top of styria | 2017
top of styria 39 2017 Foto: QinJin/Shutterstock Durch die Kombination von steirischem Know-how und Ingenieursleistungen vor Ort profitieren aber auch die öster- reichischen bzw. europäischen Zuliefe- rer, denn in Nanjing werden nur Kom- ponenten gefertigt. Praktikable Sicherheit mit steirischem Know-how Ein weiteres Beispiel dafür, dass der Fer- ne Osten ein lohnendes Ziel für die stei- rische Industrie ist, liegt übrigens im be- nachbarten Laos. SinTion ist ein von der Christof Industries Group entwickeltes Gerät, mit dem infektiöser Abfall aus dem Spitals- bzw. Gesundheitsbereich durch eine Kombination von Mikrowellen- und Dampfbehandlung desinfiziert wird. Solche Abfälle fallen überall an – wur- den (und werden) aber wegen mangeln- dem Know-how und fehlenden Müllver- wertungs-Ressourcen viel zu oft auf her- kömmlichen Deponien entsorgt – poten- zielle Übertragung via Ratten, Katzen, Hunde und Vögel inklusive. Das birgt gerade in tropischen und subtropischen Klimazonen mit zum Teil nur weitma- schiger Gesundheitsversorgung ein nicht unbeträchtliches Gesundheitsrisiko für einzelne Menschen – schlimmstenfalls sogar ein Epidemierisiko. SinTion ist klein, einfach zu handha- ben und benötigt lediglich normale Wasser- und Stromanschlüsse. Für den Betrieb sind keine Chemikalien nötig, sodass extrem gefährlicher Müll aus infizierten Mulltupfern, Spritzen oder Geweberesten vor Ort ebenso praktisch wie günstig und sicher desinfiziert wer- den kann. Ähnliches gilt für ShredTion, einen Shredder, der die Volumina der nicht mehr infektiösen Spitalsabfäl- le drastisch verkleinert. Dass die Inge- nieursleistung in diesen so simpel aus- sehenden Devices extrem komplex ist, versteht sich – „Made in styria” – von selbst. Aus demklassischen „GoWest” sollte also vielleicht doch ein „Go East” werden. #
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