top of styria 2022

36 top of styria 2022 Foto: KK Die Aktienkurse wurden um Kapitaltransaktionen adjustiert und auf 2 Stellen gerundet. Sind am angegebenen Tag keine Kurse verfügbar, entsprechen die angegebenen Kurse den Kursen am nächstliegenden Tag, an dem Kursinformationen verfügbar sind. Die verwendeten Kurse und Daten wurden aus der Datenbank Datastream entnommen sowie je nach Verfügbarkeit um Daten aus Aktienkursdatenbanken ergänzt. Datastream gibt die Kurse der Standardbörse an, es sei denn, es gibt zeitnähere oder Echtzeitkurse an einem anderen Handelsplatz. Alle Kurse sind in Euro angegeben mit Ausnahme der ams OSARM AG, deren Kurs in Schweizer Franken angegeben ist. Durch eine Änderung der Standardbörse kann es über die Jahre zu berichteten Kurssprüngen kommen, welche nicht die Kursentwicklung auf einer Börse widerspiegeln. Die Berechnung der Renditen erfolgt auf Basis der ungerundeten adjustierten Kurse. Die angegebenen Dividenden je Aktie entsprechen den im Jahr 2021 ausgeschütteten, sofern keine Abweichungen über das Wirtschaftsjahr hier zum Tragen kommen. 1 Total Shareholder Return = (Aktienkursgewinn/-verlust + Dividende)/Kurs zu Beginn des Jahres. Aktienperformance börsennotierter Unternehmen Kurs am 01.01.2021 Kurs am 31.12.2021 Dividende je Aktie Aktien- rendite Dividenden- rendite TSR1 AT&S Austria Technology & Systemtechnik AG 25,95 43,75 0,39 68,59 % 1,50 % 70,10 % Andritz AG 37,48 45,38 1,65 21,08 % 4,40 % 25, 48 % ams OSRAM AG 19,36 16,60 - -14,28 % 0,00 % -14,28 % Durchschnitt 25,13 % 1,97 % 27,10 % Turbulenzen, Extreme und Merkwürdigkeiten Oliver Schinnerl Corona-Inzidenzen, ganze Branchen, welche ins Straucheln geraten sind, Lieferengpässe und dennoch Rekordgewinne bei vielen großen Konzernen. Wie kam es zu dieser scheinbar merkwürdigen Entwicklung? Der ATX schloss 2021 mit 3.861,06 Punkten und schaffte damit zum 250. Jubiläum eine Rendite von rd. 39 Prozent. Betrachtet man den ATX Total Return, liegt die Rendite für 2021 sogar bei 44 Prozent – auch global gesehen ein Spitzenwert. Eine positive Renditeentwicklung zeigte sich jedoch auch auf vielen anderen Märkten. Der DAX legte etwa knappe 16 Prozent zu und der Dow Jones fast 19 Prozent. Ein Portfolio aus steirischen börsennotierten Unternehmen hätte dieses Jahr, mit guten 27 Prozent, ebenfalls wieder eine gute Performance abgeliefert. Hier sticht besonders die AT&S Austria Technology & Systemtechnik AG hervor, welche mit einem Total Shareholder Return von um die 70 Prozent eine Top-Performance hinlegte. Die Wertentwicklungen an den Börsen waren jedoch nicht linear und es gab unterjährig einige Turbulenzen an den Märkten, bevor wieder extreme Kursrallyes begonnen haben. Gleicht man jedoch die Jahresendergebnisse an den Börsen mit den zu beobachtenden gesellschaftlichen Entwicklungen ab, könnte Verwunderung über diese Entwicklung entstehen: Steigende Corona-Inzidenzen, ganze Branchen, welche ins Straucheln geraten sind, Lieferengpässe und dennoch Rekordgewinne bei vielen großen Konzernen. Wie kam es zu dieser scheinbar merkwürdigen Entwicklung? Die Gründe dafür waren vielfältig: Branchen, welche besonders an den Folgen der Pandemie gelitten haben wie Gastronomie oder Tourismus, sind an den Börsen unterrepräsentiert und ihre Entwicklung dürfte sich daher erst indirekt verzögert an den Börsen widerspiegeln. Weitere Faktoren waren der vermehrte Einstieg von Neuinvestoren, die Hoffnung auf ein baldiges Pandemie-Ende durch die Impfstoffe MMag. Dr. Oliver Schinnerl ist Lektor an der Karl-Franzens-Universität Graz. sowie die tatsächlichen Gewinnsteigerungen bei einigen großen gelisteten Unternehmen, welche durch die Pandemie besonders profitiert haben. 2021 boten sich vielen Investoren im damaligen Niedrigzinsumfeld auch wenig Alternativen, um sich vor steigender Inflation zu schützen, wodurch auch so manche wichtigen Kennzahlen für die Unternehmensbewertung bei Kaufentscheidungen keine große Rolle gespielt haben dürften. Wie wird es 2022 weitergehen? Abermals eine Frage, welche ich nicht mit Sicherheit beantworten kann. Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Corona-Krise, steigender Inflation mit der Angst vor einer möglichen Stagflation, steigenden Zinsen und einem prognostizierten abflachenden Wirtschaftswachstum ist für die nächsten Monate jedenfalls Vorsicht geboten. TOP 100

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