top of styria 2021
top of styria 47 2021 StyriAnBusiness nächsten Tour entleert. Über- quellende Behälter und unnö- tige Wegstrecken für halbleere Behälter sowie überladene Müllsammelstationen gehören damit der Vergangenheit an. Die automatisierten Abläufe sparen Zeit und optimieren die Kosten, sowohl für Betriebe als auch für Kommunen. Die höhe- re Transparenz über das Kun- denportal liefert dem Kunden eine punktgenaue Abrechnung und Daten auf Knopfdruck. Optimal disponierte Müllfahr- zeuge verringern den Verkehr und CO 2 -Ausstoß. Die Austria Glas Recycling tes- tet bereits seit einiger Zeit das System erfolgreich mit dem Ge- meindeverband Horn sowie der Stadt Villach. Der Mehrwert der bedarfsorientierten Abholung überzeugt auch gestandene Öko-Pioniere wie Chocolatier Zotter. Seit dem Frühjahr 2019 wird die Abfallentleerung dank Sensor ANDI vollautomatisch durchgeführt. Neue Tools forcieren Abfalltrennung Die F&E-Spezialisten von Sau- bermacher haben in Koopera- tion mit anderen Firmen und Forschungseinrichtungen mit dem sog. Wertstoffscanner eine Technologie zur Verbes serung der Mülltrennung ent- wickelt. Im Heck der Müllfahr- zeuge ist ein Kamerasystem eingebaut, das mit Hilfe Künst- licher Intelligenz erkennt, ob im Restmüll Fehlwürfe wie etwa Plastikverpackungen sind. Denn einmal in der grauen Tonne entsorgt, sind wichtige Sekundärrohstoffe wie Altpa- pier und Biomüll für das Re cycling unwiederbringlich ver- loren. Dank des automatisier- ten Rückmeldesystems wird durch direktes Feedback, z. B. an Haushalte, das Mülltrennver halten verbessert. Derzeit lan- den noch immer bis zu 2/3 Fehlwürfe im Restmüll. Allein durch richtige Mülltrennung in diesem Bereich könnten öster- reichweit rund 350.000 Tonnen CO 2 eingespartwerden. Inmehr- eren Gemeinden sowie aus gewählten Betrieben in Öster reich und der Schweiz laufen Tests mit dieser Technologie. Öko-Vorkämpfer ernten Anerkennung Die enge Zusammenarbeit von Industrie, Universitäten und Ent- sorgungswirtschaft wird immer wichtiger, z. B. wenn es umneue Produkte bzw. die damit ein- hergehende Veränderung von Abfällen – Stichwort Lithium- Ionen-Akkus – geht. Das Auf- bereiten und Recycling von Lithium-Ionen-Batterien im in- dustriellen Maßstab ist einer der vielen Bereiche, die Saubermacher erfolgreich ge- meinsam umgesetzt hat. Des- halb erhalten bahnbrechende Universitäts-Forschungspro jekte auf dem Gebiet Recycling in Slowenien und Österreich mit dem Hans-Roth-Umwelt- preis wertvolle Unterstützung. Aber auch engagierte Umwelt- schützer werden seit heuer von Saubermacher geehrt: So ging die Auszeichnung „Held:in des Klimaschutzes“, gestiftet von Saubermacher, an Severin Pock, den die Geburt seines ersten Kindes veranlasste, auf seine Art die Welt zu retten. Allein oder mit seiner Familie sammelt und sortiert Pock mindestens zweimal die Woche, was an- dere im Raum Graz achtlos an Straßenrändern, in Parks und Wäldern wegwerfen. 2020 gründete er auf Facebook die Müllsammelgemeinschaft „No time to waste“, 800 Fans folgen ihm in der DACH-Region. Auch ihm geht es wie Saubermacher darum, dass keine Abfälle ver lorengehen, sondern wieder neue Rohstoffe entstehen und die Ressourcen unseres Plane- ten geschützt werden. Mehr unter: www.saubermacher.at Glas zu sammeln ist clever. Noch cleverer ist intelligente Glassammlung mit bedarfsgerechter Entleerung. Foto: Sommerauer Severin Pock ist der erste Saubermacher-Klimaschutzheld 2021.
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