top of styria | 2017

52 top of styria 2017 Lebenswerk Angelika und Otto Kresch 1990 gründeten Angelika und Otto Kresch Remus – mit fünf Beschäftigten. Aus dem un- ternehmerischen Parforce- Ritt (Angelika Kresch: „Ich wusste eben, es ist beina- he unmöglich, aber wir wer- den es schaffen!“) wurde eine große Erfolgsstory mit mehr als 600 Mitarbeiterin- nen und Mitarbeitern. Be- reits sieben Jahre nach dem Start konnten die Kreschs ih- ren ehemaligen Arbeitgeber Sebring kaufen. Es entstand die Remus-Sebring-Gruppe, die heute als Remus-Sebring- Xentis-Gruppe firmiert – Xen- tis ist ein Karbon-Spezialist, der im Radsport einen ähnli- chen Ruf genießt wie Remus- Sebring im Motorsport. Technik-Chef Otto und „Außen- ministerin“ Angelika Kresch erwiesen sich als Dreamteam. Hochtechnologie, Kult-Marke für die sportliche Automobil- und Motorradszene, Zulieferer für die Industrie, das alles ge- hört zur Remus-Sebring-DNA. 2015 verkauften Angelika und Otto Kresch knapp drei Viertel ihres hochprofita­ blen Unternehmens mit den Standorten in der Weststeier- mark (Bärnbach und Voits- berg) sowie in Bosnien und Herzegowina an ARP Twenty- one, eine Gesellschaft, hinter der Hans Peter Haselsteiner und Stephan Zöchling stehen. Einerseits, um sich selbst ein wenig zurücknehmen zu kön- nen, andererseits, um noch mehr Kraft für die dynami- sche Expansion des Unterneh- mens zu gewinnen. Zusätz- lich fungieren die Kreschs auch als tatkräftige Förderer für branchenverwandte Start- ups und Hoffnungsträger. Angelika Kresch ist zudem Obfrau der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Steiermark und Mitglied des Bundesvorstandes der Indus- triellenvereinigung. Sie enga- giert sich für die Ausbildung junger Menschen, speziell auch für Technikerinnen. In Österreich bleibt Otto Kresch gerne im Hintergrund, in Bos- nien und Herzegowina wurde er 2014 vom Unternehmer- verband mit dem Preis für das beste Auslandsinvest- ment ausgezeichnet. Produktion 1 Stefan Pieper, Siemens Transformers Der gebürtige Deutsche aus dem Sauerland ist seit 2013 Geschäftsführer der Siemens AG Österreich, Transformato- ren Weiz, und gleichzeitig Pro- kurist der Siemens AG Öster- reich. Seine Laufbahn bei Sie- mens hat Pieper, promovier- ter Maschinenbau-Absolvent der RWTH Aachen, schon 1995 in Deutschland begon- nen, 2009 wechselte er nach Ungarn. In Weiz leitet er den weltweit größten Siemens- Standort für die Entwicklung und den Bau von Transforma- toren mit 1.200 Mitarbeitern und Lehrlingen. Als Standort ist Weiz schon seit 125 Jahren Fotos: Croce & Wir, Siemens AG, Elin Motoren, Furgler Lebenswerk Produktion Angelika und Otto Kresch 1 Stefan Pieper 2 Gustav Hauschka 3 Manfred Kainz

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