top of styria 2022

top of styria 63 2022 STANDfest Seit 2014 setzen Christoph und Elisabeth Hutegger ihre Vision von Nachhaltigkeit um und „schmieden“ aus regionalen Materialien außergewöhnliche Design-Gegenstände, vor allem Uhren. Christoph steuerte dazu nicht nur seine Kenntnisse als in Kuchl ausgebildeter HTL-Holztechniker bei, sondern er verblüffte seine Frau auch mit einer beeindruckenden Sammlung von Holzarten. Aus Holz musste folglich der Lebenstraum sein, vorerst aus Zirbe und Walnuss vom Ennstal. Bald erkannten die Start-upper: Holz aus Rebstöcken ist zwar schön, aber knorrig, sehr faserig und schwer zu verarbeiten. Ein Bekannter aus der Winzer-Szene regte an, es einmal mit altgedienten Fässern zu versuchen. Ein guter Schachzug, dieses Upcycling, denn das Holz bar mit der nachhaltigen Verbundenheit zu den heimischen Wäldern. So liefert ein Partner Moorholz aus Kärnten an. Ein anderer wichtiger Grundstoff kommt direkt vom Erzeuger vor Ort: Loden Steiner in Mandling. Wie für den unverwüstlichen Schladminger Janker wird Loden für Uhrbänder oder Geldbörsen genommen. Die Uhrwerke stammen vorwiegend von exklusiven Uhrmachern aus Schladming und Haus. Wie dann das spezielle künstlerische Design für jedes Jahr entsteht, ist selbst für Elisabeth Hutegger überraschend: „Die Designer von Uhren besuchen möglichst früh im Jahr Wohnmessen, die Interieurbranche gibt den Trend für das Jahr vor.“ Zu kaufen gibt es die edlen Stücke der Waidzeit-Kollektiaus alten Barrique-Wein-, Whiskey- und Rumfässern erwies sich als wesentlich einfacher zu verarbeiten. Es weist eine schöne Maserung auf, berührt mit erdigen Naturtönen und verströmt lange einen gediegenen Duft. So werden die Lünetten von Uhren ebenso einzigartig wie Brillen oder Schmuck. Als magische Schönheit kam das Holz von Eichenstämmen dazu, die 1.000 Jahre oder mehr in Mooren oder Sumpflandschaften gereift sind. Dabei entstehen unregelmäßige Verfärbungen von hellgrau über dunkelgelb, dunkelbraun, blaugrau bis tiefschwarz. Moorholz wird oft mit Ebenholz verglichen, beides wird etwa für Klaviertasten verwendet. Ebenholz muss aber erst langwierig aus Übersee importiert werden – für Waidzeit zudem unvereinonen bei Uhrmachern und Juwelieren, online sowie im WaidzeitStore in der Ramsau amDachstein. In Österreich sieht man sich gut etabliert, der europäische Markt wird das nächste Ziel sein. Aufgezeichnet von Walter Hoch Zeit aus heimischen Edelhölzern Waidzeit GmbH & Co KG, Haus Bekommt eine Banane zarte braune Flecken auf der Schale, schmeckt sie erst so richtig süß. Hat ein Fahrrad die ersten Gebrauchsspuren, ist es erst richtig eingefahren. Genau diese Alltagsräder, die ständig in Verwendung sind und selbst dann noch geschätzt werden, wenn sie nicht mehr makellos aussehen, serviche Reparatur sich noch lohnt. Reinsperger belebt aber auch in die Jahre gekommene Lieblingsräder wieder und bringt sie auf den aktuellen Stand der Technik. „Refurbished“ kann nicht nur der Konzern mit dem Apfel-Logo, sondern auch Banana Bikes … Wachsen und reifen Sein Berufsleben startete Reinsperger als gelernter Koch – und die Ingredienzien für seine weitere berufliche Entwicklung steuerte oft der Zufall bei. Die Grundzutat seines Unternehmens war die Begeisterung für das Fahrrad als ökologisches und kostengünstiges urbanes Fortbewegungsmittel. In seiner Zeit als Fahrradbote begann er, eigene Räder selbst zu reparieren, kaufte sich entsprechendes Werkzeug und erwarb das nötige Know-how. Reinsperger erweiterte sein Tätigkeitsfeld zunächst auf die Räder von Freunden, absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Fahrradmechaniker und bietet nun fundierte Beratung und zeitnahe Reparaturen an. Organisch wachsen und reifen wie eine Banane soll seine Firma. Also in absehbarer Zeit einen Mitarbeiter aufnehmen. Der Name seines vor gut zwei Jahren gegründeten Unternehmens ging allerdings von seinem ersten hochwertigen Rad mit einem Rahmen in seiner Lieblingsfarbe gelb aus, das ein Freund liebevoll als „Rennbanane“ bezeichnete. Aufgezeichnet von Ursula Scholz ciert und repariert Jürgen Reinsperger in seiner Fahrradwerkstatt Banana Bikes. Reparieren statt wegwerfen ist für den gebürtigen Kärntner kein vorübergehender Hype, sondern von Geburt an gelebtes Prinzip. In seiner Fahrradwerkstatt in der Grazer Keplerstraße verbaut er daher ausschließlich langlebige Komponenten und berät seine Kunden mit Bedacht, welVorsorge und Wiederbelebung für Alltagsräder www.bananabikes.at Banana Bikes, Graz www.waidzeit.at Fotos: Bananabikes, Lukas Bezila/Waidzeit

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