top of styria | 2020
top of styria 2020 53 Fotos: bigshot.at/Christian Jungwirth, Brainsworld, Luef, DEWESoft Martin Grabmayer 1 Christian PURRER 2 Iris FILZWIESER 3 Patrick RATHEISER 3 Herbert WERNIGG TOPS of styria Innovation [1]ChristianPurrer(EnergieStei - ermark) ist kein junger Wilder. Der Bauingenieur und Wasser - bauer ist seit mehr als 30 Jahren im Energieversorgungsunterneh- men des Landes Steiermark tä- tig. Seit 2012 ist er Vorstandsspre - cher der Energie Steiermark. Für Innovation steht er dennoch: Das in der Steiermark allgegenwär- tige weiße E auf grünem Grund ist auch Symbol für Regionalität, Ökostrom aus der Steiermark, Elektromobilität und Photovol- taik. Das Unternehmen erfindet sich also ständig neu, ohne dabei seine traditionellen Werte auf- zugeben. „Eine starke regionale Präsenz und ein breites Portfolio an nachhaltigen Serviceleistun- gen sorgen erfreulicherweise für hohe Zufriedenheit am Markt“, fasste Purrer kürzlich in der WOCHE das „Erfolgsgeheimnis“ des immerhin viertgrößten Ener- gie- und Dienstleistungsunter - nehmens Österreichs zusammen. Seit kurzem ist Purrer auch Öster- reich-Präsident des Sportdachver- bandes ASVÖ. Steirischer Präsi- dent ist er schon seit 2003. [3] Patrick Ratheiser (Leftshift One) ist CEO und Co-Founder des 2017 gegründeten Unternehmens, das ein bemerkenswertes Verspre- chen abgibt: „Europas erste unab- hängige AI, die Ihre Freiheit res- pektiert“. AIOS (Artificial Intelli - gence Operating System) ist eine technische Entwicklungsumge- bung, auf der verschiedene Ap- plikationen und Anwendungen – „Skills“ – auch von zertifizierten Drittanbietern laufen. Sie ermög - lichen etwa, automatisiert Tex- te zu interpretieren, aus Sprache Text zu gestalten, Bilder zu ver- arbeiten und Daten zielgerichtet auszuwerten. Das stark wachsen - de Unternehmen beschäftigt rund 40 Mitarbeiter im Headquarter in Graz, und inMünchen. Forbes kür- te Leftshift One kürzlich zu einem der 30 vielversprechendsten KI- Jungunternehmen in der DACH- Region. Ratheiser, Betriebswirt (Universität Graz) und Informati- ker (FH Campus 02), hat sich mit seinenMitstreitern also viel vorge- nommen. Aber es gibt gute Grün- de anzunehmen, dass er das ange- strebte Ziel auch erreichen wird. [2] Iris Filzwieser (METTOP GmbH) ist promovierte Metall- urgin. 2005 gründete sie gemein - sam mit ihrem Ehemann An- dreas Filzwieser die Mettop. Das unabhängige Engineering- Unternehmen hat sich „auf die Op- timierung und Entwicklung von Technologien im Bereich metall- urgischer Prozesse spezialisiert. Mettop ist auf dem Gebiet der Pyro- sowie der Hydrometallurgie von Nichteisenmetallen tätig und seit kurzem auch mit innovativen Kühlsystemen für die Eisen- und Stahlindustrie vertreten“, heißt es in der Unternehmensdarstel- lung. Die Mutter von vier Kindern („meine Burnout-Vorsorge“, sagt sie selbst) ist seit Mitte 2020 auch Präsidentin des Forschungsnetz- werkes Austrian Cooperative Re - search (ACR). Dort will sie die Be - rührungsängste der kleinen und mittleren Unternehmen zur wis- senschaftlichen Forschung redu- zieren, um ihr Innovationspoten- zial auszuschöpfen. Zudem ist Filzwieser Co-Geschäftsführerin des Entwicklungsunternehmens UrbanGold GmbH. [3] Herbert Wernigg (Dewesoft GmbH) misst nahezu grenzenlos. Das Zentrum von Dewesoft liegt in Slowenien, die Dewesoft d.o.o. ist Eigentümer der steirischen DEWESOFT GmbH in Kumberg bei Graz. Das Unternehmen be - zeichnet sich selbst als „ein füh- render Anbieter von Messdaten- erfassungsgeräten“. Zurecht. Be- rühmte historische Gebäude wie das Kolosseum Rom werden mit der Dewesoft-Messtechnik über - wacht. Die Technologie kommt aber auch im Weltraum – hier heißt der Kunde NASA – und bei zahlreichen Formel-1-Rennställen zum Einsatz. „Ein kleines Stück des Weltmeistertitels wandert so- mit jedes Jahr in die Steiermark“, erzählte Herbert Wernigg dem Wirtschaftsinsider.com. Was ist das Rezept für den welt - umspannenden Erfolg? „Man muss bei dem, was man tut, nichts erfinden, sondern nur die Bedürfnisse abdecken können. Das Geheimnis lautet zuhören“, sagte Wernigg dazu in einem WOCHE-Gespräch.
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