top of styria 2022

top of styria 57 2022 Klaus Pfaffeneder, Inhaber der Holzschindelmanufaktur Schindelei, ist auf die lange Tradition seines Produkts stolz: Schon vor tausenden Jahren wurden Schindeln zur Fassaden- und Dachdeckung verwendet. Seit den 1980ern werden Häuser im Zuge der Neuen Alpenarchitektur – da ökologisch – gerne wieder mit Schindeln fassadiert und gedeckt. Denn der Schindelbaustoff Holz ist sehr nachhaltig, trotzt Hagel, Regen und Sturm, hält deutlich länger, als viele annehmen, und sieht zudem warm und sehr elegant aus. Auch die hervorragenden Dämmeigenschaften von Holzschindeln sind nicht zu unterschätzen. Damit ist die Kühlung von Häusern, aber auch eine gute Wärmedämmung mit individuell angepassten Hinterlüftungssystemen möglich. Holzschindeln bieten einen natürlichen Energieausgleich für heiße Sommer und kalte Winter. Vom Bergführer zum Kleinunternehmer Mit diesem Wissen im Hinterkopf stieß dem Bergführer Pfaffeneder auf seinen Touren auf, dass viele alte Marterl und Hütten einfach dem Verfall überlassen wurden – und er beschloss selbst Hand anzulegen. Zwischenzeitlich weiß er alles, was man über wirklich gute Holzsschindeln wissen kann, und produziert Lärchenholzschindeln aus heimischem Holz in reiner Handarbeit. Hier steht die Qualität des Produkts an aller erster Stelle. Nicht jedes Lärchenholz eignet sich zur Herstellung von Holzschindeln. Das Holz muss richtig „gelesen“ werden, angefangen von seinem Wuchs, wo es gewachsen ist, den möglichst engen Jahresringen, weder Äste im Holz noch Harzgallen dürfen das Holz durchlaufen. Aus vorzugsweise langlebiger Lärche schneidet er ScheiKlaus Pfaffeneder SCHINDELEI, Vordernberg Schindeln en vogue ben je nach benötigter Schindellänge herunter. Das „Radlschneiden“ übernimmt die Kettensäge, die einzige Maschine, die bei seinen hochwertigen Lärchenschindeln zum Einsatz kommt. Er viertelt diesen Schindelstock mit Keilen. Jetzt wird das Schindeleisen ins Holz geschlagen, dann ergreift man den Stiel und hebelt die Schindel, die je nach Länge zwischen 6 und 12 mm dick ist, herunter. Abschließend erhält die Rohschindel eine Feinbearbeitung mit dem Ziehmesser und bekommt noch eine Fase, die für einen optimalen Ablauf des Wassers der formstabilen Scharschindel sorgt. 2020 gingen bei Pfaffeneder bereits so viele Aufträge aus Mundpropaganda ein, dass er das Hobby zur Firma machte. Als Einzelkämpfer schafft er an einem Tag Schindeln für 3 bis 5 m2 in Dreifachdeckung. Pfaffeneder hat sich mit seiner Schindelei in einer Nische etabliert: Fassaden, kleine Dächer, Marterl und Pavillons sind seine Hauptobjekte, daneben bietet er fachkundige „Andeckhilfe“ für Selbermacher an. Denn auch bei der Verlegung von Schindeln gelten ganz eigene Regeln. Aufgezeichnet von Walter Hoch www.schindelei.com Von Balkonen und Türen vieler Häuser oder Fassaden öffentlicher Gebäude glänzt heute immer mehr Glas. Rupert Zenz, gemeinsam mit Tochter Sabrina seit 15 Jahren Eigentümer eines Betriebes für Glasbau sowie Aluminium- und Stahlmontagen halbscheid zwischen Feldbach und Straden, bestätigt: „In den letzten 20 Jahren hat die Verwendung von Glas vor allem im hochwertigen Siedlungsbau und bei Großbauten stark zugenommen.“ Wie vielfältig sich dieses Material aus der Natur verarbeiten lässt, übt auf Zenz eine besondere Faszination aus. Glas ist auch fester und stabiler als viele andere Baustoffe, dehnt sich weniger aus und ist resistenter gegenüber Temperaturschwankungen. Im fächerübergreifenden Gesamtpaket fasst Zenz die Glasscheiben durch Metall- und Aluminium- Montagen meisterlich ein. So wird z. B. eine Metallkonstruktion mit Verglasung als Sommergarten errichtet oder Edelstahlgeländer mit Glas werden auf Mauern montiert. Die Kooperation mit den anderen Gewerken pflegt Zenz bewusst, ermöglicht sie doch einen reibungslosen Ablauf Zenz GmbH, Trautmannsdorf Glasklar im Trend der Arbeiten, z. B. ein Glasdach auf einer Holzkonstruktion. In ökologischer Hinsicht setzt Zenz auf Revitalisierung und Sanierung sowie darauf, dass Glas zu einem hohen Prozentsatz recycelbar ist. Altglas kann entweder einfach wiederverwendet oder in einer Glasschmelzwanne eingeschmolzen werden. Aus 10 bis 15 Prozent Alt- und rund 75 Prozent Neuglas besteht das Bau- und Industrieglas, das Zenz vom Großhandel bezieht. Wärme vom bedruckten Glas Seit 2007 bietet der Familienbetrieb Komplettlösungen an. Für ein neues oder auch bestehendes Zuhause werden die Möglichkeiten für den Glasverbau mit den Kunden besprochen, die Projektentwicklung stützt sich auf die lange Erfahrung des Familienbetriebes bei gläsernen Geländern, Dächern, Duschen, Sommergärten, Trennwänden etc. Seit 2021 im Sortiment ist Glas mit integrierter Infrarot-Heizung. Meist als Zusatzheizung genutzt, zeichnet sie sich durch eine sehr angenehme Strahlungswärme aus und kann mit Motiven auf dem Glas veredelt werden. Zenz verwendet nur Heizelemente aus steirischer Produktion. „Sie sind regional, haben höchste Qualität und steigern somit den heimischen Mehrwert“, so Zenz. Aufgezeichnet von Walter Hoch www.zenz-gmbh.at Foto: Zenz, Schindelei

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