top of styria 2022

top of styria 2022 46 Als einer der größten Spitals- und Pflegeheimbetreiber Europas, in dessen Spitälern jährlich die Behandlung, Pflege und Betreuung von rund 1,2 Millionen Patient*innen von über 18.000 Mitarbeiter*innen gewährleistet werden, zählt die KAGes zu den gesellschaftlich und volkswirtschaftlich bedeutsamsten steirischen Unternehmen. Als Betreiberin von 20 LKH-Standorten – darunter auch das LKHUniv. Klinikum Graz mit seinen 19 Universitätskliniken – sowie von 4 Landespflegezentren hat sie zudem auch einen entsprechend großen ökologischen Fußabdruck und damit auch eine große ökologische und gesellschaftliche Verantwortung. Eine Studie des österreichischen Klima- und Energiefonds belegt, dass der Gesundheitssektor mit sieben Prozent nationalem Anteil zu den größten Verursachern von CO2-Emissionen zählt. Leuchtturm der Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit in Bau und Betrieb der Spitäler und der sonstigen Einrichtungen wurde in der KAGes schon lange vor Umweltbewegungen wie „Fridays for Future“ oder der „Letzten Generation“ ganz großgeschrieben. Bereits seit 1999 kümmern sich Verantwortliche im Unternehmen darum, dass bei allen Aktivitäten und Entscheidungen stets die Auswirkungen auf Umwelt, Klimaschutz und Energie berücksichtigt werden. Mit großem Erfolg: So wird beispielsweise auf alle Arten von nachhaltiger und umweltschonender Energie zugegriffen, von der Sonne über den Wind bis zur Umgebungswärme in Luft, Abwasser und Erde – allein in den letzten fünf Jahren ist der Anteil der erneuerbaren Energien um 34 Prozent gestiegen. Dadurch konnten seit dem Jahr 2005 der flächenbezogene Energieverbrauch um 20 Prozent und die CO2-Emissionen um 66 Prozent reduziert werden. Umwelt-Strategie für morgen und danach Der Erfolgskurs der letzten Jahre hat die KAGes motiviert und neue ambitionierte Ziele anvisieren lassen. Mit der beschlossenen Klima- und Energiestrategie „PROKlima+“ wurden strategische Maßnahmen erarbeitet, die bis 2025 den Anteil erneuerbarer Energie beim Energiebezug auf 58 Prozent steigern, die Treibhaus​- emissionen der bezogenen Fremdenergie auf 20.000 Tonnen senken und trotz des ständig wachsenden Leistungsvolumens einen gleichbleibenden Fremdenergiebezug bringen sollen. Auch das Gesamtabfallaufkommen von 8.940 Tonnen soll nicht weiter steigen. Bis zum Jahr 2040 will die KAGes schließlich umweltneutral und zugleich energiesicher sein. In diesem Sinne wird bei Neubau-, Umbau- und Sanierungsprojekten neben Funktionalität und Behaglichkeit auch auf die Nachhaltigkeit besonderes Augenmerk gelegt. Dazu gehören u. a. kompakte Gebäudeformen, hoher Wärmeschutz, passive Klimati​- sierung, effiziente Beleuchtungstechnik und thermische Speichermassen. Bei den Baustoffen wird auch vermehrt auf Holz gesetzt. Immerhin reduziert jeder Kubikmeter Holz, der als Ersatz für andere Baustoffe dient, die CO2-Emissionen in der Atmosphäre um durchschnittlich 1,1 Tonnen. Ein weiterer Schritt hin zu diesem Ziel ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Hier beteiligt sich die KAGes seit mehreren Jahren an Monitoring- und Schulungsprogrammen und arbeitet an effizienteren Bestellsystemen. So konnte der durchschnittliche Verlustgrad bereits von 42 auf 37 Prozent gesenkt werden; bis Ende 2023 will man KAGesweit unter 30 Prozent kommen. Das LKH Graz II als Vorreiter in diesem Bereich kann bereits mit einer Verlustquote von nur 20 Prozent glänzen. Wir alle profitieren Die Bemühungen, Maßnahmen und Investitionen im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes sind natürlich auch hinsichtlich der gesundheitlichen Folgen von Umweltverschmutzung von zentralem Interesse für die KAGes. Zudem kommen sowohl den Patient*innen als auch den Mitarbeiter*innen frische regionale Lebensmittel, ein ange- nehmes Umgebungsklima, begrünte Außenanlagen, geringere Lärm- und Abgasbelastung etc. unmittelbar zugute. Daher stellt sich die KAGes mit Überzeugung weiterhin der Herausforderung „Schutz der Umwelt und des Klimas“ und ist am besten Wege, mit innovativen Ideen und Maßnahmen ihre ökologische Vorbildwirkung auszubauen. Ökologischer Benchmarker im internationalen Spitalsbereich StyriAnBusiness Mit durchdachter Klima- und Energiestrategie wollen die steirischen Spitäler ab 2040 klimaneutral sein. Fotos: KAGes, Paul Ott

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