top of styria 2021

26 top of styria 2021 Illu: Bigner,Güldenstern, Foto: ©stella kager IMMO BILIEN Kollaboratives Wohnen Gernot Katzenberger D erzeit ist unser aller Leben geprägt durch Corona. Obwir eswahr- haben wollen oder nicht: Tatsache ist nun einmal, dass es auf alle Segmente unse- res Lebens einen Einfluss hat – wie auch den Immobilienmarkt. Aufgrund des eingeschränkten Kontaktes zu Freunden und Fa- milie in den letzten Monaten hat unsere Beziehung zum eigenen Zuhause eine prominentere Rolle als je zuvor eingenommen. In diesem Zusammenhang ist die Multifunktionalität sehr wichtig. Multifunktional & nutzungsneutral Bauwerke/Immobilien werden künftig schneller und flexibler auf Veränderungen reagieren müssen. Aus Kostengründen wer- den daher Wohnungen, Grund­ risse, Gebäude und Quartiere im Vorhinein zunehmend multi­ funktional und „nutzungsneu­ tral“ gestaltet. Diese intelligen­ ten Nutzungskonzepte ermög­ lichen vielfältige Lebens- und Wohnmodelle. In diesem Zusammenhang fin - det der Begriff „kollaboratives Wohnen“ immer mehr Einzug in unsere Gesellschaft. Bei diesem Wohnmodell wird das Eigenheim auf die Grundbedürfnisse wie Ko- chen, Schlafen, Sanitärräume etc. heruntergebrochen, dafürwerden der Hausgemeinschaft optionale Räume im Allgemeinraum ge - schaffen, welche von den Bewoh - nerinnen und Bewohnern gemein­ schaftlich genutzt werden können, ein Gästezimmer, ein Dachgarten für alle, ein Party-Keller usw. Ing. Gernot Katzenberger ist Geschäftsführer der WEGRAZ Gesellschaft für Stadterneuerung und Assanierung m.b.H. Nutzen-statt-besitzen ist die neue Devise – immer mehr Menschen beschränken den privaten Wohn- raum auf das Notwendigste. Das Wohnen wird dezentral, was be- deutet, dass Räumlichkeiten/Ein - richtungen etc. bei Bedarf ein- fach gemietet werden. Die WEGRAZ entwickelt gerade mit dem Wohnprojekt WIR & CO ein maßgeschneidertes Projekt, das an die Bedürfnisse seiner Be- wohnerinnen und Bewohner an- gepasst ist. Auf einem ca. 6.384 m² großen Grundstück in Eggersdorf bei Graz entstehen rund 33 Wohn - einheiten mit einem besonders starken Fokus auf Allgemein- und Gemeinschaftsflächen. Bereits vor Baubeginn wurden die Inter- essenten aktiv eingebunden. Der Einstieg in das Projekt ist jeder- zeit möglich. Die Mitgestaltungs- möglichkeiten unterscheiden sich in den Themenstellungen und im Grad der Vertiefung von- einander. Alle Details zu diesem Projekt finden Sie unter www. wir-und-co.at . Grüne Architektur Auch gesundes, natürliches und ökologisches Wohnen rückt im- mer mehr in den Vordergrund. Die Verwendung von umwelt- freundlicheren Materialien und der Bau nachhaltiger Gebäude wird stark in den Vordergrund rücken. Der Trend geht eindeu- tig hin zur „grünen Architektur“ bzw. bis hin zu einem komplet- ten Umdenken von Architektur mit innovativen und interessan- ten Designs, bei denen der Krea- tivität keine Grenzen gesetzt sind. Kollaboratives Wohnen: Das Eigenheim wird auf die Grundbedürfnisse heruntergebrochen, dafür werden der Hausgemeinschaft optionale Räume im Allgemein- raum geschaffen, welche von den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinschaftlich genutzt werden können – ein Gästezimmer, ein Dachgarten für alle, ein Partykeller ...

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