top of styria 2021

36 top of styria 2021 D er COVID-19-Pandemie zum Trotz konnten die Top 100 Unternehmen der Steiermark auch 2020 ein erfolgreiches Geschäfts - jahr verzeichnen. Es wurde ein durchschnittlicher Umsatz von rund 396 Mio. Euro erzielt, bei ei - ner durchschnittlichen Beschäfti- gung von 1.941 Mitarbeiter:innen. Damit ergibt sich ein kumulierter Umsatz von rund 39,6 Milliarden, der nur knapp das Allzeithoch des letztjährigen Rankings ver - fehlt. Insgesamt war im letzten Jahr ein Spitzenwert von 194.147 Mitarbeiter:innen in den steiri- schen Top 100 beschäftigt, die durchschnittlich je 204.072 Euro an Umsatz pro Arbeitsplatz er- wirtschafteten. Auch heuer ist der Industriestandort Steiermark be- Martin Klösch, MSc BA, ist wis- senschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Unternehmensrech- nung und Controlling an der Karl-Franzens-Universität Graz. MMag. Dr. Oliver Schinnerl ist Lektor an der Karl-Franzens- Universität Graz. sonders hervorzuheben: die Un- ternehmen in der Branche „In- dustrie“ erwirtschafteten rund 28 Mrd. Euro – ca. 70 % des Top 100 Umsatzes. A Neben namhaften stei- rischen Unternehmensgruppen und Konzernen, die international bilanzieren, sind auch dieses Jahr wieder zahlreiche Neu- und Wie- dereinstiege im Ranking vertreten, die die Attraktivität und Lebendig- keit des Wirtschaftsstandortes un- terstreichen. Wie gewohnt wird die Entscheidung einzelner Unter- nehmen, nicht am Ranking teilzu - nehmen, respektiert. Wie auch in den vergangenen Jah- ren wurden die Unternehmensda- ten für das Ranking in enger Zu - sammenarbeit mit den Unterneh- men und mittels Online-Formular erhoben. Als Voraussetzung für eine Teilnahme beim Top 100 Ran - king galt ein in der Steiermark ge- legener Hauptsitz der Unterneh- mensgruppe oder ein steirischer Unternehmensstandort. Nach sorgfältiger Kontrolle der gemel- deten Daten wurde, unter Berück- sichtigung der Voraussetzungen, aus den zahlreichen Einreichun- gen das Ranking der 100 umsatz - stärksten Unternehmen ermittelt. Spuren einer Pandemie – Ein turbulentes Börsenjahr War 2019 noch ein sehr lukratives Jahr für Anleger, so kam der gro- ße Schock im März 2020 für die Märkte und die Menschen. Das Co- ronavirus erreichte uns. Aus ei- nem lokalen Ausbruch entwickel- te sich eine globale Pandemie und viele Märkte brachen ein. Im Lau- fe des Jahres erholten sich die Kur- se jedoch nach und nach und leg- ten teilweise rasante Kursrallys hin. Die Aktienmärkte schienen sich mit der Realwirtschaft immer mehr zu entkoppeln. Die Gründe für die starken Aufholjagden an den Börsen waren vielfach. Die Zentralbanken senkten die Leit- zinsen und pumpten Milliarden in die Märkte, Staaten initiier- ten weitreichende Konjunkturhil- fen, viele Menschen, welche noch nie an der Börse gehandelt haben, nutzten die Chance, um in den Ak- tienmarkt zu investieren und der Ausblick auf wirkungsvolle Impf- stoffe gab weitere Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage. Wäh- rend manche Branchen, wie etwa der Tourismus, die Gastronomie und die Hotellerie, besonders stark strauchelten, legten viele Technologiewerte, welche an eini- gen Märkten übermäßig stark ver- treten sind, besonders zu. Durch die veränderten Bedingungen mit Homeoffice und Co. waren deren Dienste besonders gefragt. Geht man davon aus, dass sich die Lage weiter normalisieren wird, so ist es wahrscheinlich, dass ande- re konjunktursensible Branchen, welche in der Krise besonders ver- loren haben, in den nächsten Mo- naten einen Aufschwung erleben werden. Wann diese „Normalisie- rung“ des täglichen Lebens jedoch die Märkte erreicht, ist ein großer Unsicherheitsfaktor. Während aufgrund obiger Fakto- ren einige Indizes das Jahr 2020 mit positiven Renditen beende - ten, schaffte der ATX trotz star - ker Erholung keine vollständi- ge Rückkehr zum alten Hoch und verzeichnete einen Rückgang von 12,77 % und schloss mit rund 2.780 Punkten. Die Krise machte natur- gemäß auch nicht vor den steiri- schen börsennotierten Unterneh- men Halt, doch auch in der Kri- se bot sich hier wieder eine be- sonders attraktive Investition. Die steirische AT&S Austria Technolo- gy & Systemtechnik AG zeigte sich mit einer Aktienrendite von rund 30 % besonders lukrativ. Die Aktienkurse wurden um Kapitaltransaktionen adjustiert und auf 2 Stellen gerundet. Sind am angegebenen Tag keine Kurse verfügbar, entsprechen die angegebenen Kurse jenen am nächstliegenden Tag, an demKursinformationen verfügbar sind. Die verwendeten Kurse und Daten wurden aus der Datenbank Datastream entnommen sowie je nach Verfügbarkeit umDaten aus Aktienkursdatenbanken ergänzt. Datastream gibt die Kurse der Standardbörse an, es sei denn, es gibt zeitnähere oder Echtzeitkurse an einem anderen Handelsplatz. Alle Kurse sind in Euro angegeben mit Ausnahme der ams AG, deren Kurs in Schweizer Franken angegeben ist. Durch eine Änderung der Standardbörse kann es über die Jahre zu berichteten Kurssprüngen kommen, welche nicht die Kursentwicklung auf einer Börse widerspiegeln. Die Berechnung der Renditen erfolgt auf Basis der ungerundeten adjustierten Kurse. Die angegebenen Dividenden je Aktie entsprechen den im Jahr 2020 ausgeschütteten, sofern hier keine Abweichungen über das Wirtschaftsjahr zum Tragen kommen. 1 Total Shareholder Return = (Aktienkursgewinn/-verlust + Dividende)/Kurs zu Beginn des Jahres. Aktienperformance börsen­ notierter Unternehmen Kurs am 01.01.2020 Kurs am 31.12.2020 Dividende je Aktie Aktien- rendite Dividenden- rendite TSR 1 AT&S Austria Technology & Systemtechnik AG 20,06 26,10 0,25 30,11 % 1,25 % 31,36 % Andritz AG 38,40 37,48 1,00 -2,40 % 2,60 % 0,21 % ams AG 26,54 19,36 -27,06 % 0,00 % -27,06 % Durchschnitt 0,22 % 1,28 % 1,50 % Fotos: KK TOP 100 Die TOP 100 der Steiermark Martin Klösch & Oliver Schinnerl A MAGNA STEYR AG & Co KG wurde im Vorjahr in der Branche Sonstiges gemeldet. Ohne das Unternehmen entfallen 59 % des Umsatzes auf die Branche Industrie .

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