steire-rinnen und steirern auch in zukunft gehen werden. franz voves um trotz steigender preise den wirtschaftsstandort steiermark und damit den wohlstand der steirerinnen  und steirer zu sichern, ist es wichtig, besondere kraftanstrengungen auf die wirtschaft  und den arbeitsmarkt zu konzentrieren. d ie aktuellsten vorliegenden statisti-schen zahlen geben ein deutliches zeugnis über den erfolgreichen weg unseres landes. so hat sich das mitt-lere bruttoeinkommen der steirerinnen und steirer im jahr 2007 – über dem bundesschnitt – um deutliche 2,8 % er-höht. besonders die steirischen regionen haben sich dynamisch entwickelt, und der großraum graz ist zum drittgrößten wirt-schaftsraum österreichs mit dem viert-größten bruttoregionalprodukt je einwoh-ner geworden. die treibende kraft des wirtschaftsaufschwungs ist dabei nach wie vor der produktionssektor mit fast 40 prozent der bruttowertschöpfung. der erfolg unserer wirtschaft schlägt sich auch in erfolgen auf dem arbeitsmarkt nieder. überdurchschnittliche beschäf-tigtenzuwächse sowie ein signifikanter rückgang der arbeitslosenzahl sind ebenfalls ein teil der erfolgsgeschichte des wirtschafts- und arbeitsstandortes steiermark – auch wenn die momen-tanen schwierigkeiten bei der automobil- industrie die bilanz etwas trüben. für die zukunft fit zu sein, heißt innova-tiv zu sein. mit einer forschungsquote von 3,9 prozent, fünf universitäten, zwei fachhochschulen und mehr als der hälfte der österreichischen kompetenzzentren hat die steiermark gute voraussetzungen, die anforderungen der zukunft zu meis-tern. zuletzt erfuhr der f&amp;e-standort stei-ermark eine weitere aufwertung: zwei mag. franz voves ist  landeshauptmann der steiermark. „für die zukunft fit zu sein, heißt innovativ  zu sein.“ ila: „david“ haltbar bis 22.02.3969, 2008, 55 x 20 x 20 cm, marmorkuchen, polyesterharz. courtesy galerie eugen lendl tos_2008_kern.indd  7 13.10.2008  15:45:33 uhr</Page><Page Number="8">top of styria 2008 veränderung rob bekkers, christian buchmann, regina friedrich und veronica kaup-hasler im wirtschaftsgespräch zwischen beharren und innovation warum sich die wirtschaft mit dem scheitern schwerer tut als die kunst. warum jene, die das mittelmaß suchen, jedenfalls scheitern werden. was das alles mit malewitsch quadrat zu tun hat. und wie ein „train à grande vitesse“ (tgv) zwischen graz und wien so manche demütigung ersparen könnte. — 	gesellschaftliche veränderung fängt immer mit außenseitern an, die spüren, was notwendig ist. (robert jungk) — 	wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert. (giuseppe tomasi di lampedusa) — 	der vernünftige mensch passt sich der welt an. der unvernünftige mensch besteht darauf, dass sich die welt nach ihm zu richten hat. deshalb hängt jeder fortschritt von dem unvernünftigen menschen ab. (george bernard shaw) — 	tradition ist bewahrter fortschritt – fortschritt ist weitergeführte tradition. (carl friedrich von weizsäcker) top of styria: frau friedrich, frau kaup-hasler, herr buchmann, herr bekkers, vor dem hintergrund dieser ansätze: was ist für sie innovation, transforma-tion in der wirtschaft? buchmann: mich spricht das zitat von lampedusa am ehesten an. die einzige konstante, die wir im wirtschaftlichen wie auch gesellschaftlichen bereich ha-ben, ist der wandel. erfolgreiche indivi-duen und organisationen leben diesen wandel und sind – durch innovationen – dabei, diesen wandel auch zu gestal- „es geht nicht um den schnellen wandel, nicht darum, wer wieviel be­ kommt und wieviel ver­ teilen kann. das hat mit innovation wenig zu tun, sondern eher mit verantwor­ tungslosigkeit.“ „innovation ohne identität, also ohne ein bewusst­ sein, wer man ist, kann einfach nicht stattfinden.“ tos_2008_kern.indd  8 13.10.2008  15:45:39 uhr</Page><Page Number="9">top of styria 2008 veränderung ten. das sind unternehmen, die nicht nur regional, sondern auch international erfolgreich sind. sie adaptieren traditio-nelle produkte nach design- oder funk-tionskriterien, um sie marktfähig und -reif zu machen. das spannende: das ergebnis dieser innovativen produkte oder dienstleistungen ist gleichzeitig auch wertschöpfung, die wiederum unternehmen, organisationen oder ein bundesland wie die steiermark weiter-bringt. friedrich: mich spricht natürlich von weizsäcker sehr an: wir sind ein familien­ unternehmen mit 80 jahren geschichte. aber auch jungk ist mit dem gespür für veränderungen an etwas wichtigem dran, das kultur, kunst und wirtschaft gemeinsam haben: unternehmer wie auch künstler müssen ein gespür für die menschen haben, dafür, was die leu-te anspricht, was sie wollen. ich gehe auch damit konform, dass innovation eine veränderung ist, angepasst an zeit-strömungen und an die bedürfnisse der menschen. da unternehmer ihre pro-dukte auch auf größeren märkten anbie-ten, müssen sie unterscheidbar sein. ein bestehendes produkt anders präsentiert ist schon eine innovation. ich glaube, dass alle unternehmen in-novativ sind, die am markt bestehen können, und nicht nur jene, die glauben, dass sie innovieren, weil sie im bereich forschung und entwicklung erfolgreich sind. „wenn sich ein unternehmen verändern will, geht es auch um die mitarbeiter, die sich verändern und weiterbilden müssen, um die menschen zu werden, die sie gern sein würden.“ „innovation zeigt sich nicht in der anzahl der patente am markt, das ist nur ein kleiner bruchteil.“ fotos: schiffer tos_2008_kern.indd  9 13.10.2008  15:45:45 uhr</Page><Page Number="10">10 top of styria 2008 veränderung bekkers: ich denke da ganz ähnlich: innovation zeigt sich nicht in der an-zahl der patente am markt, das ist nur ein kleiner bruchteil. innovation ist für mich auch, wenn man globali-siert, wenn man neue wege geht, auch dort, wo es sehr schwierig ist. dadurch besteht man am markt und setzt sich durch. ebenso wichtig ist auch das un-ternehmen selbst, die mitarbeiter, die ebenso für veränderungen offen sein müssen. kaup-hasler: es gibt ein spannungs-feld zwischen beharrung – meiner mei-nung nach auch nötig, um identität zu finden, – und notwendiger innovation. wir sind im kulturbereich auch einer si-tuation ausgesetzt, in der wir mit ande-ren kunstinstitutionen und festivals auf lokaler ebene – aber für uns relevanter auch in österreich und in europa – kon-kurrieren. das treibt uns an, mit den vorhandenen mitteln in einem konkur-renzfähigen umfeld identität zu bilden und durch unser programm zu einem unverwechselbaren ort zu werden. da ist ein spiel zwischen innovation und beharren notwendig. das bedeutet auch, die sinne zu öffnen und auf eine verän-derte und sich stetig verändernde welt und lebenssituation zu reagieren, auf andere freizeitaktivitäten, auf ein neues angebot, das es so vor 40 jahren in graz sicher noch nicht gegeben hat – und trotzdem auf der identität „steirischer herbst“ als kunst-produzierendes festi-val zu beharren. damit man rebellisch bleiben kann und nicht zu einem denk-mal verkommt, muss man aber stets dem neuen offen gegenüberstehen und auch in der festivalstruktur an veränderung arbeiten. buchmann: es kommt ja nicht von unge-fähr, dass innovationskraft, designfähig-keit und künstlerische diskussionen am höchsten sind, wo viele kulturen zusam-mentreffen. die frage, die sich mir stellt ist, wann wir in unserer region für solche „multikulti“-ansätze bereit sind. sind wir offen dafür? das ist auch für die kunst eine wesentliche aufgabe. in der wirt-schaft haben wir ja eine bewährte dis-kussion, was beispielsweise den zuzug ausländischer fachkräfte betrifft. das ist eine notwendigkeit, die – wenn wir wol-len, dass unser wirtschaftsraum weiter lebt – nicht in frage gestellt werden darf. bekkers: ja natürlich, auf der einen sei-te braucht man die fachkräfte, um am markt bestehen zu können. auf der an-deren seite beschwert man sich, dass man auf ausländische fachkräfte zurück-greift. es geht aber nicht nur um fach-kräfte, sondern man benötigt einfach ausländische arbeitskräfte, um zu seiner identität zu finden und um neue ströme zu erschließen. wir brauchen auslän-dische mitarbeiter, dieses „multikulti“, um am markt bestehen zu können. „das gilt auch für die kunst.“ „in unternehmungen enden  innovationsprozesse immer  in einem erkenntnisgewinn. “ » tos_2008_kern.indd  10 13.10.2008  15:45:47 uhr</Page><Page Number="11">11 top of styria 2008 infos zu innovationsförderungen unter 0316 877-7990 der i-punkt. graz, foto: der i-punkt www.wirtschaft.steiermark.at innovation serienmäßig. ihr arbeitsmarktservice wir machen fachkräfte. die steirische wirtschaft ist weltweit erfolgreich. dafür braucht sie fachkräfte. vor allem im bereich metall und elektro. in enger zusammenarbeit mit den betrieben sorgt das ams steiermark für passgenaue qualifizierung und lässt arbeitslose zu fachkräften ausbilden. in beiderseitigem interesse. verlieren sie keine zeit. tos_2008_kern.indd  11 13.10.2008  15:45:49 uhr</Page><Page Number="12">12 top of styria 2008 veränderung kaup-hasler: als der „steirische herbst“ gegründet wurde, war die mobilität noch nicht so ein lebensprägender faktor wie heute. im verhältnis zu heute hatten nur wenige die möglichkeit, den lebensort zu verändern. mittlerweile sind temporäre ortswechsel selbstverständlich, engagierte, junge künstler wissen, in welchen städten es eine tolle ausbildung, wo es neue impul-se und die besten arbeitsbedingungen gibt. daher ist es natürlich sehr viel schwieriger, von einer heimischen szene zu sprechen, weil die künstler zumeist menschen sind, die an vielen orten arbeiten und auch aus dem ausland kommen, um temporär hier zu arbeiten. aber da ist der kulturbetrieb sehr flexibel und offen, notwendigerweise offen. buchmann: was unterscheidet dann einen kunstbetrieb von einem wirt-schaftsbetrieb? „es bringt einem unter­ nehmer nicht viel, wenn er im nachhinein als der große pionier gefeiert wird.“ „in der politik muss man eine vision haben, ein ziel, das man verfolgt. ohne das kann man zwar im tages­ geschäft vielleicht ganz gut mitreden, aber die gesellschaft nicht weiterbringen.“ „wenn man mit dem tgv von graz nach wien fahren könnte…“ „…wäre man in einer dreiviertel- stunde da!“ » tos_2008_kern.indd  12 13.10.2008  15:45:53 uhr</Page><Page Number="13">13 top of styria 2008 tos_2008_kern.indd  13 13.10.2008  15:45:57 uhr</Page><Page Number="14">14 top of styria 2008 veränderung kaup-hasler: der große unterschied be-steht vor allem darin, dass wir zum glück nicht profitorientiert arbeiten müssen und dass wir eine andere vorstellung von ökonomie haben können – auch wenn wir natürlich das festival als betrieb gut führen müssen. bei uns geht es vor allem darum, projekte von künstlern zu reali-sieren und diese arbeiten einem kuns-tinteressierten publikum zu vermitteln – da kann man auch einmal scheitern. in der kunst sieht jeder, wenn man schei-tert. wenn im labor etwas kaputt wird oder nicht klappt, dann passiert es unter ausschluss der öffentlichkeit. das schei-tern in der kunst ist immer schnell publik. aber auch das, was den erfolg ausmacht, zum beispiel wenn produktionen nach uns auch in anderen ländern gezeigt werden. dann ist das eine bestätigung, dass etwas geschaffen wurde. das geht mittlerweile auch nur noch durch inter-nationale netzwerke, durch koopera-tionen, durch das zusammenführen von mitteln. ohne kooperationen mit ande-ren orten oder festivals könnten wir gar nicht bestehen.  friedrich: das ist ja auch in der wirtschaft so. der prophet im eigenen land zählt nicht – viele unternehmen sind im aus-land erfolgreicher, weil es einfach auch andere märkte und bedürfnisse gibt. buchmann: es war für die steiermark sehr innovativ zu sagen, wir öffnen uns dem netzwerkdenken. was mir auffällt ist, dass dieser zugang von der öffent-lichen seite nicht unterstützt wird, weil unternehmungen eigentlich als einzel-unternehmungen agieren. da ist es eher systemwidrig zu meinen, konkurrenten finden sich selbst zu einem cluster zu-sammen. aber wenn sich unterneh-mungen in einem cluster zusammen-finden, generiert das natürlich einen mehrwert. also ich würde sagen, dass cluster und netzwerkdenken für inno-vationsprozesse unabdingbar sind. wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass sich unternehmungen, organisati-onen selbst hinterfragen müssen, ob sie bereit sind, da einzusteigen, und auch informationen an mitbewerber weiter-zugeben. friedrich: netzwerke bergen natürlich risiken, aber sie bieten auch unheimlich viele chancen. top of styria: offenheit und vernetzung sind voraussetzungen für innovation. gibt es noch einen bereich, der ent-scheidend ist? kaup-hasler: identitätsbildung! man muss sich fragen, ob das, was man nach außen hin darstellt, auch wirklich ist. in-novation ohne identität, also ohne ein bewusstsein, wer man ist, kann einfach nicht stattfinden. friedrich: es geht aber auch um die ein-zelnen teile: wenn sich ein unterneh-men verändern will, geht es auch um die mitarbeiter, die sich verändern und wei-terbilden müssen, um die menschen zu werden, die sie gern sein würden. kaup-hasler: es muss einen freiraum für jeden einzelnen geben, in dem er agieren kann. mir ist es manchmal egal, wann etwas geschieht, es muss einfach geschehen. ob das jemand in zwei stun-den schafft und dann zwei stunden lau-fen geht, oder ob er dafür vier stunden braucht, ist nicht der punkt. buchmann: innovationen sind häufig zu-fallsprodukte, die nicht im hauptfokus der forschungs- und entwicklungsarbeit gelegen sind, sondern auch „abfallpro-dukte“ aus dem bereich forschung und entwicklung. da gibt es bei unternehmen, wenn sie diesen freiraum einräumen, die schwierigkeit, dennoch betriebswirt-schaftlich gut unterwegs zu sein. kaup-hasler: das ist ja das problem: viele unternehmen haben ein zu kurz-fristiges system der effizienzevaluierung. als beispiel kann man durchaus male-witsch quadrat nehmen. aus heutiger sicht sagt natürlich jeder, das ist keine kunst, das kann ja jeder. aber man muss auch den kontext sehen, wie innovativ das war, als es damals zum ersten mal in einem museum hing, was das bedeutet hat in der ganzen bilderwelt, im kon-text des museumsbetriebs. die sicht auf kunst und die öffentliche wertschätzung verändern sich auch im laufe der zeit. » tos_2008_kern.indd  14 13.10.2008  15:45:58 uhr</Page><Page Number="15">15 top of styria 2008 wwwzukunftindustrieat 5nsere)ndustrie )ndustrie istder gryte!rbeitgeber istdie stirkste7irtschaftskraft istderwichtigste)nnovationsmotor www.immorent.at bei standortsuche, liegenschaftsbewertung, neubau, zubau oder umbau von gewerblichen immobilien können sie auf die experten der immorent vertrauen. ihre langjährige erfahrung und ihr fachspeziﬁsches know-how in den bereichen finanzierungslösungen, projektentwicklung und bau garantieren maximale rentabilität ihrer investitionen. immorent rentiert sich immer. rentabilität, die sich sehen lassen kann. tos_2008_kern.indd  15 13.10.2008  15:46:00 uhr</Page><Page Number="16">16 top of styria 2008 veränderung friedrich: aber es ist schon wichtig, dass man die dinge auf den boden bringt. man kann große sprünge machen – vielleicht auch im nachhinein. in der wirtschaft ist es aber gerade wichtig, dass man das ganze dann wieder auf den boden bringt. dass sich die guten ideen dann auch wirtschaftlich umsetzen lassen. es bringt einem unternehmer nicht viel, wenn er im nachhinein als der große pionier gefeiert wird. top of styria: wie erkennt man innovati-onen? friedrich: unternehmen müssen einfach ein gespür dafür haben, was ihr markt, was ihre kunden brauchen. man muss sich in den anderen hineinversetzen, um ein produkt auf den markt zu bringen, das dann auch wirklich gebraucht wird. kaup-hasler: gerade da gibt es einen großen widerspruch zur kunst: wir sind sehr stark interessiert an unserem pu-blikum, das ist gar keine frage. aber es braucht auch einen bestimmten freiraum für die kunst, der unabhängig von der nachfrage sein muss. wenn ich mich nur an dem orientieren würde, was der durch-schnittliche bürger tatsächlich braucht, muss ich ganz ehrlich sagen, die men-schen hier würden gleich gut leben, wenn es den „steirischen herbst“ nicht gäbe. aber nur, wenn man die menschen nach den primären bedürfnissen beurteilt. im größeren gesellschaftspolitischen kontext halte ich kunst für überlebenswichtig. buchmann: es gibt aber durchaus auch in der wirtschaft produkte, die sich nicht pri-mär am bedarf orientieren. kaup-hasler: natürlich, aber ich habe das privileg, von diesem produkt- und profit-orientierten arbeiten ganz frei zu sein. ich bin tief davon überzeugt, dass das, was wir machen, einen mehrwert schafft, für die gesellschaft und den einzelnen men-schen. natürlich ist die marke „steirischer herbst“ auch für das image der steiermark und für die region gut und sicher auch eine innovation. das ist ein ganz zentraler identitätsfaktor, den die region braucht. friedrich: ja, aber sie treffen ja die bedürf-nisse mit ihren produkten. das ist auch in der wirtschaft so. grundsätzlich muss man bedürfnisse erkennen und durch ein innovatives produkt abdecken. es gelingt nur ganz selten, einen markt für ein pro-dukt zu „erschaffen“ – zwar kann man ihn wecken – wie dietrich mateschitz es mit „red bull“ geschafft hat. er hat einen schlummernden markt erkannt, mit einer einzigartigen marketing- und produktstra-tegie einen absatzmarkt für ein produkt kreiert, das grundsätzlich niemandem ab-gegangen ist. bekkers: es ist in der wirtschaft ganz wich-tig, nicht einfach das mittelmaß zu suchen, sondern sich in andere bereiche weiterzu-entwickeln. wenn man nach dem mittel-maß geht, wird man früher oder später weg sein vom fenster. natürlich gibt es dabei auch mal flops, aber es entsteht auch viel neues dabei. buchmann: auch in unternehmungen en-den innovationsprozesse immer mit einem erkenntnisgewinn. das kann ein neues produkt sein, eine neue idee, aber auch das verwerfen einer idee. kaup-hasler: das ist gilt auch für die kunst: wissensvermehrung und erkennt-nis durch künstlerische prozesse. die aber eben mitgeteilt werden. kunst braucht öffentlichkeit. ich habe durchaus selbst den anspruch, möglichst viele perso-nen zu erreichen – auch mit manchmal schwer vermittelbaren, komplexen arbei-ten. und hohem risiko. aber natürlich ist das in der wirtschaft mit dem risiko an-ders und folgenreicher. denn dort wirken sich entscheidungen – vor allem fehlent-scheidungen – ganz anders aus. bei uns » „damit man aber rebellisch bleiben kann und nicht zu einem denkmal verkommt, muss man  innovieren.“ tos_2008_kern.indd  16 13.10.2008  15:46:02 uhr</Page><Page Number="17">17 top of styria 2008 veränderung hat man im schlechten fall eine schwach besuchte veranstaltung, bekommt hin und wieder auch negative reaktionen sei-tens der medien, aber das tut niemandem wirklich weh, ich muss deswegen nieman-den entlassen. jede große fehlentschei-dung in einem unternehmen bedeutet aber vielleicht das ende. top of styria: die kunst darf demnach scheitern und auch verrückt sein. in der wirtschaft muss man in der produktent-wicklung drei jahre voraus sein, um er-folgreich auf den markt zu kommen. wo steht die politik, tut sie sich schwer, inno-vativ zu sein? buchmann: in der politik muss man eine vision haben, ein ziel, das man verfolgt. ohne das kann man zwar im tagesge-schäft vielleicht ganz gut mitreden, aber die gesellschaft nicht weiterbringen. in der aktuellen politischen situation spielen ge-sellschaftspolitische bereiche eine kleinere rolle. es geht nicht um den schnellen wandel, nicht darum, wer wie viel be-kommt und wie viel verteilen kann. das hat mit innovation wenig zu tun, sondern eher mit verantwortungslosigkeit. kaup-hasler: nehmen wir zum beispiel das thema reisen und langfristige ver-kehrsplanung. in frankreich kommt man mit dem tgv von avignon nach paris in zwei stunden fünfzig – in österreich hat man in den letzten vierzig jahren funda-mental verschlampt, neue konzepte für die bahn zu erstellen. buchmann: genau: mit einer vision kann man natürlich eine entsprechende infra-struktur errichten, ein verkehrsnetz, sei es straße, schiene oder auch in der luft. ohne diese vision wird sich natürlich nichts tun. kaup-hasler: ich habe dieses beispiel ge-wählt, weil es zeigt, was es heißt, langfris-tig zu denken. dabei geht es ja auch dar-um, das klima einer stadt zu verändern. es wirkt sich auf das klima einer stadt aus, wie rasch oder wie langwierig der weg in die hauptstadt oder sonstwohin ist. man fühlt sich bei uns wirklich gedemütigt, wenn man in bruck umsteigen muss, um nach wien zu kommen. buchmann: die derzeitige politische situ-ation bei uns ist so, dass themen wie in-frastruktur im moment nicht wichtig sind. diesen diskurs versuche ich zu führen, er ist aber momentan nicht führbar, weil ein-fach jeder lieber zuckerln verteilt. kaup-hasler: gibt es auf der politischen ebene kein bewusstsein dafür, was man à la longue schaffen kann und muss? friedrich: natürlich wissen die politiker ganz genau, was sie vorausschauend zu tun hätten. nur in der derzeitigen situati-on, wo alles immer undurchsichtiger wird, werden einfach lieber zuckerln verteilt. bekkers: da stellt sich die frage, wer auf-stehen soll, wer sagt: bis hierher und nicht weiter! wenn man mit dem tgv von graz nach wien fahren könnte … kaup-hasler: … dann wäre man in einer dreiviertelstunde da! bekkers: das betrifft aber natürlich nicht nur die politik, da ist die ganze gesell-schaft gefordert. top of styria: zum abschluss noch ein zitat: der deutsche schriftsteller mar-tin mosebach sagt: „man muss sich um das neue keine sorgen machen. das kommt ganz von selbst.“ buchmann: darin liegt ein wahrer kern: es wird immer jemanden geben, der in einem vakuum sitzt und versucht, dieses vakuum zu zerstören. das sind dann die pioniere, die eine zielsetzung, eine vision, verfolgen. diese menschen werden dann auch ihre – innovativen – ideen umsetzen können. kaup-hasler: ich glaube, dass die krea-tive energie in summe innovationen schafft. als intendantin des „steiri-schen herbst“ kann ich nur versuchen, den richtigen menschen die richtigen freiräume zu geben. was ich von der kulturpolitik – letztlich von allen po-litikbereichen – erwarte ist, dass sie auf diese neuen ideen reagiert und sie fördert. gesprächspartnerinnen und -partner: rob bekkers, geschäftsführer und präsident board of management der payer group. dr. christian buchmann, landesrat für wirtschaft, innovation und finanzen. mag. regina friedrich, geschäftsfüh-rerin frikus, vizepräsidentin wirt-schaftskammer steiermark. veronica kaup-hasler, intendantin des kulturfestivals „steirischer herbst“. moderation: martin novak, maria winkler. tos_2008_kern.indd  17 13.10.2008  15:46:04 uhr</Page><Page Number="18">top of styria 18 2008 styrian business 22.000 güterzüge mit insgesamt 450.000 waggons haben in nur fünf jahren betrieb vier millionen tonnen gü-ter aller art im modernsten gütertermi-nal österreichs umgeschlagen. mehr als eine halbe million lkw haben in dieser zeit den terminal frequentiert, der auch bis dato noch immer das größte und er-folgreichste steirische ppp-projekt ist. internationale logistikdrehscheibe das cargo center graz ist mit mehr als 500 neuen arbeitsplätzen eine wichtige drehscheibe für die transportwirtschaft in europa. mittels modernster infrastruk-tur und starken partnern in der organi-sation und abwicklung werden hier täg-liche zugverbindungen nach österreich, deutschland, in die beneluxstaaten und in zukunft nach süd-ost-europa abge-wickelt. die nahe gelegenen produk-tionsstandorte im großraum graz, die transportwirtschaft und der endver-braucher proftieren von den „just in time“-transporten im ganzzug- und einzelwagenverkehr. zu täglich zehn bis zwölf ganzzügen kommt ein breites spektrum an dienstleistungen hinzu. die internationalen speditionen und ange-siedelten transportunternehmen decken alle serviceleistungen im logistikbereich für alle branchen und güter ab. hier vor ort fndet der kunde spezialisten für möbel-, textil-, pkw-, automobilindu-strie-, stahl-, holz- und sonstige son-dergüter. ein gefahrgutlager erleichtert das handling und die zwischenlagerung, das reeferservice gewährleistet tempe-raturkontrolle während der wartezeit im terminal und ausreichend abstellfächen für lkw und container sorgen für einen reibungslosen ablauf auf dem insgesamt 65 hektar großen gelände. truck- and packing-service neben einer tankstelle für pkw und lkw wurde ein truck service center errichtet. hier können lkw und tankcontainer so-wohl innen als auch außen professionell mit zertifkat gereinigt werden. zusätz-lich besteht die möglichkeit, technische überprüfungen und kleine reparaturen an fahrzeugen direkt vor ort durchfüh-ren zu lassen. ein schulungszentrum für alle bereiche der transportwirtschaft rundet das angebot des truck service center ab. mit dem packing center wurde vor ort ein verpackungszentrum geschaffen, das es der verladenden und transpor-tierenden wirtschaft ermöglicht, direkt vor ort waren und güter mit speziellen vorschriften und aufagen kunden- und transportgerecht zu verstauen. schwer-lasten bis 50 tonnen können in einer speziellen krananlage mit gleisanschluss verladen werden. logistik-city der zukunft auf dem 16 ha großen gelände der ccg immobilien gmbh stehen noch rund 40.000 m gewerbe- bzw. logistikfä-chen für die entwicklung von weiteren projekten zur verfügung. neben den be-reits errichteten projekten truck service center, packing center und hofer wer-den 2009 zwei weitere maßgeschnei-derte logistik-projekte für renommierte industrieunternehmen errichtet. auf dem verbleibenden areal mit op-tionalem gleisanschluss sollen weitere internationale unternehmen angesiedelt werden. ausgehend vom güterterminal wächst im süden von graz durch private initia-tive und richtungweisende öffentliche unterstützung eine logistik-city inter-nationalen formats heran. weitere informationen: franz glanz (gf), mobil 43 (0) 3135/54 445-12, glanz@cargo-center-graz.at www. cargo-center-graz.at ein zentrum für europas transportwirtschaft was 2003 mit dem ersten containerhub begann, ist zur erfolgsgeschichte für die steirische wirtschaft geworden. tos_2008_kern.indd  18 13.10.2008  15:46:08 uhr</Page><Page Number="19">2008 1 styrian business top of styria das internationale geschäft ist für hei-mische unternehmen schon lange nicht mehr eine domäne der konzerne, son-dern in den meisten firmen realität. rund drei viertel der österreichischen klein- und mittelbetriebe handeln mit dem ausland. die bank austria begleitet viele unternehmen und ermöglicht diesen mit ihrem weltweiten netzwerk grenzenlose bankgeschäfte. denn die bank austria steuert als teil der unicredit group nicht nur das führende bankennetzwerk in zentral- und osteuropa, sondern sie ist darüber hinaus international in weiteren 27 märkten präsent – von new york über casablanca und johannesburg bis hin nach peking. internationales know-how und innovative produkte machen die bank austria zum kompetenten partner für das grenzüberschreitende geschäft. als traditionsbank ist die bank austria in österreich stark verwurzelt, mit den regionalen märkten gut vertraut und verfügt gleichzeitig über das potenzial einer innovativen, internationalen ban-kengruppe. sie kennt die branchen und strategien ihrer firmenkunden und kann diese unter nutzung ihres internationalen netzwerks optimal unterstützen. so pro-ftieren auch steirische firmen von inter-national erprobten finanzkonzepten und grenzenlose bankgeschäfte in einem weltweiten netzwerk die heimische wirtschaft vollzog in den letzten eineinhalb jahrzehnten einen beeindruckenden wandel. tausende firmen haben die globalisierung genützt und ihren wirkungskreis über die grenzen österreichs hinaus erweitert. lgzcczcjchzgz@jcyzcjcylgzc" czcyzadvazcbgiz#6jhyzhzblh" hzcäc@dbwcvidcbiyzghigzjcy :g[v]gjc\ yzh []gzcyzc 7vczcdc" ozgch b ;gbzcjcyzc\zhx][i c ozc" igva" jcydhizjgdev ä gzhjaizgzc jchzgz hezozaazchzgkxzh#æ 7zgcybzhizg landesdirektor firmenkunden der bank austria steiermark der speziell abgestimmten produktpalette für grenzüberschreitende geschäfte, den cross-border-business-solutions. bernd meister, landesdirektor firmen-kunden der bank austria steiermark: „unsere kunden schätzen die persönliche betreuung aus einer hand. ein betreuer vor ort koordiniert und steuert alle ge-schäfte eines kunden innerhalb unseres gesamten netzwerkes.“ der kunde der bank austria spart damit nicht nur zeit, sondern kann auch viele vorteile und beste betreuung genießen. cross-border-business-solutions im zahlungsverkehr einfache, rasche und sichere grenz-überschreitende zahlungen sind mit dem flashpayment der bank austria inner-halb der unicredit group kein problem mehr. bei der einhaltung gewisser krite-rien werden überweisungen automatisch valutabegünstigt und ohne zusatzkosten blitzschnell abgewickelt – und dies ohne extra beauftragung. auch die grenzüber-schreitende liquiditätssteuerung kann einen beitrag zum geschäftsergebnis lei-sten, auf den man nicht verzichten sollte: die innovative cash-management-lö-sung multicash/european gate ermög-licht grenzüberschreitend tätigen un-ternehmen, sämtliche konten mit einer elektronicb@nking-software über einen einzigen knotenpunkt zu verwalten und zentral abzuwickeln. damit schafft man sich auch bei wachsender geschäftstätig-keit in mehreren ländern einen überblick. mit dem instrument margen-pooling können zinserträge optimiert werden. für große, internationale firmenkunden wird für die tägliche liquiditätsplanung und zinsoptimierung cash-pooling an-geboten. cross-border-business-solutions in der finanzierung – ein finanzie-rungsrahmen für alle länder mit dem richtigen finanzpartner ist auch die passende finanzierung schnell gefun-den. ob es sich hierbei um eine besonders rasche finanzierung für tochtergesell-schaften in cee mit hilfe des cross-border-plus-credit handelt, oder ob man sich für eine plus-leasing-solution – also für eine unkomplizierte leasingf-nanzierung – entscheidet, in allen fällen erfolgt die professionelle betreuung aus einer hand und wird optimal durch eine eu-förderberatung ergänzt. mehr cross-border-services (fast) ohne grenzen von der unternehmensgründung bis zur übernahme eines anderen unterneh-mens, von der wachstumsfnanzierung bis zur projektfnanzierung: die bank austria schafft mit ihrem integrated-cor-porate-finance ansatz auch jenseits der österreichischen grenze die optimalen strukturen. nicht zufällig ist die unicredit group bei handelsfnanzierungen sowie im dokumenten- und garantiegeschäft in vielen ländern zentral- und osteuro-pas klarer marktführer – das vorhandene know-how sorgt für eine problemfreie abwicklung. infos: bernd meister, landesdirektor firmenkunden der bank austria steiermark, tel. 050505/93122, bernd.meister@unicreditgroup.at, www.bankaustria.at 22.000 güterzüge mit insgesamt 450.000 waggons haben in nur fünf jahren betrieb vier millionen tonnen gü-ter aller art im modernsten gütertermi-nal österreichs umgeschlagen. mehr als eine halbe million lkw haben in dieser zeit den terminal frequentiert, der auch bis dato noch immer das größte und er-folgreichste steirische ppp-projekt ist. internationale logistikdrehscheibe das cargo center graz ist mit mehr als 500 neuen arbeitsplätzen eine wichtige drehscheibe für die transportwirtschaft in europa. mittels modernster infrastruk-tur und starken partnern in der organi-sation und abwicklung werden hier täg-liche zugverbindungen nach österreich, deutschland, in die beneluxstaaten und in zukunft nach süd-ost-europa abge-wickelt. die nahe gelegenen produk-tionsstandorte im großraum graz, die transportwirtschaft und der endver-braucher proftieren von den „just in time“-transporten im ganzzug- und einzelwagenverkehr. zu täglich zehn bis zwölf ganzzügen kommt ein breites spektrum an dienstleistungen hinzu. die internationalen speditionen und ange-siedelten transportunternehmen decken alle serviceleistungen im logistikbereich für alle branchen und güter ab. hier vor ort fndet der kunde spezialisten für möbel-, textil-, pkw-, automobilindu-strie-, stahl-, holz- und sonstige son-dergüter. ein gefahrgutlager erleichtert das handling und die zwischenlagerung, das reeferservice gewährleistet tempe-raturkontrolle während der wartezeit im terminal und ausreichend abstellfächen für lkw und container sorgen für einen reibungslosen ablauf auf dem insgesamt 65 hektar großen gelände. truck- and packing-service neben einer tankstelle für pkw und lkw wurde ein truck service center errichtet. hier können lkw und tankcontainer so-wohl innen als auch außen professionell mit zertifkat gereinigt werden. zusätz-lich besteht die möglichkeit, technische überprüfungen und kleine reparaturen an fahrzeugen direkt vor ort durchfüh-ren zu lassen. ein schulungszentrum für alle bereiche der transportwirtschaft rundet das angebot des truck service center ab. mit dem packing center wurde vor ort ein verpackungszentrum geschaffen, das es der verladenden und transpor-tierenden wirtschaft ermöglicht, direkt vor ort waren und güter mit speziellen vorschriften und aufagen kunden- und transportgerecht zu verstauen. schwer-lasten bis 50 tonnen können in einer speziellen krananlage mit gleisanschluss verladen werden. logistik-city der zukunft auf dem 16 ha großen gelände der ccg immobilien gmbh stehen noch rund 40.000 m gewerbe- bzw. logistikfä-chen für die entwicklung von weiteren projekten zur verfügung. neben den be-reits errichteten projekten truck service center, packing center und hofer wer-den 2009 zwei weitere maßgeschnei-derte logistik-projekte für renommierte industrieunternehmen errichtet. auf dem verbleibenden areal mit op-tionalem gleisanschluss sollen weitere internationale unternehmen angesiedelt werden. ausgehend vom güterterminal wächst im süden von graz durch private initia-tive und richtungweisende öffentliche unterstützung eine logistik-city inter-nationalen formats heran. weitere informationen: franz glanz (gf), mobil 43 (0) 3135/54 445-12, glanz@cargo-center-graz.at www. cargo-center-graz.at ein zentrum für europas transportwirtschaft was 2003 mit dem ersten containerhub begann, ist zur erfolgsgeschichte für die steirische wirtschaft geworden. tos_2008_kern.indd  19 13.10.2008  15:46:10 uhr</Page><Page Number="20">top of styria 20 2008 styrian business citrix systems ist der weltweit führende anbieter von infrastruktur zur applikationsbereitstellung. mehr als 215.000 unternehmen weltweit verlassen sich auf citrix, um den anwendern jede applikation orts- und zeitunabhängig zur verfügung zu stellen. fujitsu siemens computers ist der führende europäische it-infrastruktur-hersteller. mit seinem fokus auf innovativen mobility und dynamic data center produkten, services und lösungen bietet das unternehmen eine einzigartige bandbreite. hp bietet weltweit technologielösungen für privatkunden, unternehmen und öffentliche auftraggeber. mit lösungen für it-infrastruktur, services, software, drucken und personal computing gehört hp zu den weltweit größten it-unternehmen. die umfassenden produkte und services von kaspersky lab schützen pc, mobile geräte sowie netzwerke jeder größenordnung vor allen internet-bedrohungen. setzen sie auf innovative technologien zum schutz ihrer unternehmensdaten! netapp steht für innovatives storage- und datenmanagement mit her-vorragender kosteneffizienz. unter dem credo „go further, faster“ unterstützt netapp unternehmen weltweit in ihrem erfolg. weitere informationen finden sie auf www.netapp.at. open text ist führend im bereich enterprise content management: unternehmen können ihr wissen erfassen, den markenwert steigern, prozesse automatisieren, risiken minimieren, auflagen erfüllen und ihre wettbewerbsfähigkeit steigern. reddot, die open text web solutions group, ist mit über einem jahrzehnt erfahrung ein führender anbieter von web-content-management-lösungen. mehr als 2.600 unternehmen setzen die benutzerfreundlichen reddot-lösungen ein. der europäische softwarehersteller saperion bietet eine leistungsstarke software-plattform für enterprise content management: effiziente ver-waltung sämtlicher informationen, automatisierung und optimierung der abläufe. www.saperion.com sun microsystems entwickelt it für die globale wirtschaft. mit der vision „the network is the computer“ treibt sun das internet voran und kon-zentriert sich auf offene innovationen, communitys und die marktfüh-rerschaft bei open source. internationale acp partner acp graz: top it für top of styria wir sorgen für it. zusammen mit internationalen herstellern von hardware und software bietet acp den steirischen unter-nehmen alles, was sie für ihre it brauchen: dienstleistungen, lösungen, infrastruktur, it-finanzierung. mit service vor ort durch acp it solutions graz. top it für top of styria. „gemeinsam mit unseren internationalen partnern unterstützen wir die steirischen leitbetriebe in allen fragen der it.