top of styria 2022

top of styria 2022 30 Charts: Conclusio Für den Befund, dass die Lage – insbesondere der letzten 6 Monate – von den CEOs der steirischen Top 100-Unternehmen kritisch eingeschätzt werden würde, wäre wahrlich kein Top 100-Survey nötig gewesen. Und: Wir hätten den steirischen Manager:innen im Krisenmodus auch nicht zumuten wollen, solches zu beantworten. Nun sind aber zu „Corona“ (Achtung Joke!) wenigstens sprichwörtlich noch Pest und Cholera hinzugekommen: Inflation, Krieg mit seinen wirtschaftsschädigenden Folgen und Energie-Preis- sowie -Versorgungs- und auch die Klimakrise rechtfertigen den Versuch einer Reihung. Dabei zeigte sich: Die Pandemie scheint in einer Art BeTop 100-Survey: Die CEOs über globale Härten Jasmin NOVAK KLARTEXT Global betrachtet wären die letzten 12 Monate wahrscheinlich ganz gut mit Murphys Law – was immer schiefgehen kann, wird schiefgehen – auf den Punkt zu bringen. Daher widmete sich das Top 100-Survey diesmal den Effekten dieser globalen Härten auf die steirische Wirtschaft. Befragt wurden wie immer die CEOs der Top-100-Unternehmen des Vorjahres. lastungsbarometer eher unter „ferner liefen“ auf – wer hätte das vor einem Jahr gedacht? Inflation & Kriegsfolgen drücken schwer Als höchstgradig kritisch (91 auf einer Skala von 0 bis 100) schätzen die CEOs die Auswirkungen der allgemeinen Preisentwicklung/Inflation in den letzten sechs Monaten auf die Arbeits- und Produktionsprozesse in ihrem Unternehmen ein. Mit immerhin 10 Prozentpunkten Abstand folgt die Einschätzung der kritischen Auswirkungen logistischer Erschwernisse in den letzten sechs Monaten infolge des Kriegs in der Ukraine. Damit ist es aber bei den „Kriegsfolgen“ nicht getan: Hinzu kommen Lieferengpässe, Embargoeffekte sowie erschwerter Technologietransfer mit 64 Punkten sowie der Wegfall von Absatzmärkten mit immerhin 23 Punkten auf der Auswirkungsskala. Scotti, mehr Energie! Insbesondere die Folgen der Energie-Lieferengpässe für die Arbeits- und Produktionsprozesse im eigenen Unternehmen schlagen mit 71 Punkten belastungstechnisch stark zu Buche. Folgerichtig hat die zumindest mittelfristige Umstellung der Art der Energieversorgung eine sehr hohe Priorität für die Top 100CEOs (83 auf einer Skala von 0 bis 100). Durchaus bemerkenswert ist, dass die Energiepreis-Steigerungen (eventuell wegen noch gültiger Fixpreise) noch unter der 50-%-Marke der Belastungsskala zu liegen kommen. Immerhin 34 Punkte auf der Belastungsskala erreichen die lokalen Extremwetterereignisse aus Sicht der Top 100-CEOs der Steiermark. Der globale Klimawandel bringt es auf 22 Punkte – und ist damit der derzeit am wenigsten drückende Belastungsfaktor. Als Lichtblick sei erwähnt, dass die Wirtschaft die Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Unterstützungsmaßnahmen mit 75 Abb. 1: Bitte schätzen Sie auf einer Skala von 0 bis 100 ein ... keine Auswirkungen/irrelevant extreme Auswirkungen/hoch kritisch Inflation Auswirkungen der allgemeinen Preisentwicklung auf die Arbeits- und Produktionsprozesse in den letzten 6 Monaten 91 Energie Auswirkungen der Lieferengpässe auf die Arbeits- und Produktionsprozesse in den letzten 6 Monaten 71 Auswirkungen der Energiepreisentwicklung auf die Arbeits- und Produktionsprozesse in den letzten 6 Monaten 42 Klima Auswirkungen lokaler Extremwetterereignisse 34 Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die Arbeits- und Produktionsprozesse 22 Krieg Logistische Erschwernisse (in letzten 6 Monaten; z. B. Transport) 81 Lieferengpässe, Embargoeffekte, erschwerter Technologietransfer (in letzten 6 Monaten) 64 Wegfall von Absatzmärkten (in letzten 6 Monaten) 23 (n=66) 75 Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Unterstützungsmaßnahmen in den letzten 6 Monaten Pandemie Auswirkungen der eindämmenden „Maßnahmen“ auf Arbeits- und Produktionsprozesse 46 Auswirkung des Wegfalls der eindämmenden „Maßnahmen“ auf Arbeits- und Produktionsprozesse 32

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