top of styria | 2020
top of styria 17 2020 KLUGE Förderung „Man hat weder eine entsprechende Versorgungsstrategie geschaffen, noch im Sommer ausreichend effiziente Test kapazitäten generiert, noch die Tests spürbar günstiger gemacht – was durch normale Skaleneffekte erreichbar sein müsste.“ geleistet und wurden auch häufig entsprechend gewürdigt. Wenn man allerdings die Landes sanitätsdirektionen und die Standesvertretungen in Sachen Testungen betrachtet, so wurden hier wieder einmal altbewährte Muster der Grabenkämpfe be- trieben. Man hat weder eine ent- sprechende Versorgungsstra tegie geschaffen, noch im Som - mer ausreichend effiziente Test - kapazitäten generiert, noch die Tests spürbar günstiger ge- macht – was durch normale Ska- leneffekte erreichbar sein müss - te. Man hatte kein Interesse da- ran, die jeweiligen Gesundheits- behörden und Bezirksbehörden so zu modifizieren, dass inner - halb von Tagesfrist agiert wer- den konnte. Das wäre aber für ein wenig Normalität bei Ar- beit, Schule und Leben an sich äußerst wichtig. Jedenfalls wäre es ein Beitrag zur Aufrechter- haltung der Binnennachfrage, denn gerade wenn das große Umfeld krankt, sind Klein- und Mittelbetriebe ein wichtiges Seg- ment, das aufgrund von Flexibi- lität und Dynamik eine wertvol - le Stütze sein kann. Man muss Handel, Gewerbe und Dienstleis - tungen jedoch ein Mindestmaß an Spielraum lassen. Ein weiterer Kritikpunkt in die- sem Zusammenhang: Ein wich- tiger Hoffnungsträger in Krisen sind junge UnternehmerInnen, die trotzdem den Mut zu Grün- dungen haben. Auf den Universi- täten werden viele Initiativen zu Gründung und Entrepreneurship gesetzt und junge Leute animiert. Dann muss man aber auch fra - gen, inwieweit ergibt sich für die- se zarten Pflänzchen weiterhin eine Existenzbasis? Diese jungen Menschen haben sich mit Haut und Haar ihren Geschäftsideen und damit zusätzlicher Wert- schöpfung für den Standort ver- schrieben. Man hat das Gefühl, sie sind nunmehr in die hinteren Reihen jener gerückt worden, für die man was tun will. Österreich hat sich in der ersten Phase der Pandemie durchaus als ein Land mit einer guten Co- rona-Politik etablieren können. Für die absehbare Wiederkehr hoher Infektionszahlen wurden die notwendigen Vorbereitungen jedoch zugunsten von politischen Scharmützeln im Sommer hint- angestellt, ohne den Ernst der Si- tuation zu erkennen. Das war auch ein förderpoliti - scher Fehler, denn, wie gesagt, der Anteil jener Komponenten an einer Wirtschaftsförderung, die nichts mit Geld zu tun haben, wird immer noch unterschätzt. SICHERHEIT. VERTRAUEN. ZUKUNFT. SEIT ÜBER 190 JAHREN. Grazer Wechselseitige Versicherung AG Tel. 0316-8037-6222 · service@grawe.at Herrengasse 18-20 · 8010 Graz www.grawe.at Die Versicherung auf Ihrer Seite.
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