“ acp. alles aus einer hand dietmar taurer (mitte), geschäftsführer von acp graz, mit verkaufsleiter hubertus seeberger und technikleiter bernhard spari part of your business acp it solutions graz herrgottwiesgasse 203, 8055 graz 0316/4603-0, graz@acp.at www.acp.at tos_2008_kern.indd  20 13.10.2008  15:46:12 uhr</Page><Page Number="21">2008 21 styrian business top of styria citrix systems ist der weltweit führende anbieter von infrastruktur zur applikationsbereitstellung. mehr als 215.000 unternehmen weltweit verlassen sich auf citrix, um den anwendern jede applikation orts- und zeitunabhängig zur verfügung zu stellen. fujitsu siemens computers ist der führende europäische it-infrastruktur-hersteller. mit seinem fokus auf innovativen mobility und dynamic data center produkten, services und lösungen bietet das unternehmen eine einzigartige bandbreite. hp bietet weltweit technologielösungen für privatkunden, unternehmen und öffentliche auftraggeber. mit lösungen für it-infrastruktur, services, software, drucken und personal computing gehört hp zu den weltweit größten it-unternehmen. die umfassenden produkte und services von kaspersky lab schützen pc, mobile geräte sowie netzwerke jeder größenordnung vor allen internet-bedrohungen. setzen sie auf innovative technologien zum schutz ihrer unternehmensdaten! netapp steht für innovatives storage- und datenmanagement mit her-vorragender kosteneffizienz. unter dem credo „go further, faster“ unterstützt netapp unternehmen weltweit in ihrem erfolg. weitere informationen finden sie auf www.netapp.at. open text ist führend im bereich enterprise content management: unternehmen können ihr wissen erfassen, den markenwert steigern, prozesse automatisieren, risiken minimieren, auflagen erfüllen und ihre wettbewerbsfähigkeit steigern. reddot, die open text web solutions group, ist mit über einem jahrzehnt erfahrung ein führender anbieter von web-content-management-lösungen. mehr als 2.600 unternehmen setzen die benutzerfreundlichen reddot-lösungen ein. der europäische softwarehersteller saperion bietet eine leistungsstarke software-plattform für enterprise content management: effiziente ver-waltung sämtlicher informationen, automatisierung und optimierung der abläufe. www.saperion.com sun microsystems entwickelt it für die globale wirtschaft. mit der vision „the network is the computer“ treibt sun das internet voran und kon-zentriert sich auf offene innovationen, communitys und die marktfüh-rerschaft bei open source. internationale acp partner acp graz: top it für top of styria wir sorgen für it. zusammen mit internationalen herstellern von hardware und software bietet acp den steirischen unter-nehmen alles, was sie für ihre it brauchen: dienstleistungen, lösungen, infrastruktur, it-finanzierung. mit service vor ort durch acp it solutions graz. top it für top of styria. „gemeinsam mit unseren internationalen partnern unterstützen wir die steirischen leitbetriebe in allen fragen der it.“ acp. alles aus einer hand dietmar taurer (mitte), geschäftsführer von acp graz, mit verkaufsleiter hubertus seeberger und technikleiter bernhard spari part of your business acp it solutions graz herrgottwiesgasse 203, 8055 graz 0316/4603-0, graz@acp.at www.acp.at tos_2008_kern.indd  21 13.10.2008  15:46:14 uhr</Page><Page Number="22">22 top of styria 2008 veränderung transformation ist im marketing nichts neues kundinnen und kunden erforderlich, die sie akzeptieren und schließlich auch da-für bezahlen. oder anders ausgedrückt: ohne käuferin oder käufer kein wirt-schaftlicher erfolg. hinzu kommen viele weitere rahmenbedingungen, die sich laufend wandeln. in diesem zusammen-hang sei beispielsweise erwähnt, dass sich mit zunehmender lebenserwartung nicht nur die bevölkerungsstruktur verändert, was beispielsweise auch auswirkungen auf das pensionssystem hat, diese ent-wicklungen haben ebenso umfangreiche auswirkungen auf das marketing. verweigerer marketing bedeutet – vereinfacht aus-gedrückt – denken mit dem kopf des kunden. nachdem sich nun aber offen-sichtlich die kundinnen und kunden lau-fend ändern, muss marketing also stetig anders denken. in welcher form hat nun das marketing in den letzten jahren eine transformation erlebt und wie wird es weitergehen? nachdem das marketing extrem vielfältig ist, soll eine entwicklung herausgegriffen und exemplarisch darge-stellt werden: eine entwicklung der letzten jahre ist, dass personen unterschiedlichen alters und unterschiedlicher ausbildung zunehmend skeptischer gegenüber klas-sischen marketingmaßnahmen wurden. irgendwann konnten diese menschen versprechen wie z.b. „wäscht weißer als weiß“ oder verschiedene maßnahmen, die lediglich auf das ziel des verkaufens ausgerichtet waren, nicht mehr ertragen. viele menschen reagieren darauf, indem sie versuchen, sich der ganzheit aller wer-bemaßnahmen (wobei diese nur einen kleinen teil des marketings ausmachen) zu entziehen. wenn ein werbeblock im fernsehen beginnt, wird das programm gewechselt. flugblätter und werbebriefe landen oft ungelesen im papierkorb. ver-anstaltungen, die zu stark werblich domi-niert sind, werden nicht wieder besucht. vor exakt diesem hintergrund hat sich ein phänomen entwickelt, das als re-verse psychology marketing bezeichnet werden kann. dieses phänomen nutzt genau die ablehnung der menschen von zu viel (klassischem) marketing oder zu viel (klassischer) werbung. erfolg durch bewusste fehler wie funktioniert nun diese neue form des marketings? wie der name schon sagt, geht es darum, etwas genau verkehrt zu machen. also genau das nicht zu machen, was alle anderen tun oder alle anderen empfehlen würden. anders ausgedrückt: man macht bewusst etwas falsch, liegt dann aber damit genau richtig. das klingt vielleicht überraschend, deshalb ein paar beispiele, die das phänomen illustrieren sollen. thomas foscht um in der kakophonie der werbung durchzudringen, hat sich eine neue schule etabliert. sie arbeitet nach dem motto: wer etwas bewusst falsch macht, macht es richtig. solange es authentisch ist. d er spruch „nichts ist so stabil wie der wandel“ ist wohl für kaum eine andere disziplin zutreffender als für das marketing. insbesondere jene bereiche des marketings, die sich mehr oder weniger direkt mit dem verhalten von konsumentinnen und konsumenten beschäftigen, sind mit vielfältigen ände-rungen konfrontiert. jede änderung im verhalten von kundinnen und kunden er-fordert eine anpassung im unternehmen – eine transformation. da sich diese ver-haltensänderungen immer schneller und umfangreicher abspielen, ist der laufende transformationsbedarf in unternehmen dementsprechend hoch. denken sie einmal ein paar jahre zurück. wer hätte sich damals gedacht, dass man heute mit dem verkauf von klingeltönen für handys millionenumsätze machen kann? oder, dass man mit dem anbieten kostenloser produkte oder dienstleistun-gen gewinne erwirtschaften kann? oder auch, dass man mit dem offerieren einer intelligenten suchfunktion für das inter-net innerhalb weniger jahre einen bör-senwert erzielen kann, den industrieun-ternehmen in jahrzehnten nicht erreicht haben? denken mit dem kopf des kunden all diese entwicklungen basieren letzt-endlich auf veränderungen im konsu-mentinnen- und konsumentenverhalten. zugegebenermaßen spielen dabei auch neue produkte oder dienstleistungen bzw. technologien eine rolle. aber schließlich sind für all diese neuerungen immer „man macht etwas  bewusst falsch, liegt  dann aber genau  richtig damit.“ tos_2008_kern.indd  22 13.10.2008  15:46:15 uhr</Page><Page Number="23">23 top of styria 2008 veränderung zellstoff pöls ag a-8761 pöls, dr.-luigi-angeli-straße 9 tel 43 (0) 3579/81 81, fax dw -319 offce@zellstoff-poels.at, www.zellstoff-poels.at die steirische zellstoff pöls ag ist mit einer jahresproduktion von rund 400.000 jahrestonnen der größte hersteller von hochwerti-gem elementar-chlorfrei gebleichtem (ecf) langfaser-sulfatzell-stoff in mittel- und südosteuropa. das unternehmen setzt mit 350 mitarbeitern rund 200 millionen euro um. aus pölser nbsk*-zellstoff – marke orion – werden vorwiegend hochwertige druck-, schreib-, zeitungsdruck-, hygiene-, etiketten- und kopierpapiere sowie gestrichene feinpapiere hergestellt. weiters wird in kleinem unfang ein hochqualitatives kraftpapier der marke starkraft vorwiegend zur erzeugung von einkaufsbeu-teln, tragtaschen, tischsets, beschichtungs- und kaschierpapieren sowie geschenks- und verpackungspapieren produziert. als erster österreichischer produktionsstandort in der papier- und zellstoffndustrie wurde in pöls bereits 2004 das qualitätszertifkat iso 9001 um die bereiche umwelt (iso 14001) sowie sicherheit (ohsas 18001) als äußeres zeichen der qualitäts-, sicherheits- und umweltphilosophie des standortes erweitert. * northern bleached softwood kraft – gebleichter langfasersulfatzellstoff zellstof pöls ag – österreichischer vorreiter in qualitäts-, sicherheits- und umweltphilosophie tos_2008_kern.indd  23 13.10.2008  15:46:22 uhr</Page><Page Number="24">24 top of styria 2008 veränderung » bei der gestaltung von geschäften gilt der grundsatz, dass das schaufenster die visitenkarte des ladens ist. es soll mög-lichst schön gezeigt werden, was man zu bieten hat. schließlich gilt, dass man durch die ausgestellten waren im schau-fenster erreichen möchte, dass poten-zielle kunden sich angesprochen fühlen, das geschäft betreten und im idealfall die waren kaufen. es klingt vor diesem hintergrund fast unglaublich, dass unternehmen in bes-ter lage in innenstädten und einkaufs-zentren nun genau das gegenteil machen. die amerikanische textilhandelskette abercrombie &amp; fitch betreibt mittlerwei-le mehr als 400 geschäfte in den usa und hat die schaufenster mit jalousien-artigen holzverkleidungen verschlossen. das heißt, wenn man am geschäft vor-beigeht, hat man den eindruck, dass es geschlossen ist. interessanterweise ist das unternehmen höchst erfolgreich und die marke abercrombie &amp; fitch, häufig ziert nicht der schriftzug, sondern nur ein elch als logo die textilien, ist bereits zur kult-marke unter jugendlichen – vor allem in den usa – aufgestiegen. totale zurückhaltung nach klassischem verständnis würde je-der betreiber eines geschäftes den na-men des geschäftes am ehesten auf die außenfassade schreiben. das ist sicher naheliegend, denn ansonsten weiß ja niemand, um welches geschäft es sich handelt. aber weit gefehlt: es gibt men-schen, die in etwas geheimnisvollen ge-schäften einkaufen wollen, von denen nicht gleich jeder weiß, was sich hinter der fassade verbirgt. ein beispiel dafür ist das auf surfer-mode spezialisierte un-ternehmen hollister. an den läden von hollister gibt es kein firmenschild im klas-sischen sinne. aber trotzdem oder gera-de deshalb ist das unternehmen für viele jugendliche attraktiv. auch diese marke – übrigens eine schwestermarke von aber-crombie &amp; fitch – hat bereits kultstatus erreicht. univ.-prof. dr. thomas foscht ist professor für marketing an der  california state university, east bay (san francisco). er erhielt kürzlich einen ruf an die karl-franzens-uni-versität graz und übernimmt mit jänner 2009 die leitung des insti-tuts für marketing. bei diesen beiden beispielen könnte man meinen, dass es sich um ein phänomen handelt, das nur bei jugendlichen erfolg verspricht. aber das ist nicht der fall. an einer prominenten adresse in manhattan in new york, und zwar am broadway nahe der wall street, findet sich ein auf den ersten blick wirklich unscheinbares geschäft. hinter der fassade könnte man vieles vermuten. ein geschäft mit unter-schiedlichsten waren oder auch ein res-taurant. auch dieses geschäft trägt keine aufschrift. um das rätsel zu lösen, bei dem laden handelt es sich um einen pra-da-flagship-store. in diesen luxus-store hat das unternehmen sehr viel geld in-vestiert und offensichtlich bewusst auf das firmenschild verzichtet. ernst gemeint und authentisch was kann man aus diesen beispielen ab-leiten? sind diese unternehmen vorrei-ter? soll man ähnliche dinge für das ei-abercrombie &amp; fitch: kultig verbarrikardiert hollister: noname auf der fassade prada-flagship-store: ohne schild gene unternehmen überlegen? soll man einfach etwas verkehrt machen, um dann erfolgreich zu sein? natürlich funktioniert es nicht, einfach etwas verkehrt zu ma-chen. auch wenn es manche nach wie vor anders sehen, gilt insbesondere in al-len marketingfragen, dass es sehr wichtig ist, authentisch zu sein. man kann sich als unternehmen nicht verstellen oder den kundinnen und kunden etwas vorspielen. kundinnen und kunden sind heute eman-zipierter und informierter als je zuvor. versucht man in diese richtung zu steu-ern, werden die kundinnen und kunden das früher oder später merken und sich vom unternehmen abwenden. das heißt, wenn man etwas anders als alle anderen machen möchte, funktioniert das langfris-tig nur dann, wenn es ernst gemeint und authentisch ist. oder anders ausgedrückt: es darf keine einmalige idee, sondern es muss teil eines umfangreichen konzepts oder einer stimmigen strategie sein. jede noch so gut durchdachte strategie kann aber gerade im marketing nicht für alle zeiten fix festgeschrieben bleiben. auch die besten strategien sind an die gege-benheiten am markt – also an die kun-dinnen und kunden – immer wieder bis zu einem bestimmten ausmaß anzupas-sen. transformation ist damit seit jeher ein fixer bestandteil des marketings. thomas foscht veröffentlichte 2007 gemeinsam mit indrajit sinha von der temple university, philadelphia, das buch „reverse psychology marketing“. tos_2008_kern.indd  24 13.10.2008  15:46:24 uhr</Page><Page Number="25">25 top of styria 2008 veränderung mit angemessener geschwindigkeit politik: man muss nur  das wort „börse“ durch den begriff „wahlerfolg“ ersetzen. die steirische industrie mit ihrer weitge-hend mittelständischen struktur und ihrer ausgeprägten technologieorientierung – das ist gerade in wirtschaftlich bewegten zeiten ein immenser vorteil – pflegt die tugend, sich nicht mit höchstmöglicher, sondern mit angemessener geschwin-digkeit zu bewegen. das reduziert die gefahr, unternehmen an die wand zu fahren, beträchtlich – wir sind besser als andere darauf vorbereitet, notwendige ausweichmanöver zu starten oder gege-benenfalls auch rechtzeitig zu bremsen. entscheidend ist jedenfalls, mit welcher reaktionsgeschwindigkeit ich mich auf den weg mache! das ist umso notwen-diger, als die dauer von wirtschaftszyklen innerhalb weniger jahrzehnte von sieben auf zwei oder drei jahre gesunken ist und der veränderungsdruck stetig steigt. kapital mensch dafür brauchen wir mitarbeiterinnen und mitarbeiter, die dem  zunehmenden druck gewachsensind.der schlüssel heißt bildung, qualifikation, weiterbildung. exzellent qualifizierte arbeitskräfte – das gilt für den facharbeiter genauso wie für managerinnen und manager – sind das wertvollste kapital jedes unternehmens. das bemühen, mit ihnen wertschätzend umzugehen, ist mittlerweile schlicht ein gebot wirtschaftlicher vernunft. kein unternehmen ist, wenn es in bedrängnis gerät, davor gefeit, beschäftigte abbauen zu müssen. dieser schritt kann aber für unternehmen, die nicht nur in bilanz-jahren, sondern langfristig denken, im-mer nur ein akt der notwehr sein. für eine wirtschafts-, arbeitsmarkt- und sozialpolitik, die eine gestaltende und keine reparaturpolitik sein will, lassen sich daraus einfache leitsätze ableiten. investitionen in rechtzeitige qualifikation und weiterbildung stärken die wettbe-werbsfähigkeit von unternehmen und verhindern arbeitslosigkeit. weiterbil-dungsprogramme für beschäftigte sind allemal wirkungsvoller und auch kosten-günstiger als maßnahmen für jene, die bereits arbeitslos geworden sind. gleichzeitig muss arbeit leistbar bleiben. mitarbeiter sollen amunternehmenserfolg teilhaben, das heißt an dem, was erarbei-tet wurde. hohe zuschläge auf abschlüsse werden zur zukunfts-hypothek, die un-ternehmen in gefahr  bringen  und damit letztlich arbeitsplätze aufs spiel  setzen. jochen pildner-steinburg unternehmen dürfen sich nicht mit der höchstmöglichen – sondern müssen sich mit der richtigen – geschwindigkeit verändern. entscheidend ist die reaktionsgeschwindigkeit. f ür unternehmen ist die fähigkeit, sich rechtzeitig und angemessen zu verändern, schlicht eine überlebens-frage. das betrifft vor allem jene unter-nehmen, die auf internationalen märkten bestehen müssen – denn diese internati-onalen märkte haben kein mitleid mit je-nen, die sich nicht oder zu spät geänderten anforderungen anpassen können. die steirischen industrieunternehmen können es. das ist keine behauptung, sondern die einzige erklärung dafür, dass die industrie rund drei viertel ihres umsatzes im export erzielt. die fähigkeit sich zu verändern, darf aber nicht mit flüchtigkeit verwechselt werden. ganz im gegenteil: gerade jene unternehmungen, die ihre wurzeln ken-nen und sich ihrer identität bewusst sind, stehen auf so festen beinen, dass sie sich verändern können, ohne das gleichge-wicht zu verlieren. dazu gehört es auch, nicht in erster linie auf den kurzfristigen, spektakulären erfolg zu schielen, son-dern   auf den langfristigen bestand zu achten. „wenn sich ein unternehmen … nur an der börse orientiert, dann wird es zum spielball wechselnder und nicht sel-ten spekulativer aktionäre und bleibt auf der strecke“, hat wirtschaftsprofessor  fredmund malik mit blick auf die verei-nigten staaten gewarnt – bereits im jahr 2002, als die meisten wirtschaftsexperten die wirtschaftliche dynamik der usa noch uneingeschränkt bewunderten. angemessene geschwindigkeit diese mahnung gilt übrigens nicht nur für die wirtschaft, sondern auch für die mag. jochen pildner-steinburg ist präsident der industriellenvereini-gung steiermark. „wertschätzung ist schlicht ein gebot  wirtschaftlicher  vernunft.“ tos_2008_kern.indd  25 13.10.2008  15:46:25 uhr</Page><Page Number="26">26 top of styria 2008 veränderung das innenleben der außenwelt anpassen r und um das automobil von mor-gen stellen sich viele fragen: bei-spielsweise die nach der energie­ sicherheit. welche primärenergie steht für den transport in zukunft zur verfügung? weiters wird die diskussion um treib- hausgase wie kohlendioxid, verbrauchs-reduktion und emissionen (partikel, no x , lärm etc.) intensiv geführt. es geht um sicherheitsstandards, komfort und drive- ability, also emotionale aspekte des käu-fers sowie um informationstechnologien. diese anforderungen verlangen einen multidisziplinären ansatz bei der techno-logieentwicklung, der sich in den struk-turen der einzelnen organisationen, aber auch in den anforderungen an heutige und zukünftige mitarbeiter widerspiegelt. dies trifft sowohl auf den güter- und per-sonentransport, als auch insbesondere auf die automobilindustrie zu. auch die avl list gmbh hat vor jahren bereits diese trends erkannt und einer-seits die entsprechenden globalen struk-turen, andererseits aber auch die entwick-lungsaktivitäten für den fahrzeugantrieb und für prüfstandsysteme initiiert. avl ist heute das weltweit größte, private und unabhängige unternehmen für die entwicklung von antriebssystemen mit verbrennungsmotoren und mess- und prüftechnik. in der sparte „entwicklung antriebssysteme“ entwickelt und verbes-sert avl alle arten von antriebssystemen als kompetenter partner der fahrzeugin-dustrie. die für die entwicklungsarbeiten notwendigen simulationsmethoden wer-den ebenfalls von avl entwickelt und vermarktet. die produkte des bereiches „motorenmesstechnik und testsysteme“ umfassen alle geräte und anlagen, die für das testen von motoren und fahr-zeugen erforderlich sind. die „globali-sierung“ des unternehmens wurde be-reits in den 80er jahren vorangetrieben, sodass die avl mit 4.300 mitarbeitern in mehr als 50 ländern der welt vertreten ist. an 17 standorten, z.b. in deutsch-land, frankreich, schweden, usa, in-dien, korea und china betreibt die avl entwicklungszentren, um kunden vor ort zu bedienen und gleichzeitig firmen, die in neue märkte gehen, weltweit zu unterstützen. wenn man die jüngere vergangenheit betrachtet, war die avl vorreiter bei der entwicklung des direkt einspritzenden ottomotors und hat hier pionierarbeit geleistet. heute auf den markt kommende, sparsame fahrzeuge mit benzinmotoren basieren auf erkennt-nissen der avl. für empfindung entwickeln ein weiteres beispiel stellt die driveability dar. die avl hat vor mehr als zehn jah-ren begonnen, mathematische modelle zu schaffen, die es erlauben, den zusam-menhang zwischen subjektivem empfin-josef affenzeller energiesicherheit, treibhausgase, fahrsicherheit oder informationstechnologien: die automobilindustrie erfährt derzeit eine rasante entwicklung, insbesondere wenn man globale herausforderungen berücksichtigt. daran müssen sich auch die betriebsinternen organisationen anpassen. ila: pepsi, 2007, 80 x 60 cm, c – print auf aluminium. courtesy galerie eugen lendl tos_2008_kern.indd  26 13.10.2008  15:46:27 uhr</Page><Page Number="27">27 top of styria 2008 veränderung die aufgabe hat, prüfsysteme für diese zukünftigen antriebssysteme zu ent-wickeln. dies bedeutet, am prüfstand simulationen in echtzeit vorzunehmen, wobei komponenten des antriebs-stranges vorhanden sind, andere kom-ponenten und die fahrzeugumgebung jedoch virtuell dargestellt werden. wei-ters hat die avl aktivitäten im bereich elektrik/elektronik gestärkt. dazu zäh-len insbesondere die entwicklung der software und steuersysteme. dies ist eine voraussetzung für die darstel-lung von hochdynamischen vorgängen am prüfstand, die real auf der straße gefahren werden, um das komplexe antriebssystem im hinblick auf co 2 - reduktion und energiemanagement zu optimieren. weiters wurden in der avl schon vor jahren prozesse eingeführt, um für den kunden zielgerichtete ent-wicklungen zu ermöglichen. avl betreibt auch forschung in rich-tung embedded systems für die op-timale steuerung des fahrzeugan-triebsstranges in abhängigkeit von z.b. verkehrslage, streckenprofil und ande-ren faktoren. die erzielten ergebnisse fließen sowohl in die prüfstands- als auch in entwicklungsaktivitäten unmit-telbar ein. die forschungs- und entwicklungsleis-tungen von avl auf diesen gebieten ergänzen und verstärken die bisherigen tätigkeiten und stellen sicher, dass die avl für die automobilindustrie auch in der zukunft ein gefragter entwick-lungspartner sein wird. den und physikalischen messgrößen ab-zubilden. diese methoden erlauben, die driveability in fahrzeugen sehr genau zu analysieren und darüber hinaus den an-triebsstrang bereits am motorprüfstand in hinblick auf das künftige verhalten in einem fahrzeug zu beurteilen. damit werden entwicklungskosten und ent-wicklungszeiten reduziert und parameter optimiert. ein wesentliches merkmal, um für die zukunft gerüstet zu sein, ist die qualität der mitarbeiter, die verstärkt in-terdisziplinäre forschung und entwicklun-gen vornehmen. dabei sind schulungen durchzuführen. besonderes augenmerk gilt den neuen mitarbeitern für diese for-schungs- und entwicklungsarbeiten. in echtzeit simulieren im bereich der messtechnik hat die avl ein segment für hybrid- und elektro-fahrzeugprüfsysteme geschaffen, das es_i_aflenz2_tos_v01 17.09.2007 12:45 uhr seite 1 probedruck vorne dabei ist nur, wer seine fühler ausst reckt . neugier ig und aufgeschlossen ist . darum haben forschung und entwicklung bei uns sonderstatus. biomasse, biogas und co. bieten jede menge spiel raum für innovat ion. wi r nützen ihn. das macht sie sicher. und uns stark. sensibel für neue signale? dr. josef affenzeller ist koordina-tor der nationalen und internatio-nalen forschung bei der avl list gmbh. tos_2008_kern.indd  27 13.10.2008  15:46:29 uhr</Page><Page Number="28">28 top of styria 2008 veränderung „es ändern sich positionierungen und rollen“ in zehn jahren wird es keinen medi-enkonsum geben, der nicht über ein ip-netzwerk läuft, hat stephen ballmer in der washington post behauptet. auch wenn diese prognose überspitzt sein mag, gibt es doch eine reihe ähnlicher aussagen, die das verschwinden oder zumindest die marginalisierung des heu-tigen leitmediums „papierzeitung“ vor-hersagen. was raten sie einem jungen zeitungsjournalisten, der noch 30 oder 40 berufsjahre vor sich hat? soll er sich einen anderen beruf suchen? pirker: das ist eine frage, die man sehr einfach, wenngleich in mehreren zugän-gen, beantworten kann. das jahr 2000, für das bill gates bereits das ende der zeitungen vorhergesagt hatte, war das bis dahin profitabelste in der geschichte. so groß und stark wie in diesem jahr wa-ren die zeitungen nie zuvor. die zweite annäherung ist, dass der begriff „zeitung“ das trägermedium papier zwar einschließt, andere platt-formen aber auch denkbar sind. neben dem papier sind das die screens von pcs und laptops, der bildschirm eines smartphones, eines blackberrys oder iphones. der zeitungsbegriff ist nicht mehr auf eine ganz bestimmte darstel-lungsform beschränkt. der dritte zugang ist, dass sich geschäftsmodelle ändern können und werden. zeitungen müssen nicht nur verkauft oder im abonnement verbreitet werden. das vergleichsweise neue geschäftsmodell der gratismedien hat mittlerweile auch den tageszeitungs-markt erreicht. daraus ergeben sich wie-der ganz neue chancen für die papierene zeitung. wir sind hier noch ganz am be-ginn, diese chancen auch zu nutzen. auf diesem weg gibt es auch noch die hy-briden modelle, wo man verkaufs- und gratismodelle nebeneinander laufen lässt oder preisdifferenzierungsmodelle wie horst pirker im gespräch mit martin novak und gerald heschl das mediengeschäft ist wie kaum ein anderes von veränderungen betroffen. horst pirker, vorstandsvorsitzender der styria medien ag, sieht die zukunft der zeitungen aber positiver denn je. ob zeitungen in 30 jahren noch auf papier produziert werden, ist jedoch ungewiss. „zeitungsverlage haben noch nie so große  chancen gehabt  wie heute.“ fotos: schiffer tos_2008_kern.indd  28 13.10.2008  15:46:35 uhr</Page><Page Number="29">29 top of styria 2008 veränderung eine depression. dort haben medien-unternehmen 60, 70 prozent ihres ak-tienwertes verloren. da muss man aber ganz klar sagen, österreich ist anders. in österreich steigen nach wie vor die auflagen, es steigen nach wie vor die leserzahlen, es steigen nach wie vor die werbeumsätze für die papierene zeitung. und: österreich ist damit nicht allein, es gibt einige andere länder, auch in ent-wickelten märkten, die anders sind. dazu kommen natürlich die neuen märkte wie indien und china, wo zeitungen in ei-ner unbeschreiblichen weise boomen. das phänomen, von dem sie sprechen, ist schwergewichtig ein amerikanisches phänomen mit ausläufern nach skan-dinavien. skandinavien ist wahrschein-lich der interessanteste medienmarkt der welt, ganz besonders norwegen als spitze dieses marktes: hier sehen sie, dass die gedruckten zei-tungen zwar an auflage verlieren, aber gemeinsam mit „digital“ bereits täglich mehr leser haben, als sie vorher allein auf papier hatten. die größte norwegische zeitung „vg“ hatte zuvor 1,4 millionen leser und hat jetzt zwei millionen le-ser, zusammengesetzt aus „print only“, „digital only“ und „both print and digi-tal“. das ist eine sehr spannende ent-wicklung. etwa bei der „welt“ in deutschland. ich würde sagen – und ich bin jetzt 25 jahre in der branche und unser unternehmen ist als „content company“ ja nicht al-lein auf papier ausgerichtet – wir haben noch so viele ungenutzte chancen, auch auf der plattform papier, vor uns. ein ende der papierenen zeitung ist über-haupt nicht absehbar. im gegenteil: es wird ganz raffinierte, tolle varianten der neubelebung geben. gleichzeitig setzen wir als konzern aber eben auch auf die digitalen plattformen. das entspricht ei-gentlich – in einer parallele – einem jesu-itischen gedanken, der heißt, „man soll beten, als ob alles vom beten abhinge und man soll arbeiten, als ob alles vom arbeiten abhinge“. übersetzt auf unser milieu heißt das, man soll zeitung auf papier machen, als ob alles vom papier abhinge und gleichzeitig zeitung digital machen, als ob alles vom digitalen ab-hinge. zeitungsverlage haben noch nie so große chancen gehabt wie heute. ich glaube, dass zeitungen in diesen chan-cen auch stärker sind als das medium radio und ganz besonders als das fern-sehen. das fernsehen wird es besonders schwer haben, mit seinen kostenstruk-turen in diesen neuen, flexiblen welten zu bestehen. ich habe mich in der rolle eines vertreters der – historisch gesehen – papierenen welt mit der möglichkeit, auch in den anderen welten zu bestehen, noch nie so wohl gefühlt wie heute. sie selbst sind vorsitzender eines kon-zerns, der hauptsächlich von papierzei-tungen lebt, diese sehr offensiv weiter-entwickelt, ja sogar welche gründet oder kauft. angesichts sinkender auflagen- und leserzahlen, nutzungsverände-rungen, demografischer entwicklungen und nicht zuletzt der sinkenden anteile am werbemarkt: ist das nicht ein vertei-digungskampf, bei dem die niederlage nur hinausgezögert, aber letztlich nicht vermieden werden kann? pirker: solche märkte gibt es, etwa die usa. dort gibt es zurzeit geradezu „natürlich haben die medien faktische macht. die einzige entsprechung  für diese macht ist askese –  das heißt, dass man diese  macht einfach nicht ausübt.“ tos_2008_kern.indd  29 13.10.2008  15:46:38 uhr</Page><Page Number="30">30 top of styria 2008 veränderung » aber größenordnungen verändern sich. online sind andere zeitungen marktfüh-rer als im bereich papier – auch in öster-reich. dazu kommen neue mitbewerber im netz. pirker: ich finde es aber sehr positiv, dass hier so viel bewegung vorhanden ist, weil die karten tatsächlich neu gemischt wer-den und die tüchtigen, die gescheiten und kreativen zu neuen chancen kom-men. was mich ganz besonders über-rascht hat, ist, dass die schnittmenge der print- und digital-leser sehr gering ist. nur 20 bis 30 prozent lesen beides. bei den zahlen selbst muss man sehr genau hinschauen. „die presse“ ist im informationsbereich mittlerweile etwa gleich stark wie „der standard“. was beim „standard“ noch dazukommt, sind die kleinanzeigen. die werden bei der „presse“ durch willhaben.at abge-deckt. man muss auch beim vergleich zwischen „standard“ und „krone“ sehr genau schauen, woher die pageviews und die unique users kommen. zum beispiel: kommen sie aus dem informa-tionsbereich oder werden sie etwa durch spiele generiert? „der standard“ ist im informationsbereich deutlich stärker als die „kronenzeitung“, die – zur marke passend – eher im unterhaltungsbereich punktet. die neuen medien verändern ja nicht nur das nutzungsverhalten, sie ver-ändern auch die content-produktion. man denke nur an den citizen journa-lism – die leserreporter. wie wird sich dadurch das berufsbild der journalisten verändern? pirker: im kern wird der plattformun-abhängige journalismus gestärkt. man wird nicht mehr sagen können, man ist papier- oder fernsehjournalist, sondern man ist spezialist für bestimmte inhalte, mit denen alle plattformen bespielt wer-den. diese inhalte wird man dann nur noch für die spezifische plattform gestal-ten müssen – auf der zeitungsseite sehen sie anders aus als auf dem handy. aber prinzipiell wird der content plattformun-abhängig erstellt – das wird die entschei-dende weiterentwicklung des journalis-mus sein. ich habe ursprünglich sehr viel vom „user generated content“ gehalten, aber die große euphorie ist abgeflacht. vom leserjournalismus ist international betrachtet wenig übrig geblieben. was eher geblieben ist, sind blogs und blog-ger, die sagen, ich bin medienschaffender und das netz ist meine plattform. das ist eine interessante und tolle entwicklung. die amateure unter den bloggern laufen doch den profis den rang ab. gerade im us-wahlkampf haben große networks wie cnn oder fox von den blogs abge-schrieben. pirker: aber in den usa gibt es millionen von bloggern. dann kommt halt einer einmal durch. das ist wie ein blitz, der zufällig einschlägt. die entprofessionalisierung sehen sie also nicht… pirker: nein, aber es gibt die profis na-türlich auch im web. professionelle jour-nalisten werden wir jedoch notwendiger brauchen denn je. medienkonzerne haben offenbar ein problem, ihren content im internet zu verkaufen. selbst beim wallstreet jour-nal denkt der neue eigentümer rupert murdoch darüber nach, den online-be-reich freizugeben. lassen sich geschäfts-modelle aus dem print-bereich in den online-bereich übertragen? pirker: das kann man abhaken – content im internet ist kostenlos. die große aus-nahme sind nur hochspezialisierte inhalte – exklusivste inhalte, etwa im finanzbe-reich. alles andere ist über werbung oder transaktionserlöse zu finanzie-ren. ein gelungenes beispiel dafür ist muenchen.de: über die website kann man ein hotelzimmer finden, buchen und bezahlen. dadurch könnten trans-aktionserlöse entstehen. so wird auch die werbung deutlich ver-ändert… pirker: ja natürlich. hier entsteht etwas, das sich die werbewirtschaft schon lan-ge wünscht – es wird nur für den erfolg bezahlt. bei allem optimismus: es gibt ein bild, das eckard minx, der frühere leiter der forschungsabteilung „gesellschaft und technik“ des daimler-konzerns, gezeigt hat. als die dampfschifffahrt der segel-schifffahrt den rang abzulaufen drohte, haben die reedereien nach dem motto „more of the same“ immer größere, viel-mastige segelschiffe gebaut. trifft dieses bild nicht auch auf die heutige papier-zeitungsindustrie zu? pirker: die segelschiffe haben ja immer noch eine große bedeutung. segelschiffe sind immer noch die gattung, die auf den meeren am meisten verbreitet ist… …was reeder, die um die letzte jahrhun-dertwende frachtsegelschiffe besessen haben, nicht wirklich getröstet hätte… pirker: ja, das ist aber genau meine idee: es ändern sich positionierungen und rol-len. die zeitung hat diese rollenverände-rung ja schon hinter sich. sie war einmal das medium für aktualität, dann ist das horst pirker (links) im gespräch mit martin novak und   gerald heschl. tos_2008_kern.indd  30 13.10.2008  15:46:40 uhr</Page><Page Number="31">31 top of styria 2008 veränderung glanzpapier haben, also eine bestimmte anmutung… …allerdings steigt auch die druck- und papierqualität der tageszeitungen… pirker: …aber inhaltlich haben sie natür-lich recht. inhaltlich wird die luft zwi-schen tageszeitungen und magazinen knapper. es spricht auch nicht wahnsin-nig viel dagegen, tageszeitungen einmal auf hochglanzpapier zu produzieren. gar nicht gesprochen haben wir über die möglichkeit, die tageszeitung auf pa-pierähnlichen bildschirmen darzustellen. das wird dann überhaupt die wunder-plattform werden, weil man die haptik von papier mit der flexibilität von elek-tronischen darstellungsformen verbin-den kann. diese medien schießen zurzeit aus dem boden, und die besten darunter kann man rollen und falten wie papier. in drei, vier oder zehn jahren wird diese technik serienreif sein. der enorme auf-wand für den druck und die zustellung der zeitung entfällt dann. da kann noch einmal eine goldene ära anbrechen, weil ganz große kostenfaktoren wegfallen. und dann wird die zeitung auch wieder aktuell… pirker: natürlich, dann gibt es 24 stun-den pro tag, sieben tage pro woche eine aktuelle zeitung mit bewegten bildern. im netz kann ich mir als nutzer meine inhalte bereits individuell zusammen-stellen. inwieweit ist das auch für ande-re medien ein thema? pirker: das spielt vor allem für die wer-bung eine rolle. ich glaube aber nicht, dass es das bedürfnis jedes menschen gibt, ein völlig individuelles informati-onsmedium zu bekommen. natürlich gibt es schwerpunkte: mehr sport zu lasten von kultur oder mehr kultur zu lasten von sport. aber im grunde wol-len nicht viele etwas ganz anderes lesen als der nachbar. im gegenteil: es gibt den wunsch, teil einer community zu sein – medien haben dorfplatzfunkti-on. aber gewichtungen können unter-schiedlich sein. über google news kann ich mir dieses individuelle medium ja heute schon zu-sammenstellen. wirklich toll ist das in der praxis nicht, weil die gewichtungen dennoch weitgehend fehlen, weil die frage, stimmt es oder stimmt es nicht, unklar ist, weil die qualität der quellen nicht zuverlässig zu beurteilen ist. die selektion, die priorisierung, die gestal-tung, die immer journalistische arbeit war, wird umso wichtiger werden, je mehr information angeboten wird. kommen wir auf die spezielle situation des unternehmens styria, das nach der entwicklung der letzten jahre eigentlich central europe heißen sollte… pirker: es gab einen großen schritt. frü-her war die styria ein großes oder auch mittelgroßes unternehmen mit unter-schiedlichen produkten. heute haben wir eine struktur mit vielen unternehmungen. das ist ein schritt zu autonomie, dezent-ralität und subsidiarität. dahinter stehen unternehmensphilosophische überle-gungen. der zweite teil der veränderung ist die internationalisierung. da sind wir sehr blauäugig und ungenügend vorbe-reitet in die welt hinausgegangen. wir haben aber sehr viel glück gehabt und wenig lehrgeld bezahlt. inzwischen ha-ben wir den umgang mit kulturunter-schieden gelernt. ursprünglich waren wir auf die bedeutende veränderung von der monokultur zur multikultur aber nicht gut vorbereitet. wie sollte eine solche vorbereitung aus-schauen? pirker: man muss vorher in das land hin-eingehen, man muss seine mitarbeiter vor ort genau auswählen, man muss eine zeit lang im land leben und lernen. wie wir es jetzt machen, kann man am beispiel ita-lien sehen. dort haben wir eine sehr tradi-tionsreiche, aber relativ kleine wochenzei-tung übernommen. anhand derer können wir lernen, wie dort medien funktionieren radio gekommen. die zeitung hat eine 400-jährige geschichte hinter sich, das radio ist um die vorige jahrhundertwen-de gekommen. da hat man schon das ende der zeitung ausgerufen – nachrich-ten kommen nur mehr über den äther. dann ist das fernsehen gekommen, da hat sich diese geschichte wiederholt. tatsache ist, dass die zeitungen immer weiter an bedeutung gewonnen haben. und im moment ist wieder ein drama-tischer wandel der rolle der zeitung im gange in richtung eines täglichen ma-gazins. die aufmacher, etwa der „klei-nen zeitung“ oder der „presse“, sind magazin-aufmacher und nicht mehr tageszeitungs-aufmacher. heute wird fast immer mit nur einem thema aufge-macht. die nachrichten kommen auch noch vor, haben aber eigentlich eine sehr nachrangige bedeutung. ein berühmter spanischer berater im publizistikbereich hat vom „weg vom was, hin zum wie oder warum“ gesprochen. früher war die frage, was ist passiert, jetzt lautet sie, wie und warum ist es passiert. die zeitungen verdrängen also die ma-gazine? pirker: die magazine haben auch ein stück alleinstellung, weil sie das hoch-horst pirker (links) im gespräch mit martin novak und   gerald heschl. tos_2008_kern.indd  31 13.10.2008  15:46:41 uhr</Page><Page Number="32">32 top of styria 2008 veränderung sächlich anders als in österreich. in kroa-tien sind auch auf plakaten bilder zu seh-en, wie sie in österreich nie veröffentlicht würden. dass man in der zeitung etwa unfalltote zeigt, ist etwas ganz norma-les. und obwohl kroatien vielleicht ka-tholischer ist als österreich, wird auch im öffentlichen raum erotik in einer brutalität dargestellt, wie sie in österreich nie vor-stellbar wäre. was wir als wirklich brutal empfinden, ist in kroatien ganz normal. bei diskussionen – etwa an kroatischen universitäten – werden mir sehr kritische fragen gestellt, es geht aber nie um die bilder, sondern eher darum, ob der inhalt stimmt. in dieser hinsicht ist kroatien, be-dingt durch 50, 60 jahre kommunistisches regime, wo die menschen auch in den medien laufend angelogen wurden, sen-sibler als österreich. aber in bezug auf die bildsprache, die ich auch als seltsam und gewöhnungsbedürftig bezeichnen würde, gab es in kroatien nie eine diskussion – das gilt auch für slowenien. medien sind stark marketing-getrieben. das ziel des wirtschaftlichen erfolgs wird vielleicht nicht größer, aber sichtbarer. geraten redaktionen nicht immer stär-ker unter den druck der anzeigenabtei-lungen? wird so nicht der anspruch, die „vierte gewalt“ zu sein, unterspült? pirker: mit dem allgemeinen befund ha-ben sie recht. wir versuchen aber, diese trennung aus ganz egoistischen motiven noch zu verschärfen. unsere auszeich-nungspolitik bezüglich anzeigen ist heute strenger als noch vor ein paar jahren. die kleine zeitung war in österreich auch eine der ersten zeitungen mit einem ver-bindlichen advertorial-layout… pirker: ja genau. aber auch bei den gra-tiszeitungen wird inzwischen sauber aus-gezeichnet, weil wir davon überzeugt sind. nicht nur aus journalistisch-ethischen motiven – obwohl es mich freut, dass die damit auch abgedeckt werden – aber, um ehrlich zu sein, verlange ich es vor allem auch aus grundsätzlichen ökonomischen erwägungen. denn unser kostbarstes gut ist die glaubwürdigkeit, und die würde dadurch beschädigt. noch ein satz zur „vierten gewalt“: um die „vierte gewalt“, so sie gefährdet wäre, würde es mir überhaupt nicht leidtun. ich halte es für eine anmaßung, sich neben den drei verfassungsmäßig vorgesehenen gewalten einzureihen. natürlich haben die medien faktische macht. die einzige entsprechung für die-se macht ist askese – das heißt, dass man diese macht einfach nicht ausübt. das versuchen wir in diesem haus zu prakti-zieren, das versuche ich auch persönlich vorzuleben, indem ich meine verlegerische macht nicht ausübe. das fällt auch in das kapitel glaubwürdigkeit: wenn man ei-gene anliegen über die eigenen medien transportiert, dann verschaukelt man die leser. ich möchte mich da gar nicht hinter dem ethischen motiv verstecken, sondern offen bekennen, dass sich hier ethische und ökonomische überlegungen einfach gut treffen. wie beurteilen sie in diesem zusammen-hang das bekenntnis der kronenzeitung zu einem politiker vor der letzten natio-nalratswahl? pirker: das ist international nicht unüb-lich. unüblich ist nur die bedingungslose unterwerfung durch die politik. das ist aber eher ein problem der politik als der zeitung. wir haben in diesem kontext ein problem der politik in österreich. und systeme laufen. erst wenn wir das gelernt haben, können wir allenfalls eine große investition nachschieben. auch in slowenien war unser erstes projekt – die gründung einer wochenzeitung – kein ganz großes projekt. und jetzt wurde eine tageszeitung nachgeschoben. wir haben gelernt, mehr respekt vor diesen kultur-unterschieden zu haben. nehmen wir ein beispiel her, wo dieser kulturunterschied eklatant ist. das kro-atische styria-medium 24sata steht für radikalen boulevard. eine vergleichbare zeitung würde vermutlich in österreich eine sehr heftige debatte auslösen. die hemmschwelle der kroatischen leser etwa bei dramatischen unfallfotos sei kriegsbe-dingt höher als die der österreicher, wur-de in einem interview aus ihrem konzern argumentiert. gibt es tatsächlich eine re-gional unterschiedliche medienethik? pirker: eine unterschiedliche medienethik gibt es nicht. aber: 24sata ist ein erfolg, der durch die ganze welt von kongress zu kongress gereicht wird. das ist eine zeitung, wie sie vergleichbar in keinem anderen land existiert. sie ist ganz klar eine boulevardzeitung, darüber ist nicht zu diskutieren. sie unterscheidet sich je-doch von den traditionellen boulevardzei-tungen dadurch, dass der inhalt der wahr-heit entspricht. es ist eine zeitung, die um accuracy, wahrhaftigkeit, bemüht ist, auch wenn sie einen lauten stil pflegt. und die bildsprache ist in kroatien tat- » „um die ‚vierte gewalt’, so sie gefährdet wäre, würde es mir überhaupt nicht leidtun. ich halte es für eine anmaßung, sich neben den drei verfassungsmäßig vorgesehenen gewalten einzureihen.