top of styria 2022

top of styria 2022 50 Geschäftsfeld – der Import von tiefgekühltem Obst und Gemüse für Industrie und Großhandel – dazu. Und 1993 ein zusätzliches Unternehmen: die Snack & Back GmbH. Sie startete mit der Produktion von Popcorn und übernahm 1997 die Müsliriegel-Produktion für eine bekannte heimische Marke. Aber der Kren war und ist Hörrleins eigene Marke: Als Steirerkren wird er seit 2001 frisch gerieben und haltbar gemacht im Glas verkauft. Steirerkren heißt er aber nur in Österreich. In Hörrleins ursprünglicher Heimat – Deutschland –, in der Schweiz und in Ungarn heißt das Produkt seit 2012 weniger patriotisch LieblingsKren, auf allen anderen Märkten ganz international rooty‘s. 2006 gab sich das Unternehmen zum 30-jährigen Jubiläum auch einen internationalen Namen, nämlich Feldbacher Fruit Partners. Herbert Hörrlein ist eigentlich Franke. Aber sein Lebenswerk ist ein umfassend steirisches. Geboren wurde er 1954 in Adelsdorf zwischen Nürnberg und Bamberg. Nach Abschluss seiner Ausbildung führte er 13 Jahre lang den elterlichen Feinkost-, Konserven- und Handelsbetrieb – und lernte dort auch das Produkt kennen, das in Franken als fränkisch und in der Steiermark als ursteirisch gilt: den Kren. 1976 begründete er – nicht alleine – die Feldbacher Konserven GmbH, die sich mit Tafelkren, Apfelkren und Oberskren sehr rasch einen Namen machte – in Deutschland. Zwei Jahre später kamen die Feldbacher Krenprodukte auch auf den österreichischen Markt. Noch einmal zwei Jahre danach wurde mehr aus dem Kren: Der Import von frischen Gurken, Paprika und Zwetschken aus Ungarn und Bulgarien für die heimischen Lebensmittelproduzenten startete. 1983 kam ein neues Am Standort Feldbach hat das Unternehmen rund 160 Mitarbeiter:innen, die Gruppe setzt nach eigenen Angaben 35 Millionen Euro um. Eigentümer der Feldbacher Fruit Partners ist die Familie Hörrlein. Herbert Hörrleins Sohn Philipp ist seit Mitte 2011 alleiniger Geschäftsführer und Haupteigentümer des Unternehmens. Was hat den Franken Herbert Hörrlein in die Steiermark gebracht? Nun, 99 Prozent des österreichischen Krens kommen aus der Grünen Mark mit mehr als 300 Hektar Anbaufläche. Von den fast 3.800 Tonnen Kren, die in Österreich jährlich produziert werden, bleiben gut 3.200 Tonnen im eigenen Land, rund 300 Gramm isst die durchschnittliche Person. Da bleiben dann noch rund 790 Tonnen für den Export. Damit wird die Steiermark auch für einen Franken (dort werden rund 1.500 Tonnen produziert) zum Kren-Eldorado. Fotos: Feldbacher Fruit Partners TOPs of styria LEBENSWERK: herbert HÖRRLEIN

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