top of styria | 2020

10 top of styria 2020 „Für die Entwicklung und Umsetzung zum Beispiel ganz neuer Business- Ideen – insbesondere digitaler Produkte – haben wir etwa bis zu 60.000 Euro Innovationsförderung zu vergeben.“ Foto: Wolf KLUGE Förderung Über das Fordern und Fördern … Die wirtschaftliche Förderkulisse der Steiermark in bewegten Zeiten Barbara Eibinger-Miedl Barbara Eibinger-Miedl ist Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissen- schaft und Forschung. W er Wirtschaft för- dert, hat einen Auftrag, eine Mis- sion: Eine moder- ne und zeitgemäße Wirtschafts- förderung hat Unternehmen auf ihrem Erfolgsweg bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten. Diese Unterstützung ist immer eine punktuelle und sehr stark anregende, daher ist die Förde- rungsstrategie der Steiermark auch auf Impulse aufgebaut. Die dafür eigens eingerichtete zu- ständige Landesstelle, die Steiri- sche Wirtschaftsförderungsge- sellschaft – SFG, verstärkt und be- schleunigt wirtschaftliche Inno- vationen und Entwicklungen im Land und ist damit beteiligt am Aufbau von Wirtschaftsentwick- lungen, Fortschritt, Wandel, Re - formen, Arbeitsplätzen und nicht zuletzt an der Steigerung unser aller Lebensqualität. „Neues denken, Neues fördern“ – unsere Überzeugung Und wir nehmen uns selbst beim Wort. Wir brauchen Menschen, die die Zukunft nicht abwarten, sondern aktiv mitgestalten. Für die Entwicklung und Umsetzung zum Beispiel ganz neuer Busi- ness-Ideen – insbesondere digita- ler Produkte – haben wir etwa bis zu 60.000 Euro Innovationsförde - rung zu vergeben. Denn Ideen und Kinder haben etwas gemeinsam: Wenn sie auf die Welt kommen, sind sie allein noch nicht lebensfähig. Um sich zu starken, selbstständigen We- sen zu entwickeln, brauchen sie die Zeit, Leidenschaft und Auf- merksamkeit derjenigen Men- schen, denen sie am Herzen lie- gen. Wenn Schritt eins also der gute unternehmerische Einfall ist und der Projektabschluss ein marktreifes Produkt, dann liegt dazwischen ein steiniger Weg – aber auch die SFG als ihr verläss- licher Partner. Die steirischen Unternehmen produzieren laufend intelligente neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. In einer Ar - beitswoche erreicht die Landes- wirtschaftsförderungsstelle im Schnitt alle 36 Stunden ein An - trag auf Innovationsförderung. Jährlich werden zwischen 400 und 500 Patente angemeldet. Denn Wirtschaft im 21. Jahrhun - dert bedeutet Innovation. Gerade in volatilen Zeiten wie diesen wissen wir, wer krisensi- cher erfolgreich sein will, muss in der Lage sein, Trends vorauszu- ahnen und künftige Entwicklun- gen nach Möglichkeit auch nach- haltig selbst zu gestalten. Es gibt aber auch andere Situ- ationen, beispielsweise fehlen manchmal bis ins Ziel nur noch ein paar Meter bis zum geplan- ten Bestimmungsort. Ein Produkt ist fast fertig – bis auf den letz- ten Schliff, oder der Maschinen - park ist endlich auf „state of the art“ getrimmt, wäre da nicht die- se eine Maschine, die fehlt? Hät- te der Vertrieb nur noch eine tat- kräftige Mitarbeiterin oder einen engagierten Mitarbeiter mehr, stiege der Umsatz signifikant. Die Umsetzung scheitert oft an ei - ner Finanzierung für KMU – klas- sische Finanzierungswege versa- gen oder reichen nicht aus. Dafür haben wir eine Lösung parat: Ho- len Sie sich für derartige Heraus- forderungen und Vorhaben die SFG als stille Gesellschafterin an Bord. Bei über 50 Unternehmen in der Steiermark quer durch viele Branchen und Regionen ist die Landesfördergesellschaft als Skipper bereits dabei. MUT als steirische Schubkraft – volle Innovation voraus DerSchrittindieberuflicheSelbst - ständigkeit birgt enorme Chan- cen, Herausforderungen und Risiken. Rund 4.000 Steirerinnen und Steirer entscheiden jährlich, dass sie das Abenteuer wagen. Sie entscheiden sich bewusst da- für, eine Vision zu verfolgen, et- was Neues anzupacken, die Ge- schäftsidee wahrzumachen, der individuellenArbeitsweise Raum zu geben, zeitlich flexibel zu werden: nur einige gute Gründe, um unternehmerisch tätig zu werden. Am Anfang war die Idee und die Idee war gut. Um daraus ein er- folgreiches Unternehmen zu ma- chen, braucht es Schubkraft – sprich Kapital. Genau hier setzt beispielsweise die Risikokapi - taloffensive an: Diese Finanzie - rungsmaßnahme bringt Eigen- kapital für innovative Durchstar - ter im Bereich der Digitalisierung. Gemeinsam mit einem erfahre- nen Privatinvestor – Business An- gel oder Venture-Capital-Unter- nehmen – investiert die SFG in ein vielversprechendes Projekt und öffnet dazu obendrein die Türen zu wertvollem Know-how und ei- nem beachtlichen Netzwerk. Im Zentrum für diese Finanzie- rungsart stehen dabei hochin- novative Kleinst- und Kleinun- ternehmen (weniger als 50 Mit - arbeiterInnen) in der Seed- und Startup-Phase (Gründung vor maximal fünf Jahren) aus dem

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