“ tos_2008_kern.indd  32 13.10.2008  15:46:44 uhr</Page><Page Number="33">33 top of styria 2008 waltl &amp; waltl lovesongs die schönsten aller zeiten vol. iii ab november im handel! www.antennekaernten.at www.antenne.net gute musik ist besser – www.emimusic.at tos_2008_kern.indd  33 13.10.2008  15:46:45 uhr</Page><Page Number="34">top of styria 2008 veränderung murau judenburg liezen knittelfeld leoben bruck an der mur mürzzuschlag hartberg weiz fürstenfeld feldbach bad radkersburg leibnitz deutschlandsberg voitsberg zeltweg kapfenberg werndorf kalsdorf graz raaba wartberg gleisdorf teufenbach liezen rottenmann die patente steiermark b unte rohre, zahnräder, drähte und gitter, räder, küchenmaschi-nen und kruzifixe, madonnendar-stellungen, luster und uhren – das alles angetrieben von elektromotoren: das ist die weltmaschine des franz gsellmann. tief beeindruckt vom atomium in brüs-sel begann der edelsbacher landwirt vor genau 50 jahren in einer kammer seines bauernhofes mit der errichtung „der ma-schin“. das ungetüm blinkt und klingt, dreht und bewegt sich. in ihm ist der geist des außenseiters zum werk geworden. in ihrer sinnvollen sinnlosigkeit ist die weltmaschine aber mehr als ein besuchsziel für touristen. in ihr kon-kretisieren sich der spielende mensch, seine phantasie, die sich bahn bricht, und das staunen als kraftvoller motor. spielen im übertragenen sinn, phantasie und staunen: das sind auch grundzutaten für das nachdenken, das forschen, den fortschritt. und dann noch ein zündender gedanke, der grenzen überspringt. das ist meist der erste schritt auf dem weg zu einem patent. mehr als 1.300 wurden seit 1999 von steirischen unternehmen und privatpersonen angemeldet. „für irgendetwas wird’s schon gut sein“, hat franz gsellmann auf die frage nach dem sinn seiner weltmaschine geantwor-tet. in analogie gilt: für irgendetwas wird sie schon gut sein, die erfinderische steier-mark. für irgendetwas? für die unternehmen und die menschen in diesem land ganz sicherlich. und für einen ehrentitel: die patente steiermark. nachsatz: wir danken sehr herzlich dem patentamt für das datenmaterial und die kooperation mit „top of styria“. wo leuchten die hellen köpfe der steiermark am stärksten? diese landkarte der innovation zeigt die hellsten regionen der steiermark. avl list gmbh 11 andritz ag 10 cytec surface specialities austria gmbh 2 sandvik mining and construction g.m.b.h. 0 roto frank eisenwarenfabrik aktiengesellschaft 2 evg entwicklungs- und verwertungs- gesellschaft m. b. h.  2 böhler edelstahl gmbh 22 vogel &amp; noot wärmetechnik ag  1 pewag austria gmbh 1 va eisenbahnsysteme gmbh 1 *einschließlich tochter- und vorgängerfirmen, angemeldete patente von 2000 - 2007 die meisten patente in der steiermark haben... * tos_2008_kern.indd  34 13.10.2008  15:46:52 uhr</Page><Page Number="35">top of styria 2008 veränderung murau judenburg liezen knittelfeld leoben bruck an der mur mürzzuschlag hartberg weiz fürstenfeld feldbach bad radkersburg leibnitz deutschlandsberg voitsberg judenburg knittelfeld zeltweg kapfenberg kapfenberg werndorf kalsdorf graz raaba wartberg gleisdorf weiz teufenbach rottenmann tos_2008_kern.indd  35 13.10.2008  15:47:13 uhr</Page><Page Number="36">36 top of styria 2008 veränderung cluster schafft chancen w as michael eugene porter, professor für wirtschaftswis-senschaften an der renom-mierten harvard business school, erst-mals vor mehr als 20 jahren als theorie beschrieben hat, ist in der steiermark in vielen verschiedenen wirtschafts-sektoren sehr erfolgreich verwirklicht worden: der cluster. lehrbuchgemäß und auch in der praxis versteht man darunter netzwerke von produzenten, zulieferern, forschungseinrichtungen (z. b. hochschulen), dienstleistern (z. b. design- und ingenieurbüros), hand-werkern und verbundenen institutionen (z. b. wirtschaftskammern) mit einer gewissen regionalen nähe zueinander, die über gemeinsame austauschbezie-hungen entlang einer wertschöpfungs-kette – wie zum beispiel in der auto- mobilproduktion – gebildet werden. „die clusterpolitik in der steiermark trägt zu einem wesentlichen teil zur positiven wirtschaftsentwicklung des landes bei“, betont jochen pildner-steinburg, präsident der industriellen-vereinigung und geschäftsführender gesellschafter der gaw group. nach-satz: das miteinander sei in der stei-ermark noch nicht so stark ausgeprägt, wie es die wirtschaft brauchen würde. und: „unser unternehmen hat aus den clustern noch keinen direkten nutzen gezogen.“ nehmen und geben nicht nur generell, sondern auch für das eigene unternehmen hatte und hat der autocluster acstyria für die avl positive auswirkungen. „als avl profitieren wir unmittelbar von der engen zusammenarbeit mit un-ternehmen und forschungseinrich-tungen vor ort“, verweist avl-ceo helmut list beispielsweise auf das „k2-kompetenzzentrum mobility-vir-tuelles fahrzeug“. dort kooperieren die technische universität graz, ma-gna und andere partner eng mit avl – indirekt ist auch die errichtung des studiengangs fahrzeugtechnik und anderer einrichtungen ein ergebnis aktiver clusterpolitik. cluster – das ist nehmen und geben zugleich: kleinere mitglieder profitieren laut helmut list von der erfahrung größerer unterneh-men auf dem weltmarkt und werden in konkrete projekte eingebunden. klein- und mittelbetriebe schaffen einen zu-gewinn an wertvollen informationen. hervorragende bündelung synergetisch sieht alois strohmeier, chef der steirerfleisch gesmbh, die cluster-vorteile, obwohl die unterneh-men in völlig verschiedenen branchen tätig sind. „clusterpolitik fördert das denken und handeln in netzwerken“, bilanziert strohmeier. sinnvoll seien sol-che zusammenschlüsse dann, „wenn dadurch systemimmanente synergien genützt und dadurch wettbewerbs-vorteile für das gesamte netzwerk erzielt werden können“. seine kritik: die vergangenheit habe gezeigt, dass clusterbildungen mit finanzmitteln der öffentlichen hand, förderungen und subventionen auch erhebliche effizienzverluste bedeuten können. die steiermark ist ein guter boden für clusterbildung. vom auto- über den material- bis zum lebensmittel- und humantechnologiecluster spannt sich der bogen der zusammenschlüsse. tendenziell sehr positiv bewerten geschäftsführer und vorstandsdirektoren im rahmen der traditionellen top-100-ceo-umfrage die art der kooperation zwischen kleinen, mittleren und großen unternehmen. martin link 	 josef gasser	 gerhard geisswinkler	josef heissenberger	 christoph kauer	 wolfgang leitinger 	 helmut list 	 gottfried maresch tos_2008_kern.indd  36 13.10.2008  15:47:15 uhr</Page><Page Number="37">37 top of styria 2008 schenker &amp; co ag geschäftsstelle graz alte poststrasse 452 8055 graz – austria tel. 43 (0)5/7686/231900 fax 43 (0)5/7686/231909 mail: graz@schenker.at www.schenker.at schenker &amp; co ag logistics service center styria am terminal 6 8402 werndorf - austria tel. 43 (0)5/7686/235550 fax 43 (0)5/7686/235559 mail: logisticsservices@schenker.at www.schenker.at logistics service center    styria, werndorf 10.500 m hallenfläche lagerhöhe bis 9 m büro- und sozialflächen 1.000 m modernste infrastruktur (funk-lan,brandmeldeanlage, zutrittsüberwachung etc.) lagertechnik palettenregale (derzeit ca. 8.700 stellplätze) blocklager (4.000m) gefahrgutlager (7 getrennte zellen mit gesamt 800 palettenstellplätzen) sicherheitslager zolllager (ca. 120 stellplätze) freilager (4.000 m) logistics services - produktportfolio schenker ist einer der führenden internationalen anbieter von integrierten logistik-dienstleistungen. wir unterstützen industrie und handel beim globalen güteraustausch: im landverkehr, bei der weltweiten luft- und seefracht sowie allen damit verbundenen logistischen dienstleistungen. schenker &amp; co ag - graz zentrale mitarbeiter: 186 lagerfläche: 35.000 m globale präsenz mit lokaler kompetenz gefahrgutlager nach modernsten sicherheitsstandards warehousing &amp; distribution   services production supply   services supply chain    services tos_2008_kern.indd  37 13.10.2008  15:47:17 uhr</Page><Page Number="38">38 top of styria 2008 veränderung strohmeier: „für die fleischproduktion haben sich in der steiermark netzwerk-strukturen gebildet, die völlig ohne öf-fentliches geld auskommen und zudem nach marktwirtschaftlichen kriterien funktionieren.“ differenziert bewertet gottfried ma-resch, geschäftsführer der leder &amp; schuh ag, die auswirkungen von clustern: durch die fokussierung auf bestimmte kompetenzbereiche hätten cluster regional maßgeblich zur pro-sperität beigetragen, andererseits be-stehe aber auch die gefahr von „mo-nokulturen“. man kooperiere mit einer vielzahl von regionalen partnern, maß-geblich sei für eine zusammenarbeit das „preis-leistungsverhältnis“. die „hervorragende bündelung der interes-sen entlang einer wertschöpfungskette“ nennt max oberhumer, geschäftsfüh-rer sappi austria, als nutzen aus einem cluster, „gegenseitige befruchtende in-formation und zusätzliche interessante neue kontakte über das netzwerk“ hebt siegfried steinkogler, ceo von schenker&amp;co ag, als positive aspekte hervor. die regionalen auswirkungen von clus-tern betont josef gasser, geschäftsfüh-rer der lieb bau weiz. „clusterbildung in der steiermark stärkt wirtschafts-felder, auf die die entwicklung unseres landes aufbaut und mit denen sie auch langfristig abgesichert werden kann.“ die „spezielle produktpalette“ ist für skf economos-technikchef thomas schwarz der grund dafür, „dass wir weniger an cluster gebunden sind als andere unternehmen“. vorteile sieht schwarz in cluster-ähnlichen struktu-ren, die im forschungs- und entwick-lungssektor eng kooperieren. wissenspool „jeder soll das machen, was er kann“: nach diesem grundlegenden prinzip sollte ein cluster organisiert sein, wie wolfgang leitinger, geschäftsführer von holzindustrie leitinger, betont. das unternehmen ist ein gründungs- und leitbetrieb im steirischen holzcluster. „dieses netzwerk nützen wir“, erläutert leitinger, „für den internationalen kon-taktaufbau in südosteuropa oder für die zusammenarbeit im f&amp;e-bereich mit der technischen universität graz“. ge-meinsame logistikprojekte in der holz- industrie gehen bis hin zu produktions­ kooperationen. im wissens- und know-how-pool, der stärkung der innovationskraft und höherer wettbewerbsfähigkeit seh-en rudolf steiner und gert heigl, ge-schäftsführer der energie graz, die spezifischen vorteile von clustern. ge-setzliche vorgaben legen in der ener-giebranche dabei strenge auflagen fest: diese verpflichtungen zur garantie von versorgungssicherheit und produkt-qualität erfordern bei den lieferanten und dienstleistern, so die ceos, die gewährleistung höchster qualität, ter-mintreue und verlässlicher lieferzeiten. in welchem cluster ist ihr unternehmen derzeit eingebunden? woher kommen ihre zulieferbetriebe? aus welchen bereichen kommen ihre epu- und kmu-zuliefer- betriebe? » 	 	 jochen	 	 	 rudolf steiner max oberhumer 	 pildner-steinburg	 thomas schwarz	 harald sommerer	 gert heigl	 siegfried steinkogler	 alois strohmeier quelle: top 100-ceo-umfrage 2008 tos_2008_kern.indd  38 13.10.2008  15:47:22 uhr</Page><Page Number="39">39 top of styria 2008 .a.s.a. - professionalität in allen bereichen  qualität steht für uns an erster stelle - diese sichern wir bei unseren abfallwirt-schaftlichen und sonstigen dienstleistungen, die schon jahrelang erfolgreich durchgeführt werden, durch unsere bestens geschulten mitarbeiter/innen und  ein seit jahren praktiziertes qualitätsmanagementsystem.  beratung  sammlung und transport sämtlicher abfallarten  ara-partner  eag-partner  überregionale branchenlösungen  zwischenlagerung  sortierung  kompostierung  chem. / physikalische behandlung  mechanisch / biologische abfallbehandlung  ersatzbrennstoffherstellung  verwertung  deponierung  sowie  infrastrukturelles facilitymanagement wie  gebäudereinigung  grünraumpflege  winterdienst  gebäudeschutz, etc.  unsere mitarbeiter sind garant für eine professionelle, individuelle und kunden-orientierte erstellung von konzepten und deren erfolgreichen umsetzung.  kontaktieren sie uns - wir freuen uns, auch ihnen als zuverlässiger und kompe-tenter partner zur seite zu stehen.     service for the future     .a.s.a. abfall service ag www.asa.at a-8055 graz, auer-welsbach-gasse 25, tel.: 0316/29 27 91, fax: dw 20, e- mail: graz@asa.at a- 8224 kaindorf, obertiefenbach 116, tel.: 03334/22 89, fax: dw 4 e-mail: otb@asa.at a-8786 rottenmann, st. georgen 90, tel.: 03614/31 66, fax: 03614/20 366, e--mail: rtm@asa.at a-8492 halbenrain 147, tel.: 03476/32 60, fax: dw 6, e--mail: mdh@asa.at a-8741 weißkirchen, fisching 45, tel.: 03577/81 615,, fax: dw 4, e-mail: zwg@asa.at   tos_2008_kern.indd  39 13.10.2008  15:47:23 uhr</Page><Page Number="40">40 top of styria 2008 veränderung » at&amp;s-ceo harald sommerer wiederum sieht den vorteil darin, „dass spezielles wissen zu einem thema in einer region konzentriert wird“. kritische masse gemeinsam mehr erreichen, weil ver-netzte kompetenzen mehr innovation und somit mehr wertschöpfung bewir-ken: darin sieht gerhard geisswinkler, leiter der niederlassung graz der sie-mens ag österreich, den spezifischen mehrwert von clustern – so ist siemens am automobil- und humantechnologie-cluster in der steiermark beteiligt. ähn-lich die argumentation von christoph kauer, geschäftsführer von boehlerit: „cluster generieren genug kritische masse, um sowohl im internationalen business als auch auf der politischen bühne mehr aufmerksamkeit zu be-kommen.“ es muss aber nicht alles cluster heißen, was ähnlich strukturiert und erfolgreich ist. die steirische plattform im bereich umwelttechnik heißt „eco world styria“ und ist im engeren sinn kein cluster, sondern eine „zentrale inter-essensvertretung für alle steirischen unternehmen, die im umweltbereich tätig sind“, so josef heissenberger, ge-schäftsführer von komptech, „sie ist eine grundsätzlich überaus positive ein-richtung, die die kompetenz der stei-ermark im bereich der umwelttechnik positiv hervorhebt und zusätzlich die aufmerksamkeit auf die einzelnen un-ternehmen lenkt.“ martin link ist wirtschafts- journalist in graz. dr. jasmin novak ist psychologin und pr-beraterin. sie führte die online-befragung der ceos der top 100 unternehmen des  vorjahres durch. ila: „evolution“. courtesy galerie eugen lendl experten in exportfragen das internationalisierungscenter steiermark (ics) ist die internationalisierungs­ gesellschaft des landes steiermark/sfg, der wirtschaftskammer steiermark sowie der industriellenvereinigung steiermark und steht steirischen unternehmern als one­stop­ shop für alle fragen der internationalisierung zur verfügung. neben informationsleistungen wie förderinstrumenten, außenhandels-sprechtagen und eu informationen bietet das ics firmen- und netzwerk-coaching in form von exportkompe-tenzwerkstätten, go-international- und finanzierungsberatungen an, um nur einige beispiele zu nennen. konkrete serviceleistungen bzw. ser-viceinstrumente wurden für ausgewähl-te destinationen, wie zum beispiel für die golfregion entwickelt. dazu zählt auch das rist-programm (regionale internationalisierungsstra-tegie des landes steiermark), das ein umfassendes programm für den markt-eintritt in die regionen südost- und ost-europas umfasst. powered by für welche themenfelder? regionale, kommunale und private pro-jekte. z.b. erneuerbare energien, um-welttechnik, infrastruktur werden sie heute noch kostenlos rist-plattformmitglied: www.ic-steiermark.at unter „rist“ – „mitgliedschaft“ fnden sie das anmeldeformular! nähere infos unter: internationalisierungscenter steiermark, offce@ic-steiermark.at servicehotline: 0316/601 400 das programm fand durch die verleihung des „european award for innovative re-gions 2007“ internationale anerkennung. was bietet rist? m internationale geschäftspartner für steirische unternehmen m teilnahme an projektausschreibungen m förderung des markteintritts m etablierung steirischer unternehmen m intensivierung bereits vorhandener handelsaktivitäten für welche länder? ungarn, serbien, kroatien, bosnien, rumänien, bulgarien, polen tos_2008_kern.indd  40 13.10.2008  15:47:26 uhr</Page><Page Number="41">1 top of styria 2008 welche potentiale bietet der südosteuropäische markt heimischen unternehmen? kerber: die länder südosteuropas – vor den toren österreichs – sind gerade für kmu von großer wirtschaftlicher bedeu-tung. so überschaubar dieses gebiet im vergleich zu china oder indien ist, sollte man die dimensionen zurechtrücken. wir sprechen von rund 24 millionen einwohnern in den ehemaligen jugo-slawischen ländern plus albanien, rund 127 milliarden euro wirtschaftskraft und mehreren hunderttausend unter-nehmen. kein exporteur sollte sich die chancen, die dieser attraktive markt bietet, entgehen lassen. die steiermär-kische sparkasse hat bereits ende der achtziger, anfang der neunziger jahre, also noch vor den kriegen, begonnen, diesen markt zu bearbeiten. seit 1990 bezeichnen wir unsere südlichen nach-barländer als erweiterten heimmarkt – sowohl für uns als auch für unsere hauptklientel, die kleinen und mittleren steirischen unternehmen. hat sich die strategie des „erwei-terten heimmarktes“ bewährt? kerber: ja, auf jeden fall! heute haben gemeinsam erfolgreich in südosteuropa mag. franz kerber über die wirt-schaftliche bedeutung des erwei-terten heimmarktes. wir in sechs ländern ex-jugoslawiens banken- und leasingtöchter, die in über 224 standorten rund 1,2 millionen kun-den betreuen, in summe assets in höhe von acht milliarden euro. tatsächlich erwirtschaftet die steiermärkische spar-kasse derzeit bereits ca. 40 prozent ih-rer ergebnisse in diesen ländern. mit der geplanten übernahme einer bank in mazedonien sind wir dann in allen ländern ex-jugoslawiens vertreten. als regionalbank mit langfristiger strate-gischer ausrichtung stärken wir gleich-zeitig auch unsere eigene wirtschaftliche position. es ist ja kein geheimnis, dass für banken nennenswerte expansions-möglichkeiten auf einem stark verteilten markt wie dem österreichischen kaum bestehen. was uns als regionales geld-institut stärkt und unseren wert erhöht, erlaubt uns auch, unsere eigenständig-keit zu untermauern. dass die entschei-dungen über die geschäftspolitik der steiermärkischen sparkasse in graz fal-len und unsere kunden einen nachhaltig verlässlichen örtlichen partner haben, ist in zeiten der globalisierung auch für die steirische wirtschaft von großem inte-resse. für uns ist es jedenfalls ein we-sentliches motiv. wie können steirische unternehmen am boom südosteuropas proftieren? kerber: als regionales geldinstitut ken-nen wir die ausgangslage und die be-dürfnisse unserer kunden und begleiten sie bei ihren aktivitäten. in den ländern des erweiterten heimmarktes können steirische unternehmen das reichhal-tige know-how unserer bank- und lea-singtöchter in anspruch nehmen. die kombination des gewohnten services zu hause und des speziellen wissens und der kontakte unserer spezialisten in südosteuropa, z.b. von der raschen kontoeröffnung über finanzierungsfra-gen bis zur unterstützung von verhand-lungen mit lokalen behörden, erleichtert unseren kunden ihre geschäfte optimal abzuwickeln. heimische firmen sind die hauptakteure in den zentral- und süd-osteuropäischen ländern, sei es nun im cross-boarder-geschäft oder in bezug auf handels- oder produktionsnieder-lassungen. außerdem sind wir pioniere im segment der langfristigen investiti-onsfnanzierung, der in diesen ländern aufgrund veralteter infrastruktur und anlagen besonderes augenmerk gilt. so entwickelt sich etwa das leasinggeschäft in diesem bereich dynamisch. die au-ßenhandelsberatung für die steirischen kmu ist ein weiterer schwerpunkt im internationalen geschäft. denn unser credo lautet: umfassende beratung und maßgeschneiderte lösungen aus einer hand, in der steiermark wie in südost-europa. wir übernehmen verantwortung! der steiermärkische sparkasse konzern 2007 bilanzsumme: 12,2 mrd. cost-income-ratio (cir): 53,4 % return on equity nach steuern (roe): 17,4 % filialen und regionalzentren steiermark: 168 filialen und regionalzentren südosteuropa: 245 mitarbeiter steiermark: 1.650 mitarbeiter südosteuropa: 3.500 kunden steiermark und südosteuropa: 1,7 mio. 43#(%#()3#(%ä2%05",) 3,/7!%) 52!).% 5.'!2. 25-ë.)%. "5,'!2)%. 3%2")%. -/.4%.%'2/ 2/!4)%. 3,/7%.)%. 34%22%)#( "/3.)%.ä5. (%2:%'/7).! -!:%/.)%. !,"!.)%. /3/6/ graz die österreichische sparkassen-gruppe auf einen blick erweiterter heimmarkt der steiermärkischen sparkasse tochtergesellschaften: bankhaus krentschker &amp; co ag, austria sparkasse hartberg-vorau ag, austria erste &amp; steiermärkische bank d.d., rijeka, kroatien erste &amp; steiermärkische s leasing d.o.o., zagreb, kroatien diners club adriatic d.d., zagreb, kroatien banka sparkasse d.d., ljubljana, slowenien s leasing d.o.o., ljubljana, slowenien erste bank a.d., novi sad, serbien s leasing d.o.o., beograd, serbien abs banka d.d., sarajevo, bosnien und herzegowina s leasing d.o.o., sarajevo, bosnien und herzegowina s leasing d.o.o., podgorica, montenegro tos_2008_kern.indd  41 13.10.2008  15:47:38 uhr</Page><Page Number="42">top of styria 2 2008 styrian business die veränderten ökologischen und ökonomischen rahmenbedingungen erfordern leistungsstarke zukunftso-rientierte verkehrswege sowie eine zunehmende verlagerung der ver-kehrsströme. mit den infrastruktur-maßnahmen für die neue südbahn und deren kernprojekten semmering-basistunnel neu und koralmbahn graz – klagenfurt, schafft die öbb-infra-struktur bau ag entscheidende grund-lagen für eine attraktive verkehrslö-sung, gerade auch für die heimische wirtschaft, und wichtige impulse für ost- und südösterreich sowie die ein-bindung der regionalentwicklung in die europäische verkehrsachse zwi-schen ostsee und adria. semmering basistunnel neu aus 13 trassenvarianten, die nach ab-gestimmten kriterien in den fachbe-reichen verkehr und technik, raum und umwelt sowie kosten und risken einem umfangreichen auswahlverfahren unter einbindung der berührten region und der länder steiermark und niederöster-reich untersucht wurden, ist als die beste variante die trasse pfaffensattel hervor-gegangen. neben den geringsten aus-wirkungen auf mensch und natur und dem gleichzeitig großen nutzen für den siedlungs- und wirtschaftsraum weist sie als weitere gravierende vorteile die geringsten baukosten, einhergehend mit der kürzesten bauzeit, auf. der semmering-basistunnel neu wur-de als zweiröhriges tunnelsystem mit den modernsten sicherheitstechnischen ausstattungen konzipiert und kann we-gen seiner fachen neigung auch von schweren güterzügen mit nur einer lo-komotive befahren werden. das bringt gegenüber der bergstrecke energieein-sparungen von 25 prozent, eine reduk-tion des co2 -ausstoßes im güterverkehr um 35 prozent und eine fahrzeitersparnis von 30 minuten. diese leistungssteigerung ermöglicht nicht nur einen wirtschaftlichen und zeitgemäßen gütertransport zwischen den güterumschlagszentren auf der nord-südachse, sondern attraktiviert auch die strecke graz – wien für reisen-de. für die steiermark auch erfreulich: im bahnhof mürzzuschlag kommt es zu den längst dringlichen investitionen für einen zeitgemäßen güter- und perso-nenverkehr. nach demabschluss des trassenauswahl-verfahrens werden nun – unter fortset-zung der einbindung der regionen und länder insbesondere in arbeitsforen – die detailplanungen vorgenommen, die pro-jektunterlagen für die vorgeschriebenen behördenverfahren aufbereitet und ver-tiefende erkundungen und bohrungen entlang der auswahltrasse durchgeführt. koralmbahn graz – klagenfurt der nutzen für die wirtschaft und für reisende: o die verkehrsinfrastrukturelle erschlie-ßung benachteiligter regionen als bestandteil der adriatic-baltic-achse bzw. pontebbana-achse (warschau – prag – wien – semmering – graz – ko-ralmbahn – italien/slowenien – adria) o die erhöhung der attraktivität für betriebsansiedlungen auf regionaler ebene, die stärkung des wirtschafts-standortes österreich auf nationaler ebene und die stärkung der position von kärnten imwirtschaftsraumnord-italien – slowenien – südösterreich auf internationaler ebene o die verlagerung des gütertransports auf die umweltfreundliche schiene im prognostizierten steigenden verkehrs-aufkommen o die massive fahrzeitverkürzung (kla-öbb-infrastruktur bau ag gerhard gobiet und gernot nipitsch weichenstellung weichenstellung arbeiten zur südbahn neu schreiten zügig voran infoboxen als zentrale informationsstellen baustellen, wie auch jene für den hengsbergtunnel, sind naturgemäß von be-sonderem interesse für die öffentlichkeit. deshalb hat die öbb-infrastruktur bau ag von beginn der planungen an großen wert auf die information und die einbeziehung der bevölkerung bei allen pro-jektschritten gelegt. eine der kernmaßnahmen des baube-gleitenden informations- und kom-munikationskonzeptes ist die einrich-tung von infoboxen. in der gemeinde hengsberg steht die mittlerweile dritte infobox zum pro-jekt koralmbahn (in ergänzung zu den infoboxen leibenfeld/stmk. und mitterpichling/ktn.) allen interes-sierten zur verfügung und bietet die möglichkeit, sich umfassend über das projekt koralmbahn graz – klagen-furt und insbesondere auch über den hengsbergtunnel zu informieren. die infobox befndet sich in unmit-telbarer nähe der baustelle bei der baustelleneinrichtung in schrötten, gemeinde hengsberg (direkt an der l 601), und ist täglich von 9 bis 19 uhr geöffnet. www.oebb.at genfurt und graz werden direkt durch die neue hochleistungsstrecke süd-bahn mit dem wiener raum verbun-den. es ergeben sich daraus folgende fahrzeiten: wien – graz – klagenfurt: künftig 3 stunden (statt bisher mehr als 4 h) graz – klagenfurt: künftig 1 stunde (statt bisher rund 3 h) die regionale bedeutung der koralmbahn wird deutlich an der neuen rolle des hbf graz als verkehrsdrehscheibe in der ver-bindung mit den wichtigsten nachbar-regionen. die möglichkeit zum umstei-gen in die lokalverbindungen und die verbesserte erreichbarkeit der regionen (deutschlandsberg – graz in 30 minuten) wird verwirklicht und das s-bahn-system steiermark erhält durch die realisierung der koralmbahn noch mehr potenzial. aktuelle schwerpunkte der bauarbeiten in der steiermark die arbeiten an der koralmbahn sind im grazer raum zu einem großteil bereits abgeschlossen. mit eröffnung des teilab-schnittes nahverkehrsknoten don bosco – puntigam und des teilabschnittes ter-minal werndorf – bf werndorf im herbst 2007 ist die gesamte strecke von don bosco bis zum bf werndorf fertiggestellt und durchgängig zweigleisig befahrbar. im bereich weitendorf – wettmann-stätten laufen seit herbst 2006 die bauarbeiten auf hochtouren. in diesem teilabschnitt verläuft die trasse der ko-ralmbahn zunächst in südlicher richtung in parallellage zur a9 pyhrnautobahn und unterquert diese mit einem 800 m lan-gen unterführungsbauwerk, schwenkt dann nach westen, überbrückt die kai-nach und führt durch den 1.695 m lan-gen hengsbergtunnel – zweifellos einem markanten kernstück der koralmbahn in diesem teilbereich – in das laßnitztal. in der gemeinde hengsberg wird ein neuer regionalbahnhof errichtet. danach ver-läuft die trasse in westlicher richtung bis zum bahnhof wettmannstätten, wo die koralmbahn mit der graz-köfacher eisenbahn verknüpft wird. somit sind in diesem teilabschnitt insge-samt zwei eisenbahntunnel, zwei bahn-höfe, acht straßenunterführungen und 15 brücken zu errichten. die brücken und unterführungen von hengsberg bis preding sind bereits termingerecht fer-tiggestellt. im jahr 2010 werden gleisbau und stre-ckenausrüstung die hauptarbeiten zwi-schen weitendorf und wettmanstätten darstellen. für 2011 ist hier die inbe-triebnahme des neuen streckenteiles in seiner ersten stufe vorgesehen. damit wird gewährleistet, dass die baustel-le des koralmtunnels im angrenzenden abschnitt termingerecht schienenge-bunden versorgt wird und der regional-verkehr zwischen der bezirkshauptstadt deutschlandsberg und graz bereits op-timal über die graz-köfacher eisenbahn weiterführend über diesen teil der ko-ralmbahn und über die bereits in betrieb befndlichen neuen südbahngleise süd-lich von graz an die landeshauptstadt angebunden ist.  fotos: öbb tos_2008_kern.indd  42 13.10.2008  15:47:47 uhr</Page><Page Number="43">2008 styrian business top of styria die veränderten ökologischen und ökonomischen rahmenbedingungen erfordern leistungsstarke zukunftso-rientierte verkehrswege sowie eine zunehmende verlagerung der ver-kehrsströme. mit den infrastruktur-maßnahmen für die neue südbahn und deren kernprojekten semmering-basistunnel neu und koralmbahn graz – klagenfurt, schafft die öbb-infra-struktur bau ag entscheidende grund-lagen für eine attraktive verkehrslö-sung, gerade auch für die heimische wirtschaft, und wichtige impulse für ost- und südösterreich sowie die ein-bindung der regionalentwicklung in die europäische verkehrsachse zwi-schen ostsee und adria. semmering basistunnel neu aus 13 trassenvarianten, die nach ab-gestimmten kriterien in den fachbe-reichen verkehr und technik, raum und umwelt sowie kosten und risken einem umfangreichen auswahlverfahren unter einbindung der berührten region und der länder steiermark und niederöster-reich untersucht wurden, ist als die beste variante die trasse pfaffensattel hervor-gegangen. neben den geringsten aus-wirkungen auf mensch und natur und dem gleichzeitig großen nutzen für den siedlungs- und wirtschaftsraum weist sie als weitere gravierende vorteile die geringsten baukosten, einhergehend mit der kürzesten bauzeit, auf. der semmering-basistunnel neu wur-de als zweiröhriges tunnelsystem mit den modernsten sicherheitstechnischen ausstattungen konzipiert und kann we-gen seiner fachen neigung auch von schweren güterzügen mit nur einer lo-komotive befahren werden. das bringt gegenüber der bergstrecke energieein-sparungen von 25 prozent, eine reduk-tion des co2 -ausstoßes im güterverkehr um 35 prozent und eine fahrzeitersparnis von 30 minuten. diese leistungssteigerung ermöglicht nicht nur einen wirtschaftlichen und zeitgemäßen gütertransport zwischen den güterumschlagszentren auf der nord-südachse, sondern attraktiviert auch die strecke graz – wien für reisen-de. für die steiermark auch erfreulich: im bahnhof mürzzuschlag kommt es zu den längst dringlichen investitionen für einen zeitgemäßen güter- und perso-nenverkehr. nach demabschluss des trassenauswahl-verfahrens werden nun – unter fortset-zung der einbindung der regionen und länder insbesondere in arbeitsforen – die detailplanungen vorgenommen, die pro-jektunterlagen für die vorgeschriebenen behördenverfahren aufbereitet und ver-tiefende erkundungen und bohrungen entlang der auswahltrasse durchgeführt. koralmbahn graz – klagenfurt der nutzen für die wirtschaft und für reisende: o die verkehrsinfrastrukturelle erschlie-ßung benachteiligter regionen als bestandteil der adriatic-baltic-achse bzw. pontebbana-achse (warschau – prag – wien – semmering – graz – ko-ralmbahn – italien/slowenien – adria) o die erhöhung der attraktivität für betriebsansiedlungen auf regionaler ebene, die stärkung des wirtschafts-standortes österreich auf nationaler ebene und die stärkung der position von kärnten imwirtschaftsraumnord-italien – slowenien – südösterreich auf internationaler ebene o die verlagerung des gütertransports auf die umweltfreundliche schiene im prognostizierten steigenden verkehrs-aufkommen o die massive fahrzeitverkürzung (kla-öbb-infrastruktur bau ag gerhard gobiet und gernot nipitsch weichenstellung weichenstellung arbeiten zur südbahn neu schreiten zügig voran infoboxen als zentrale informationsstellen baustellen, wie auch jene für den hengsbergtunnel, sind naturgemäß von be-sonderem interesse für die öffentlichkeit. deshalb hat die öbb-infrastruktur bau ag von beginn der planungen an großen wert auf die information und die einbeziehung der bevölkerung bei allen pro-jektschritten gelegt. eine der kernmaßnahmen des baube-gleitenden informations- und kom-munikationskonzeptes ist die einrich-tung von infoboxen. in der gemeinde hengsberg steht die mittlerweile dritte infobox zum pro-jekt koralmbahn (in ergänzung zu den infoboxen leibenfeld/stmk. und mitterpichling/ktn.) allen interes-sierten zur verfügung und bietet die möglichkeit, sich umfassend über das projekt koralmbahn graz – klagen-furt und insbesondere auch über den hengsbergtunnel zu informieren. die infobox befndet sich in unmit-telbarer nähe der baustelle bei der baustelleneinrichtung in schrötten, gemeinde hengsberg (direkt an der l 601), und ist täglich von 9 bis 19 uhr geöffnet. www.oebb.at genfurt und graz werden direkt durch die neue hochleistungsstrecke süd-bahn mit dem wiener raum verbun-den. es ergeben sich daraus folgende fahrzeiten: wien – graz – klagenfurt: künftig 3 stunden (statt bisher mehr als 4 h) graz – klagenfurt: künftig 1 stunde (statt bisher rund 3 h) die regionale bedeutung der koralmbahn wird deutlich an der neuen rolle des hbf graz als verkehrsdrehscheibe in der ver-bindung mit den wichtigsten nachbar-regionen. die möglichkeit zum umstei-gen in die lokalverbindungen und die verbesserte erreichbarkeit der regionen (deutschlandsberg – graz in 30 minuten) wird verwirklicht und das s-bahn-system steiermark erhält durch die realisierung der koralmbahn noch mehr potenzial. aktuelle schwerpunkte der bauarbeiten in der steiermark die arbeiten an der koralmbahn sind im grazer raum zu einem großteil bereits abgeschlossen. mit eröffnung des teilab-schnittes nahverkehrsknoten don bosco – puntigam und des teilabschnittes ter-minal werndorf – bf werndorf im herbst 2007 ist die gesamte strecke von don bosco bis zum bf werndorf fertiggestellt und durchgängig zweigleisig befahrbar. im bereich weitendorf – wettmann-stätten laufen seit herbst 2006 die bauarbeiten auf hochtouren. in diesem teilabschnitt verläuft die trasse der ko-ralmbahn zunächst in südlicher richtung in parallellage zur a9 pyhrnautobahn und unterquert diese mit einem 800 m lan-gen unterführungsbauwerk, schwenkt dann nach westen, überbrückt die kai-nach und führt durch den 1.695 m lan-gen hengsbergtunnel – zweifellos einem markanten kernstück der koralmbahn in diesem teilbereich – in das laßnitztal. in der gemeinde hengsberg wird ein neuer regionalbahnhof errichtet. danach ver-läuft die trasse in westlicher richtung bis zum bahnhof wettmannstätten, wo die koralmbahn mit der graz-köfacher eisenbahn verknüpft wird. somit sind in diesem teilabschnitt insge-samt zwei eisenbahntunnel, zwei bahn-höfe, acht straßenunterführungen und 15 brücken zu errichten. die brücken und unterführungen von hengsberg bis preding sind bereits termingerecht fer-tiggestellt. im jahr 2010 werden gleisbau und stre-ckenausrüstung die hauptarbeiten zwi-schen weitendorf und wettmanstätten darstellen. für 2011 ist hier die inbe-triebnahme des neuen streckenteiles in seiner ersten stufe vorgesehen. damit wird gewährleistet, dass die baustel-le des koralmtunnels im angrenzenden abschnitt termingerecht schienenge-bunden versorgt wird und der regional-verkehr zwischen der bezirkshauptstadt deutschlandsberg und graz bereits op-timal über die graz-köfacher eisenbahn weiterführend über diesen teil der ko-ralmbahn und über die bereits in betrieb befndlichen neuen südbahngleise süd-lich von graz an die landeshauptstadt angebunden ist.  fotos: öbb tos_2008_kern.indd  43 13.10.2008  15:47:53 uhr</Page><Page Number="44">top of styria 2008 styrian business ü standard- &amp; spezialdichtungen ü  standard- &amp; spezialmaterialien ü  einzel- &amp; serienfertigung ü  dichtungen bis ø 6.000 mm ü  reparatur von hydraulikzylindern ü  dreh- &amp; frästeile aus kunststoff auf dem gebiet der dichtungstechnik , der reparatur von hydraulik- &amp; pneumatikzylindern und der kunst-stoffbearbeitung bemühen sich unsere techniker ständig, unseren kunden produkte und dienstleistun-gen von bester qualität anzubieten. um noch näher am kunden zu sein und allen anfor-derungen noch besser gerecht zu werden, haben wir für die bereiche dichtungsfertigung eine hotline bzw. für die zylinderreparatur ein 24h-express-service eingerichtet. skf economos österreich gmbh madstein am ort, 8770 st. michael tel.: 03843 5115-0, fax: 03843 5115-5 st.michael@economos.com weitere niederlassungen in österreich: steyr .............................................. steyr@economos.com linz.....................................................linz@economos.com götzis ........................................... götzis@economos.com graz ................................................ graz@economos.com wr.neudorf ........................ wr.neudorf@economos.com dichtungen, zylinderreparatur und kunststoff-spezialteile aus einer hand. skf economos österreich gmbh economos.com das schulungszentrum fohnsdorf, fnanziert vom steirischen arbeitsmarktservice sowie das tochterunternehmen, die bil-dungs- und management service gmbh – kurz bms genannt –, stehen bereits seit jahren für innovation, kundinnenorientie-rung und fexible, maßgeschneiderte lösungen am bildungs-sektor. ständige investitionen in technische ausstattungen sowie viele innovationen im systemablauf der ausbildung als auch im bereich neuer lehr- und lernformen machen das haus zu einer „vorzeigeeinrichtung“ der steirischen aktiven arbeits-marktpolitik und zu einem wichtigen ansprechpartner für in-dustrie und gewerbe der gesamten steiermark. das szf/bms mit einem weiteren standort in fürstenfeld und einer aktivgruppe in judenburg hat in den vergangenen jahren als qualitativer seminar- und veranstaltungsorganisator einen hervorragenden ruf erworben. so beschäftigt sich die bms gmbh bereits seit langem mit der entwicklung und umsetzung von schulungsangeboten und trainings für firmen- und pri-vatkunden, kommunen und vereine. das angebot wird spe-ziell nach den wünschen und anforderungen der kundinnen erstellt und von fachexperten an unterschiedlichsten orten vermittelt. „unser angebot reicht von edv- und fremdspra-chenseminaren über den gesamten technischen bereich wie cnc- und cad-schulungen bis hin zu speziellen outdoor- und teamtrainings sowie managementseminaren“, sagt geschäfts-führer ing. friedrich uitz, wobei jedes angebot nach den wün-schen der kundinnen individuell erstellt wird. „unser motto war und ist noch immer, nach vorne zu schauen, neue trends rechtzeitig zu erkennen und umzusetzen und den menschen in den mittelpunkt unserer bemühungen zu stellen“, so ing. friedrich uitz. mit „beratung – bildung – begleitung“ und vielen innovationen wird die bms gmbh auch zukünftig als „drehscheibe zur wirtschaft“ wichtiger arbeitsmarktpolitischer impulsgeber der steiermark sein. die bildungsschmiede bildungs- und management service gmbh ein unternehmen des schulungszentrum fohnsdorf hauptstraße 69, 8753 fohnsdorf tel. 03573 – 6060 – 8001, offce@bms.at, www.bms.at tos_2008_kern.indd  44 13.10.2008  15:47:58 uhr</Page><Page Number="45">2008 45 styrian business top of styria innovation aus tradition iso 9001:2000 zer tifizier t joanneum research forschungsgesellschaf t mbh steyrergasse 17 8010 graz tel. 43 316 876-0 fax 43 316 876-1181 pr@joanneum.at www.joanneum.at die hotline für forschung und entwicklung 0 800 220 220 jederzeit erreichbar für kleine und mittlere unternehmen oef ins 08125 kaiserfeldgasse 5-7, 8010 graz tel. 0316/80 36 – 0, fax 0316/80 36 – 24 37 e-mail: info.rlb-stmk@rlb-stmk.raiffeisen.at www.raiffeisen.at/rlb-steiermark raiffeisen-landesbank steiermark die bank der wirtschaft mit einem starken partner geht vieles leichter. wer einen betrieb führt, braucht auch verlässliche partner. einen, der sich in der finanzwelt auskennt. aber nicht nur im inland, sondern auch im ausland. einen wie die raiffeisen-landesbank steiermark. das spitzeninstitut der raiffeisen-banken-gruppe steiermark ist einer der ganz großen player südösterreichs. seit über 80 jahren bietet die raiffeisen-landes-bank maßgeschneiderte produkte und lösungen für die steirische wirtschaft. wir begleiten unsere kunden in die märkte, in denen sie tätig sind. rund um den erdball. tos_2008_kern.indd  45 13.10.2008  15:56:28 uhr</Page><Page Number="46">top of styria 46 2008 styrian business als mittelpunkt des steirischen werk-stoffclusters soll das zentrum künftig innovative büros und firmen in ihrer for-schungstätigkeit in leoben unterstützen. „gute vernetzung ist das markenzeichen der werkstoff-kompetenz-region leo-ben, welche mit dem neuen zentrum als internationaler netzwerkknotenpunkt im bereich der werkstoffe neue maßstäbe setzt“, so landesrat christian buchmann bei der eröffnungsfeier. das impulszen-trum leoben ist teil eines über die gan-ze steiermark verteilten netzwerks an technologieparks, gründer- und innova-tionszentren. mittlerweile bieten bereits 30 dieser zentren zwischen liezen und radkersburg umfassende leistungen an. „ziel jedes zentrums ist die förderung junger unternehmen sowie die impuls-wirkung für die regionalen stärkefelder der steiermark durch vernetzung von impulse für innovation im 2007 eröffneten impulszentrum leoben dreht sich alles um das steirische stärkefeld werkstoff. mehr informationen zu den impulszentren: tel. 0316/7095 42, http://impulszentren.at wissenschaft und wirtschaft“, erklärt der in der steirischen wirtschaftsför-derung sfg für die zentren zuständige geschäftsführer peter perkonigg die strategie. je nach dem wirtschaftlichen schwerpunkt der region würde sich daher auch der branchenfokus in den zentren zusammensetzen. so steht etwa das impulszentrum niklasdorf als teil der obersteirischen zentren ganz im zeichen der oberfächentechnik und der werk-stoffe, im holzinnovationszentrum zelt-weg dreht sich alles um den in der re-gion wichtigen wirtschaftsfaktor holz. „dank der kooperationsmöglichkeiten zu firmen in und rund um die zentren sowie der brückenfunktion zwischen wissenschaft und wirtschaft bieten die zentren innovativen unternehmen opti-male rahmenbedingungen für die grün-dungs-, aufbau- und wachstumsphase. so können sie neben der entwicklung ihrer produkte und dienstleistungen auch unternehmerische fähigkeiten entwickeln“, erklärt wirtschaftslandes-rat christian buchmann die auch in der wirtschaftsstrategie „innovation seri-enmäßig“ verankerte bedeutung der impulszentren. oft würden jungunter-nehmer gerade in der startphase vor erheblichen problemen stehen. da fehle es zum beispiel an einem richtig durch-dachten businessplan; oder es mangele an wissen über das geschäftsleben mit all den juristischen und organisatorischen besonderheiten. dass die mischung aus beratung, infrastruktur, training und networking in den zentren aufgeht, zeigt ein blick auf die aktuelle mietaus-lastung: „in den impulszentren gibt es aktuell 460 firmen mit rund 3.900 mit-arbeitern, erklärt perkonigg. impulszentren als innovationsmotor seit 1986 gibt es impulszentren in der steiermark, eine bilanz über die letzten 22 jahre ist mehr als positiv. „seit beginn des programms wurden über 700 unterneh-men betreut. durch die insgesamt 200 neugründungen und eine bestandsquote von 76 prozent sind sie auch steirischer gründungsmotor“, so perkonigg. mit den hohen f&amp;e-quoten würden die firmen in den zentren wesentlich zum hohen inno-vationsgrad der steiermark beitragen. foto: freisinger foto: melbinger stolze hausherren bei der eröffnung des impulszentrums leoben: v.l: peter perkonigg (sfg), bm heinz moser (immorent), matthi-as konrad (bgm. leoben), lr christian buchmann, rektor wolfhart wegschei-der (mul) die 1921 gegründete porzellanfabrik frauenthal gmbh – die umwelttechnik-sparte der börsennotierten frauenthal holding ag mit sitz in wien – ist auf die erzeugung von wabenkeramik im extrusionsverfahren spezialisiert und auf diesem gebiet weltweit führend. das unternehmen ist stark exportorientiert porzellanfabrik frauenthal gmbh a-8523 frauental, gamserstraße 38 tel. 03462/2000-0, fax dw -3286 info@frauenthal.net, www.frauenthal.net die spezialisten für wabenkeramik unter dem namen ceram verbirgt sich die weltweit führende porzellanfabrik frauenthal gmbh. und verfügt über niederlassungen bzw. repräsentanten in den usa und asien. langjährige erfahrung und umfassendes know-how auf dem gebiet der waben-keramik und anwendungstechnik garan-tieren maßgeschneiderte und anwen-dungsorientierte lösungen. derzeit sind am standort frauenthal in der weststeiermark 178 mitarbei-ter damit beschäftigt, wabenkeramik in höchster qualität zur besten zufrie-denheit der weltweiten kunden auf den markt zu bringen. die produktpalette o scr-katalysatoren zur nox- und dioxin-abscheidung in abgasen o wärmespeicher für rto-anlagen o gießflter zum filtern, kontrollieren und laminarisieren von füssigen metallströmen o oxidationskatalysatoren zur verminderung von co, voc und nh3 in abgasen vom regionalunternehmen zum global player ppk – ihr verlässlicher partner auch der zweite geschäftszweig hat sich als sehr erfolgreich gezeigt: der handel und die serviceleistungen für hebe-, transportfahrzeuge und arbeitsbühnen. neben selbstfahrenden scheren-, mast-, gelenks- und teleskopbühnen mit unter-schiedlichen reichweiten des britischen unternehmens upright und raupen- sowie lkw-bühnen des italienischen herstellers oil &amp; steel s.p.a. zählen seit kurzer zeit auch stapler, hub-wagen sowie deren zusatzge-räte des asiatischen herstellers microlift zur produktpalette des steirischen unternehmens. durch die übernahme der vertretung für die britische jumbotugs sind in kürze auch transport- und schleppfahrzeuge, vor allem für den flughafenbereich, im pro-gramm der ppk enthalten. ppk management &amp; industrieservice gmbh industriestraße 3 a-8321 st. margarethen an der raab tel. 43 (0)3115/49 391, fax 49 393 offce@ppk.co.at, www.ppk.co.at begonnen hat alles im herbst 2004 in graz. die drei gesellschafter der smb industrieanlagenbau gmbh aus hart bei graz – johann pein, josef pein und wal-ter krassnitzer – übernahmen einen be-trieb, dessen inhaber auf dem weg in die pension war. so entstand die ppk ma-nagement &amp; industrieservice gmbh. seit der übernahme hat sich imunternehmen allerdings einiges getan: die personalbe-reitstellung für sämtliche branchen. und seit september 2007 liegt der firmensitz der ppk in st. margarethen an der raab, da der standort in graz für das schnell wachsende unternehmen, das sich in kürzester zeit als kompetenter und ver-lässlicher partner erwiesen hat, zu klein wurde. daher steht der weiteren expan-sion des dynamischen unternehmens nun auch räumlich gesehen nichts im weg! getestet und live vor ort im einsatz be-gutachtet werden können die produkte der ppk auf der mawev-show – euro-pas größtes demonstrations-event für baumaschinen und baufahrzeuge – von 25. bis 28. märz 2009 in kottingbrunn. tos_2008_kern.indd  46 13.10.2008  15:56:34 uhr</Page><Page Number="47">2008 styrian business top of styria als mittelpunkt des steirischen werk-stoffclusters soll das zentrum künftig innovative büros und firmen in ihrer for-schungstätigkeit in leoben unterstützen. „gute vernetzung ist das markenzeichen der werkstoff-kompetenz-region leo-ben, welche mit dem neuen zentrum als internationaler netzwerkknotenpunkt im bereich der werkstoffe neue maßstäbe setzt“, so landesrat christian buchmann bei der eröffnungsfeier. das impulszen-trum leoben ist teil eines über die gan-ze steiermark verteilten netzwerks an technologieparks, gründer- und innova-tionszentren. mittlerweile bieten bereits 30 dieser zentren zwischen liezen und radkersburg umfassende leistungen an. „ziel jedes zentrums ist die förderung junger unternehmen sowie die impuls-wirkung für die regionalen stärkefelder der steiermark durch vernetzung von impulse für innovation im 2007 eröffneten impulszentrum leoben dreht sich alles um das steirische stärkefeld werkstoff. mehr informationen zu den impulszentren: tel. 0316/7095 42, http://impulszentren.at wissenschaft und wirtschaft“, erklärt der in der steirischen wirtschaftsför-derung sfg für die zentren zuständige geschäftsführer peter perkonigg die strategie. je nach dem wirtschaftlichen schwerpunkt der region würde sich daher auch der branchenfokus in den zentren zusammensetzen. so steht etwa das impulszentrum niklasdorf als teil der obersteirischen zentren ganz im zeichen der oberfächentechnik und der werk-stoffe, im holzinnovationszentrum zelt-weg dreht sich alles um den in der re-gion wichtigen wirtschaftsfaktor holz. „dank der kooperationsmöglichkeiten zu firmen in und rund um die zentren sowie der brückenfunktion zwischen wissenschaft und wirtschaft bieten die zentren innovativen unternehmen opti-male rahmenbedingungen für die grün-dungs-, aufbau- und wachstumsphase. so können sie neben der entwicklung ihrer produkte und dienstleistungen auch unternehmerische fähigkeiten entwickeln“, erklärt wirtschaftslandes-rat christian buchmann die auch in der wirtschaftsstrategie „innovation seri-enmäßig“ verankerte bedeutung der impulszentren. oft würden jungunter-nehmer gerade in der startphase vor erheblichen problemen stehen. da fehle es zum beispiel an einem richtig durch-dachten businessplan; oder es mangele an wissen über das geschäftsleben mit all den juristischen und organisatorischen besonderheiten. dass die mischung aus beratung, infrastruktur, training und networking in den zentren aufgeht, zeigt ein blick auf die aktuelle mietaus-lastung: „in den impulszentren gibt es aktuell 460 firmen mit rund 3.900 mit-arbeitern, erklärt perkonigg. impulszentren als innovationsmotor seit 1986 gibt es impulszentren in der steiermark, eine bilanz über die letzten 22 jahre ist mehr als positiv. „seit beginn des programms wurden über 700 unterneh-men betreut. durch die insgesamt 200 neugründungen und eine bestandsquote von 76 prozent sind sie auch steirischer gründungsmotor“, so perkonigg. mit den hohen f&amp;e-quoten würden die firmen in den zentren wesentlich zum hohen inno-vationsgrad der steiermark beitragen. foto: freisinger foto: melbinger stolze hausherren bei der eröffnung des impulszentrums leoben: v.l: peter perkonigg (sfg), bm heinz moser (immorent), matthi-as konrad (bgm. leoben), lr christian buchmann, rektor wolfhart wegschei-der (mul) tos_2008_kern.indd  47 13.10.2008  15:48:11 uhr</Page><Page Number="48">48 top of styria 2008 top of styria a uch 2008 präsentiert top of styria wieder ein ranking der 100 um­ satzstärksten unternehmen der steiermark. trotz des schwierigen bör­ seumfeldes schlugen sich die steirischen unternehmen imwirtschaftsjahr 2007/08 gemessen an der umsatzleistung gut. die einstiegshürde, um in den kreis der top 100 einzutreten, lag diesmal bei rund 63,3 mio. euro. immerhin 14 im vorjahr noch nicht vertretene unternehmen konnten diese zum teil deutlich überspringen. insgesamt erwirtschafteten die top 100 einen umsatz von rund 28 mrd. euro mit im jahresdurchschnitt über 123.000 mitarbeitern. alleine die zehn größten arbeitgeber beschäftigten über 59.000 menschen und erzielten einen oliver schinnerl schwieriges umfeld – gute performance tos_2008_kern.indd  48 13.10.2008  15:48:13 uhr</Page><Page Number="49">49 top of styria 2008 top of styria umsatz von fast 11 mrd. euro. be-trachtet man die branchen, in denen die top 100 unternehmen tätig sind, wird deutlich, dass die steiermark mit einem 66prozentigen anteil ein starker standort für produktionsunternehmen ist. wirft man einen blick auf das ge-samtbild zeigt sich aber, dass sich auch andere branchen nicht verstecken müs-sen. insgesamt lieferte das wirtschafts-jahr werte, die für sich sprechen und die bedeutung der steiermark als wirt-schaftsstandort eindrucksvoll belegen. grundlage des rankings sind die in ko-operation mit den unternehmen mittels elektronischem fragebogen erhobenen mitarbeiter- und umsatzzahlen. der un-mittelbare kontakt mit den steirischen unternehmen war von beginn an immer besonderes merkmal dieses rankings und soll neben aktuellen daten auch das vertrauen in und die verbundenheit mit den steirischen unternehmen zeigen. das vorhandensein eines firmensitzes (mutter- oder tochtergesellschaft) in der steiermark ist dabei voraussetzung für die aufnahme. der zusatz „(gr.)“ für gruppe in den ta-bellen wurde, sofern verfügbar, durch ab-gleich mit anderen quellen erhoben und soll als zusätzliche information dienen. die entscheidung jener unternehmen, die ihre unternehmenszahlen nicht bekannt ge-ben wollen, wird wie immer respektiert. mmag. oliver schinnerl ist wissen-schaftlicher mitarbeiter am insti-tut für unternehmensrechnung und controlling an der karl-franzens-universität graz. rang vergleich vorjahr unternehmen firmensitz umsatz anzahl  mitarbeiter branche 1 áë magna steyr fahrzeugtechnik ag &amp; co kg oberwaltersdorf 3.500.000.000 7.000 industrie 2 áë andritz ag graz 3.283.000.000 12.016 industrie 3 è chrysler management austria gmbh gössendorf 1.502.000.000 52 industrie 4 è energie steiermark ag (gr.) graz 1.174.140.000 1.885 energie 5 è roth gruppe graz 970.000.000 2.300 handel 6 è steiermärkische krankenanstalten gmbh graz 750.773.000 15.940 dienstleistungen 7 è böhler edelstahl gmbh kapfenberg 737.206.000 2.010 industrie 8 è avl group graz 625.000.000 4.100 industrie 9 í sappi austria produktions-gmbh &amp; co kg gratkorn 621.103.942 1.286 industrie 10 è siemens ag österreich (gruppe) / siemens transportation systems gmbh &amp; co kg graz 603.000.000 2.145 industrie 11 è dcm decometal gmbh fürstenfeld 585.357.000 80 handel 12 è magna powertrain ag &amp; co kg lannach 500.000.000 1.700 industrie 13 è at&amp;s austria technologie &amp; systemtechnik aktiengesellschaft leoben 485.744.000 6.335 industrie 14 è leder und schuh holding ag (gr.) graz 455.500.000 3.272 handel 15 í styria medien ag (gr.) graz 439.000.000 3.200 sonstiges 16 è epcos ohg deutschlandsberg 392.600.000 1.500 industrie 17 è landgenossenschaft ennstal gen.m.b.h. (gr.) stainach 264.000.000 1.250 industrie 18 è mayr-melnhof karton gesellschaft m.b.h. frohnleiten 254.796.462 783 industrie 19 è breitenfeld aktiengesellschaft wartberg i.m. 253.000.000 357 industrie 20 è tondach gleinstätten ag (gr.) gleinstätten 249.000.000 3.100 industrie è höherer rang als im vorjahr  /  í niedrigerer rang als im vorjahr  /  áë  gleicher rang wie im vorjahr  /   newcomer im ranking 08 » tos_2008_kern.indd  49 13.10.2008  15:48:15 uhr</Page><Page Number="50">50 top of styria 2008 top of styria rang vergleich vorjahr unternehmen firmensitz umsatz anzahl  mitarbeiter branche 21 í verbund-austrian thermal power gmbh &amp; co kg graz 231.022.900 323 energie 22 è norske skog bruck gmbh bruck an der mur 230.549.036 523 industrie 23 alfred wall gmbh (gr.) graz 217.176.000 1.398 industrie 24 è kastner &amp; öhler warenhaus ag (gr.) graz 216.106.000 1.508 handel 25 í bauunternehmung granit gesmbh graz 215.000.000 1.400 gewerbe und handwerk 26 è aht cooling systems gmbh rottenmann 212.086.000 743 industrie 27 è voglco gruppe graz 208.000.000 316 handel 28 í saubermacher dienstleistungs-ag (gr.) graz 204.580.000 2.337 dienstleistungen 29 è sandvik mining and construction materials handling gmbh &amp; co kg leoben 203.000.000 102 industrie 30 è knapp aktiengesellschaft (gr.) hart bei graz 196.127.489 1.556 gewerbe und handwerk 31 è obersteirische molkerei reg. genmbh (gr.) knittelfeld 195.565.421 573 mischunterneh- men/-konzern 32 è acc austria gmbh fürstenfeld 195.000.000 894 industrie 33 è zellstoff pöls ag pöls 194.390.000 356 industrie 34 í austriamicrosystems ag (gr.) unterpremstätten 194.000.000 1.071 industrie 35 è fresenius kabi austria gmbh graz 192.427.907 582 industrie 36 í lear corporation austria gmbh köflach 187.000.000 470 industrie 37 í energie graz gmbh &amp; co kg graz 182.691.440 304 energie 38 è brigl &amp; bergmeister gmbh niklasdorf 179.340.628 612 industrie 39 è j. christof gmbh graz 176.500.000 1.800 industrie 40 isovolta ag kompetenzzentrum werndorf werndorf 170.000.000 365 industrie rang unternehmen firmensitz mitarbeiter branche 1 steiermärkische krankenanstalten gmbh graz 15.940 dienstleistungen 2 andritz ag graz 12.016 industrie 3 magna steyr fahrzeugtechnik ag &amp; co kg oberwaltersdorf 7.000 industrie 4 at&amp;s austria technologie &amp; systemtechnik ag leoben 6.335 industrie 5 avl group graz 4.100 industrie 6 leder und schuh holding ag (gr.) graz 3.272 handel 7 styria medien ag (gr.) graz 3.200 sonstiges 8 tondach gleinstätten ag (gr.) gleinstätten 3.100 industrie 9 saubermacher dienstleistungs-ag (gr.) graz 2.337 dienstleistungen 10 roth gruppe graz 2.300 handel rang unternehmen firmensitz umsatz/ mitarbeiter branche 1 chrysler management austria gmbh gössendorf 28.884.615 industrie 2 wohnunion einkaufs- und marketing gmbh &amp; co kg graz 20.066.667 dienstleistungen 3 styriabrid gmbh st.veit am vogau 8.200.000 gewerbe und handwerk 4 dcm decometal gmbh fürstenfeld 7.316.963 handel 5 sandvik mining and construction materials handling gmbh &amp; co kg leoben 1.990.196 industrie 6 stahl- und walzwerk marienhütte ges.m.b.h. graz 733.624 industrie 7 verbund-austrian thermal power gmbh &amp; co kg graz 715.241 energie 8 breitenfeld aktiengesellschaft wartberg i.m. 708.683 industrie 9 voglco gruppe graz 658.228 handel 10 energie steiermark ag (gr.) graz 622.886 energie top 10 arbeitgeber aus top 100 top 10 umsatz pro mitarbeiter aus top 100 tos_2008_kern.indd  50 13.10.2008  15:48:17 uhr</Page><Page Number="51">51 top of styria 2008 top of styria rang vergleich vorjahr unternehmen firmensitz umsatz anzahl  mitarbeiter branche 41 stahl- und walzwerk marienhütte ges.m.b.h. graz 168.000.000 229 industrie 42 è charles vögele (austria) ag kalsdorf bei graz 167.000.000 1.241 handel 43 è böhler schmiedetechnik gmbh &amp; co kg kapfenberg 166.600.000 536 industrie 44 è wolfram bergbau- und hütten- gmbh nfg. kg st. martin i.s. 166.405.000 302 industrie 45 í rettig austria gmbh (gr.) wartberg i.m. 160.900.000 973 industrie 46 í lieb unternehmensgruppe gmbh &amp; co kg weiz 160.800.000 841 mischunterneh- men/-konzern 47 è grazer stadtwerke ag (gr.) graz 159.150.439 1.652 dienstleistungen 48 áë cytec surface specialties austria gmbh werndorf 158.100.000 467 industrie 49 è östu-stettin hoch- und tiefbau gmbh (gr.) leoben 157.300.000 619 gewerbe und handwerk 50 è böhler bleche gmbh &amp; co kg mürzzuschlag 147.131.232 487 industrie 51 è grazer armaturen-werk pildner-steinburg gmbh (gr.) graz 146.000.000 620 industrie 52 è stiefelkönig schuhhandels gmbh (gr.) graz 140.188.000 1.379 handel 53 stölzle-oberglas gmbh (gr.) köflach 140.000.000 1.100 industrie 53 è knill holding gmbh weiz 140.000.000 1.089 industrie 55 áë georg fischer gmbh &amp; co kg altenmarkt 139.486.000 570 industrie 56 è haas group grosswilfersdorf, gabersdorf, graz 127.000.000 940 industrie 57 í styriabrid gmbh st.veit am vogau 123.000.000 15 gewerbe und handwerk 58 è wohnunion einkaufs- und marketing  gmbh &amp; co kg graz 120.400.000 6 dienstleistungen 59 è maschinenfabrik liezen und gießerei ges.m.b.h. liezen 120.276.000 735 industrie 60 è boehlerit gmbh &amp; co kg kapfenberg 112.000.000 835 industrie » rang unternehmen firmensitz umsatz mitarbeiter 1 magna steyr fahrzeugtechnik ag &amp; co kg oberwaltersdorf 3.500.000.000 7.000 2 andritz ag graz 3.283.000.000 12.016 3 chrysler management austria gmbh gössendorf 1.502.000.000 52 4 böhler edelstahl gmbh kapfenberg 737.206.000 2.010 5 avl group graz 625.000.000 4.100 6 sappi austria produktions-gmbh &amp; co kg gratkorn 621.103.942 1.286 7 siemens ag österreich (gruppe) / siemens transportation systems gmbh &amp; co kg graz 603.000.000 2.145 8 magna powertrain ag &amp; co kg lannach 500.000.000 1.700 9 at&amp;s austria technologie &amp; systemtechnik ag leoben 485.744.000 6.335 10 epcos ohg deutschlandsberg 392.600.000 1.500 top 10 industrie aus top 100 top 10 handel aus top 100 rang unternehmen firmensitz umsatz mitarbeiter 1 roth gruppe graz 970.000.000 2.300 2 dcm decometal gmbh fürstenfeld 585.357.000 80 3 leder und schuh holding ag (gr.) graz 455.500.000 3.272 4 kastner &amp; öhler warenhaus ag (gr.) graz 216.106.000 1.508 5 voglco gruppe graz 208.000.000 316 6 charles vögele (austria) ag kalsdorf bei graz 167.000.000 1.241 7 stiefelkönig schuhhandels gmbh (gr.) graz 140.188.000 1.379 8 neckermann versand österreich ag graz 93.701.891 390 9 almland reg. gen.m.b.h. weiz 92.600.000 340 10 odörfer haustechnik gmbh graz 92.216.702 275 tos_2008_kern.indd  51 13.10.2008  15:48:18 uhr</Page><Page Number="52">52 top of styria 2008 top of styria rang vergleich vorjahr unternehmen firmensitz umsatz anzahl  mitarbeiter branche 61 è magna presstec ag weiz 111.400.000 490 industrie 62 è ada möbelfabrik gmbh baierdorf  bei anger 110.349.565 1.905 industrie 63 è anton paar gmbh graz 107.841.000 918 gewerbe und handwerk 64 sattler ag graz 104.226.966 595 industrie 65 í schirnhofer-unternehmensgruppe kaindorf 103.000.000 1.540 industrie 66 è wollsdorf leder schmidt &amp; co. ges.m.b.h. wollsdorf 102.000.000 810 industrie 67 è legero schuhfabrik gesmbh graz 100.734.893 860 industrie 68 è pankl racing systems ag bruck an der mur 100.054.000 808 industrie 69 è schenker &amp; co ag (zweigstelle steiermark) graz 98.200.000 186 verkehr 70 è stahl judenburg gmbh judenburg 97.506.231 368 industrie 71 í holzindustrie leitinger gmbh wies 96.000.000 330 industrie 71 í knauf gesmbh weißenbach/ liezen 96.000.000 234 industrie 73 í steirerfleisch gesellschaft m.b.h. wolfsberg im schwarzautal 95.000.000 184 industrie 74 í atb motorenwerke gmbh spielberg bei knittelfeld 94.025.753 713 industrie 75 í neckermann versand österreich ag graz 93.701.891 390 handel 76 áë almland reg. gen.m.b.h. weiz 92.600.000 340 handel 77 è odörfer haustechnik gmbh graz 92.216.702 275 handel 78 è komptech gmbh (gr.) frohnleiten 87.600.000 465 gewerbe und handwerk 79 è remus &amp; sebring holding ag bärnbach 87.000.000 730 industrie 80 è frikus gruppe zettling 86.180.500 731 verkehr top 3 dienstleistung aus top 100 rang unternehmen firmensitz umsatz mitarbeiter 1 steiermärkische krankenanstalten gmbh graz 750.773.000 15.940 2 saubermacher dienstleistungs-ag (gr.) graz 204.580.000 2.337 3 grazer stadtwerke ag (gr.) graz 159.150.439 1.652 rang unternehmen firmensitz umsatz mitarbeiter 1 bauunternehmung granit gesmbh graz 215.000.000 1.400 2 knapp aktiengesellschaft (gr.) hart bei graz 196.127.489 1.556 3 östu-stettin hoch- und tiefbau gmbh (gr.) leoben 157.300.000 619 4 styriabrid gmbh st.veit am vogau 123.000.000 15 5 anton paar gmbh graz 107.841.000 918 top 5 gewerbe und handwerk aus top 100 rang institut sitz bilanzsumme mitarbeiter 1 raiffeisen-landesbank steiermark ag graz 12.425.410.000 1.034 2 steiermärkische bank und sparkassen ag graz 12.248.576.000 1.878 3 landes-hypothekenbank stmk. ag graz 5.408.486.572 364 4 volksbank graz-bruck reg.genmbh graz 1.162.340.365 183 5 sparkasse hartberg-vorau hartberg 604.825.405 135 6 sparkasse voitsberg-köflach bank ag voitsberg 514.221.352 108 7 volksbank für die süd- u. weststeiermark reg.genmbh köflach 493.453.923 83 8 raiffeisenbank graz-straßgang reg.genmbh graz 455.000.000 95 9 raiffeisenbank graz-st. peter reg.genmbh graz 249.000.000 52 top 9 banken tos_2008_kern.indd  52 13.10.2008  15:48:20 uhr</Page><Page Number="53">top of styria 2008 top of styria rang vergleich vorjahr unternehmen firmensitz umsatz anzahl mitarbeiter branche 81 böhler schweißtechnik austria gmbh kapfenberg 85.000.000 249 industrie 82 í roto frank austria gmbh kalsdorf bei graz 83.761.000 505 industrie 83 è atronic austria gmbh unterpremstätten 82.384.861 429 industrie 84 è johann pabst holzindustrie gmbh zeltweg 82.105.637 267 industrie 85 payer international technologies gmbh st. bartholomä bei graz 81.458.000 1.279 industrie 86 seidel electronics group deutschlandsberg 81.000.000 800 industrie 87 í quester baustoffhandel gmbh graz 80.985.998 143 handel 88 í lagerhaus graz land registrierte genossenschaft mit beschränkter haftung voitsberg 80.280.933 323 handel 89 elin ebg motoren gmbh weiz 79.000.000 259 industrie 90 í gady gruppe lebring 75.000.000 255 handel 91 è teubl handelsgesellschaft mbh (gr.) st. johann i.d.h. 74.028.000 335 handel 92 röhren- und pumpenwerk bauer gmbh voitsberg 73.014.000 426 industrie 93 è ibs austria gmbh teufenbach 72.384.933 480 industrie 94 magna auteca ag krottendorf-weiz 70.484.000 277 industrie 95 wilhelm zultner &amp; co kg graz 69.366.045 149 handel 96 borckenstein ag neudau 67.347.651 430 industrie 97 è gaulhofer industrie-holding frohnleiten 67.000.000 510 industrie 98 í weitzer parkett gmbh &amp; co kg weiz 65.000.000 650 industrie 99 í hitthallertrixl baugesellschaft mbh leoben 64.000.000 550 gewerbe und handwerk 100 mondi coating zeltweg gmbh zeltweg 63.317.399 151 industrie top 2 versicherungen rang institut sitz prämienvolumen mitarbeiter 1 grazer wechselseitige versicherung ag graz 693.736.210 3.060 2 merkur versicherung ag graz 396.000.000 983 » branchenverteilung aus top 100 branche prozent industrie handel 1 gewerbe und handwerk dienstleistungen energie mischunternehmen /-konzern 2 verkehr 2 sonstiges 1 gesamt 100% tos_2008_kern.indd  53 13.10.2008  15:48:25 uhr</Page><Page Number="54">54 top of styria 2008 top of styria rang vergleich vorjahr top 100 von a bis z 32 è acc austria gmbh 62 è ada möbelfabrik gmbh 26 è aht cooling systems gmbh 23 alfred wall gmbh (gr.) 76 áë almland reg. gen.m.b.h. 2 áë andritz ag 63 è anton paar gmbh 13 è at&amp;s austria technologie &amp; systemtechnik ag 74 í atb motorenwerke gmbh 83 è atronic austria gmbh 34 í austriamicrosystems ag (gr.) 8 è avl group 25 í bauunternehmung granit gesmbh 60 è boehlerit gmbh &amp; co kg 50 è böhler bleche gmbh &amp; co kg 7 è böhler edelstahl gmbh 43 è böhler schmiedetechnik gmbh &amp; co kg 81 böhler schweißtechnik austria gmbh 96 borckenstein ag 19 è breitenfeld aktiengesellschaft 38 è brigl &amp; bergmeister gmbh 42 è charles vögele (austria) ag 3 è chrysler management austria gmbh 48 áë cytec surface specialties austria gmbh 11 è dcm decometal gmbh 89 elin ebg motoren gmbh 37 í energie graz gmbh &amp; co kg 4 è energie steiermark ag (gr.) 16 è epcos ohg 35 è fresenius kabi austria gmbh 80 è frikus gruppe 90 í gady gruppe 97 è gaulhofer industrie-holding 55 áë georg fischer gmbh &amp; co kg 51 è grazer armaturen-werk pildner-steinburg gmbh (gr.) 47 è grazer stadtwerke ag (gr.) 56 è haas group 99 í hitthallertrixl baugesellschaft mbh 71 í holzindustrie leitinger gmbh 93 è ibs austria gmbh 40 isovolta ag kompetenzzentrum werndorf 39 è j. christof gmbh 84 è johann pabst holzindustrie gmbh 24 è kastner &amp; öhler warenhaus ag (gr.) 30 è knapp aktiengesellschaft (gr.) 71 í knauf gesmbh 53 è knill holding gmbh 78 è komptech gmbh (gr.) 88 í lagerhaus graz land registrierte gen. m. b. h. 17 è landgenossenschaft ennstal gen.m.b.h. (gr.) 36 í lear corporation austria gmbh legende: è gestiegen  /  í gesunken  /  áë  gleich  /   ranking-newcomer rang vergleich vorjahr top 100 von a bis z 14 è leder und schuh holding ag (gr.) 67 è legero schuhfabrik gesmbh 46 í lieb unternehmensgruppe gmbh &amp; co kg 94 magna auteca ag 12 è magna powertrain ag &amp; co kg 61 è magna presstec ag 1 áë magna steyr fahrzeugtechnik ag &amp; co kg 59 è maschinenfabrik liezen und gießerei ges.m.b.h. 18 è mayr-melnhof karton gesellschaft m.b.h. 100 mondi coating zeltweg gmbh 75 í neckermann versand österreich ag 22 è norske skog bruck gmbh 31 è obersteirische molkerei reg. genmbh (gr.) 77 è odörfer haustechnik gmbh 49 è östu-stettin hoch- und tiefbau gmbh (gr.) 68 è pankl racing systems ag 85 payer international technologies gmbh 87 í quester baustoffhandel gmbh 79 è remus &amp; sebring holding ag 45 í rettig austria gmbh (gr.) 92 röhren- und pumpenwerk bauer gmbh 5 è roth gruppe 82 í roto frank austria gmbh 29 è sandvik mining and construction materials handling gmbh &amp; co kg 9 í sappi austria produktions-gmbh &amp; co kg 64 sattler ag 28 í saubermacher dienstleistungs-ag (gr.) 69 è schenker &amp; co ag (zweigstelle steiermark) 65 í schirnhofer-unternehmensgruppe 86 seidel electronics group 10 è siemens ag österreich (gruppe) /  siemens transportation systems gmbh &amp; co kg 70 è stahl judenburg gmbh 41 stahl- und walzwerk marienhütte ges.m.b.h. 6 è steiermärkische krankenanstalten gmbh 73 í steirerfleisch gesellschaft m.b.h. 52 è stiefelkönig schuhhandels gmbh (gr.) 53 stölzle-oberglas gmbh (gr.) 15 í styria medien ag (gr.) 57 í styriabrid gmbh 91 è teubl handelsgesellschaft mbh (gr.) 20 è tondach gleinstätten ag (gr.) 21 í verbund-austrian thermal power gmbh &amp; co kg 27 è voglco gruppe 98 í weitzer parkett gmbh &amp; co kg 95 wilhelm zultner &amp; co kg 58 è wohnunion einkaufs- und marketing gmbh &amp; co kg 44 è wolfram bergbau- und hütten- gmbh nfg. kg 66 è wollsdorf leder schmidt &amp; co. ges.m.b.h. 33 è zellstoff pöls ag tos_2008_kern.indd  54 13.10.2008  15:48:26 uhr</Page><Page Number="55">55 top of styria 2008 top of styria steirische aktien sind ein  investment mit weitblick d ie stagnation am aktienmarkt ging auch an den kursen der stei-rischen börsennotierten unter-nehmen nicht ganz spurlos vorüber. bei der auswahl der richtigen aktien konnte man aber auch 2007 mit steirischen titeln wieder gutes geld verdienen. so verzeich-nete die pankl racing systems ag einen kursgewinn von fast 34 prozent. auch mit den aktien der austria email ag konnte man unter berücksichtigung der dividen-denzahlung eine wertentwicklung von über sieben prozent erreichen, eine rendi-te, von der die meisten anleihebesitzer im letzten jahr nur träumen konnten. neben der erzielung von kurzfristigen kursgewinnen bietet die investition in aktien vor allem die möglichkeit eines langfristigen vermögensaufbaus. in dieser hinsicht erwiesen sich aktien von stei-rischen unternehmen in den letzten jah-ren als hervorragendes investment. mit den aktien der andritz ag ließen sich bei-spielsweise von 2003 bis 2007 sagenhafte 620,9 prozent an wertzuwachs erzielen, wobei dieser wert ausschließlich auf kurs-gewinne zurückzuführen ist. zieht man den total shareholder return (tsr) her-an, bei dem zusätzlich die dividenden in die berechnung der wertentwicklung mit einfließen, erhöht sich der wert auf 657 prozent. auch mit den aktien der pankl racing systems ag und der austria email ag konnte man sein geld im vergleichs-zeitraum mehr als verdreifachen, und das größtenteils steuerfrei, denn im gegensatz zu zinserträgen sind bei aktien nur die dividendenzahlungen steuerpflichtig. die kursgewinne sind nach dem ablauf der einjährigen spekulationsfrist steuerfrei. welch großen einfluss die dividendenzah-lungen auf die gesamtrendite eines aktien- investments haben, zeigt der vergleich der kursgewinne mit dem tsr. bei drei der vier vordersten plätze in diesemranking erhöht sich die rendite unter berücksichtigung der dividende um mehr als 30 prozentpunkte. in einem doch recht kurzen zeitraum von nur fünf jahren ist das ein beachtlicher wert. auch wenn man im jahr 2007 nur mit ausgewählten aktien gewinne erzie-len konnte, zeigt dieses ranking doch das gewinnpotenzial, welches eine langfristige anlage bietet. besonders die investition in aktien der meisten steirischen unterneh-men hätte sich in den letzten fünf jahren mehr als bezahlt gemacht. vor dem hin-tergrund weiterer kursrückgänge im jahr 2008 scheint eine langfristige investition in heimische aktien im moment durchaus erwägenswert. die zu grunde liegenden daten für dieses ranking wurden aus der datenbank da-tastream sowie den veröffentlichten ge-schäftsberichten der unternehmen ent-nommen.  