top of styria 2019

4 top of styria 2019 Das „grüne Herz der Steiermark“ mögen nicht alle. Es verkitsche das Bild zu sehr und blende einige Stärken – etwa Forschung & Entwick- lung oder industrielle Kraft – aus. Der Vor- wurf trifft und er trifft vermutlich auch zu. Aber Symbole vereinfachen. Das liegt in der Natur der Sache. Das Grün der Steiermark hat aber auch einen unschätzbaren Vorteil: Außer dem Blau Nie- derösterreichs ist es die einzige Bundesländer- farbe, auf die niemand anderer Anspruch er- hebt. Rot? Verwenden alle anderen und außer- dem die Republik. Gold? Haben drei Bundes- länder in Verwendung. Über das Weiß wollen wir gar nicht reden. Also Grün, genauer Pantone 348 C (für das Landeswappen wird übrigens ein anderes Grün, nämlich 3415 C, verwendet) ist schon ein bisschen einzigartig – und ist wohl auch deswegen mit Unterbrechungen schon seit fast 50 Jahren in Verwendung. Die „Marke Steiermark“ ist aber dennoch mehr als dieses grüne Herz: Ihr versuchen wir in top of styria 2019 auf den Grund zu gehen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit natürlich. Und mit besonderem Augenmerk auf die star- ke steirische Wirtschaft (TOP-100-Unterneh- men) sowie die Menschen, die sie verkörpern (die TOPS of styria). Genauso aber auf dieje- nigen, deren inspirierende Ideen die Steier- mark ebenso vorwärtsbringen wie die großen und starken Unternehmen. Wobei groß und ideenreich kein Widerspruch sein muss. Im Gegenteil: Viele Große sind ganz besonders innovativ – und wohl gerade deshalb groß. Illustriert haben wir das „Marken“-top of sty- ria mit den Entwürfen der Studierenden des Studiengangs Infodesign der FH Joanneum. Viele dieser Entwürfe griffen klassische Steier- mark-Sujets auf: Wein, Kernöl, zünftige Woll- stutzen, die sich als Accessoire für Trachten- träger perfekt eignen. Als besonders originell wurden ein Steiermark-Würfel mit Spieluhr (gut, sie intoniert den Erzherzog-Johann-Jod- ler), ein spezieller Steiermark-Navigator auf Garmin-Basis und ein Steiermark-Geschenk- paket bewertet, die dann doch ein wenig aus dem Rahmen fielen, auch wenn sie mit den Steiermark-Klischees spielen. Aber seien wir uns doch ehrlich: Ganz ohne Klischees wäre das Leben schwer zu ertragen. Und auch jene, die synthetischen Kraftstoff, clevere Ventile, kontaktlose Mikrochips oder intelligente Abwärmenutzung steirischer Pro- venienz toll finden, müssen Kernöl und Weiß- wein aus der Steiermark deswegen nicht gleich verachten. P.S.: Ganz besonders danken wir unseren Inse- rentinnen und Inserenten, die top of styria mög- lich gemacht haben. Und wir danken den Me- talltechnikerinnen und -technikern der Landes- berufsschule Mureck, die heuer zum zweiten Mal Dachstein-Felsen in wunderbare Trophäen für die TOPs of styria verwandelt haben. 2009 wurde der Studiengang Infodesign der FH Joanneum vom damaligen Lan- deshauptmann-Stv. Schützenhöfer beauf- tragt, aus dem Steiermark-Herzen typisch steirische Gastgeschenke zu entwickeln. Rund drei Dutzend Vorschläge trudel- ten ein, die Herztasche von Christin Ba- cher trug den Sieg davon. Auf dem Foto trägt sie die damalige Lehrveranstal- tungsverantwortliche (Auftragsorientier- tes Gestalten) Melitta Moschik. Weitere Preisträger waren Gustav Hammerlindl, Phillipp Knöbl und Daniel Bernhardt. Mit den Ausgezeichneten freuten sich neben Schützenhöfer auch Studiengangsleiter Karl Stocker und Georg Bliem, damals noch steirischer Tourismus-Geschäftsfüh- rer. Es gab auch eine spezielle Tourismus- Auszeichnung für Ohrstecker und Man- schettenknöpfe von Silvia Maria Fuchs. Fotos: Schiffer, FH Joanneum/beigestellt Martin Novak Stark & manchmal kitschig STATEMENT

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