dipl.-kfm. hannes dücker ist  wissenschaftlicher mitarbeiter am institut für unternehmensrechnung und controlling der karl-franzens-universität graz. hannes dücker nach einem rasanten anstieg des österreichischen aktienmarktes in den letzten jahren legten die aktienkurse  im jahr 2007 eine verschnaufpause ein. so verzeichnete der österreichische leitindex atx  im jahresverlauf einen nur moderaten anstieg von 1,1 prozent. aktienperformance steirischer börsennotierter unternehmen von 2003-2007 * total shareholder return (aktienkursentwicklung summe der dividenden) / aktienkurs am 01.01.2003 ** erstmalige notierung der aktie am 19.05.2004. die berechnung der wertentwicklung erfolgt erst ab diesem zeitpunkt unternehmen total shareholder return* 01.01.2003 - 31.12.2007 kursentwicklung 01.01.2003 -  31.12.2007 aktienkurs 01.01.2003  in eur aktienkurs  31.12.2007  in eur summe der gezahlten dividenden in eur andritz ag 657,0 % 620,9 % 5,75 41,45 2,08 pankl racing systems ag 306,6 % 306,6 % 8,49 34,52 0,00 austria email ag 260,6 % 227,8% 1,80 5,90 0,59 atb austria antriebstechnik ag 198,1 % 166,4 % 4,73 12,00 1,50 at&amp;s austria technology &amp; systemtechnik ag 84,5 % 69,9 % 9,10 15,46 1,33 austriamicrosystems ag ** 47,0 % 47,0 % 21,00 30,86 0,00 jowood productions software ag -50,0 % -50,0 % 28,39 14,20 0,00 tos_2008_kern.indd  55 13.10.2008  15:48:29 uhr</Page><Page Number="56">top of styria 2008 in den vier kategorien „innovation“, „produkti-on“, „dienstleistung &amp; handel“ sowie „lebens-werk“ hat die 00-köpfige tops of styria-jury wieder die herausragenden unter-nehmenspersönlichkeiten gewählt. ein geheimnis lüften wir gleich: nicht vier, sondern fünf personen erhalten die trophäe… m it der verleihung an die tops of styria 2008 besitzen 30 steirerinnen und steirer einen stein vom dachstein (einen rückblick auf die vergangenen jahre lesen sie auf seite 61). auch heuer hat es sich die prominente fachjury von rund 300 vertreterinnen und vertretern aus wirt-schaft, hochschulen, politik und medien nicht leicht gemacht – insgesamt wur-den rund 150 personen genannt. die siegerinnen und sieger kommen aus al-len branchen und regionen des landes. für den korrekten ablauf der anonymen und ungestützten wahl bürgt wieder notar hellfried klaftenegger. tops of styria knill, georgknill, oswinkois, hermannkoller,michael koncar,mirkokovats, angelikakresch, ottokresch, stefan krestel, wolfgang                    leitinger, wolfgang leitner (andritz ag),                 wolfgang wolfgang leitner (andritz ag),                 wolfgang leitner (asa), wolfgang leitner (genericon pharma), werner leodolter, hans­peter lettner, helmut list, hans      die tops of styria 2008 josef heißenberger, john a. heugle, michael hirschler, christian hlade, peter hochegger, johann höll­                 warth, christian holter, helmut holzinger,                 bruno hubl, gerald hütter, waltraud jöbstl,                 hans aage joergensen, thomas jozseffi, franz kailbauer,manfred kainz,  ulrich kanter, franz kapaun, gerhard katzenberger, christian kehrer, christian knill, georgknill, oswinkois, hermannkoller,michael koncar,mirkokovats, angelikakresch, ottokresch, stefan gut gewählt – innovation dienstleistung und handel produktion lebenswerk tos_2008_kern.indd  56 13.10.2008  15:48:39 uhr</Page><Page Number="57">top of styria 2008 tops of styria knill, georgknill, oswinkois, hermannkoller,michael koncar,mirkokovats, angelikakresch, ottokresch, stefan krestel, wolfgang                    leitinger, wolfgang leitner (andritz ag),                 wolfgang wolfgang leitner (andritz ag),                 wolfgang leitner (asa), wolfgang leitner (genericon pharma), werner leodolter, hans­peter lettner, helmut list, hans      die tops of styria 2008 josef heißenberger, john a. heugle, michael hirschler, christian hlade, peter hochegger, johann höll­                 warth, christian holter, helmut holzinger,                 bruno hubl, gerald hütter, waltraud jöbstl,                 hans aage joergensen, thomas jozseffi, franz kailbauer,manfred kainz,  ulrich kanter, franz kapaun, gerhard katzenberger, christian kehrer, christian knill, georgknill, oswinkois, hermannkoller,michael koncar,mirkokovats, angelikakresch, ottokresch, stefan gut gewählt – innovation dienstleistung und handel produktion lebenswerk tos_2008_kern.indd  57 13.10.2008  15:48:45 uhr</Page><Page Number="58">58 top of styria 2008 lebenswerk sein (lebens-)werk steht auf tönernen füßen. dieses wortspiel hat gewerke kr direktor franz olbrich vielleicht schon einmal gehört, in seinem fall drängt es sich jedoch auf: schließlich leitet er seit 44 jahren die geschicke des unterneh-mens „tondach gleinstätten“ in der gleichnamigen weststeirischen gemein-de mit weit über 100-jähriger ziegeltra-dition. die tönernen füße sind in diesem fall aber ein mehr als stabiles fundament, gebaut aus fast 800 millionen ziegeln – der aktuellen jahresproduktion. seit den 90er jahren steht tondach gleinstätten – seit 1999 eine aktienge-sellschaft, deren alleinvorstand olbrich ist – für einen imposanten expansions-kurs: mehr als 3.100 mitarbeiter arbeiten mittlerweile an 34 betriebsstätten in elf ländern mittel- und südosteuropas. das unternehmen ist marktführer in der re-gion, die neben österreich die slowakei und tschechien, rumänien und bulgari-en, slowenien, serbien, ungarn, kroatien, bosnien-herzegowina und mazedonien umfasst. die ehrung trifft franz olbrich auch privat zum richtigen zeitpunkt, er feiert indiesemjahr seinen70.geburtstag. innovation im büro von friedrich santner, dem sie­ ger dieser kategorie, steht eine rote couch: als kleiner hinweis darauf, dass der geschäftsführer des „high“-mess-technikunternehmens anton paar „im früheren leben“ (so die kleine zeitung) psychologe war. der wechsel in die tech-nik ist familiär bedingt: 1986 hatte ihn sein schwiegervater ulrich santner dazu bewegt, ins unternehmen einzutreten. friedrich santner kam – allerdings nicht ohne zuvor eine fundierte wirtschaftliche produktion 1. karl grabner 2. friedrich tiroch 3. andreas gerstenmayer dienstleistung und handel 1.rohtraut skatsche- depisch &amp; florian weitzer 2.martin pöschl 3.gerhard fabisch franz olbrich die wichtigste eigenschaft einer/eines unternehmensverantwortlichen: weitblick, offenheit und disziplin. die wichtigsten eigenschaften einer/eines 	 mitarbeiterin/mitarbeiters: loyalität und identifikation mit dem unterneh-men und dessen produkten. was mir bei den partnern unseres unternehmens am wichtigsten ist: vertrauen in unsere produkte, das direkte und offene gespräch und natürlich eine win-win beziehung. das unternehmen, das ich am liebsten ge-gründet hätte (außer dem eigenen): eine große landwirtschaft mit eigenjagd, fischzucht und einem schönen schloss in der mitte. mein/e historische/r held/in im wirtschaftsleben: herbert von karajan. mein/e aktuelle/r held/in im wirtschaftsleben: ferdinand piëch. wirtschaftliche reform, die ich am meisten bewundere: der wiederaufbau österreichs und die eu-osterweiterung. meine wirtschaftsphilosophie: nie mehr ausgeben, als notwendig. mein leitspruch: nicht die größe ist entschei-dend, sondern die schnelligkeit. mein wichtigster charakterzug: ehrlichkeit, die fähigkeit, entscheidungen schnell zu treffen, soziale ausgewogenheit. meine wichtigste niederlage: ist mir keine bewusst. mein größter erfolg: aus tondach das ge-macht zu haben, was es ist und meine familie! karl grabner die wichtigste eigenschaft einer/eines unternehmensverantwortlichen: wer führen will, muss auch dienen können! die wichtigsten eigenschaften einer/eines 	 mitarbeiterin/mitarbeiters: eigenverantwortlich handeln! was mir bei den partnern unseres unternehmens am wichtigsten ist: gute gesprächskultur und hand-schlagqualität. das unternehmen, das ich am liebsten gegründet hätte (außer dem eigenen): bmw. mein/e historische/r held/in im wirtschaftsleben: dr. hellmut longin – mbo der heutigen rhi ag – grundsteinlegung für den aufbau eines weltweit tätigen konzerns. mein/e aktuelle/r held/in im wirtschaftsleben: hans peter haselsteiner. wirtschaftliche reform, die ich am meisten bewun-dere: erweiterung des europäischen binnenmarkts. meine wirtschaftsphilosophie: menschliche leistung anerkennen (nicht nur jene des managements), ver-trauen als vorschuss einbringen, freude an der arbeit. mein leitspruch: erfolg ist die schrittweise umsetzung von zielen. meine wichtigsten charakterzüge: fröhlich und ausdauernd. meine wichtigste niederlage: mein erstes jahr als vorstand der binderco ag, in dem ich eine große zahl an menschen entlassen musste und das unter-nehmen beträchtliche verluste schrieb. mein größter erfolg: nicht zuletzt war diese nieder-lage eine wichtige erfahrung, aus der heraus ich das unternehmen schrittweise zu nachhaltigem erfolg führen konnte – die basis für den börsegang der binderco ag im jahr 2006. lebenswerk franz olbrich karl grabner tops of styria tos_2008_kern.indd  58 13.10.2008  15:48:51 uhr</Page><Page Number="59">59 top of styria 2008 innovation 1. friedrich santner 2. rob bekkers 3.georg knill rohtraut skatsche-depisch die wichtigste eigenschaft einer/eines unternehmensverantwortlichen: stabilität. die wichtigsten eigenschaften einer/eines 	 mitarbeiterin/mitarbeiters: loyalität. was mir bei den partnern unseres unterneh-mens am wichtigsten ist: verlässlichkeit. das unternehmen, das ich am liebsten ge-gründet hätte (außer dem eigenen): modebranche. mein/e historische/r held/in im wirtschaftsleben: brian gilbertson 	 (ehemaliger ce0 bhp billiton). mein/e aktuelle/r held/in im wirtschaftsleben: bill gates. wirtschaftliche reform, die ich am meisten bewundere: marktentwicklung in china. meine wirtschaftsphilosophie: allianzen bilden. mein leitspruch: im erfolg bescheiden, im misserfolg stark. mein wichtigster charakterzug: hartnäckigkeit. meine wichtigste niederlage: die beteiligung an der australischen mangan-erzmine nicht erhöht zu haben. mein größter erfolg: internationale positionie-rung der dcm decometal. florian weitzer die wichtigste eigenschaft einer/eines unternehmensverantwortlichen: bei unternehmen geht es nicht um die vergan-genheit, sondern um die gestaltung der zukunft. daher: weitsicht, vision und der mut, diese umzusetzen! die wichtigsten eigenschaften einer/eines 	 mitarbeiterin/mitarbeiters: mitdenken und mittragen der firmenphilosophie. was mir bei den partnern unseres unternehmens am wichtigsten ist: verlässlichkeit und flexibilität. das unternehmen, das ich am liebsten gegrün-det hätte (außer dem eigenen): ktm – ich hatte schon vier maschinen (zwei wurden allerdings gestohlen). mein/e historische/r held/in im wirtschaftsleben: mein vater! mein/e aktuelle/r held/in im wirtschaftsleben: dietrich mateschitz. wirtschaftliche reform, die ich am meisten bewundere: … abfertigung neu? meine wirtschaftsphilosophie: nachhaltigkeit, unabhängigkeit, widerstandsfähigkeit, vorrei-terrolle. mein leitspruch: immer weiter! mein wichtigster charakterzug: stursinn und rastlosigkeit. meine wichtigste niederlage: die fehlende aner-kennung bei noch nicht realisierten projekten! mein größter erfolg: das realisierte projekt hotel daniel! friedrich santner die wichtigste eigenschaft einer/eines unternehmensverantwortlichen: freundlichkeit. die wichtigsten eigenschaften einer/eines 	 mitarbeiterin/mitarbeiters: freude an der eigenen arbeit. was mir bei den partnern unseres unterneh-mens am wichtigsten ist: ehrliches wohlwollen. das unternehmen, das ich am liebsten ge-gründet hätte (außer dem eigenen): tagwerk von der caritas. mein/e historische/r held/in im wirtschaftsleben: anton hegner, der ehe-malige ceo unserer vertriebspartner in asien. mein/e aktuelle/r held/in im wirtschaftsleben: franz enhuber von der gemeinnützigen beschäftigungs gmbh liezen. wirtschaftliche reform, die ich am meisten bewundere: mir fallen leider nur viele bislang unerledigte reformen ein. meine wirtschaftsphilosophie: die wirtschaft ist für die menschen da. mein leitspruch: habe ich keinen. mein wichtigster charakterzug: konsequenz. meine wichtigste niederlage: es gab mehrere wichtige niederlagen in meinem leben, es wäre unfair, eine davon als wichtigste zu nennen. mein größter erfolg: es gibt keinen (wirt-schaftlichen) erfolg, der ausschließlich mein eigener wäre. friedrich santner florian weitzer rohtraut skatsche-depisch tops of styria foto:   lunghammer tos_2008_kern.indd  59 13.10.2008  15:48:57 uhr</Page><Page Number="60">60 top of styria 2008 und technische ausbildung absolviert zu haben. seit 1997 ist er geschäftsführer. und hat ein entspanntes verhältnis zu quereinsteigern: „ich finde es spannend, wenn bewerber konträre dinge studiert haben – zoologie und jus, physik und musik. fürs unternehmen gilt es letztlich, die summe der talente zu maximieren, also möglichst verschiedene begabungen zu haben“, sagte er jüngst in einem zei-tungsinterview. die technische innova-tionskraft kann anton paar jahr für jahr auch in wirtschaftliche dynamik überset-zen: seit 2002 haben sich mitarbeiter-stand und umsatz in etwa verdoppelt. an zweiter stelle folgt rob bekkers, alleingeschäftsführer der payer group. der gebürtige niederländer studierte industrietechnik und betriebswirtschaft und kann auf berufliche erfahrungen in malaysien und bei philips verweisen. er steht für ein unternehmen, das auf dem sektor des schneidens menschlicher kör-perhaare international die nase vorne hat. in vielen rasierern renommierter marken ist payer drin – das gilt für die technologie und das design. georg knill – der dritte im bunde – ist gemeinsam mit seinem bruder christian geschäftsführer der knill gruppe, die auf eine mehr als 300-jährige unterneh-mensgeschichte zurückblickt. in ihren ge-schäftsbereichen – systeme und anlagen für die energie- und datenübertragung – gehört die knill gruppe zur weltspitze. produktion „binderco legte glänzende halbjahres­ zahlen vor“ titelte im august dieses jahres das wirtschaftsblatt. angesichts einer 30-prozentigen umsatzsteigerung und eines ebit-plus von 90 prozent ist das keine übertreibung. so ist auch die wahl der tops of styria-jury mehr als schlüssig, die auf karl grabner fiel, sei-nes zeichens ceo des gleisdorfer un-ternehmens, das auf die klassierung und sortierung von schüttgütern aller art und trocknungs- bzw. hochleistungs­ verpackungstechnik spezialisiert ist. binderco hat auch schon schwierigere zeiten durchlebt. 2001 gelang es aber, nach einem restrukturierungsprozess, das minus vor den gewinnzahlen in ein plus zu verwandeln, 2006 erfolgte der börsegang. „erfolg ist das schrittweise umsetzen von zielen“, nennt grabner als seinen leitspruch. dem ist nicht viel hinzuzufügen, außer vielleicht: es sind ziemlich große schritte. auf einem ganz anderen, höchst wohl-schmeckenden gebiet, ist friedrich tiroch, geschäftsführer der oberstei-rischen molkerei (om), tätig: milch und milchprodukte aller art. die genossen-schaft in der heutigen form ist erst 1991 und 1992 aus dem zusammenschluss von drei bis dahin eigenständigen genossen-schaften entstanden, tiroch ist aber bereits seit 1976 in verschiedenen funktionen dort tätig. 2001 übernahm er die om-geschäftsführung. mit auszeichnungen hat er bereits einige erfahrung: regelmä-ßig werden die om-käseprodukte mit gold- und silbermedaillen gewürdigt. weiters unter den produktions-tops: andreas gerstenmayer, geschäftsführer von siemens transportation systems. er leitet damit nicht weniger als das siemens-weltkompetenzzentrum für fahrwerkent-wicklung im schienenbereich. heuer hat sts auch den fast forward award in der kategorie großunternehmen bekommen. dienstleistung &amp; handel wie friedrich santner kommt auch die siegerin in dieser kategorie aus der psy-chologie. rohtraut skatsche-depisch verabschiedete sich erst 1985 – nach neun jahren – aus ihrer tätigkeit als kli-nische psychologin und verhaltensthe-rapeutin, um sich seither ausschließlich der geschäftsführung des familienunter-nehmens dcm decometal zu widmen. ihr psychologisches geschick konnte sie auch hier brauchen: „die stahlindustrie ist eine raue männerwelt. aber es ist mir nie schwergefallen, mich anzupas-sen“, wird sie in einem kurier-interview zitiert. sie passt sich nicht nur an, son-dern behauptet sich – mehr als souve-rän: heuer gehört dcm decometal zu den neun handverlesenen unternehmen aus deutschland, österreich und italien, die den „emerging market award“ der unicredit und der bank austria erhalten. top of styria in dieser kategorie ist skat-sche-depisch gemeinsam mit dem ho-telier florian weitzer (weitzer, wiesler, daniel). seit fast hundert jahren steht das hotel, das weitzers namen trägt, im fa-milienbesitz. erst kürzlich wurde es nach umfangreichen umbauten neu eröffnet. wobei weitzer für ungewöhnliche hotel-konzepte steht, sei es die neue „showkü-che“, in der gäste ihre kochkünste zeigen können, sei es das hippe designhotel „daniel“, wo es zum „room“ auf wunsch auch einen fiat 500 oder eine vespa gibt. an zweiter stelle landet martin pöschl, bis jahresmitte geschäftsführer von „red-mail“, bevor er sich aus gesundheitlichen gründen in eine beratende funktion zu-rückzog, aber weiter im führungsteam bleibt. von seiner ausbildung her ist er als promovierter chemiker ein querein-steiger. aber gerade im dienstleistungs-bereich muss die chemie ja stimmen. dritter in dieser kategorie ist gerhard fa-bisch, vorstandsvorsitzender der steier-märkischen bank und sparkassen ag. die steiermärkische und fabisch stehen für behutsames wachstum anstelle radikaler expansionen: „es geht nicht immer nur darum, die größte bank der welt zu sein“, sagt fabisch … ein satz, den kunden gera-de in zeiten wie diesen sehr gerne hören. tops of styria tos_2008_kern.indd  60 13.10.2008  15:48:57 uhr</Page><Page Number="61">61 top of styria 2008 ein „dachstein“, wem ehre gebührt tops of styria seit dem jahr 2000 ehrt top of styria die tops of styria – ein respektvoller rückblick. b is zum vorjahr haben sich 25 menschen als sieger in die eh-renliste eingetragen. ein renom-miertes wiener wirtschaftsmagazin kürt seit vielen jahren frau oder mann des jahres. seit jahren kursiert darüber ein böser (aber nur sehr partiell zutref-fender) witz: wer so geehrt wurde, sollte sich ernsthafte sorgen machen – seine wirtschaftliche zukunft steht auf dem spiel. für die tops of styria gilt das uneingeschränkt nicht. die eine oder andere dieser persönlichkeiten (vor allem unter jenen, die für ihr wirt-schaftliches lebenswerk geehrt wur-den) hat sich zwar zurückgezogen, aber ausschließlich in den mehr als wohlver-dienten ruhestand. willibald dörflinger (2000, 2004 2004) helmut list (2000 2003) hans roth (2001 2005) werner tessmar-pfohl (2001) hans roth sen. † (2001) georg doppelhofer (2002) siegfried wolf (2002) ulrich santner (2002) thomas böck (2003) wolfgang leitner (2003) horst pirker (2004) jochen pildner-steinburg (2004) herbert depisch (2004) michael mayer-rieckh (2004) ernst wustinger (2005) claus repnik (2005) gunther knill (2005) gottfried maresch (2006) claus raidl (2006) manfred kainz (2006) max braunstein (2006) regina friedrich (2007) angelika kresch (2007) josef heissenberger (2007) bernhard rebernik (2007) tos_2008_kern.indd  61 13.10.2008  15:49:04 uhr</Page><Page Number="62">top of styria 2 2008 styrian business die verwendung von gipskartonplatten ist aus dem modernen bauwesen nicht mehr wegzudenken. den vorteilen des natur-baustoffes gips stehen, bezogen auf die entsorgung, eine viel-zahl an negativen umweltauswirkungen gegenüber, wie die sulfatbelastung der sickerwässer oder die bildung von giftigem schwefelwasserstoff. jährlich gelangen ca. 200.000 – 300.000 t an gipskartonabfällen auf österreichische deponien. der stän-dig steigende verbrauch an gipskartonplatten – derzeit sind in österreichischen gebäuden ca. vier millionen tonnen verbaut – erfordert andererseits immer größere abbaumengen an na-turgips und somit die erschließung neuer steinbrüche, was auf zunehmenden widerstand der bevölkerung stößt. ziel des projektes ist es, sowohl gipskarton-verschnittplatten, als auch gipskarton-abbruchplatten einer stoffichen verwer-tung in der gipsindustrie zuzuführen. der fa19d ist es da-bei gelungen, ein entsorgungsunternehmen, die fa. cemex, bruck/mur, sowie einen gipskartonplattenhersteller, die fa. knauf, weißenbach/liezen, als projektpartner zu gewinnen. im rahmen einer an der universität leoben durchgeführten diplomarbeit wurde erstmals ein aufbereitungsverfahren für gipskarton-abbruchabfälle entwickelt, das es erlaubt, gips-recyclate höchster reinheit für den einsatz in der gipskar-tonproduktion herzustellen. weitere infos erhalten sie unter www.abfallwirtschaft.steiermark.at. mit einer großtechnischen umsetzung des entwickelten ver-fahrens durch die firmen cemex und knauf ist im laufe des jahres 2009 zu rechnen. österreichischer abfallinnovationspreis 2008 geht in die steiermark das von der fachabteilung 19d initiierte projekt „gipskartonplatten-recycling“ wurde im mai 2008 mit dem abfallinnovationspreis „phönix 2008“ ausgezeichnet. foto: landespressedienst wie auch in den vor-jahren liegt der ex-portanteil des export-preissiegers von 2007 bei etwa 95 prozent. noch immer liegen die hauptabsatzmärkte in mittel- und west-europa, von deutsch-land über benelux und großbritannien bis nach frankreich und spanien. neu sind hin-gegen einige produkte, vor allem imbereich der aufbereitung holziger biomasse zur nachfolgenden energetischen nutzung, sprich verbrennung. „die diesbezüglichen bemühungen der europäi-schen union werden dazu führen, dass sich diese stoffströme bis zum jahr 2020 vervielfachen werden“, spricht komptech-geschäftsführer josef heissenberger das 20-prozent-ziel der eu für erneuerbare energieträger im jahr 2020 an. hauptverantwortlich für die zahlreichen neuentwicklungen des unternehmens: das im herbst 2007 eröffnete komptech re-search center in st. michael bei leoben. hier „werkt“ heissen-bergers partner rudi pretzler mit einer handvoll kluger köpfe. „und wir brauchen ständig neue high potentials“, weist pretz-ler auf die ständige expansion des unternehmens hin. mittler-weile beschäftigt man mehr als 500 mitarbeiter an neun stand-orten in sechs ländern weltweit und machte damit 2007 einen umsatz von 87,6 mio. euro, wiederum über 20 prozent steige-rung gegenüber dem vorjahr – ein spitzenwert. laufend kommen auch neue absatzmärkte hinzu. so hat komptech bereits seine fühler nach russland, südostasien und südamerika ausgestreckt. „mit den neuen produkten und wachsendem erfolg in diesen neuen märkten werden wir spä-testens 2010 weltmarktführer sein,“ konkretisiert der für den vertrieb zuständige geschäftsführer josef imp die zukunftsplä-ne des unternehmens. neue produkte – neue märkte komptech – der umwelttechnik-spezialist aus frohnleiten erweitert nicht nur sein produkt-portfolio, sondern erschließt laufend neue märkte. ziel: weltmarktführerschaft im jahr 2010 8130 frohnleiten, kühau 37 tel. 03126/505-0 info@komptech.com www.komptech.com tos_2008_kern.indd  62 13.10.2008  15:49:06 uhr</Page><Page Number="63">2008 styrian business top of styria gbg: „wir entwickeln werte!“ ansprechpartner, wenn es um gewerbe­ immobilien in graz geht. das offzielle grazer immobilien­ und bauherrenun­ ternehmen stellt grundstücke für den (sozialen) wohnbau, für betriebs­ und industrieansiedelungen, für die errich­ tung von einkaufs­ und gewerbeparks sowie öffentlicher einrichtungen wie auch für die schaffung von freizeit­ und erholungsgebieten zur verfügung. dabei gilt dem stadtentwicklungskonzept be­ sonderes augenmerk. die aufgabe der gbg, der grazer bau­ und grünlandsicherungsgesmbh., be­ steht darin, grundstücke und immobilien für die steirische landeshauptstadt zu erwerben, diese zu verwalten und zu be­ wirtschaften. fünf bereiche werden von der gbg abgedeckt: die verwertung, die pro­ jektentwicklung, das bau­ und das ver­ mögensmanagement sowie die standort­ entwicklung. damit ist die gbg erster die gbg ist weiters für das manage­ ment der von der stadt graz genutzten flächen in strategischer hinsicht verant­ wortlich. darüber hinaus legt die gbg, gemäß ihrem slogan: „wir entwickeln werte!“, bei allen öffentlichen bauten, wie auch beim park ride­haus (bild links) sowie dem büro­ und geschäfts­ zentrum puntigam (rechts), höchsten wert auf deren erscheinungsbild und schreibt deshalb jedes mal einen archi­ tekturwettbewerb aus. www. gbg.at wenn’s um bauen und immobilien in graz geht: sichtprüfsysteme mit zukunftsvision sensorsysteme helfen, die abfallberge abzubauen und ermöglichen dabei mit den gewonnenen wertstoffen auch noch geld zu verdienen. zusätzlich zu den bisherigen anwen-dungen im recycling und bergbau geht evk nun daran, insbesondere die technik der bildgebenden spektroskopie auch im bereich der be- und verarbeitung von lebensmitteln einzusetzen. mit dieser technologie können mit hoher orts-aufösung online für jedes stück dessen inhaltsstoffe erfasst werden, wie z.b. bei obst dessen reifegrad, zuckergehalt und festigkeit oder bei kartoffeln deren stär-ke-, zuckergehalt und trockensubstanz bis hin zur erfassung von inhaltsstoffen wie eiweiß-, fett- oder wassergehalt von diversen lebensmitteln. das poten-zial dieser berührungslosen und online wenn es um sensorgestützte sortierung von schüttgut geht, steht der name evk für kompetenz und zuverlässigkeit. evk di kerschhaggl gmbh, a-8074 raaba, josef-krainer-str. 35, tel. 0316/461664, fax dw -14, www.evk.biz die evk forscht und entwickelt seit mehr als 15 jahren auf dem gebiet von optisch und induktiv arbeitenden sensorsyste-men für die sensorgestützte sortierung von schütt- und stückgut aller art und zählt mit mehr als 900 weltweit instal-lierten sensorsystemen zu den führenden technologieanbietern in diesem bereich. die wesentlichen drei produktgruppen sind farbzeilensensorsysteme, bildge-bende spektrometer-systeme und mate-rialselektive metalldetektorsysteme. diese produkte haben sich auf dem ge-biet der stoffichen wiederverwertung von altglas, altmetall, altpapier und kunststoffabfällen bestens bewährt und werden neuerdings auch mit erfolg im elektronikschrottrecycling eingesetzt. darüber hinaus eignet sich diese techno-logie auch hervorragend für sortierauf-gaben im bereich des bergbaues. evk-messenden technologie ist enorm hoch und bietet möglichkeiten, die im detail noch gar nicht alle abgeschätzt werden können. die evk sieht im lebensmittelbereich ein weites und attraktives aufgabenfeld für die zukunft. sichtprüfsysteme mit zukunftsvision sensorsysteme helfen, die abfallberge abzubauen und ermöglichen dabei mit den gewonnenen wertstoffen auch noch geld zu verdienen. zusätzlich zu den bisherigen anwen-dungen im recycling und bergbau geht evk nun daran, insbesondere die technik der bildgebenden spektroskopie auch im bereich der be- und verarbeitung von lebensmitteln einzusetzen. mit dieser technologie können mit hoher orts-aufösung online für jedes stück dessen inhaltsstoffe erfasst werden, wie z.b. bei obst dessen reifegrad, zuckergehalt und festigkeit oder bei kartoffeln deren stär-ke-, zuckergehalt und trockensubstanz bis hin zur erfassung von inhaltsstoffen wie eiweiß-, fett- oder wassergehalt von diversen lebensmitteln. das poten-zial dieser berührungslosen und online wenn es um sensorgestützte sortierung von schüttgut geht, steht der name evk für kompetenz und zuverlässigkeit. evk di kerschhaggl gmbh, a-8074 raaba, josef-krainer-str. 35, tel. 0316/461664, fax dw -14, www.evk.biz die evk forscht und entwickelt seit mehr als 15 jahren auf dem gebiet von optisch und induktiv arbeitenden sensorsyste-men für die sensorgestützte sortierung von schütt- und stückgut aller art und zählt mit mehr als 900 weltweit instal-lierten sensorsystemen zu den führenden technologieanbietern in diesem bereich. die wesentlichen drei produktgruppen sind farbzeilensensorsysteme, bildge-bende spektrometer-systeme und mate-rialselektive metalldetektorsysteme. diese produkte haben sich auf dem ge-biet der stoffichen wiederverwertung von altglas, altmetall, altpapier und kunststoffabfällen bestens bewährt und werden neuerdings auch mit erfolg im elektronikschrottrecycling eingesetzt. darüber hinaus eignet sich diese techno-logie auch hervorragend für sortierauf-gaben im bereich des bergbaues. evk-messenden technologie ist enorm hoch und bietet möglichkeiten, die im detail noch gar nicht alle abgeschätzt werden können. die evk sieht im lebensmittelbereich ein weites und attraktives aufgabenfeld für die zukunft. tos_2008_kern.indd  63 13.10.2008  15:49:10 uhr</Page><Page Number="64">top of styria 2008 styrian business kompetenz in edelstahl 200.000 t zu rechnen. etwa 87 prozent der in mitterdorf produzierten edel- und sonderstähle bzw. schmiedeprodukte werden weltweit in über 20 länder ex-portiert. rund 80 prozent der produktion des stahlwerks gehen nach italien, 16 prozent nach österreich und rund vier prozent nach deutschland. die schmie-de exportiert darüber hinaus auch nach england, frankreich, tschechien, in die niederlande und in die usa. durch den laufend verbesserten produktmix konn-höchste qualität, schnelles reagieren und zuverlässigkeit sind nur einige stärken der firmengruppe breitenfeld. produkte und dienstleistungen o rohblöcke, stranggussknüppel und schmiedeprodukte, abgesetzte wellen und stabstahl, warmfeste stähle, kunststoffformenstähle, werk-zeugstähle für warmarbeit und kalt-arbeit, schnellarbeitsstähle, rost- und säurebeständige stähle sowie korro-sionsbeständige stähle. oumgeschmolzene elektroden, her-gestellt in der elektro-schlacke-um-schmelzanlage mit schutzgas breitenfeld edelstahl ag, a-8662 mitterdorf, breitenfeldstraße 22, tel. 03858/6161, fax dw -248, info@breitenfeld.at, www.breitenfeld.at die breitenfeld-gruppe in mitterdorf hat von 2001 bis 2008 rund 86 millionen euro im mürztal investiert und konnte im gleichen zeitraum die mitarbeiterzahl von 199 auf 357 beschäftigte steigern. breitenfeld ist einer der wichtigsten ar-beitgeber im mürztal. seit 2001 konn-te die jährlich verkaufte menge von 69.000 t auf 160.000 t im jahr 2007/08 mehr als verdoppelt werden. für das laufende geschäftsjahr 2007/08 ist mit einem neuerlichen anstieg auf rund te der umsatz im verhältnis noch stär-ker als die produktion – nämlich von 44 millionen euro (2001) auf 252 millionen euro (2007/08) – gesteigert werden. breitenfeld ist ein nischenplayer, dessen produkte vor allem in energiemaschinen (turbinen, windräder), als werkzeug-stahl in der autoindustrie sowie bei an-wendungen in der luftfahrt und in der offshoretechnik zum einsatz kommen. im geschäftsjahr 2007/2008 erzielte das unternehmen einen umsatz von 252 millionen euro und beschäftigte 357 mitarbeiter. das von ingenium angebotene studium "bachelor im business management" ist ein akademisches programm der tradi-tionsreichen hochschule mittweida (fh). berufserfahrene absolventen von handelsakademien sollen in adäquater studienzeit zum ersten akademischen  studienzeit zum ersten akademischen abschluss weiterqualifiziert werden. unterrichtet wird am wochenende, gelernt wird im fernstudium, am ende des studums findet eine blockwoche in mittweida statt. weiterführende studien danach: z.b. master of science im projekt- und z.b. master of science im projekt- und prozessmanagement bei ingenium durch eine sinnvolle kombination aus präsenz- und fernlehre, sowie studien-zeitverkürzender anrechnung von in der htl und praxis erworbenen kennt-nissen kann das studium berufsbe-gleitend in 4 semestern absolviert werden. unterrichtet wird an 6 - 7 werden. unterrichtet wird an 6 - 7 wochenenden je semester. die prü-fungsvorbereitung erfolgt im fernstu-dium, am ende des semesters findet eine geblockte woche statt. den studienabschluss bildet die diplom-arbeit, die ein betriebliches thema zur basis hat. basis hat. weiterführende studien danach: z.b. master of science im projekt- und prozessmanagement bei ingenium tos_2008_kern.indd  64 13.10.2008  15:49:21 uhr</Page><Page Number="65">2008 styrian business top of styria das qualitätsmanagement- und qualitätssicherungssystem gxp sowie iso 13485 sind wesentliche voraussetzungen, um im life-science-sektor international und v.a. in den usa anbieten zu können. seit dem start 2006 haben mehr als 400 teilnehmerinnen das österreichweit vernetzte qm &amp; gxp-schulungsprogramm des steirischen human-technologie-clusters besucht. mit dem begriff gxp sind folgende systeme zusammen gefasst: gmp (good manufacturing practice), gep (good engineering practice), glp (good laboratory practice) und gcp (good clinical practice). durch den modularen aufbau können mitarbeiterinnen von unternehmen aus dem humantechnologie-sektor 2008 und auch 2009 jederzeit in das programm einsteigen. was bringen qm &amp; gxp-schulungen? 08 gmp 002 anlagenqualifizierung ort: landgasthaus alpenblick rohrbach 8 4202 kirchschlag bei linz 6. - 7. november 2008 herbsttermine 2008 08 gmp 005 entwicklung gemäss iso 13485 und cgmp ort: landgasthaus alpenblick rohrbach 8 4202 kirchschlag bei linz 6. - 7. november 2008 human.technology styria gmbh reininghausstraße 13 8020 graz tel: 43 (0)316 587016 -14 e-mail: schulung@human.technology.at web: http://human.technology.at stimmen aus der praxis „unsere mitarbeiter konnten sich aufgrund der modulartig auf-gebauten kursstruktur die jeweils für sie passenden kurse aus-suchen und sich so exakt jenes wissen aneignen, das sie für ihren aufgabenbereich benötigen.“ di reinhard hafellner 4a engineering gmbh, gf „mir hat besonders gefallen, dass wir an das thema mit einem sehr praxisbezogenen ansatz herangeführt wurden. so war es mir möglich, in kurzer zeit ein gxp-system in unserem unter-nehmen zu implementieren.“ di georg müller treibacher industrie ag informationen und anmeldung te im jahr 1972 als gewerbebetrieb für elektronik und sanitär-, heizungs- und lüftungstechnik. schon bald exportierte das zukunftsorientierte unternehmen sehr erfolgreich technische gebäudeaus-stattungen in den irak, nach ägypten, saudi-arabien und jordanien. mitte der achzigerjahre kamen der bereich der automatisierungstechnik sowie die prüf-standtechnik hinzu. drei unternehmensschwerpunkte – ein ziel: die richtige lösung. die geschäftsfelder automotive engi-180 mitarbeiter sind in den drei ge-schäftsbereichen automotive engi-neering, industrial automation und technische gebäudeausstattung tätig. neben dem hauptsitz in graz verfügt kristl, seibt &amp; co auch über standorte in deutschland und indien. wichtigster erfolgsfaktor ist der ganzheitliche an-satz. begonnen hat die erfolgsgeschich-baiernstrasse 122a, 8052 graz, herr ing. wolfgang gigler, t 43 316/5995-0, wolfgang.gigler@ksengineers.at, www.ksengineers.at neering, industrial automation sowie die technische gebäudeausstattung sind mit erstklassig ausgebildeten spezialisten besetzt. kontinuierliche forschung, der wille etwas bewegen zu wollen, aber auch das hohe maß an kundenorientie-rung, das zu wirklich maßgeschneiderten lösungen führt, machen kristl, seibt und co gmbh zu einem wertvollen partner. die arbeit der grazer ingenieure ist heu-te weltweit gefragt: so verlassen sich mittlerweile kunden aus dem gesamten eu-raum, aus indien, malaysia, indone-sien und den usa auf das know-how des unternehmens. ganzheitlicher ansatz als erfolgsgarant. das erfolgsrezept liegt im konsequenten ganzheitlichen ansatz: die kristl, seibt &amp; co gmbh hat sich in zusammenarbeit mit der tu graz auf die gesamtheit von software, elektrik, mechanik und tech-nischer gebäudeausstattung spezialisiert und somit offensichtlich ein attraktives angebot am markt positioniert. pure innovationskraft seit der gründung vor rund 35 jahren hat sich die grazer firma kristl, seibt &amp; co gmbh zu einem international tätigen unternehmen entwickelt. tos_2008_kern.indd  65 13.10.2008  15:49:25 uhr</Page><Page Number="66">top of styria 2008 gross und klein vita est „styria sambucus zeremonie“ * (im vitalstudio)  1 holunder-trester-körperpackung im wasser-bett mit anschließender ganzkörperpflege oder vita est „styria sambucus“  1 holundersamenöl-ganzkörpermassage und 1 fl. (125 ml) styria sambucus massageöl % 45,00 vita est „tradition“ * (im kaori-garten)  1 steirische ganzkörperbehandlung - mit traubenkernöl (30 min.)  1 tafel zotter schokolade und 1 fl. steirischer wein als geschenk bonuspreis % 34,90       statt % 43,90 * zusatzbuchungen gültig bis 22.12.08 im rahmen eines gebuchten paketes möglich. lebensfreude   aus tradition. 2 ün ab % 172,- 5 ün ab % 410,- 7 ün ab % 574,- unser buchungstipp! das brauchtum des südens ... buchungen &amp; informationen: tel.: 43 (0)3476/41 500 i fax: 43 (0)3476/41 500 - 807 i e-mail: office@vital-hotel.at i www.vital-hotel.at vita est „aromatherapie“ * (im kaori-garten) alle aromaöle werden mit einem beruhigenden mandelöl sanft über die haut einmassiert. unser buchungsvorschlag: orangenblütenanwendung:  harmonisierende kosmetische massage mit neroliöl &amp; orange süß  aromatherapieöl zum mit-nach-hause-nehmen % 28,00      vita est herbst/winter-edition ün inkl. frühstücksbuffet, hp, therme &amp; sauna, kaffee &amp; kuchen am nachmittag, 1 /4 l steirisches kürbiskernöl als geschenk, u.v.m. preise pro pers. im dz. angebot gültig bis 3.5.09 übersicht unserer attrakt iven zubuchungsmögl ichkei ten: die symbiose aus groß und klein w ie wichtig ist die vor-ort-ver-wobenheit von großunterneh-men mit klein- und mittelunter-nehmen (kmu)? diese fragestellung steht im mittelpunkt der studie „die wirtschaftliche verflechtung von groß-en, mittleren und kleinen unternehmen in der steiermark“ des industriewis-sen-schaftlichen institutes (iwi). in den beiden modellregionen fürstenfeld und deutschlandsberg wird sowohl die per-spektive zweier ausgewählter steirischer großunternehmen, der acc austria gmbh und der epcos ohg, erörtert wie auch jene der regionalen kmu. acc austria und epcos – zwei key-player in unternehmensnetzwerken diese beiden steirischen großunterneh-men erzielen – über die gesamte öster-reichische volkswirtschaft betrachtet – einen produktionswert in der höhe von 1.077 mio. euro, also 0,23 % des produkt ionswer-tes österreichs. rund 60 % die-ser produktion, 637 mio. euro, entstehen im leis-tungsverbund der steirischen unter-nehmen. im ver-gleich dazu beläuft sich das ausmaß der gesamtwirt-schaftlichen wertschöpfung auf 467 mio. euro bzw. 0,20 % von österreichs bruttowertschöpfung. 242 mio. euro an wertschöpfung werden davon in der steiermark und im zuge des vorleis-tungsverbundes sowie an induzierten effekten (konsum- und investitionsef-fekten) generiert. an der leistungskraft der beiden unter-nehmen hängen insgesamt bis zu 6.550 arbeitsplätze in der gesamten österrei-chischen volkswirtschaft (bis zu 0,15 % der beschäftigungsverhältnisse ös-terreichs) bzw. bis zu 5.800 vollzeit-äquivalente (bis zu 0,16 % der vollzeit-äquivalente österreichs). während rund vier von zehn arbeitsplät-zen in den beiden analysierten unterneh-men direkt anfallen, sind sechs von zehn herwig w. schneider „groß klein erfolg“, so lautet die formel in der steiermark. denn die steiermark benötigt – wie alle anderen bundesländer österreichs – große und kleine unternehmen zur sicherung der wirtschaftlichen leistungskraft. gleich dazu beläuft für den erfolg in wirtschaft und technik akademische berufsausbildung mit wissenschaftlicher basis. zeitökonomisch optimierte studienorganisation für vollzeitstudierende, berufstätige studie-rende sowie maturantinnen, die im verlauf des studiums facheinschlägig be-rufstätig werden wollen. hohe praxisorientierung durch projekte und lektorin-nen und lektoren aus der wirtschaft. gezielte weiterentwicklung der persönli-chen softskills. bachelor- und masterstudien an österreichs erster fachhoch-schule der wirtschaft. das studienangebot der fachhochschule der wirtschaft in graz: • automatisierungstechnik • informationstechnologien &amp; it-marketing • innovationsmanagement • international marketing &amp; sales management • rechnungswesen &amp; controlling termine der nächsten studieninformationmit persönlicher studienberatung: www.campus02.at (0316) 6002-0 tos_2008_kern.indd  66 13.10.2008  15:49:30 uhr</Page><Page Number="67">top of styria 2008 vita est „styria sambucus zeremonie“ * (im vitalstudio)  1 holunder-trester-körperpackung im wasser-bett mit anschließender ganzkörperpflege oder vita est „styria sambucus“  1 holundersamenöl-ganzkörpermassage und 1 fl. (125 ml) styria sambucus massageöl % 45,00 vita est „tradition“ * (im kaori-garten)  1 steirische ganzkörperbehandlung - mit traubenkernöl (30 min.)  1 tafel zotter schokolade und 1 fl. steirischer wein als geschenk bonuspreis % 34,90       statt % 43,90 * zusatzbuchungen gültig bis 22.12.08 im rahmen eines gebuchten paketes möglich. lebensfreude   aus tradition. 2 ün ab % 172,- 5 ün ab % 410,- 7 ün ab % 574,- unser buchungstipp! lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude lebensfreude   aus   aus   aus   aus tradition. radition. radition. radition. radition. radition. radition. radition. radition. radition. radition. radition. das brauchtum des südens ... buchungen &amp; informationen: tel.: 43 (0)3476/41 500 i fax: 43 (0)3476/41 500 - 807 i e-mail: office@vital-hotel.at i www.vital-hotel.at vita est „aromatherapie“ * (im kaori-garten) alle aromaöle werden mit einem beruhigenden mandelöl sanft über die haut einmassiert. unser buchungsvorschlag: orangenblütenanwendung:  harmonisierende kosmetische massage mit neroliöl &amp; orange süß  aromatherapieöl zum mit-nach-hause-nehmen % 28,00      vita est herbst/winter-edition ün inkl. frühstücksbuffet, hp, therme &amp; sauna, kaffee &amp; kuchen am nachmittag, 1 /4 l steirisches kürbiskernöl als geschenk, u.v.m. preise pro pers. im dz. angebot gültig bis 3.5.09 übersicht unserer attrakt iven zubuchungsmögl ichkei ten: tos_2008_kern.indd  67 13.10.2008  15:49:38 uhr</Page><Page Number="68">68 top of styria 2008 gross und klein acc austria gmbh &amp; epcos ohg (aggregatsanalyse) produktion in mio. eur wertschöpfung  in mio. eur beschäftigungs-verhältnisse vollzeit-äquivalente direkte, indirekte &amp; induzierte effekte 1.077 467 5.900 bis 6.550 5.250 bis 5.800 anteil an österreich 0,23% 0,20% 0,14% bis 0,15% 0,15% bis 0,16% direkte, indirekte &amp; induzierte effekte 637 242 2.894 bis 2.981 2.745 bis 2.820 anteil an der steiermark (-) 0,91% 0,55% bis 0,56% (-) anteil an österreich (-) 0,11% 0,08% (-) direkte, indirekte &amp; induzierte effekte 583 216 2.477 bis 2.490 2.407 bis 2.418 anteil an den regionen (im aggregat) (-) 2,79% 1,46% bis 1,47% (-) anteil an der steiermark (-) 0,81% 0,47% (-) anteil an österreich (-) 0,10% 0,07% (-) oststeiermark &amp; west- und südsteiermark (im aggregat) steiermark österreich volks-/regionalwirtschaftliche gesamteffekte der steirischen großunternehmen acc austria gmbh und epcos ohg / quelle: iwi (2008) arbeitsplätzen durch den vorleistungsver­ bund und die induzierte nach- frage in der gesamten volkswirtschaft österreichs bedingt. rund jeder zwei-hundertste arbeitsplatz in der steiermark ist auf die ausgewählten player zurück-führbar, einschließlich indirekter und in-duzierter effekte. grosso modo bewirken die beiden groß­ unternehmen über die gesamte volks-wirtschaft hinweg folgende impulse: jeder euro an produktion bzw. wert-schöpfung in den beiden ausgewähl-ten industrieunternehmen schafft ins-gesamt 1,88 euro an produktion bzw. 2,21 euro an wertschöpfung in der österreichischen volkswirtschaft. jeder in den beiden ausgewählten großunternehmen der steiermark ge­ zahlte euro an entgelten generiert in österreich insgesamt bis zu 1,89 euro an arbeitnehmerentgelten bzw. bruttolöhnen und -gehältern. jeder neue beschäftigte in einem der beiden analysierten steirischen indus­ triellen großunternehmen schafft • • • bis zu 1,73 arbeitsplätze bzw. bis zu 1,46 vollzeitäquivalente in der übrigen volkswirtschaft. durchschnittlich jedes vierte kmu in fürstenfeld und deutschlandsberg ar-beitet eng mit großunternehmen zu­ sammen und liefert waren und dienstleis-tungen an diese. die verflechtungsdichte jener kmu, die großunternehmen zu ihren kunden zählen, ist dabei hoch und liegt bei durchschnittlich sieben großunternehmen pro kmu. die perspektive der kmu ein großteil der kmu, die mit großunter­ nehmen als kunden arbeiten, ist an die­ se wirtschaftlich eng gebunden. jedes vierte dieser kmu erwirtschaftet über 50 prozent des umsatzes mit diesem kundensegment. trotz der vorausset-zungen, die ein großteil der kmu zur erreichung des lieferantenstatus im vor-feld schaffen muss (neue betriebsmittel, mitarbeiterqualifikation, zertifizierungs-prozesse etc.), ist die konstellation für kooperierende kmu attraktiv genug: die zusammenarbeit mit großunternehmen erhöht die umsätze und gewinne, si-chert vielfach den fortbestand des unter­ nehmens und macht konkurrenzfähiger. auch im innovationsbereich bestehen verflechtungen zwischen großunterneh­ men und kmu in den untersuchten ziel-regionen. 12 prozent der kmu mit groß-unternehmen als kunden arbeiten mit diesen auch im bereich f&amp;e zusammen. die beziehungen der kmu zu großun-ternehmen basieren teils wiederum auf „die zusammenarbeit von kmu mit großunternehmen er­ höht die umsätze und gewinne, sichert vielfach den fort­ bestand des unternehmens und macht konkurrenzfähiger.“ » tos_2008_kern.indd  68 13.10.2008  15:49:40 uhr</Page><Page Number="69"></Page><Page Number="70">0 top of styria 2008 gross und klein » weiteren verflechtungen: ein drittel der kmu bedient die großunternehmen in partnerschaft mit anderen unternehmen, 11 prozent unternehmen dies mit mehr als einem partner, wobei die wirtschaft-lichen abhängigkeiten vom partner im rahmen der leistungserbringung von einem großteil dieser unternehmen als sehr hoch bewertet wird. dagegen halten sich kmu, die in fürstenfeld und deutschlandsberg nicht mit großun-ternehmen koo-perieren, zu-meist und fälschlicherweise – für zu klein, um für ein großunternehmen zu arbeiten (65 prozent nennen diesen grund) oder meinen, keine relevanten produkte oder dienstleistungen anzu-bieten, die für großunternehmen von interesse wären (48 prozent). mehr als 40 prozent der kmu, die keine direkten wirtschaftsbe-ziehungen zu großun-ternehmen haben, zeigen allerdings interesse daran, großunter-dr. herwig w. schneider ist ge-schäftsführer des industriewissen-schaftlichen institutes (iwi) und autor der studie „die wirtschaft-liche verflechtung von großen, mittleren und kleinen unternehmen in der steiermark – eine analyse zweier steirischer regionen: fürsten-feld und deutschlandsberg“. dagegen halten sich kmu, die in fürstenfeld und deutschlandsberg nicht mit großun-ternehmen koo-perieren, zu-ziehungen zu großun-ternehmen haben, zeigen allerdings interesse daran, großunter-1902 gegründet ist air liquide heute weltweit führend bei technischen und medizinischen gasen sowie damit verbundenen dienstleistungen. in österreich versorgt air liquide mehr als 40.000 kunden in allen branchen. wir bieten kundenspezifische lösungen unter anderem in den bereichen papier &amp; zellstoff, metallbearbeitende industrie, chemie, erdöl-wesen, medizin, elektronik sowie forschung und entwicklung. air liquide austria gmbh, 2320 schwechat, sendnergasse 30, telefon 01/701 09-0, www.airliquide.at air liquide: ihr führender gasepartner mit mehr als 100jähriger erfahrung , nehmen als kunden zu gewinnen. und jedes zehnte unternehmen, welches an einer zusammenarbeit mit einem groß-unternehmen interessiert wäre, gibt an, bisher noch keinen passenden partner ge-funden zu haben. in der österreichischen volkswirtschaft wäre die produktionsleistung größerer unternehmenseinheiten nicht möglich, gäbe es nicht ausgeprägte geschäftsbe-ziehungen mit kleineren und mittelgroß-en, teilweise hoch spezialisierten akteu-ren. vice versa funktioniert es ebenso: jene kmu, die bis dato nicht mit groß-unternehmen zusammenarbeiten, gilt es dafür zu motivieren. die wirtschaftliche verflechtung von großunternehmen und kmu ist letztendlich entscheidend, um den standort zu sichern. tos_2008_kern.indd  70 13.10.2008  15:49:43 uhr</Page><Page Number="71">71 top of styria 2008 gross und klein „kleine“ brauchen „große“ – und umgekehrt b isweilen wird die beziehung zwi-schen kleinen betrieben und gro- ßen unternehmen als wettkampf dargestellt. die realität ist eine völlig an-dere. oft genug leben sie in einer symbio­ tischen beziehung wie die seeanemone und ein korallenfisch. großunternehmen generieren in ihrem unternehmerischen umfeld umsatz und arbeitsplätze. so mancher tourismusbetrieb müsste ohne internationalen geschäftstourismus sehr kleine brötchen backen. großunterneh-men schaffen auch qualität in kleineren unternehmen. nicht immer ist es für diese angenehm, qualitätsnormen und technische anforderungen erfüllen zu müssen. letztlich macht aber diese her-ausforderung kmu wettbewerbsfähiger. großunternehmen öffnen ihnen auch in-ternationale märkte, auf denen sie allein nie landen könnten. symbiose ist aber keine einbahnstraße. denn umgekehrt brauchen auch die „großen“ die „klei-nen“. die verfügbarkeit qualitätsvoller, industrienaher dienstleistungen im nä-heren umfeld ist für den standort eines industriebetriebes oft schlicht eine über-lebensfrage. wenn es großunternehmen gut geht, profitieren die „kleinen“– wenn die kmu gut sind, nutzt das umgekehrt den „großen“. diese symbiose zu för-dern, muss daher auch die grundlage der standortpolitik sein. benedikt bittmann ist vizepräsident der wk steiermark. benedikt bittmann der erfolg von großunternehmen ist gut für kmu. gute kmu helfen ihren großen partnern, erfolgreich zu sein. tos_2008_kern.indd  71 13.10.2008  15:49:45 uhr</Page><Page Number="72">2 top of styria 2008 gross und klein der spezialist für die großen w enn die kleinen mit den großen – dann kann das sehr erfolgreich sein: ein gutes beispiel für die zusammenarbeit zwischen einem klein-unternehmen und global playern sind wir: der industrieanlagenbauer prohan in groß st. florian in der weststeiermark. ein drittel des umsatzes machen wir al-lein mit dem keramik-hersteller epcos in deutschlandsberg. an die 30 mitarbeiter vom lehrling über zerspanungstechniker bis hin zu entwicklungsingenieuren sind zum einen mit dem bau von sonder-maschinen, zum anderen mit lohnfertigung beschäftigt. während aber die pro-duktion alltagsgeschäft ist, werden die maschi-nen exakt nach kunden-wünschen hergestellt. wir planen, konstruieren und fertigen sondermaschi-nen, vorrichtungen und anlagen nach wunsch und vorga-be unserer kunden. der spezifische vorteil für ein kleineres un-ternehmen liegt auf der hand: epcos ist als kunde in geografischer nähe, ein drittel des gesamtumsatzes ist auf diese weise längerfristig abgesi-chert, die kooperation geprägt durch ver-lässlichkeit und berechenbarkeit. was die kooperation zudem beflügelt und erleichtert, ist der umstand, dass die prohan industrieanlagenbau gmbh peter resch die firma prohan in groß st. florian baut industrieanlagen für renommierte kunden wie epcos in deutschlandsberg und unternehmen aus der automobil­, elektro­ und lebensmittelindustrie. gleichsam aus epcos heraus entstan-den ist: 1993 hatte sich karl gütl vom keramikhersteller zur selbstständigkeit aufgemacht und prohan gegründet. seit dem start des unternehmens besteht die zusammenarbeit zwischen der neuen firma und dem ehemaligen arbeitgeber. fünf jahre später bin ich dem weg des firmengründers gefolgt. dabei ist auch mein berufsweg eng mit dem deutsch-landsberger standort des internationalen konzerns verbunden: ich habe bei epcos die ausbildung zum betriebsschlosser absolviert und war zuletzt für die mecha-nik-werkstätte verantwortlich. nicht zu unterschätzen ist die stimu-lierende wirkung, die davon aus-geht, wenn ein kleinunternehmen mit einem und für einen großen arbeitet: durch die auseinan-dersetzung mit neuen tech-nologien und die be-mühungen, innovative lösungen anbieten zu können, entstehen auch brancheninterne wettbewerbsvorteile. war epcos auch der erste große kun-de für prohan, ist der hersteller für keramische bauelemente längst nicht der einzige: sowohl in der elektronik-, automobil- und lebensmittelindustrie aber auch in der papierindustrie sind die speziallösungen aus groß st. flori-an sehr gefragt: seit fünf jahren ist ein prominenter mikrochip-hersteller ein sehr wichtiger kunde. die geschäftsbe-ziehung zeichnet sich durch kontinuier-lich wachsende umsätze aus. angedockt haben wir als „kleiner“ spe-zialist für die großen auch in der auto-mobilbranche, lebensmittel- und verpa-ckungsindustrie. ein besonderer vorteil dieser koopera-tionen besteht darin, dass wir komplett-lösungen, von der kreativen verpackungsentwicklung über die druckvorstufe bis hin zur fertigen verpackung, anbieten können. peter resch ist geschäftsführer der prohan industrieanlagenbau gmbh in groß st. florian. maschinen, zum anderen mit lohnfertigung beschäftigt. während aber die pro-duktion alltagsgeschäft ist, werden die maschi-nen exakt nach kunden-wünschen hergestellt. wir planen, konstruieren und fertigen sondermaschi-ternehmen liegt auf der hand: epcos ist als kunde in geografischer nähe, ein drittel des gesamtumsatzes ist auf diese weise längerfristig abgesi-chert, die kooperation geprägt durch ver-lässlichkeit und berechenbarkeit. was die kooperation zudem beflügelt und erleichtert, ist der umstand, dass die prohan industrieanlagenbau gmbh absolviert und war zuletzt für die mecha-nik-werkstätte verantwortlich. nicht zu unterschätzen ist die stimu-lierende wirkung, die davon aus-geht, wenn ein kleinunternehmen mit einem und für einen großen arbeitet: durch die auseinan-dersetzung mit neuen tech-nologien und die be-sehr wichtiger kunde. die geschäftsbe-ziehung zeichnet sich durch kontinuier-lich wachsende umsätze aus. angedockt haben wir als „kleiner“ spe-zialist für die großen auch in der auto-mobilbranche, lebensmittel- und verpa-ckungsindustrie. ein besonderer vorteil dieser koopera-tionen besteht darin, dass wir komplett-lösungen, von der kreativen verpackungsentwicklung über die druckvorstufe bis hin zur fertigen verpackung, anbieten können. peter resch ist geschäftsführer der prohan industrieanlagenbau gmbh in groß st. florian. tos_2008_kern.indd  72 13.10.2008  15:49:48 uhr</Page><Page Number="73">73 top of styria 2008 8011 graz, hamerlinggasse 3  tel. 0316/8050 - 1343  grünraumgestaltung  winterdienste  forstdienste    bioenergie  agrardienste  personalleasing zuverlässig - kompetent - flexibel   17 x in der steiermark tos_2008_kern.indd  73 13.10.2008  15:49:52 uhr</Page><Page Number="74">top of styria 2008 styrian business herr schrempf, was genau macht die creative industries styria? schrempf: wir sind eine netzwerkge-sellschaft zur förderung der kreativwirt-schaft in der steiermark. als plattform ist es unser ziel, das heimische kreativpo-tenzial weiter zu entwickeln und mit der wirtschaft zusammenzuführen, um da-raus einen mehrwert zu generieren, der unternehmen zugute kommt, die wert-schöpfung steigert und die attraktivität des standorts hebt. denn ohne kreativi-tät keine innovation – dafür gilt es ein bewusstsein zu schaffen. wer sind eigentlich „die kreativen“ und wo arbeiten sie? schrempf: die kreativwirtschaft ist ein überaus heterogenes feld. dazu zählen nicht nur sämtliche sparten aus wer-bung und design, auch die kulturwirt-schaft, medien- und filmwirtschaft, musik, mode und architektur gehören dazu. kurz gesagt: alle jene bereiche, in denen durch schöpferische arbeit außer-gewöhnliche und unkonventionelle lö-sungen entstehen. und um der nächsten frage gleich zuvorzukommen: ja, es gibt einen markt dafür! kreativer hot spot seit 2007 sorgt die creative industries styria für eine belebung der steirischen kreativszene. und auch die aktivitäten der creative industries styria verspre­ chen einige impulse für graz und die steiermark. ein gespräch mit geschäfts­ führer eberhard schrempf, der bereits das kulturhauptstadtjahr 2003 mit gro­ ßem erfolg managte. können sie uns eckdaten nennen? schrempf: 2006 wurde eine umfang-reiche studie zur kreativwirtschaft im großraum graz durchgeführt. daraus geht hervor, dass also in den bezirken graz und graz-umgebung 24.810 be-schäftigte in der kreativwirtschaft tätig sind, was einem anteil von 12,5 prozent der gesamtbeschäftigten entspricht. die branchen der kreativwirtschaft erwirt-schafteten 2006 im großraum graz 1,5 milliarden euro an bruttowertschöpfung, das entspricht einem anteil von 14 pro-zent an der gesamten wertschöpfung. zum vergleich: in berlin liegt dieser an-teil bei 11 prozent. steiermarkweit zäh-len rund 40.000 arbeitsplätze zum be-reich kreativwirtschaft, und die tendenz ist weiter steigend … wir reden hier also nicht von irgendwelchen weltfremden spinnern, sondern von jungen, gut aus-gebildeten menschen, die sich mit guten ideen im wirtschaftsleben bewähren. graz wird sich im herbst bei der unesco als „city of design“ be­ werben. was bringt dieser titel? schrempf: mit dieser entscheidung ist nicht nur ein titel verbunden, der in der kommunikation und in der zukünftigen positionierung der stadt – stichwort wettbewerb der regionen und wissens- und wirtschaftsstandort graz – wert-vollen mehrwert erzeugen wird. damit ist vor allem auch eine haltung ver-knüpft, die alle städtischen aktivitäten in den kontext von design stellt. design wird dadurch in der städtischen agenda von graz als topic ganz oben stehen. der designbegriff versteht sich dabei nicht als „behübschung“ von oberfächen oder als übergestülpte verpackung, son-dern als aktiver prozess zur gestaltung und entwicklung aller lebensbereiche im dienst der hier lebenden menschen. welche kriterien spielen dabei für die unesco eine rolle? schrempf: eine unesco-„city of de-sign“ muss über eine lebendige design-branche und eine kulturlandschaft mit starken impulsen von design und moderner architektur verfügen. cha-rakteristisches stadt-design, moderne design-ausbildungsstätten und natürlich kreative und gestalter, die lokal und in-ternational tätig sind, zählen ebenfalls zu den kriterien. graz hat dabei unglaub-lich gute karten: wir haben mit der fh joanneum und den designbezogenen studiengängen wie etwa industrial de-sign eine ausbildung auf internationa-lem niveau, die grazer architektur ist seit jahrzehnten höchst erfolgreich und auch in puncto kunst und kultur kann sich graz sehen lassen. aber graz ist keine designstadt wie paris oder mailand … schrempf: … nein, graz ist aber auch keine weltstadt wie wien oder london. genau darin liegt ja die chance, nämlich graz als attraktive stadt mittlerer größe zu positionieren. die großen metropo-len können alles sein … sie sind ja per se anziehungspunkte. für graz ergibt sich aber die möglichkeit, ein neuer und frischer „hot spot“ für kreative aus aller welt zu werden. „graz“, „kreativität“ und „design“ müssen sich refexartig in den köpfen der menschen zu einer ein-heit verbinden! danke für das gespräch. creative industries styria gmbh, marienplatz 1, a­8020 graz, tel. 0316/890 598, fax dw ­15, offce@cis.at, www.cis.at die auf initiative von wirtschafts-landesrat dr. christian buchmann 2007 ins leben gerufene netzwerk-organisation creative industries styria will bewusstsein für den kreativen sektor auf regionaler und internationaler ebene schaffen. als aktive mitgestalterin des strukturwandels hin zu einer wissens-gesellschaft initiiert und koordiniert sie initiativen und schlüsselprojekte der cre-ative industries und ist ansprechpartnerin für unternehmen der creative economy. eigentümer sind die steirische wirtschafts-förderung sfg und die industriellenver-einigung steiermark. eine beteiligung der wirtschaftskammer steiermark sowie der stadt graz ist geplant. tos_2008_kern.indd  74 13.10.2008  15:49:54 uhr</Page><Page Number="75">2008 75 styrian business top of styria zu beginn verdiente man sein brot mit schmiedearbeiten und landmaschinengeräten, die entwickelt und gefertigt wurden. der betrieb gedieh, die umsätze wuchsen und mittlerweile sind über 100 mitarbeiter mit dem konstruieren und fertigen von baumaschinenausrüstungen sehr gut ausgelastet. wachstum in allen bereichen wieder einmal zubau durch wachstum bei der firma winkelbauer in anger bei weiz. der familienbetrieb kann auf eine mittlerweile über 60-jährige erfolgsgeschichte als metallbearbeiter zurückblicken. 8184 anger / hart-puch, viertelfeistritz 64 tel. 03175/7110-0, fax dw -285 service-hotline: 03175/7110-250 offce@winkelbauer.com, www.winkelbauer.com seit ende der 50er jahre wird aufgrund des beständigen wachs-tums nahezu alle paar jahre um eine halle oder ein büroge-bäude am standort viertelfeistritz erweitert. so entschied sich geschäftsführer ing. michael winkelbauer auch bei der bisher größten investitions- und bauetappe für den standortverbleib: im zeitraum februar bis ende oktober 2008 werden 3.500 m produktionsfäche und neue fertigungsanlagen im gesamtwert von 3,5 millionen euro errichtet bzw. angeschaffen. dadurch entstehen auch wieder neue arbeitsplätze bei dem steirischen leitbetrieb. viele der hochqualifzierten fachkräfte kommen aus der eigenen lehrlingsschmiede, da aus- und wei-terbildung stets ein wichtiges thema für das unternehmen war. mit start des neuen lehrjahres 2008/09 sind 28 lehrlinge – da-runter erstmals vier mädchen – in fünf berufen in ausbildung. auch die lehrlinge leisten bereits ihren beitrag, entsprechend ihrer fähigkeiten und ihrem ausbildungsstand, zu den unzäh-ligen baumaschinenausrüstungen, die über vertriebspartner weltweit zum einsatz kommen. wenn aus stahl butter wird nun wissen wir alle, dass wasser auf vielerlei arten verwendet werden kann, die hostra gesmbh setzt den wasserspielereien allerdings die krone auf. zentrale werschweg 5 a-8054 graz-seiersberg tel. 0316/291545-0 fax 0316/291545-34 offce@hostra.at optimierung, präzision und perfektion sind mit der hostra gesmbh quasi gleichzusetzen und mit dem neuen wasserstrahl-schneideverfahren in high-tech-qualität ist dem unternehmen eine zukunftsweisende sensation gelungen! die hostra-wasserstrahl-schneideanlage, die spitzenquali-tät und präzision auf topaktuellem technologie-niveau bietet, eröffnet neue dimensionen. über den erfolg die hostra gmbh über ihr erfolgsrezept: „als erfolgreich be-zeichnen wir uns dann, wenn wir unseren kunden überzeu-gende lösungen anbieten können. dieser herausforderung stellen wir uns seit rund 70 jahren an zwei standorten (graz-seiersberg und wiener neustadt) und mit 70 mitarbeitern.“ für den schneidevorgang wird übrigens das element wasser in form eines präzis fokussierten und per cnc-steuerung ge-lenkten hochdruck-schneidestrahls eingesetzt. dieser schnei-det im kundenauftrag aluminium, stahl, niro, messing, kup-fer, titan oder stein, granit und marmor ebenso leicht und perfekt wie keramik, leder oder panzerglas! ideen verwirklichen die vorteile der wasserstrahl-schneidetechnologie können kunden beispielsweise nutzen, um kleinserien von spezialisier-ten formstücken (anlagen- und maschinenteile etc.) rationell fertigen zu lassen. das team von hostra freut sich, bei be-ratungsgesprächen über interessante anwendungsgebiete für dieses neue wasserstrahl-schneidesystem zu sprechen. gummi und kunststoffe gmbh filiale molkereistraße 7 a-2700 wiener neustadt tel. 02622/29783-0 fax 02622/29783-6 flwn@hostra.at www.hostra.at tos_2008_kern.indd  75 13.10.2008  15:56:54 uhr</Page><Page Number="76">top of styria 2008 styrian business die energie- und umwelttechnik-unter-nehmen der steiermark haben 1000 neue jobs geschaffen und legten beim umsatz gleich um 39 prozent zu. mit 140 un-ternehmen im netzwerk eco world styria fndet sich hier einer der führen-den standorte europas. und das neue ecozukunftsradar mit den top 40 trends und geschäftschancen soll die unterneh-men beim ausbau ihrer leadership in umwelttechnik wei-ter unterstützen. bereits 1998, lange bevor das netzwerk-modell anderswo angedacht wurde, begannen die stei-rischen akteure mit dem aufbau der plattform, die unternehmen auf dem sek-tor der umwelttechnik verbindet. 2006 wurde daraus die marke eco world styria, die sich mittlerweile als eines der drei größten europäischen cluster-netz-werke dieser art etablieren konnte. eco world styria zielt auf den wei-teren ausbau und die absicherung der technologie- und marktführerschaft der unternehmen. 140 zahlende mitglieder gehören inzwischen dazu – tendenz steigend, zuletzt wuchs das netzwerk um 43 prozent. in den vier stärkefeldern biomasse, solarenergie, stoffstrom und abwasser unterstützt eco world sty-ria entlang der vier leitlinien bei inno-vationen, know-how im management, internationalem marketing und zugang zu neuen märkten. zwölf leistungsange-bote stehen denmitgliedern zur auswahl, von exklusiven business clubs bis hin zur konkreten strategieunterstützung. im eco-netzwerk zur leadership wachstumsmotor umwelttechnik im vorjahr erwirtschafteten die steirischen unternehmen mit grünen produkten 2,2 mrd. euro, was einemumsatzplus von real 39,6 prozent entspricht. die folge: 1024 neue arbeitsplätze (plus 9,9 prozent). die forcierung von innovationen, kompetenz-zentren und netzwerken ist mit ein grund dafür, dass das wirtschaftsbarometer in der branche umwelttechnik in der stei-ermark weiter auf „hoch“ steht, was sich auch in der überdurchschnittlich hohen forschungs- und entwicklungsquote von 3,9 prozent (österreichweit 2,5 prozent) positiv bemerkbar macht. die nachfrage nach hochqualifziertem arbeitskräftepo-tenzial nimmt zu. hier setzt auch die von eco world styria in kooperation mit dem lebensministerium durchgeführte qualifzierungsoffensive auf basis einer befragung der wesentlichen akteure an. wesentlich ist demnach eine stärkere be-wusstseinsbildung für betriebliche weiter-bildung sowie ein übersichtlicheres an-gebot, welches mit der neuen plattform www.kursfnder.at bereits realisiert wurde. und laut den unternehmen ist strate-gie jene kompetenz der zukunft, welche am meisten gestärkt werden muss. eco world styria unterstützt neben geför-derten strategieberatungen hierbei auch mit dem innovativen „zukunftsradar“. zukunft der umwelttechnik 20 europäische experten haben detailliert ihr fundiertes fachwissen und ihre beruf-liche erfahrung in diesen bisher einzig-artigen „wegweiser“ für unternehmen einfießen lassen. das ergebnis sind nicht weniger als 40 aktuelle umwelttrends in-klusive marktchancen, die den betrieben bei der strategie- und zukunftsplanung wesentlich unter die arme greifen sollen. näher beleuchtet wurden ökologische, t e c h n o l o g i s c h e , w i r t s c h a f t l i c h e , politisch-rechtliche und soziokulturelle zukunf t sfaktoren, um daraus die um-welttrends und die wirtschaftlich inte-ressantesten marktchancen abzuleiten. die top-trends stellen sich wie folgt dar: 1) höhere fossile energiepreise durch erdölverknappung. kunststoffrecy-cling und ersatzbrennstoffe aus abfäl-len werden zunehmen. 2) klar spürbarer, regional unterschied-licher klimawandel. auf die vermei-dung des klimawandels abzielende technologien werden an bedeutung gewinnen. 3) höhere wassereffzienz anstatt er-schließung neuen wassers. 2030 wird die hälfte der weltbevölkerung unter trinkwassermangel leiden. folge: der markt für wasseraufbereitungsanla-gen wird sich stark ausweiten. 4) kälte und elektrizität aus ab- sowie aus solarwärme werden wettbewerbs-fähig. der bedarf an kältetechnik wird ebenfalls emporklettern. 5) dezentralisierung der energieversor-gung samt dezentraler stromspeiche-rung. kleine energieversorgungsein-heiten mit wärme- und kältekopplung sind „die“ zukunft. steirische unternehmen sind internationale leader – eco world styria unterstützt die unternehmen als persönlicher business-partner mit zukunftsweisenden impulsen bei der erschließung neuer märkte und bei internationalem marketing. die publikation „zukunftsradar“ mit mehr informationen, trends und abgeleiteten, detaillierten marktchancen ist bei eco erhältlich, die online zusammenfassung auf www.eco.at. ing. bernhard puttinger geschäftsführer der eco world styria at&amp;s ist marktführer in europa und in-dien sowie einer der führenden leiter-plattenproduzenten weltweit. mit sechs produktionsstandorten in österreich (leoben, fehring, klagenfurt), indien, china und korea sowie 17 weltweiten vertriebsbüros verfügt das unternehmen über eine globale präsenz mit mehr als 6.300 mitarbeitern sowie rund 500 kun-den. darunter fünf der sechs größten mobiltelefonhersteller. aber auch im au-tomobilbereich, der industrieelektronik und medizintechnik hat sich at&amp;s her-vorragend positioniert. konsequenter expansionskurs: 1987 in leoben gegründet und 1994 privatisiert, übernahm at&amp;s bereits 1999 den größ-ten indischen leiterplattenproduzenten. danach folgten weitere werke in shang-hai und korea. auch in den kommenden jahren wird weiter in den kapazitätsaus-at&amp;s austria technologie &amp; systemtechnik ag fabriksgasse 13, a-8700 leoben tel. 03842/200-0, fax: 03842/200-216  info@ats.net, www.ats.net global player mit steirischen wurzeln bau in china investiert sowie ein zweites werk in indien errichtet. forschung &amp; entwicklung als treibende kraft: 2006 erhielt at&amp;s den forschungs-preis für nanowissenschaften und nano-technologie des landes steiermark. mit innovativen projekten wie hermes, das die industrialisierung der embedding technologie zur steigerung der perfor-mance und integration neuer funktionen in das leiterplatteninnere vorantreibt, oder der entwicklung eines innovativen solarmodulkonzeptes mit höherer ener-gieeffzienz bei gleichzeitig niedrigeren kosten stellt at&amp;s seine technologische vorreiterrolle immer wieder aufs neue unter beweis. teilweise ohne es zu wissen, verwenden wir täglich produkte mit leiterplatten der at&amp;s. at&amp;s austria technologie &amp; systemtechnik ag fabriksgasse 13, a-8700 leoben tel. 03842/200-0, fax: 03842/200-216  info@ats.net, www.ats.net 6ihlzgcazdwzc"cizgwzg\äyzg\gizhivcydgicyhizggzx] tos_2008_kern.indd  76 13.10.2008  15:50:06 uhr</Page><Page Number="77">2008 styrian business top of styria die energie- und umwelttechnik-unter-nehmen der steiermark haben 1000 neue jobs geschaffen und legten beim umsatz gleich um 39 prozent zu. mit 140 un-ternehmen im netzwerk eco world styria fndet sich hier einer der führen-den standorte europas. und das neue ecozukunftsradar mit den top 40 trends und geschäftschancen soll die unterneh-men beim ausbau ihrer leadership in umwelttechnik wei-ter unterstützen. bereits 1998, lange bevor das netzwerk-modell anderswo angedacht wurde, begannen die stei-rischen akteure mit dem aufbau der plattform, die unternehmen auf dem sek-tor der umwelttechnik verbindet. 2006 wurde daraus die marke eco world styria, die sich mittlerweile als eines der drei größten europäischen cluster-netz-werke dieser art etablieren konnte. eco world styria zielt auf den wei-teren ausbau und die absicherung der technologie- und marktführerschaft der unternehmen. 140 zahlende mitglieder gehören inzwischen dazu – tendenz steigend, zuletzt wuchs das netzwerk um 43 prozent. in den vier stärkefeldern biomasse, solarenergie, stoffstrom und abwasser unterstützt eco world sty-ria entlang der vier leitlinien bei inno-vationen, know-how im management, internationalem marketing und zugang zu neuen märkten. zwölf leistungsange-bote stehen denmitgliedern zur auswahl, von exklusiven business clubs bis hin zur konkreten strategieunterstützung. im eco-netzwerk zur leadership wachstumsmotor umwelttechnik im vorjahr erwirtschafteten die steirischen unternehmen mit grünen produkten 2,2 mrd. euro, was einemumsatzplus von real 39,6 prozent entspricht. die folge: 1024 neue arbeitsplätze (plus 9,9 prozent). die forcierung von innovationen, kompetenz-zentren und netzwerken ist mit ein grund dafür, dass das wirtschaftsbarometer in der branche umwelttechnik in der stei-ermark weiter auf „hoch“ steht, was sich auch in der überdurchschnittlich hohen forschungs- und entwicklungsquote von 3,9 prozent (österreichweit 2,5 prozent) positiv bemerkbar macht. die nachfrage nach hochqualifziertem arbeitskräftepo-tenzial nimmt zu. hier setzt auch die von eco world styria in kooperation mit dem lebensministerium durchgeführte qualifzierungsoffensive auf basis einer befragung der wesentlichen akteure an. wesentlich ist demnach eine stärkere be-wusstseinsbildung für betriebliche weiter-bildung sowie ein übersichtlicheres an-gebot, welches mit der neuen plattform www.kursfnder.at bereits realisiert wurde. und laut den unternehmen ist strate-gie jene kompetenz der zukunft, welche am meisten gestärkt werden muss. eco world styria unterstützt neben geför-derten strategieberatungen hierbei auch mit dem innovativen „zukunftsradar“. zukunft der umwelttechnik 20 europäische experten haben detailliert ihr fundiertes fachwissen und ihre beruf-liche erfahrung in diesen bisher einzig-artigen „wegweiser“ für unternehmen einfießen lassen. das ergebnis sind nicht weniger als 40 aktuelle umwelttrends in-klusive marktchancen, die den betrieben bei der strategie- und zukunftsplanung wesentlich unter die arme greifen sollen. näher beleuchtet wurden ökologische, t e c h n o l o g i s c h e , w i r t s c h a f t l i c h e , politisch-rechtliche und soziokulturelle zukunf t sfaktoren, um daraus die um-welttrends und die wirtschaftlich inte-ressantesten marktchancen abzuleiten. die top-trends stellen sich wie folgt dar: 1) höhere fossile energiepreise durch erdölverknappung. kunststoffrecy-cling und ersatzbrennstoffe aus abfäl-len werden zunehmen. 2) klar spürbarer, regional unterschied-licher klimawandel. auf die vermei-dung des klimawandels abzielende technologien werden an bedeutung gewinnen. 3) höhere wassereffzienz anstatt er-schließung neuen wassers. 2030 wird die hälfte der weltbevölkerung unter trinkwassermangel leiden. folge: der markt für wasseraufbereitungsanla-gen wird sich stark ausweiten. 4) kälte und elektrizität aus ab- sowie aus solarwärme werden wettbewerbs-fähig. der bedarf an kältetechnik wird ebenfalls emporklettern. 5) dezentralisierung der energieversor-gung samt dezentraler stromspeiche-rung. kleine energieversorgungsein-heiten mit wärme- und kältekopplung sind „die“ zukunft. steirische unternehmen sind internationale leader – eco world styria unterstützt die unternehmen als persönlicher business-partner mit zukunftsweisenden impulsen bei der erschließung neuer märkte und bei internationalem marketing. die publikation „zukunftsradar“ mit mehr informationen, trends und abgeleiteten, detaillierten marktchancen ist bei eco erhältlich, die online zusammenfassung auf www.eco.at. ing. bernhard puttinger geschäftsführer der eco world styria tos_2008_kern.indd  77 13.10.2008  15:50:08 uhr</Page><Page Number="78">8 top of styria 2008 lebensmittel of styria 2008 die genussregion grazer krauthäuptel e ingangs möchte ich von meinen persönlichen erfahrungen erzäh-len. davon wie man eine idee ha-ben kann, wie schwierig es aber auch ist, sie umzusetzen: zu „genial regional“ – gerichte aus regionalen zutaten, die jedermann einfach zubereiten kann – hatte ich die idee im frühjahr 2004: eines tages stand ich im supermarkt und wollte mir schnell etwas fertiges zu es-sen kaufen. da stand ich nun vor einem langen regal mit vielen produkten. sie waren alle recht günstig, zum beispiel ein halber liter tomatensauce um 69 cent. das war der moment, in dem ich mir das erste mal wirklich bewusst den kopf über den inhalt von fertigpro-dukten zerbrochen habe: was kann in einem halben liter tomatensauce um diesen preis tatsächlich drinnen sein? ich habe mir die tomatensauce gekauft, gekostet und musste feststellen, dass der inhalt eine dicke rote sauce war, von tomaten weit und breit keine spur – und wenn, dann allenfalls in homöopa-thischen dosen. das kann ich besser damals habe ich einen entschluss gefasst: das kann ich besser. al-l e r d i ng s hatte ich mir das alles ein-facher vorgestellt, als es dann war. meine idee war: produziere ein gutes produkt, stecke es in eine nette verpackung, biete es zu einem vernünftigen preis, und die konsumenten werden es auch kaufen. eine überraschung: konsumenten sind sehr kritisch – je kritischer, desto teurer die produkte sind. wieso mich das über-rascht hat? ich habe 69 cent für ein ge-färbtes, eingedicktes wasser auch rela-tiv teuer gefunden. meine erfahrungen der letzten jahre lassen sich jedenfalls so zusammenfas-sen: egal ob qualitativ in ordnung oder nicht, die konsumenten sind umso un-kritischer, je günstiger das produkt ist. erzählungen von f r e u n d e n haben dazu ge-führt, dass ich mich immer we n i g e r wundere: wie toll das es-sen im ausland ist, erzählen sie. wie groß doch d i e por t ionen sind! wie günstig im vergleich zu den preisen bei uns! was sie nicht dazu-sagen und nicht mitdenken, sind die kostenunterschiede zwischen uns und vielen nachbarstaaten. meine ersten verkostungen fanden un-ter anderem bei meinl am graben in wien statt. ein erster erfolg stellte sich ein, als meinl meine produkte in sein sortiment aufgenommen hat. ich war zwar schnell drinnen, aber auch gleich wieder draußen. ursachenanalyse war angesagt. aus meiner sicht waren verpackung und preisgestaltung schuld. jedenfalls: ich stand wieder am anfang. neue verpackungen mussten her, die pro-duktionskosten sollten gesenkt werden – das alles ohne qualitätsverlust. die in-vestitionen kosteten 40.000 euro. gut, ich hatte tolle prospekte, raimund pammer nach zehn jahren intensiver beschäftigung mit regionalen lebensmitteln fällt die bilanz zwiespältig aus: der weg zum konsumenten ist mitunter steinig. und: die steiermark verzettelt sich zu oft. „die steiermark ist ein paradebeispiel dafür, dass anstrengungen, produkte international zu positionieren, im kleinkarierten denken enden.“ tos_2008_kern.indd  78 13.10.2008  15:50:16 uhr</Page><Page Number="79">top of styria 2008 weprocessthefuture "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr 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"inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund 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die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund die6erlêsslichkeitder-itarbeitervon"inder&#xB;#o o !ufbereitungstechnik o 5mwelttechnik o 6erpackungstechnik "inder&#xB;#o!'&#xC;'leisdorf&#xC;'razer3trae 4el&#xC;&amp;ax&#xC;office bindercoat&#xC;wwwbindercocom "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr die6erpackungsindustrieundeninmehrals,êndernweltweitsetzenaufdie)nnvationskraft&#xC;das7issenund "inder&#xB;#oentwickeltzukunftsweisende)ndividualundomplettlúsungenfàrdie!ufbereitungvon3chàttgàternundfàr tos_2008_kern.indd  79 13.10.2008  15:50:24 uhr</Page><Page Number="80">80 top of styria 2008 lebensmittel » eine ansprechende homepage und einen shopverkauf via internet, aber ich hatte immer noch keine lösung, wie ich die pro-dukte an den konsumenten bringe. der nächste versuch: es gelang mir, die chefetage der handelskette spar zu überzeugen. in meinen träumen sah ich mich schon in der karibik, wo ich es mir gut gehen lassen würde, aber eben nur in meinen träumen, weil die realität war etwas anders: ich musste auch bei diesem neuerlichen anlauf zur kennt-nis nehmen, dass sich von alleine gar nichts verkauft. die konsequenz? ich stehe noch immer (und schon wieder) in den startlöchern für meinen nächs-ten versuch, die kunden von meinen produkten zu überzeugen. sicher gab es auch lob und anerken-nung: genial regional hat einige preise gewonnen wie zum beispiel den inno-vationspreis des steirischen vulkanlandes und den der wirtschaftskammer, beim techfortaste.net-award 2007 gab es den dritten platz, ebenso bei der meisterstraße steiermark. sehr positive reaktionen hat es auch in der presse ge-geben. diese bestäti-gungen lassen mich weiter kämpfen, aber auch einige forderungen a u f s t e l l e n : seit mehr als zehn jahren b e s c h ä f -tigte ich m i c h mit regionalen le-bensmitteln. was anfangs ein spießrutenlauf war, ist dank der stetig wachsenden zahl an konsumenten, die sich bewusst ernähren wollen, heute schon norma-lität. und ich sage dazu: heute wird regionalität bei lebensmitteln schon überstrapaziert. wo beginnt regionalität, wo endet sie? sind regionale lebensmittel aus dem steirischen vulkanland auch für einen tiroler regional? was ist mit unseren angrenzenden nachbarn, die geogra-fisch oft näher liegen als eine region in westösterreich? verwechseln wir regi-onal nicht allzu oft mit national? und sind regionale lebensmittel immer den lebensmitteln aus anderen ländern oder regionen vorzuziehen – nur weil regional darauf steht? meine antwort lautet: nein. regionale produzenten müssen sich dem internationalen wett-bewerb stellen, der zu bestehen ist. überdies schaffen und sichern wir ar-beitsplätze in unserer region.  wie passt das alles mit dem großen eu-ropa zusammen? sollten wir nicht grö-ßer denken, als uns auf unsere region zu beschränken? gerade auf dem lebens-mittelsektor können wir viel von nachbar-s t a a t e n l e r n e n , s p e z i e l l was ver-ma r k tung und positio-nierung be-trifft. wir ver-zetteln uns oft-mals in kleinkariertem denken, allzu oft sind die politische einstellung und ein funktionierendes netzwerk wichtiger für den erfolg als die qualität der erzeugten produkte. es gibt mittlerweile in der steiermark 15 genussregionen. wäre es nicht vernünf-tiger, sich auf fünf zu beschränken und diese massiv zu bewerben? oder kennt man vom piemont auch noch kleinere regionen, die im piemont liegen? nein, aber vielen sind der hervorragende wein, die edlen trüffeln und die köstli-che schokolade ein begriff. glauben wir allen ernstes, wir können etwa mit der genussregion grazer kraut-häuptel in dieser liga mithalten? nichts gegen den grazer krauthäuptel, aber um eine genussregion zu sein, bedarf es einfach mehrerer hochwertiger pro-dukte. und wir kulinariker müssen uns auch ganz klar zum tourismus beken-nen. das steirische vulkanland ist eine vorzeigeregion für die steiermark. im sog des vulkanlandes hat sich eine viel-zahl von hervorragenden kulinarik-be-trieben entwickelt: zotter-schokoladen, gölles-essige und schnäpse, vulcano-schinkenmanufaktur, brauerei lava bräu, kaufmann-säfte, krenn-milch-produkte und käse, wollschwein und kaninchen faul in kirchberg und viele kleinere betriebe, die im lebensmittel- und getränkesektor außergewöhnliches leisten. allzu oft enden die anstrengungen, produkte international zu positionieren, freilich im kleinkarierten denken, speziell diesbezüglich ist die steiermark ein para-debeispiel. es wäre vernünftiger, würden hier landwirtschaftskammer und touris-mus hand in hand projekte und ideen umsetzen, anstatt sich gegenseitig kon-kurrenz zu machen. entsprechende rah-menbedingungen sind für einen erfolg von lebensmittelproduzenten unerläss-lich und beinahe ebenso wichtig wie das erzeugte produkt. hier sollte man die förderrichtlinien neu überdenken. raimund pammer absolvierte wanderjahre als koch, gründete 1994 den schlosswirt im gewölbe des schlosses kornberg und die produktlinie „genial regional“. es den dritten platz, ebenso bei der meisterstraße steiermark. sehr positive reaktionen hat es auch in der presse ge-mich weiter tigte ich beschränken? gerade können wir viel von s t a a t e n           „allzu oft sind die        politischen einstellungen und      ein funktionierendes netzwerk    wichtiger für den erfolg als die qualität.“ tos_2008_kern.indd  80 13.10.2008  15:50:27 uhr</Page><Page Number="81">81 top of styria 2008 think about begeistern sie mit dem richtigen kommunikationsmix ihre kunden kunden gewinnen und binden … mema kontaktieren sie uns mema medien marketing gmbh · reitschulgasse 5 · 8010 graz tel. 0316/81 70 90 · info@mema.at · www.mema.at think new think about think m firmenzeitschriften m imageflme m werbespots m messeflme m unternehmens- und produktpräsentationen tos_2008_kern.indd  81 13.10.2008  15:50:31 uhr</Page><Page Number="82">82 top of styria 2008 lebensmittel konsumenten wollen regionalität im regal r egionale lebensmittel und le-bensmittel regionaler herkunft haben in den letzten jahren ihren stellenwert deutlich ausbauen können. zwei faktoren haben diese entwicklung beeinflusst: in einer globalen warenwelt besinnen sich konsumentinnen und konsumenten auf den wert „heimat“ auch bei den produkten, die sie für ihr tägliches leben brauchen. zusätzlichen rückenwind erhalten diese produkte dadurch, dass sich die menschen der problematik des klimawandels – als bei-spiel kann man die jüngste diskussion rund um die kohlendioxid-problematik nennen – bewusst sind und vermehrt zu produkten greifen, die auf kurzen transportwegen ins geschäft kommen. regionalität induziert nachfrage ein dritter faktor ist noch zu nennen: re-gionale produkte induzieren mehr nach-frage, mehr nachfrage induziert mehr re-gionale produkte. diese gegenseitig sich verstärkenden entwicklungen haben in den letzten jahren zu einer weiteren zu-nahme des regionalen sortiments geführt. dabei ist der anteil regionaler produkte auch eine definitionsfrage: zählt die milch aus einer steirischen molkerei auch schon dazu? oder sind regionale produkte nur solche, die es eben nur in einer bestimm-ten region und sonst nirgendwo gibt? entschieden ist diese frage noch nicht. fest steht etwas anderes: spar hat den anteil regionaler produkte in den letzten jahren stark ausgebaut und di-versifiziert. mittlerweile sind bis zu 500 steirische produkte in den regalen bei spar, eurospar und interspar mit dem „steirischen panther“ gekenn-zeichnet. um punktgenau die bedürf-nisse der konsumentinnen und konsu-menten zu befriedigen, ist es möglich, bestimmte produkte auch nur in zwei oder drei märkten anzubieten. und: die jeweiligen regionalzentralen des unternehmens sind in ihrer entschei-dung autonom, welche produkte sie in ihr sortiment aufnehmen, weil sie über die entsprechende detailkenntnis des anbieter- und konsumentenmarktes verfügen. vorteil erzeugergemeinschaft unabhängig vom umfang, in dem sol-che produkte angeboten werden, gelten für alle lieferanten bzw. partner diesel-ben richtlinien: an der einhaltung und gewährleistung hygienischer standards führt beispielsweise kein weg vorbei. mindestmengen variieren und hängen davon ab, in wie vielen spar-stand-orten ein produkt angeboten wird. für die hersteller bzw. produzenten kann es ein vorteil sein, wenn sie sich zu ge-nossenschaften oder erzeugergemein-schaften zusammenschließen, weil es für sie dann einfacher wird, vereinbarte mengen verlässlich zu liefern. grundsätzlich hat spar ein großes interesse daran, langfristige partner-schaften mit den herstellern regionaler produkte zu pflegen. ziel ist es, nach einem annäherungsprozess gemein-sam zu wachsen. spar ist ein ver-lässlicher partner, der den herstellern wiederum entwicklungsmöglichkeiten bietet. in diesem zusammenhang ist der kernöl-produzent pelzmann zu erwähnen – er liefert seit nunmehr 50 jahren kernöl und ist nicht zuletzt durch diese partnerschaft mit spar mitgewachsen. es geht dabei um einen dialogischen prozess. das gilt auch für das marketing, wobei auffällt, dass man für regionale kooperationen in regionalen medien hohe aufmerk-samkeit erreichen kann. in der steiermark kooperiert spar beispielsweise seit nunmehr elf jah-ren mit weizer schafbauern im pro-duktsegment lammfleisch, aber auch bei schafkäse, schafmilchjoghurt und frischer schafmilch. weitere regionale kooperationen widmen sich der mar-ke „steirerwild“, der „oststeirischen herzkirsche“ – bezogen von 15 obst-bauern aus den bezirken weiz, fürs-tenfeld und hartberg – dem innova-tiven pilotprojekt „kulmland marille“ und dem almochsenfleisch der marke „almochs“ von der „erzeugergemein-schaft steirisches rind“. erwin schmuck spar hat sich vom rein österreichischen handelsunternehmen zu einem mitteleuropäischen lebensmittel-handels- konzern entwickelt. regionale produkte haben in der produktpalette einen großen stellenwert – abgesichert durch langfristige kooperationen mit den produzenten. erwin schmuck ist direktor der  regionalen spar-zentrale steier-mark und südliches burgenland. tos_2008_kern.indd  82 13.10.2008  15:50:32 uhr</Page><Page Number="83">83 top of styria 2008 information: stadt kapfenberg - wirtschaftsservice, wolfgang wiesenhofer tel: 43 (0)3862 / 22501-1040, e-mail: wirtschaftsservice@kapfenberg.at kompetenz. werkstoffe. synergie. innovation. entwicklung. forschung. europa. high- tech-park . zent ra l . net zwerk . fachhochschul en. förder ung. www.kapfenberg.at. leben. qualität. erfolgreich. visionen. flexibel. zukunft. bringen sie ihr unternehmen in pole-position! high-tech-stadt kapf hi tech ins 185x125 9-08 04.09.2008 13:20 uhr seite 1 5lihp?kh,fq5tfb%idbi 5lihp?khafb-rjjbo?bf6bfqbobjmcbeirkdbk fkb rpwbf@ekrkdafb ?bplkabopsfbi%obrab j@eq#bo5lihp?kh troab howif@e wrj wtbfqbk ,i fk %lidb slj %fkkw,ohbqfkd 5bo?ka pqboobf@e abo?bdbeoqbi1b@lj jbkabo toaa sbo ifbebk #jfq fpq afb 5lihp ?kh gbkb !kh afb slk feobk*rkabkj jbfpqbk tbfqbobjm cleibk tfoa 4ka ap jfq drqbj &amp;orka #fb of@eqfdb ,fp@erkd rp mbopkif@ebj *lkqhq nrifcfwfboqbo!boqrkdrkafkklsqfsbk/olarhqbk j@eq abk 4kqbop@efba 2l bfkb !kh hkk jkpbfkbk%obrkabkrka!bhkkqbkrcgbabk %iijfqdrqbj&amp;btfppbktbfqbobjmcbeibk #fb 5lihp?kh eq awr fk abk sbodkdbkbk )eobk sfbi dbqk 9r abk dbt}eoqbk 2q}ohbk tfb *rkabkk}eb rka %ibuf?fifq}q hjbk kbrb fkqbobppkqb kdb?lqb tfb w! pqorhqrofboqb (ksbpqjbkqp jfq dokqfboqbk 9fkpbk rka abo "ek@brctbfqbobeleboqo}db#fbpbtboabk b?bkciip ircbka mo}jfboq rka pqbebk ?bf abk 5lihp?kh*rkabkel@efj*rop ?bor@eeleb2qkaoapfjib@qolkf@!khfkd fkabo6lek?rcfkkwfborkdrkaafbpqbfdbkab qqohqfsfq}q ?bf grkdbk *rkabk e?bk kqbfi joclidaboafb5lihp?khwro!khjfqabo e@epqbk6bfqbobjmcbeirkdpoqbj@eq #fbpb rpwbf@ekrkd fpq afb p@ekpqb !bpq}qfdrkd hlkqfkrfboif@ebo0rifq}qpo?bfq *1 #o &amp;boeoa 1bfkbo 5lopqkapslopfqwbkabo abo 5lihp?kh &amp;ow!or@h ?ofkdq bp rc abk /rkhqi*rkabkmoqkbop@ecqfpq?bfrkpkf@eq kro bfk 2@eidtloq *rkabkk}eb tfoa b@eq dbib?qfkbsboqorbkpsliib9rpjjbko?bfq co afb fkafsfarbii ?bpqb *rkabkiprkd ifbdq rkp j'bowbk abkk aofk ifbdq aboteob pmo?ob4kqbop@efba,fq%obrabrkajlqflk bfkbikdcofpqfdb&amp;bp@e}cqp?bwfberkdrcwr?rbk #p?bcidbiq,fqo?bfqborka*rkabkâa,beo rkqbotttdowslihp?khq *1#fo#o&amp;boeoa1bfkbo 5lopqkapslopfqwbkabo abo5lihp?kh&amp;ow!or@h ? tos_2008_kern.indd  83 13.10.2008  15:50:39 uhr</Page><Page Number="84">8 top of styria 2008 lebensmittel d ie regionalität bekommt speziell in österreich eine immer größe-re bedeutung, weil heimische konsumenten bei lebensmitteln zu einem guten maße „konsumpatrioten“ sind, vorausgesetzt das preis-leistungs-verhältnis stimmt. dies bestätigen so-wohl zahlreiche umfragen von renom-mierten marktforschungsunternehmen als auch unsere eigenen kundenbe-fragungen. eines vorweg: regionali-tät hat meiner meinung nach bei le-bensmitteln zukunft, jedoch nur dann, wenn höchste qualität in konstanten mengen garantiert werden kann. es stellt sich konkret die frage, was un-ter regionalität oder unter regionalen produkten verstanden wird. wir haben die erfahrung gemacht, dass die kon-sumenten mit dem begriff regionalität äußerst unterschiedliche assoziationen haben und ihn oft nicht klar zuordnen können. ganze bundesländer, regi-onen wie das marchfeld, weinland etc. bis hin zu einzelnen orten und einzelnen direktvermarktern werden mit begriffen wie regionalität bzw. re-gionales produkt verbunden. es geht also um eine eindeutige orientierung der kunden, was denn wirklich ein re-gionales produkt ist. dazu gibt es eine initiative des lebensmittelministeriums, die im rahmen von „nachhaltigen wo-chen“ beworben wird. hier gibt es klare kriterien und regeln, wann ein produkt mit dem siegel „regionale qualität“ ausgezeichnet werden darf. die firma schirnhofer ist mit ihren produkten ein partner dieser initiative, weil wir diesen kriterien entsprechen können. regional: vom rohstoff bis zum endprodukt als steirischer lebensmittelerzeuger bin ich erfreut über eine studie der agrarmarkt austria marketing, die uns zeigt, dass die steiermark und ihre re-gionen bei den konsumentinnen und konsumenten einen hohen stellenwert haben. dies ist das ergebnis des her-vorragenden imageaufbaues der lan-desgesellschaften, der regionen und der guten lebensmittelerzeuger in der steiermark. erst durch eine klare po-sitionierung und durch professionellen imageauf-bau können die kundinnen und kunden erkennen, dass es sich um regionale produkte handelt – in un-serem fall eben aus der steiermark. die vorstellungen der verbraucher von regionalen produkten und die tat-sächliche erzeugung der endprodukte mit herkunftsgesicherten rohstoffen klaffen jedoch teilweise auseinander. konsumentinnen und konsumenten, die regionale produkte kaufen wollen, erwarten sich auch, dass die produkte und rohstoffe wirklich aus der region kommen, mit der das produkt ausge-zeichnet ist beziehungsweise beworben wird. es genügt nicht, dass das end-produkt von einem steirischen betrieb erzeugt wird, es müssen schon auch die rohstoffe für das produkt aus der entsprechenden region stammen und nicht zum beispiel aus dem eu-raum. regionalität bei produkten bedeutet daher für unser unternehmen ehrlich-keit und herkunftssicherheit aus einem begrenzten gebiet sowie top-qualität, die erkennbar und nachweisbar ist. da-mit ein regionales produkt als solches erkannt wird, muss die dahinter stehen-de region bekannt sein, sonst geht das produkt sogar auf nischenmärkten un-ter. auch ist es wesentlich, dass neben der top-qualität marktfähige mengen erzeugt werden können. integrierte regionalentwicklung unter diesen gesichtspunkten gilt es, gleichzeitig ein marktfähiges produkt rund um seine region aufzubauen, zu vermarkten und umgekehrt: ein pro-regional muss regional sein karl schirnhofer die heimischen konsumenten sind „konsumpatrioten“. nicht allein die produkte, sondern auch die rohstoffe sollen aus verbrauchersicht aus der region stammen. regionale produkte liefern auch impulse zu einer nachhaltigen regionalentwicklung. „regionalität hat nur zukunft, wenn höchste  qualität in konstanten mengen garantiert werden kann.“ tos_2008_kern.indd  84 13.10.2008  15:50:42 uhr</Page><Page Number="85">8 top of styria 2008 wo immer es in der industrie darauf ankommt auf beste qualität zu setzen, steckt garantiert der steirische hartmetallspezialist lmt boehlerit dahinter. so wird von der münze österreich die seitliche riffelung der euro-münzen (360 millionen stück jährlich) ausschließlich mit lmt boehlerit hartmetallprägeringen gefertigt. lmt boehlerit steckt dahinter spüre die energie. 24 stunden amtag. 7 tage diewoche. 365 tage im jahr. heuer sogar 366. über 300 mitarbeiter sorgen dafür, dass in graz allabendlich das licht angeht und sie es zuhause hell und warm haben! infos: www.energie-graz.at oder 0316/8057-0. dukt steht für eine region und die region für das produkt – und das authentisch. da sind wir unweigerlich bei einer inte-grierten regionalentwicklung angelangt, die wesentlich ist, wenn man authentische regionale produkte erzeugen will. diesen weg sind wir mit einer partnerregion, dem natur-park almenland und den almo-bauern, gegangen. der na t u r p a r k almenland als größtes z u s amme n -hängendes alm-weidegebiet eu-ropas ist die heimat der almo-almochsen, die unser unternehmen ex-klusiv vermarktet. ziel dieser partner-schaft ist, dass sich das almenland als almo-genussregion positioniert und das unter ökologischen und ökonomischen gesichtspunkten. wir arbeiten bereits seit mehr als fünf jahren mit dem naturpark almenland intensiv zusammen und engagieren uns, auch andere bereiche als den almo – wie zum beispiel die gastronomie, den tourismus, den gewerbebereich, aber auch die brauchtumskultur – wei-terzuentwickeln. mittlerweile wird das almenland als best practice-beispiel der eu geführt. 2007 wurde es als top-leader-projekt ausgezeichnet. na t u r p a r k „regionalität hat nur zukunft, wenn höchste  qualität in konstanten mengen garantiert werden kann.“ tos_2008_kern.indd  85 13.10.2008  15:50:46 uhr</Page><Page Number="86">8 top of styria 2008 lebensmittel der erfolg unseres otn-verzinkerei-werks in st. georgen hat uns bewogen, in sinabelkirchen das werk ii mit dem größten zinkbad österreichs zu errichten. damit kann dem österreichischen stahlbau eine nahegelegene veredelungsmöglichkeit für seine produkte angeboten werden: rosten oder verzinken? überzeugen sie sich von der leistungsfähigkeit unserer modernsten veredelungstechnik, der hervorragenden qualität der verzinkung und dem fairen preis. 8261 sinabelkirchen, untergroßau 209, office@otn-gmbh.at, tel.: 43/3118/51600 erleben sie die größten und modernsten zinkbäder österreichs! www.otn-gmbh.at a-8740 zeltweg, hauptstraße 242 telefon: 43 3577/76076-0   telefax: 43 3577/76076-10 e-mail: mayer@spedition.fritz.mayer.at   internet: www.mayer.at sie bestimmen die etappe, wir kommen rasch und pünktlich ans ziel. sie bestimmen die etappe, wir kommen rasch und pünktlich ans ziel. 1-4_seite_7.qxp 26.08.2008 8:22 uhr seite 1 das almenland hat mit dem eu-beitritt als eine der ersten regionen in öster-reich die chance wahrgenommen, sich am eu-leader-programm für die ent-wicklung ländlicher regionen zu betei-ligen. alle gemeinden des naturparks almenland haben sich dazu zusam-mengeschlossen und entwickeln ihre region nach einem entwicklungsplan, der ökologie und ökonomie in dieser almenregion vereinen soll. das almenland ist aus meiner sicht der „inbegriff“ von regionalität und regi-onalentwicklung, die sinn macht. leit-produkt der region ist der almo, den wir als marke auf bestimmten märk-ten (auch in deutschland) platzieren konnten. wenn man bedenkt, dass es sich hier vor zehn jahren noch um eine berg-bauernregion handelte, die durch abwanderung geprägt war und heu-te die landwirtschaft, der tourismus und auch die gewerbebetriebe wieder einen aufschwung erleben, so haben sich das engagement und die viele arbeit ausgezahlt. das wichtigste ist aber, dass in dieser region die jugend wieder eine perspektive hat und dort wieder arbeiten und leben will. region und produkt wachsen zusammen wer als erzeuger und vermarkter re-gionale produkte vermarkten will, der muss das umfeld der region stark be-rücksichtigen und auch einen beitrag dazu leisten, dass die region mit dem produkt mitwachsen kann. das geht nur durch ehrliche und faire partner-schaften, die für beide etwas bringen müssen. natürlich sind dafür sowohl personelle als auch finanzielle ressour-cen erforderlich, aber langfristig gese-hen kann dieser weg für regionale er-zeuger sehr erfolgreich werden. denn wirklich regionale produkte werden nie zu massenware werden. sie sind für nischenmärkte geeignet, die aber immer größer werden und für mittel-ständische regionale erzeuger äußerst interessant sein können. bei allen bestrebungen, regionale pro-dukte zu erzeugen, muss immer eine strikte qualitätsphilosophie und ein in-taktes qualitätsmanagement dahinter stehen. karl schirnhofer ist geschäftsführer der schirnhofer-unternehmens-gruppe mit 1.600 mitarbeitern und vorkämpfer einer regionalen vernetzung. » ebenso wichtig wie die qualität ist für potenzielle wohnungskäufer die gebote-ne fnanzielle sicherheit. dir. dr. brigitte kapper: „erwerberschutz und transpa-renz für den konsumenten nehmen bei der gws einen hohen stellenwert ein, egal ob im gemeinnützigen oder gewerb-lichen bauträgerbereich.“ „parkvillen magnolia“ das aktuellste projekt der gws bau- und verwaltungsgesellschaft m.b.h. ist mit den „parkvillen magnolia“ in der rade-gunder straße 39 und 41 in graz-andritz angesiedelt. 30 frei fnanzierte wohnein-heiten in niedrigenergiebauweise, aufge-teilt auf fünf häuser in sonniger lage mit bester infrastruktur, unterstreichen neu-erlich die gws-kompetenz, wenn es um erstklassiges wohnen geht. die wohnungen, bestehend aus zwei bis fünf zimmern, werden in einer grö-ße von 46 bis 149 m angeboten. alle parterre-einheiten verfügen neben einer großzügigen terrasse auch über eine gar-tenfäche, die wohnungen in den ober-geschoßen über balkone oder sonnige dachterrassen. sowohl straßenbahn- als auch autobushaltestellen, ebenso super-markt, kindergarten, volksschule, post, bank, apotheke, freibad und kirche sind fußläufg erreichbar. für die ausstattung der wohnungen wurden ausschließlich hochwertige ma-terialien ausgesucht; bezugsfertig sind die „parkvillen magnolia“ voraussichtlich im herbst 2009. frau roberta hirschmugl kann ihnen üb-rigens alles sagen, was sie schon immer über die exklusiv-wohnanlage in graz-andritz wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten … visualisierung: architekturbüro dipl. ing. michael neuwirth generationen wohnen sorgenfrei ob grün oder orange – die gws hat für jeden das richtige objekt dass man in zeiten knapp nach einer wahl an gegensätze denkt, wenn man etwas von „grün“ und „orange“ hört, mag verständlich sein. dass diese beiden farben durchaus gemeinsames haben, liegt an der gws gemeinnützige alpen-ländische gesellschaft für wohnungsbau und siedlungswesen mbh. mit seinen beiden farblich gekennzeichneten schie-nen kann das erfahrene unternehmen praktisch für jeden wohnungssuchenden das richtige objekt anbieten. dir. ing. johannes geiger: „die gws als gemeinnützige wohnbauvereinigung er-richtet und verwaltet seit über 55 jahren in der ganzen steiermark qualitativ hoch-wertige und leistbare wohnungen. auch ihre 100-prozentige tochtergesellschaft, die gws bau- und verwaltungsgesell-schaft m.b.h., stellt seit jahren einen si-cheren und verlässlichen partner nicht nur für ihre kunden im exklusiven wohnbau, sondern auch für die steirische wirtschaft dar. all dies nach unserem motto: ,... und generationen wohnen sorgenfrei.‘“ gws exklusiv-wohnanlage in graz-andritz roberta hirschmugl, tel. 0316/8054-218 gws kundencenter tel. 0316/8054-0, gws@gws-wohnen.at www.gws-wohnen.at tos_2008_kern.indd  86 13.10.2008  15:50:53 uhr</Page><Page Number="87">2008 8 styrian business top of styria ebenso wichtig wie die qualität ist für potenzielle wohnungskäufer die gebote-ne fnanzielle sicherheit. dir. dr. brigitte kapper: „erwerberschutz und transpa-renz für den konsumenten nehmen bei der gws einen hohen stellenwert ein, egal ob im gemeinnützigen oder gewerb-lichen bauträgerbereich.“ „parkvillen magnolia“ das aktuellste projekt der gws bau- und verwaltungsgesellschaft m.b.h. ist mit den „parkvillen magnolia“ in der rade-gunder straße 39 und 41 in graz-andritz angesiedelt. 30 frei fnanzierte wohnein-heiten in niedrigenergiebauweise, aufge-teilt auf fünf häuser in sonniger lage mit bester infrastruktur, unterstreichen neu-erlich die gws-kompetenz, wenn es um erstklassiges wohnen geht. die wohnungen, bestehend aus zwei bis fünf zimmern, werden in einer grö-ße von 46 bis 149 m angeboten. alle parterre-einheiten verfügen neben einer großzügigen terrasse auch über eine gar-tenfäche, die wohnungen in den ober-geschoßen über balkone oder sonnige dachterrassen. sowohl straßenbahn- als auch autobushaltestellen, ebenso super-markt, kindergarten, volksschule, post, bank, apotheke, freibad und kirche sind fußläufg erreichbar. für die ausstattung der wohnungen wurden ausschließlich hochwertige ma-terialien ausgesucht; bezugsfertig sind die „parkvillen magnolia“ voraussichtlich im herbst 2009. frau roberta hirschmugl kann ihnen üb-rigens alles sagen, was sie schon immer über die exklusiv-wohnanlage in graz-andritz wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten … visualisierung: architekturbüro dipl. ing. michael neuwirth generationen wohnen sorgenfrei ob grün oder orange – die gws hat für jeden das richtige objekt dass man in zeiten knapp nach einer wahl an gegensätze denkt, wenn man etwas von „grün“ und „orange“ hört, mag verständlich sein. dass diese beiden farben durchaus gemeinsames haben, liegt an der gws gemeinnützige alpen-ländische gesellschaft für wohnungsbau und siedlungswesen mbh. mit seinen beiden farblich gekennzeichneten schie-nen kann das erfahrene unternehmen praktisch für jeden wohnungssuchenden das richtige objekt anbieten. dir. ing. johannes geiger: „die gws als gemeinnützige wohnbauvereinigung er-richtet und verwaltet seit über 55 jahren in der ganzen steiermark qualitativ hoch-wertige und leistbare wohnungen. auch ihre 100-prozentige tochtergesellschaft, die gws bau- und verwaltungsgesell-schaft m.b.h., stellt seit jahren einen si-cheren und verlässlichen partner nicht nur für ihre kunden im exklusiven wohnbau, sondern auch für die steirische wirtschaft dar. all dies nach unserem motto: ,... und generationen wohnen sorgenfrei.‘“ gws exklusiv-wohnanlage in graz-andritz roberta hirschmugl, tel. 0316/8054-218 gws kundencenter tel. 0316/8054-0, gws@gws-wohnen.at www.gws-wohnen.at tos_2008_kern.indd  87 13.10.2008  15:50:58 uhr</Page><Page Number="88">top of styria 88 2008 styrian business im jahr 1955 haben grete und oskar vogl das unternehmen von konrad vogl übernommen. neben seiner geschäfts-führertätigkeit begeisterte sich oskar vogl auch für den automobilsport und wurde dreimal rallye-staatsmeister. vogl co verfügt über jahrzehntelange erfahrung im automobilhandel. seit dem jahr 1955 ist vogl co bereits alfa ro-meo vertragspartner und im jahr 1960 wurde die vertretung für renault über-nommen. flächendeckende betreuung mit 13 selbständig geführten betrieben und 30 angeschlossenen händlerpart-nern in der steiermark und im südlichen burgenland gewährleistet das unterneh-men eine fächendeckende betreuung pure leidenschaft für das auto vogl co steht seit 1919 für mobilität und ist das größte steirische automobilunternehmen. der kunden. die firma vogl co ist großhändler für die marken alfa romeo, renault, nissan und dacia. die marken lancia und fiat werden vom betrieb in kapfenberg vertreten. der firmenhauptsitz des unternehmens befndet sich in der schießstattgasse im zentrum von graz. auf einer nutzbaren fläche von 17.000 m befnden sich: o modernes zentralersatzteilelager und logistikzentrum (mit rund 17.000 la-gernden ersatzteilepositionen) o mechanische fachwerkstätte für die marken renault, nissan, dacia, alfa romeo, fiat und lancia o karosserieabteilung o business-center, speziell auf die be-dürfnisse für nutzfahrzeugkunden ab-gestimmt auf 3.500 m ausstellungsfäche werden neu- und gebrauchtwagen präsentiert. ein erfolgreiches team im mittelpunkt allen handelns steht seit beginn des unternehmens, die un-terschiedlichsten kundenbedürfnisse zu 100 prozent zu erfüllen. um die qualität der leistungsfähigkeit der vogl co-mitarbeiter zu sichern, investiert das unternehmen seit jahr-zehnten viel zeit und mittel in die lehr-lingsausbildung sowie in die laufenden schulungen der fachkräfte. und alle 313 mitarbeiterinnen und mit-arbeiter des unternehmens haben eine klare fokussierung: maximale kunden-zufriedenheit! 8010 graz, schießstattgasse 65, tel. 0316/8080-0, fax dw -1009 offce@vogl-auto.at, www.vogl-auto.at zbzchvbhizaazclgyz lzx]zc[gyzojjc[i! jbhizi\zhlvx]hijbjcy lgihx]v[iax]zc:g[da\[g jchzgzjcizgcz]bzch\gjeez ojhx]zgc#æ jahrzehntelange erfahrung, fach-kompetenz, teamgeist und leiden-schaft für das automobilgeschäft vereinen sich im management von vogl co: (v.l.) mag. gerald auer, dkfm. friedrich markowitsch, grete vogl, kr oskar vogl, günter mayr, mag. harald glauninger mit kompetenz, know-how und qualifzierten mitarbeitern hat sich styriawest ver-sicherungsmakler und schadenservice gmbh österreichweit als füh-render spezialist in der unt e r nehmenshaf t-pficht und als fach-licher marktführer im schadenersatz- und versicherungsvertrags-recht, der betrieblichen haftpficht- und rechtsschutzversiche-rung mit optimaler schadenabwicklung etabliert. mit mehr als 45 mitarbeitern, darunter elf erfahrene juristen, die über jahrelange praxis bei international tätigen versicherungsunternehmen verfügen, hat das unternehmen eigene innovative produkte, an die wirklichen bedürfnisse des marktes angepasst, entwickelt. mit dem bestreben, unternehmen opti-malen versicherungsschutz anzubieten, investieren gunther riedlsperger und helmut hochnegger, geschäftsführer der styriawest, seit 1994 in analyse, forschung und entwicklung von unter-nehmensspezifschen lösungen und in-novativen, marktadäquaten produkten für industrie und für die bauwirtschaft. gunther riedlsperger: „analysen haben ergeben, dass rund 75 prozent der all-gemeinen versicherungsverträge von unternehmen enorme deckungslücken aufweisen und eine vielzahl an mög-lichen, oft nicht vom unternehmen ver-schuldeten, schäden zu lasten der be-triebe gehen. durch diese erkenntnisse haben wir neue, eigene produkte unter dem begriff styria-allrisk für unter-die haftpfichtspezialisten die styriawest – versicherungsmakler und schadenservicegesellschaft m.b.h. – ist ein unabhängiger national tätiger versicherungsmakler für gewerbe und industrie, der seine kunden auch international begleitet und daneben internationale deckungskonzepte in österreich implementiert. nehmen im bereich haftpficht (styria-haft), rechtsschutz (styriarecht), sicherstellung in der bauwirtschaft (styriabau) sowie für vertragserfül-lungs- und gewährleistungsansprüche (styriaplus) entwickelt und mit versi-cherungen erfolgreich verhandelt.“ kundenorientiert von a–z neben diesen innovativen produkten wurden das vertragliche risikomanage-ment zur verringerung des juristischen schadenpotenzials (prüfung der allge-meinen geschäftsbedingungen der un-ternehmen, optimierung des risikos), und das schadenmanagement wei-terentwickelt und ausgebaut. helmut hochnegger: „für unsere kunden be-deutet dies, wir handeln in deren inte-resse und übernehmen im schadenfall die komplette abwicklung von a–z, vom auftrag bis zur zahlung des versi-cherungsentgeltes – versicherungstech-nisch, juristisch und administrativ.“ mit dem erwerb der consultor gmbh im jahr 2008, dem versicherungstech-nischen spezialisten für notare und planende baumeister, werden nun auch spezifsche produkte für die berufshaft-pficht- und vertrauensschadenversiche-rung angeboten. dynamisch –  expansion durch erfolg der erfolgreiche aufwärtstrend, das einzigartige angebot an innovativen lösungen für unternehmen, die wach-sende zahl an interessenten und neu-kunden ziehen eine überregionale und internationale expansion nach sich: in klagenfurt, wels und innsbruck sind re-präsentanzen entstanden, in slowenien (maribor und ljubljana) tochterunter-nehmen und auch in deutschland wird styriawest in kürze vertreten sein. mit der übersiedlung in neue büros in wien und graz wurden zwei zentrale geschäftsstellen für beratung und be-treuung der kunden geschaffen. gunther riedlsperger und helmut hochnegger unisono: „wir sehen es als verpfichtung an, die interessen unserer auftraggeber in versicherungsangelegenheiten opti-mal zu vertreten. nationale und inter-nationale anfragen haben dazu geführt, weitere geschäftsstellen zu gründen. denn kundennähe und betreuung sind wichtige faktoren. die regionalen stand-orte (deutschlandsberg, eibiswald) in der steiermark, wo wir unsere wurzeln haben, bleiben natürlich bestehen.“ styriawest büro graz: st. peter-gürtel 4/1/3, 8042 graz, tel. 0316/774400 büro wien: bauernmarkt 24/15, 1010 wien, tel. 01/5333780 gunther riedlsperger und helmut hochnegger foto: styriawest styriawest in zahlen: 9 standorte in mitteleuropa 11 erfahrene juristen 45 engagierte mitarbeiter 2.487 professionell erledigte   schadenfälle pro jahr 3.631 zufriedene kunden 12.458 gut verhandelte   versicherungsverträge 45.000 schnell erledigte garantie-  zusagen (styriabau) pro jahr tos_2008_kern.indd  88 13.10.2008  15:51:04 uhr</Page><Page Number="89">2008 8 styrian business top of styria im jahr 1955 haben grete und oskar vogl das unternehmen von konrad vogl übernommen. neben seiner geschäfts-führertätigkeit begeisterte sich oskar vogl auch für den automobilsport und wurde dreimal rallye-staatsmeister. vogl co verfügt über jahrzehntelange erfahrung im automobilhandel. seit dem jahr 1955 ist vogl co bereits alfa ro-meo vertragspartner und im jahr 1960 wurde die vertretung für renault über-nommen. flächendeckende betreuung mit 13 selbständig geführten betrieben und 30 angeschlossenen händlerpart-nern in der steiermark und im südlichen burgenland gewährleistet das unterneh-men eine fächendeckende betreuung pure leidenschaft für das auto vogl co steht seit 1919 für mobilität und ist das größte steirische automobilunternehmen. der kunden. die firma vogl co ist großhändler für die marken alfa romeo, renault, nissan und dacia. die marken lancia und fiat werden vom betrieb in kapfenberg vertreten. der firmenhauptsitz des unternehmens befndet sich in der schießstattgasse im zentrum von graz. auf einer nutzbaren fläche von 17.000 m befnden sich: o modernes zentralersatzteilelager und logistikzentrum (mit rund 17.000 la-gernden ersatzteilepositionen) o mechanische fachwerkstätte für die marken renault, nissan, dacia, alfa romeo, fiat und lancia o karosserieabteilung o business-center, speziell auf die be-dürfnisse für nutzfahrzeugkunden ab-gestimmt auf 3.500 m ausstellungsfäche werden neu- und gebrauchtwagen präsentiert. ein erfolgreiches team im mittelpunkt allen handelns steht seit beginn des unternehmens, die un-terschiedlichsten kundenbedürfnisse zu 100 prozent zu erfüllen. um die qualität der leistungsfähigkeit der vogl co-mitarbeiter zu sichern, investiert das unternehmen seit jahr-zehnten viel zeit und mittel in die lehr-lingsausbildung sowie in die laufenden schulungen der fachkräfte. und alle 313 mitarbeiterinnen und mit-arbeiter des unternehmens haben eine klare fokussierung: maximale kunden-zufriedenheit! 8010 graz, schießstattgasse 65, tel. 0316/8080-0, fax dw -1009 offce@vogl-auto.at, www.vogl-auto.at zbzchvbhizaazclgyz lzx]zc[gyzojjc[i! jbhizi\zhlvx]hijbjcy lgihx]v[iax]zc:g[da\[g jchzgzjcizgcz]bzch\gjeez ojhx]zgc#æ jahrzehntelange erfahrung, fach-kompetenz, teamgeist und leiden-schaft für das automobilgeschäft vereinen sich im management von vogl co: (v.l.) mag. gerald auer, dkfm. friedrich markowitsch, grete vogl, kr oskar vogl, günter mayr, mag. harald glauninger mit kompetenz, know-how und qualifzierten mitarbeitern hat sich styriawest ver-sicherungsmakler und schadenservice gmbh österreichweit als füh-render spezialist in der unt e r nehmenshaf t-pficht und als fach-licher marktführer im schadenersatz- und versicherungsvertrags-recht, der betrieblichen haftpficht- und rechtsschutzversiche-rung mit optimaler schadenabwicklung etabliert. mit mehr als 45 mitarbeitern, darunter elf erfahrene juristen, die über jahrelange praxis bei international tätigen versicherungsunternehmen verfügen, hat das unternehmen eigene innovative produkte, an die wirklichen bedürfnisse des marktes angepasst, entwickelt. mit dem bestreben, unternehmen opti-malen versicherungsschutz anzubieten, investieren gunther riedlsperger und helmut hochnegger, geschäftsführer der styriawest, seit 1994 in analyse, forschung und entwicklung von unter-nehmensspezifschen lösungen und in-novativen, marktadäquaten produkten für industrie und für die bauwirtschaft. gunther riedlsperger: „analysen haben ergeben, dass rund 75 prozent der all-gemeinen versicherungsverträge von unternehmen enorme deckungslücken aufweisen und eine vielzahl an mög-lichen, oft nicht vom unternehmen ver-schuldeten, schäden zu lasten der be-triebe gehen. durch diese erkenntnisse haben wir neue, eigene produkte unter dem begriff styria-allrisk für unter-die haftpfichtspezialisten die styriawest – versicherungsmakler und schadenservicegesellschaft m.b.h. – ist ein unabhängiger national tätiger versicherungsmakler für gewerbe und industrie, der seine kunden auch international begleitet und daneben internationale deckungskonzepte in österreich implementiert. nehmen im bereich haftpficht (styria-haft), rechtsschutz (styriarecht), sicherstellung in der bauwirtschaft (styriabau) sowie für vertragserfül-lungs- und gewährleistungsansprüche (styriaplus) entwickelt und mit versi-cherungen erfolgreich verhandelt.“ kundenorientiert von a–z neben diesen innovativen produkten wurden das vertragliche risikomanage-ment zur verringerung des juristischen schadenpotenzials (prüfung der allge-meinen geschäftsbedingungen der un-ternehmen, optimierung des risikos), und das schadenmanagement wei-terentwickelt und ausgebaut. helmut hochnegger: „für unsere kunden be-deutet dies, wir handeln in deren inte-resse und übernehmen im schadenfall die komplette abwicklung von a–z, vom auftrag bis zur zahlung des versi-cherungsentgeltes – versicherungstech-nisch, juristisch und administrativ.“ mit dem erwerb der consultor gmbh im jahr 2008, dem versicherungstech-nischen spezialisten für notare und planende baumeister, werden nun auch spezifsche produkte für die berufshaft-pficht- und vertrauensschadenversiche-rung angeboten. dynamisch –  expansion durch erfolg der erfolgreiche aufwärtstrend, das einzigartige angebot an innovativen lösungen für unternehmen, die wach-sende zahl an interessenten und neu-kunden ziehen eine überregionale und internationale expansion nach sich: in klagenfurt, wels und innsbruck sind re-präsentanzen entstanden, in slowenien (maribor und ljubljana) tochterunter-nehmen und auch in deutschland wird styriawest in kürze vertreten sein. mit der übersiedlung in neue büros in wien und graz wurden zwei zentrale geschäftsstellen für beratung und be-treuung der kunden geschaffen. gunther riedlsperger und helmut hochnegger unisono: „wir sehen es als verpfichtung an, die interessen unserer auftraggeber in versicherungsangelegenheiten opti-mal zu vertreten. nationale und inter-nationale anfragen haben dazu geführt, weitere geschäftsstellen zu gründen. denn kundennähe und betreuung sind wichtige faktoren. die regionalen stand-orte (deutschlandsberg, eibiswald) in der steiermark, wo wir unsere wurzeln haben, bleiben natürlich bestehen.“ styriawest büro graz: st. peter-gürtel 4/1/3, 8042 graz, tel. 0316/774400 büro wien: bauernmarkt 24/15, 1010 wien, tel. 01/5333780 gunther riedlsperger und helmut hochnegger foto: styriawest styriawest in zahlen: 9 standorte in mitteleuropa 11 erfahrene juristen 45 engagierte mitarbeiter 2.487 professionell erledigte   schadenfälle pro jahr 3.631 zufriedene kunden 12.458 gut verhandelte   versicherungsverträge 45.000 schnell erledigte garantie-  zusagen (styriabau) pro jahr tos_2008_kern.indd  89 13.10.2008  15:51:10 uhr</Page><Page Number="90">top of styria 90 2008 styrian business das large engines competence center (lec) ist ein industrielles kompetenzzentrum und betreibt seit 2002 forschung und entwicklung auf dem ge-biet von umweltfreundlichen stationärmotoren. zu dieser kategorie von verbrennungsmotoren zählen insbesondere motoren für die energieerzeugung und motoren für den einsatz als schiffs- und lo-komotivantrieb. wesentliches ziel des lec ist die entwicklung von zukunftsweisenden verbrennungs-verfahren für diese motorkategorie mit höchsten wirkungsgraden bei gleichzeitig minimalen emis-sionen und höchsten leistungen. insbesondere sollen diese motorkonzepte auch den einsatz von sonderkraftstoffen wie altreifen-pyrolyseöle, gase aus vergasungs- und vergärungsprozessen, depo-niegas, etc. ermöglichen, wodurch zu einer nach-haltigen co2-reduktion beigetragen werden kann. large engines competence center (lec) kompetenzzentrum für umweltfreundliche stationärmotoren gesellschaft m.b.h. inffeldgasse 21a, a-8010 graz telefon: 0316/873-9133 fax: dw 9199 www.lec.at die in österreich vorhandene kompetenz der in-dustriellen partner und der technischen universi-tät graz soll konzentriert und nachhaltig ausgebaut werden. partner des kompetenzzentrums sind avl list gmbh, ge jenbacher gmbh &amp; co ohg, omv refining &amp; marketing gmbh sowie piezocryst ad-vanced sensorics gmbh und robert bosch ag.  die förderung erfolgt durch das bundesministerium für wirtschaft und arbeit (bmwa) und das land steiermark. das gesamtbudget für 7 forschungs-jahre beträgt 17,3 mio. euro. das kompetenzzentrum lec personallösungen nach kundenmaß mit mehr als 20 jahren erfahrung und über 1.300 mitar-beiterinnen und mitarbeitern in allen bundesländern ist die mps personalservice gmbh das größte österreichische familienunternehmen in der personalbereitstellung. geschäftsführer manfred fröhlich und sein team konnten seit der firmen-gründung im jahr 1992 bereits mehr als 35.000 menschen zu einem neuen job verhelfen. das erfolgsrezept? 7zjchlgyyvh;g" bzcbdiidlzayzg bzchx]o]ai \zazwiæ! erklärt manfred fröhlich. mps bietet seinen mitar-beiterinnen und mitarbei-tern sichere arbeitsplätze, top-verdienstmögl ich-keiten, persönliche be-treuung, optimale fort-bildung, eine kostenlose zusätzliche unfallversi-cherung und vieles mehr. das wirkt sich natürlich alles auf die zufriedenheit und motivation der mitarbei-terinnen und mitarbeiter aus, was in weiterer folge positiv für jene unternehmen ist, in denen sie eingesetzt werden. denn nur zufriedene und motivierte mitarbeiter bringen volle lei-stung! ob personalvermittlung, -beratung oder -betreuung, outsour-cing, payrolling oder inserate service – mps deckt sämtliche bereiche im personalwesen ab. ob sie nun kaufmännisches, gewerbliches oder technisches personal suchen oder karriere machen wollen – mps sorgt für maßgeschneiderte lösungen in allen personalfragen. zudem bietet das mps industrieservice ge-samtlösungen für industrie und montage. rufen sie uns an, wir beraten sie gerne! mps personalservice gmbh 8074 raaba, dr.-auner-straße 2 tel. 0316/406 406 www.mps.at raaba · gleisdorf · rosental · leibnitz · leoben · saalfelden · dornbirn · linz · innsbruck tos_2008_kern.indd  90 13.10.2008  15:51:20 uhr</Page><Page Number="91">2008 91 styrian business top of styria bier, tradition und murau sind bei murauer bier unweigerlich miteinander verbunden. so hat die brauerei die lange tradition in der herstellung von bier in murau heimisch gemacht und ist heute der größte arbeitgeber in der region murau. diese tra­ dition, gekoppelt mit qualität, ständiger innovation und einem hohen verantwortungsgefühl gegenüber der umwelt, hat mu­ rauer bier zu dem etabliert, was es heute ist: eine qualitativ hochwertige biermarke! das jahr 2008 ist für murauer auch wieder sehr erfolgreich: trotz des stagnierenden österreichischen biermarktes darf man sich bei der brauerei murau über eine kontinuierliche aufwärts­ entwicklung freuen. erwähnenswert ist noch, dass die brauerei murau der erste eingetragene emas­betrieb in österreich ist und mit stolz die nummer a­000001 im standortregister beim umweltbundes­ amt führt und für die bemühungen und erfolge am betrieb­ lichen umweltschutz mit zahlreichen nationalen und internati­ onalen umweltpreisen ausgezeichnet wurde.  rein das beste im oberen murtal, genauer in murau, sprudelt es köstliches bier – und das seit über 500 jahren. martin kahr, geschäftsführer der nekom it zum trend e-com-merce: „was will der konsument in der heutigen zeit? 365 tage im jahr gustieren, ausprobieren, informieren. einfach von zeit und ort unabhängig einkaufen.“ der eigene webshop ist ein trend mit zukunft, sofern man mit dem richtigen know-how an die sache herangeht. innerhalb von nur neun jahren hat sich die nekom it mitten unter die zehn größten arbeitgeber in der weststeiermark eta-bliert. gegründet wurde dieses innovative und tatkräftige un-ternehmen mit mittlerweile 150 mitarbeiterinnen im bereich it und customer care 1999 von martin kahr und josef feiertag. aus dem modularen und dadurch fexiblen aufbau der it-lösungen im on-linehandel entwickelte sich innerhalb kurzer zeit das geschäftsmodell ne-kom 4: verkaufen, prü-fen, liefern und betreuen – ein kompaktes system aus software sowie kompetenter dienstleistung – alles aus ei-ner hand. lagerhaltung- und warenwirtschaftssysteme werden integriert. um die sicherheit zu erhöhen, erfolgen bonitäts-prüfung, betrugserkennung, kreditkartenclearing und dublet-tenabgleich. adressen werden geprüft und die zahlungsmög-lichkeiten werden gemeinsam mit dem kunden festgelegt, die berücksichtigung von rückvergütungen und die verwaltung von guthabenkonten können implementiert werden. der ver-sand und die rücknahme von retourwaren werden mit einem logistik- und retourensystem abgedeckt. hier bringt sich doh-men solutions mit langjähriger erfahrung ein. mit track &amp; trace sind die informationen über den aktuellen stand der sendung jederzeit verfügbar. ein gut organisiertes customer care center ist für bestellungen, auskünfte, rückfragen, beschwerden und reklamationen – an sieben tagen der woche – rund um die uhr für die kunden da. webshop par excellence mit nekom 4 dem trend im e-commerce gerecht werden ing. martin kahr und josef feiertag nekom informationstechnik gmbh telepark 1, 8572 bärnbach, tel. 03142/62000-600, fax dw -620 offce@nekom.com · www.nekom.com tos_2008_kern.indd  91 13.10.2008  15:57:14 uhr</Page><Page Number="92">top of styria 2 2008 styrian business gesellschaft t-hrvatski telekom ist einer der bekanntesten ausländischen kunden. das branchen-know-how umfasst anla-genbau, automotive, bauwesen, chemie, dienstleistung, energie, finanz, gesund-heit, handel, it, industrie, kommunika-tion, logistik, medien, npo, öffentliche verwaltung, pharma, sozialwesen, te-lekom, unterrichtswesen und versiche-rungen. in diesen bereichen hat next level consulting bisher mehr als 40.000 per-sonen ausgebildet, über 700 kunden be-treut und rund 1.200 projekte gecoacht. next level consulting – who we are … von der niederlassung in graz aus werden nicht nur kunden aus dem süden österreichs, sondern auch aus den angrenzenden nachbarländern betreut. die geschäftsfelder der next level consulting rei-chen von der ausbildung über beratung und coa-ching bis hin zum projekt- und prozessmanage-ment auf zeit. das umfassende portfolio wird durch die entwicklung und individuelle adap-tion von softwarebasierten tools abgerundet. über 50 prozent der kunden kommen aus dem internationalen umfeld, wobei ein wesentlicher anteil davon von graz aus betreut wird. insgesamt sind am standort graz zehn mitarbeiter um die kunden bemüht. auf der referenzliste stehen bekann-te namen wie avl list, der magna-konzern, hypo alpe adria, acc, epcos oder die allianz. die kroatische telekom-next level consulting ist österreichischer marktführer für projekt- und prozessmanagement sowie führend bei der entwicklung von projekt- und prozessorientierten organisationen. www.nextlevelconsulting.eu powerserv austria im dienste der kunden und mitarbeiter bleibt auch in zukunft unser zentraler fokus. der mensch steht bei uns stets im mittelpunkt.“ arbeit – fertig – los die tätigkeitsschwerpunkte erstrecken sich auf industrie, gewerbe, gesundheits- und sicherheitswesen, transport- und logistikbereich, den edv- und it-sektor sowie auf den gesamten bereich von büro und administration. derzeit wird bei powerserv austria in allen bereichen qualifziertes personal gesucht. power-serv austria bietet seinen mitarbeitern und kunden sicherheit aufgrund seiner größe und spezieller brachenkenntnisse, ent-sprechendem know-how und do-how, sowie ge-zielter arbeitsweise. mit über 22 jahren erfahrung und 45 filialen in österreich gilt das unter-nehmen als pionier unter den österreichischen zeitarbeitsunternehmen. „maßgeschneiderte, auf den kunden in-dividuell zugeschnittene lösungen prä-gen unsere philosophie. dabei spielt die qualität der leistung eine große rolle. qualität, die sich aus erfahrung, seriosi-tät, kenntnissen der markt-/kundensitu-ation, umfassender beratungskompetenz und nicht zuletzt der qualifkation der mitarbeiter zusammensetzt“, so area field-manager steiermark, mag. helga forstner-schoas. rosemarie baumhackl, pr-verantwort-liche, bringt es auf den punkt: „arbeit nach maß, ein gelebtes und umgesetztes kunden- und mitarbeiterversprechen, ganzheitliches streben nach perfektion powerserv austria expandiert in der steiermark ist man weiter auf ex-pansionskurs – die eröffnungen der neuen filialen in judenburg, fürstenfeld und weiz stehen unmittelbar bevor. po-werserv austria verfolgt das ziel, den servicegrad für kunden und mitarbeiter kontinuierlich zu steigern. die auswahl der standorte unterliegt daher strengen qualitätskriterien, zu denen unter ande-rem lage und infrastruktur zählen. „das fächendeckende netz der filialen ermög-licht eine prompte persönliche betreuung durch unsere erfahrenen berater.“ mag. helga forstner-schoas und rosemarie baumhackl tos_2008_kern.indd  92 13.10.2008  15:51:29 uhr</Page><Page Number="93">2008 styrian business top of styria die jüngsten turbulenzen auf den in-ternationalen finanzmärkten haben einmal mehr gezeigt: das breite the-ma investment ist kein spaziergang an den börsen. es fordert vielmehr hohes fachwissen, kalkulierte risikobereit-schaft und eine streuung des kapitals, die sich an märkten und stimmungen orientiert. der versuch, im alleingang – ohne know-how – renditen auf sen-siblen kapital- und investmentmärkten zu lukrieren, kann auch in friedlichen zeiten scheitern, ganz bestimmt aber in stürmischen. so wie wir sie jetzt er-leben. auch wenn der unabhängige finanzdienstleister keine garantien ab-geben kann, dass übertragenes kapital auch in schwierigen zeiten wächst, so ist der unabhängige fi-nanzdienstleister ein partner, der dank einer breiten produktpa-lette erträge maximieren und die risiken minimieren wird. wie sicher ist ihr geld? www.fnanzdienstleister-stmk.at fachgruppenobmann ing. helmut schorn: zayhezaicjgyvcc zczgdaaz!lzcc bvczhkzgazgi#æ gesellschaft t-hrvatski telekom ist einer der bekanntesten ausländischen kunden. das branchen-know-how umfasst anla-genbau, automotive, bauwesen, chemie, dienstleistung, energie, finanz, gesund-heit, handel, it, industrie, kommunika-tion, logistik, medien, npo, öffentliche verwaltung, pharma, sozialwesen, te-lekom, unterrichtswesen und versiche-rungen. in diesen bereichen hat next level consulting bisher mehr als 40.000 per-sonen ausgebildet, über 700 kunden be-treut und rund 1.200 projekte gecoacht. next level consulting – who we are … von der niederlassung in graz aus werden nicht nur kunden aus dem süden österreichs, sondern auch aus den angrenzenden nachbarländern betreut. die geschäftsfelder der next level consulting rei-chen von der ausbildung über beratung und coa-ching bis hin zum projekt- und prozessmanage-ment auf zeit. das umfassende portfolio wird durch die entwicklung und individuelle adap-tion von softwarebasierten tools abgerundet. über 50 prozent der kunden kommen aus dem internationalen umfeld, wobei ein wesentlicher anteil davon von graz aus betreut wird. insgesamt sind am standort graz zehn mitarbeiter um die kunden bemüht. auf der referenzliste stehen bekann-te namen wie avl list, der magna-konzern, hypo alpe adria, acc, epcos oder die allianz. die kroatische telekom-next level consulting ist österreichischer marktführer für projekt- und prozessmanagement sowie führend bei der entwicklung von projekt- und prozessorientierten organisationen. www.nextlevelconsulting.eu harry schiffer www.photodesign.at 43 (0) 664 342 75 46 bene defniert das büro als kristallisa­ tionspunkt der unternehmenskultur. bürogestaltung ist ein wichtiger er­ folgsfaktor: identität, werte und kultur eines unternehmens werden so räumlich erlebbar“, erklärt peter sablatnig, ge­ schäftsführer von bene graz. das büro von heute verlangt nach vielfäl­ tigen gestaltungsmöglichkeiten und ab­ wechslungsreichen zonen und bereichen. mit den neuen produkten, farben und materialien von bene lassen sich alle ar­ beitsbereiche inspirierend, lebendig und motivierend gestalten. zu erleben, zu se­ hen und „hautnah“ auszuprobieren sind diese bürowelten im bene­schauraum in der grabenstraße 23 in graz. bene ag – graz, 8010 graz, grabenstraße 23, tel. 0316/82 12 71 , fax dw -2817, offce@bene.com, www.bene.com willkommen zum wohlfühlen seit der gründung im jahr 1973 ist bene mit einer eigenen niederlassung in der steiermark vertreten und behauptet sich als marktführer. von graz aus betreut das bene­team die gesamte steiermark. mit bene­produkten können alle zonen und bereiche des büros eingerichtet wer­ den. das durchgängige portfolio umfasst systemmöbel, programme für manage­ ment, besprechung und konferenz, sitz­ möbel sowie raumgliederungselemente (raumsysteme). produkte international führender hersteller wie wilkhahn, wal­ ter knoll oder fritz hansen ergänzen das sortiment des komplettanbieters. zahl­ reiche referenzen beweisen die lösungs­ und servicekompetenz von bene als bü­ roraumgestalter und ­einrichter – auch in der steiermark: mayr melnhof holz in leoben, kunsthaus, andritz ag, avl list, helmut­list­halle und mercedes witt­ war in graz sind nur die namhaftesten von zahlreichen beispielen. als erfolgreicher gesamtausstatter moderner bürowelten bietet bene überzeugende lösungen – zum erleben und angreifen im schauraum in graz. tos_2008_kern.indd  93 13.10.2008  15:51:35 uhr</Page><Page Number="94">94 top of styria 2008 china der chinesische weg e inem engagement mit china wur-de in den jahren vor 2000 noch mit unverständnis oder bewun-derung begegnet. in den jahren des booms nach 2002 wurde das thema in einer relativ kurzen zeit aktuell. das gilt auch für die erkenntnis, dass china eine stark wachsende wirtschaft betreibt. die zertifizierung europäischer und us-amerikanischer werke nach chine-sischen produkt- undqualitätsstandards verhalf mir, sowohl die chinesischen behörden, als auch die vorgangsweise der westlichen betriebe in china besser zu verstehen. während einer studien-reise nach china im märz dieses jahres standen die themen qualitätssicherung und qualitätsverblassung in china im vordergrund. technologietransfer es herrscht der glaube, dass prozesse, welche in europa über mehrere jahre perfektioniert wurden, alleine dadurch zu implementieren sind, indem man ein paar anweisungslisten nach china sen-det – und vor ort werden diese prozesse dann durchgeführt. man sollte aber ein gutes verständnis dafür entwickeln, das menschen aus entfernten ländern, mit denen man großteils keine gemeinsame sprache hat, prozesse nicht in der kurzen zeit umsetzen können, wie man sich das in europa und den usa erwartet. sprache viele dokumente werden in deutsch verfasst, und übersetzungen werden teilweise nur sehr spärlich durchgeführt. auch hier herrscht die einstellung, dass die chinesischen mitarbeiter problemlos diese dokumente übersetzen können. die groben daten können sehr wohl übersetzt werden, es scheitert aber meistens an zusatzbemerkungen, die spezifisches fachvokabular enthalten. ein weiteres problem ist eine englische übersetzung in österreich und deren interpretation in china. qualitätsmanagement das thema qualität und china ist wohl eines der am meisten angesprochenen: es wird im allgemeinen angenommen, dass das chinesische produkt nach westlichen plänen und muster produ-ziert wird und daher unserer qualität entsprechen muss. dies ist aber so nicht korrekt, weil der lokale anteil an un-terkomponenten in china recht hoch gehalten werden soll und unternehmen die lokale beschaffungskette teilweise nicht im griff haben. eine unterschei-dung sollte daher stark unter rein chine-sischen und produkten von westlichen firmen stattfinden. behörden der umgang mit behörden hat sich in den letzten jahren zwar stark vereinfacht, ist aber dennoch stets genau im auge zu behalten, da viele genehmigungen nach wie vor über behörden abgewickelt werden müssen und viele aufträge von staatsnahen firmen oder behörden ver-geben werden. meine empfehlung wirkt relativ einfach, kann aber erheblichen aufwand verursachen: führen sie die prozesse so durch, wie sie von den be-hörden vorgeschrieben werden. meine schlussfolgerung: china ist nach wie vor ein sehr zukunftsträchtiger markt. ob es in china so wie in den usa den vorhergesagten großen crash we-gen der überhitzung geben wird, bleibt abzuwarten. sicher ist nur, dass china spannend bleiben wird, unternehmen sich stets ein aktuelles, korrektes bild machen und die grundverhaltenswei-sen nicht außer acht lassen sollten. walter grimm dabei sein ist alles. das motto galt nicht nur für die olympischen spiele 2008, sondern lange auch für die china- beziehungen der europäischen, österreichischen und steirischen wirtschaft. mittlerweile ist nüchternheit der euphorie gewichen. an den start zu gehen, bedeutet nicht zwangsläufig, eine medaille heimzubringen. walter grimm ist geschäftsführer der cisema, eines dienstleistungs- und beratungsunternehmens zur unterstützung mittelständischer unternehmen, die schnell und ef-fizient in china fuß fassen wol-len. das unternehmen bietet ein umfassendes portfolio für den markteintritt. „ein weiteres problem ist eine englische über- setzung in österreich und deren interpre- tation in china.“ „führen sie die  prozesse so durch, wie sie von den behörden vorgeschrieben werden.“ tos_2008_kern.indd  94 13.10.2008  15:51:37 uhr</Page><Page Number="95">95 top of styria 2008 45780_g_anz_styria_01_icv2.innd  1 12.09.2008  10:34:54 uhr tos_2008_kern.indd  95 13.10.2008  15:51:41 uhr</Page><Page Number="96">96 top of styria 2008 china 2005 hat die zur knill grup-pe gehörende rosendahl ma-schinen gmbh einen montagebetrieb in china aufgezo-gen – und sich 2007 wieder zurückgezo-gen. eine erklärung? für den rückzug gab es eine reihe von gründen. zusammenge-fasst: wir konnten mit unserem produkt, bei dem es um eine reine einzelteilfertigung ging, bei vertretbaren kosten unsere qua-litätsziele nicht erreichen. das lag unter an-derem daran, dass die chinesischen fach-arbeiter die entsprechenden standards nur dann – und auch das mit einschränkungen „äpfel mit äpfeln vergleichen“ – einhalten konnten, wenn unsere exper-ten vor ort waren. immer wieder war es auch notwendig, bestimmte teile einzu-fliegen. das führte zu einer deutlichen steigerung der logistikkosten, die letztlich die günstigeren personalkosten ‚aufgefres-sen’ haben. auch im materialbereich gab es probleme: wir hatten etwa den fall, dass chinesischer ‚edelstahl’ zu rosten be-gann… unterm strich waren die in china erzeugten produkte bei schlechterer qua-lität teurer als die produktion in der steier-mark. wenn man die vor- und nachteile in china und europa abwägt, sollte man alle aspekte ins kalkül ziehen – um ‚äpfel mit äpfeln zu vergleichen’. dazu kommt der respektlose umgang mit ‚intellectual property’: wir haben in china die erfahrung gemacht, dass man mit der beauftragung eines sublieferanten oder dem verkauf einer maschine an einen chi-nesischen kunden immer damit rechnen muss, sein know-how äußerst billig und unfreiwillig an einen künftigen mitbewer-ber abgegeben zu haben. mag. christian und georg knill sind geschäftsführer der knill gruppe. christian knill ist obmann der spar-te industrie in der wk steiermark, georg knill ist vorstandsmitglied der iv steiermark. wir sind mit dem olym-pischen komitee im jahr 2003 über einen partner in kontakt gekommen, der in peking lebt. nach mehreren besuchen in peking und sehr aktiver wer-bung haben wir 2006 den lieferauftrag zur solarausstattung imolympischen dorf bekommen. im übrigen einer der seltenen fälle, in denen manuelle arbeit von ös-terreich nach china exportiert worden ist. „man wird sehr genau durchleuchtet“ wichtig ist unserer erfahrung nach, dass man als unternehmen einen vertreter vor ort hat und die andere, sehr komplexe kultur übersetzt bekommt. da es sich bei den olympischen spielen um ein leitpro-jekt gehandelt hat, war auch der kontakt zur politik wichtig. man wird natürlich vor der auftragsvergabe sehr genau durch-leuchtet, muss referenzen vorlegen, al-lerdings keine technischen details preisge-ben. andere anbieter wollten die anlage herschenken, die chinesen haben abge-lehnt. jetzt sind einige weitere projekte für china in der planungsphase. unser erfolg in china wird auch in anderen märkten registriert. so hat sich nunmehr auch eine delegation aus japan angesagt. dr. christian holter ist geschäfts-führer der s.o.l.i.d. gesellschaft für solarinstallationen &amp; design  m. b. h. natürlich spielt der kultu-relle unterschied in ge-schäftsbeziehung mit china eine rolle, man sollte ihn aber auch nicht überschät-zen: chinesen erwarten nicht, dass wir uns wie chinesen verhalten. ob in chi-na oder in anderen regionen der welt, wenn es um geschäfte geht, sind die interessenslagen relativ unabhängig vom kulturellen hintergrund. evident ist das problem der sprache. ingenieure in den „kopiert wird nur, wer gut ist“ betrieben sprechen meist nicht gut genug englisch. da braucht man dolmetscher. das risiko, dass chinesen technologien kopieren, ist bekannt. in unserem fall geht das aber so einfach nicht. der plan einer anlage reicht nicht dafür aus. im übrigen würde ich mir sorgen machen, wenn nicht versucht wird, mein produkt zu kopieren. das hieße nämlich, dass das produkt nicht gut genug ist. wer eine kopie kauft, den hat das unternehmen auch nicht als kunden verloren, weil er ja nie kunde war. wer kopiert wird, hat einen namen. und jede kopie macht den markennamen noch bekannter. harald holzgruber ist geschäfts-führer der inteco technologies. das unternehmen stellt um umschmelz­ anlagen her, in denen spezialstäh-le für flugzeug- und raumfahrtin-dustrie sowie die medizin produziert werden. seit sechs jahren ist in inteco in china aktiv. chinesische erfahrungen tos_2008_kern.indd  96 13.10.2008  15:51:44 uhr</Page><Page Number="97">97 top of styria 2008 ivm technical consultants die technischen experten ivm technical consultants wien – linz – graz – salzburg ivm technical consultants ist ein engineering dienstleister für die österreichische &amp; internationale industrie. seit 1979 unter-stützen wir unsere kunden in österreich bei innovativen pro-jekten. wir stellen expertenwissen zeitgerecht und genau nach bedarf zur verfügung und bringen damit den entscheidende marktvorteil. unser leistungsspektrum umfasst projektunter-stützung und beratung in folgenden fachbereichen; software &amp; it-solutions, elektronik &amp; elektrotechnik, maschinenbau &amp; konstruktion, anlagenbau &amp; automatisierungstechnik sowie weiterbildung &amp; schulung. mit diesem breiten spektrum an fachlichem und brachenspe-ziﬁschem know-how stehen wir europaweit an der spitze der hochqualiﬁzierten engineering dienstleister. diese qualität sichern wir mit intensiver fachlicher und persönlicher weiter-bildung für unsere mitarbeiterinnen im ivm campus.  ivm fachbereiche  4 software &amp; it-solutions 4 elektronik &amp; elektrotechnik 4maschinenbau &amp; konstruktion 4anlagenbau &amp; automatisierungstechnik 4weiterbildung &amp; schulung ivm niederlassung graz freiraum business center liebenauer hauptstraße 2-6, stiege d, 8041 graz telefon: 43/316/468 221-0, telefax: 43/316/468 221-9 e-mail: graz@ivm.at www.ivm.at der handel mit stahlprodukten und die bearbeitung von stahl sind die kernkompetenzen unseres unternehmens. kovac stahl hat seinen sitz in graz und beschäftigt an 6 standorten rund 150 mitarbeiter, die mit großer kompetenz unsere kunden betreuen. durch kontinuierliches wachstum zählen wir heute zu den führenden anbietern in österreich sowie auf ausländischen märkten – steigen-de exporte verzeichnen wir unter anderem nach slowenien, kroatien, bosnien und ungarn. seit über 40 jahren vertrauen unsere kunden den leistungen der kovac stahl. das traditionsreiche familienunternehmen wurde 1967 gegründet und hat sich zu einem modernen stahlhandel und stahlservicebetrieb entwickelt, der alles aus einer hand liefert. ehrgeizige wachstumsziele in verbindung mit umfangreichen investitionen werden auch in den nächsten jahren die führende position des unternehmens weiter stärken. zentrale graz tel. 43 316 6094-0, fax dw 41 stahl@kovac.com betrieb brunn/gebirge tel. 43 1 699 26 00-0, fax dw 28 offce.brunn@kovac.com verkaufsbüro klagenfurt tel. 43 463 330 800-0, fax dw 50  offce.klagenfurt@kovac.com www.kovac.com verkaufsbüro zagreb tel. 385 1 24 55-044, fax dw -39 offce.zagreb@kovac.com verkaufsbüro marburg mobil 386 40 557 139, fax 43 316 60 94-58 offce.maribor@kovac.com verkaufsbüro zalaszentgrót tel. 36 70 242 7984, fax 36 83 362 474 offce.zgrot@kovac.com tos_2008_kern.indd  97 13.10.2008  15:51:47 uhr</Page><Page Number="98">98 top of styria 2008 zum schluss der unternehmergeist – was er braucht, um zu wirken e s geht ja alles so schnell: die grün-dung eines unternehmens geht heutzutage schon online. das ist gut so, denn wirtschaft und auswüchse der bürokratie vertragen sich nicht. gute und erfolgreiche unternehmen brauchen jedoch nicht nur weniger bürokratie, sie brauchen auch mehr „geist“ in form von innovationskraft, sprich: konzepte und – umgesetzte – ideen, die das wirtschaft-liche überleben nachhaltig sichern. und dabei steht die wirtschaftskammer mit einembreiten spektruman serviceleistun-gen allen steirischen unternehmerinnen und unternehmern zur seite. präsenz in den regionen der unternehmergeist wirkt keinesfalls nur in den städtischen ballungszentren. gerade in der steiermark zeigt sich, dass zahlreiche international erfolg-reiche top-unternehmen in den re-gionen angesiedelt sind. nicht zuletzt leisten gerade auch die kleinen und mittleren unternehmen einen wich-tigen beitrag zur gesamtwertschöpfung der steirischen wirtschaft, sie schaffen arbeitsplätze und sichern damit die (über)lebensfähigkeit ihrer region. dass die wirtschaftskammer mit ihren dienstleistungen stark in den regionen präsent ist, ist also nur eine logische schlussfolgerung. in den regionalstel-len bieten wir den steirischen unter-nehmen ein „service zum anfassen“: direkten und unkomplizierten kontakt und schnelle information. wk on tour im mai 2008 startete die initiative „wk on tour“, und die zwischenbilanz kann sich sehen lassen: an acht tour-ta-gen gab es 400 persönliche kontakte – vom nahversorger bis zum top-betrieb. bis mitte november wird es weitere zwölf „wk on tour“-tage geben. exper-tenteams besuchen unternehmen, um persönlich und im betrieb über deren an-liegen zu sprechen. denn das persönliche gespräch ist das beste und wichtigste kommunikationsmittel, gleichzeitig aber auch der weg, die umfassenden ser-viceleistungen der wk darzustellen und – wenn möglich – unmittelbar zu helfen. der direkte kontakt bringt aber auch mehr geschlossenheit bei den zentralen wirtschaftspolitischen forderungen. mehr als 10 neugründungen pro tag der direkte kontakt zählt vor allem auch dann, wenn es um die gründung von un-ternehmengeht.der bedarf dafür istmehr als vorhanden: wir rechnen damit, dass auch 2008 mehr als 4.000 unternehmen in der steiermark gegründet werden – das entspricht mehr als zehn neugrün-dungen pro tag. sofortservice 601-601 der unternehmergeist weiß auch, dass es oft rasch gehen muss, wenn entschei-dungen anstehen. daher ist tempo auch das stichwort für das sofortservice der wirtschaftskammer. unter der hotline 601-601 steht ein team aus erfahrenen expertinnen und experten zur verfü-gung und liefert schnelle antworten auf knifflige fragen, vom gewerbe-, unter-nehmens- und arbeitsrecht über för-derungen bis hin zu zoll oder steuern. darüber hinaus bietet die wirtschafts-kammer ein umfassendes service, das weit über das schnelle telefonat hinaus-geht. wussten sie etwa, dass für bau oder erweiterung von betriebsanlagen ein eigener ombudsmann zur verfügung steht? oder dass in zusammenarbeit mit dem ibm rechenzentrum eine eigene lohnverrechnungssoftware entwickelt wurde, die von 1.500 unternehmen mit über 17.000 mitarbeitern genutzt wird? oder dass die wirtschaftsmediatoren im streitfall versuchen, einen für beide sei-ten akzeptablen weg zu finden …? der geist weht überall die wirtschaftskammer weiß, was der un-ternehmergeist braucht. daher bietet sie ein umfassendes service, das von den mit-gliedsbetrieben auch massiv genutzt wird – egal ob ein-personen-betrieb oder „top of styria“-unternehmen. denn der geist weht überall – beim kleinsten genauso wie beim weltkonzern. klar ist, dass der unternehmergeist auch ein dichtes bran-chennetzwerk, top-bildungsangebote und eine durchsetzungsstarke interessenpolitik braucht – eben ein starkes netzwerk für alle unternehmerischen belange. thomas spann der unternehmerische „spirit“ wirkt in der steiermark. das ergebnis dieses wirkens zeigt sich in den erfolgreichen eck- daten der steirischen wirtschaft. als „unternehmergeist“ steht er jetzt auch im mittelpunkt einer wirtschaftskammer-kampagne. das ist gut so, denn die leistungen der unternehmer können gar nicht oft und hoch genug geschätzt werden. doch braucht der unternehmergeist entsprechende unterstützung, um aktiv werden zu können. mag. thomas spann ist direktor der wirtschaftskammer steiermark. tos_2008_kern.indd  98 13.10.2008  15:51:48 uhr</Page><Page Number="99">www.raiffeisen.at könnte ihre firma nicht etwas größer sein? nützen sie die zahlreichen unternehmens-förderungen und sprechen sie mit einem raiffeisenberater. wäre doch schade, würde ihr unternehmen nicht wachsen. darum: was immer sie unternehmen – wichtig ist die richtige bank. newbusiness_210x280abf4c.qxp 09.11.2005 12:55 seite 1 haben sie sich schon gefragt, womit ihre zahnbürste geformt wurde? woraus die turbine besteht, die ihnen elektrischen strom liefert? woraus sicherheitsbauteile in flugzeugen bestehen, aus welchem werkstoff ihre rasierklinge besteht oder womit leiterplatten gepresst werden? aus edelstahl. diese liste könnten wir unendlich fortsetzen, denn es gibt beinahe keine produkte, die nicht mit werkzeugen aus edelstahl produziert werden oder daraus bestehen. böhler liefert an beinahe alle industriezweige werkstoffe, in über 200 stahlsorten, in den ausführungsvarianten stabstahl, schmiedestücke, bleche, spezialprofile, band-stahl sowie schweißzusatzwerkstoffe und konzentriert sich dabei auf werkstoff-lösungen für höchste ansprüche. damit das so bleibt, investiert böhler ständig in neueste produktionsanlagen und in die weiterbildung seiner engagierten mitarbeiter. zum wohle aller. böhler edelstahl gmbh &amp; co kg, a-8605 kapfenberg, mariazeller straße 25 telefon 43-3862-20-37181, fax 43-3862-20-37576, e-mail: info@bohler-edelstahl.com, www.bohler-edelstahl.com auch handygehäuse werden in böhler werkzeugstählen spritzgegossen. tos_2008_umschlag.indd  3 13.10.2008  15:33:08 uhr</Page><Page Number="100">4uboepsu4ufjfsnbsl /fvmboecfusfufo 8foo joopwbujwf6oufsofinfoefocftufo4uboepsu tvdifo gisu bo efs 4ufjfsnbsl lfjo 8fh wpscfj ,fjof boefsf ztufssfjdijtdif 3fhjpo csjohu tp wjfmf joopwbujwf 1spevluf voe %jfotumfjtuvohfo bvg efo .bslu xjf ejf 4ufjfsnbsl .ju fjofs 'pstdivoht &amp;ouxjdlmvoht2vpuf wpo  mjfhu ejf 4ufjfsnbsl cfsfjut tfju bisfocfsefobohftusfcufo&amp;6;jfmfo gs (soef ebgs tjoe fjof ifswpssbhfoef "vtcjmevohtvoe'pstdivohtmboetdibguefslpotf rvfouf "vgcbv wpo /fu[xfslfo voe mvtufso tpxjf ojdiu [vmfu[u .fotdifo ejf tjdi evsdi /fvhjfsef )bsuojdljhlfjuvoe6oufsofinfshfjtubvt[fjdiofo iuuqtghbuofvmboe 4ufjsjtdif8jsutdibgutgzsefsvohthftnc) "(sb[/jlpmbjqmbu[ 5fm&#xC; i-punkt. graz tos_2008_umschlag.indd  4 13.10.2008  15:33:10 uhr</Page></Pages></Search>