top of styria 2022

STANDfest 65 top of styria 2022 Fotos: Huger, Schwoagahof Wohl eine Zwischenstufe auf dem Weg zum Schlaraffenland, wo die Köstlichkeiten direkt in den Mund der Gourmets fliegen, ist der gerade aufblühende Onlinelays für Versandkartons entwickelt hat und diese auch selbst produziert. Mit einer High-TechKuschelsocke aus alten Zeitungen sozusagen, die auch Gefrorenes für mindestens 48 Stunden ausreichend kühlt, reist nun die steirische Bresse-Poularde ebenso zu den Kunden wie das Tiroler Eis am Stiel. Aus dem Altpapier zum Altpapier Da für dieDämmwirkung ohnehin eine entsprechende Faserlänge benötigt wird, lassen sich die Produkte von SUPASO auch wieder im Altpapier entsorgen. Derzeit erhältlich sind Karton-Inlays und für kleinere Sendungen der ecobag, ein gedämmtes Sackerl. Zur Firmenphilosophie von SUPASO gehört neben der Produktion mit Grünstrom im Ökopark Hartberg und der Zusammenarbeit mit CO2-bewussten Transportunternehmen auch die Passgenauigkeit der Produkte. „Der Kunde verschickt nur so viel Volumen wie nötig“, betont Gems. Um Transportwege zu minimieren, sollen künftig SUPASO-Maschinen an Standorten quer über die Welt geleast werden können. „In zehn Jahren wollen wir auf allen fünf Kontinenten vertreten sein und dort zu den Top-drei-Anbietern in der Isolierverpackungsherstellung zählen“, so Gems´ Vision. Auch eine praktische Kühlbox für unterwegs steht auf seiner Agenda. Aufgezeichnet von Ursula Scholz Handel für Lebensmittel: Spezialitäten werden direkt in die Küchen der Bestellenden geliefert. Aber wie passt das zusammen, wenn Bio-Schafskäse und veganer Lachs nachhaltig erzeugt und dann in thermoplastische Kunststoffe verpackt werden? „Wir haben uns gedacht, Styropor kann noch nicht die ultimative Lösung für den Kühlversand sein“, erzählt Fabian Gems, einer der Geschäftsführer des Hartberger Start-Ups SUPASO (für SUstainable PAckaging SOlutions). Gemeinsam mit Georg Lackner und Mario Maier gründete Gems im Frühjahr 2021 ein Unternehmen, das aus Altpapier dämmende InHigh-Tech-Kuschelsocke für sensible Delikatessen www.schwoagahof.at www.supaso.eu Im idyllischen Aigen im Ennstal beginnt für den Jahrhunderte alten Schweiger-Bauernhof die jüngere Geschichte nach dem 2. Weltkrieg: Damals begann man, im Fliegerhorst Aigen Piloten aus aller Welt im Fliegen im alpinen Raum zu schulen. Diese suchten kurzfristig ein Quartier. Zimmer, in denen vorher die Knechte und Mägde des nahen Bauernhofes untergebracht waren, wurden von den Schweigers für werdende Piloten adaptiert. Intaktes Hofleben mit Kühen & Kälbern Allmählich lernten auch Touristen den Familienbetrieb Schwoagahof zu schätzen. Und so sind heute in den Zeitspannen von Weihnachten bis Ende der Enerliebsten nur in den Stall, wenn auch jemand von den Bauersleuten dort ist. Bei Maschinen gibt es ein No Go: Kein Hofgast darf selbstständig eine Maschine in Betrieb nehmen, Mitfahren am Traktor geht nur mit Sicherheitsgurt. Für die 50 Kühe wurde voriges Jahr ein Melkroboter angeschafft, ihre Bewegungen, bis sie stierig werden, kontrollieren Halsbänder mit Respondern. Trotzdem ist Schweiger täglich fünf bis sechs Stunden im Stall, kein Wunder, dass Arbeiten am Maisfeld oder im Wald im Outscourcing erfolgen. Dafür legt Schweiger beim Kartoffelanbau persönlich Hand gieferien, zu Ostern und von Juli bis Ende September die vier Zimmer bzw. die 10 Gästebetten nahezu ausgebucht. Als Urlaub am Bauernhof und als Basis für Wandern, Bergsteigen, Radfahren oder sogar Baden. Am Brot für das Frühstück können Genießer selbst mitbacken, Beeren für das Müsli selbst pflücken. Viele Gäste, junge und alte, erfreut im Speziellen, dass sie an einem intakten Hofleben mit Kühen und Kälbern teilnehmen können. „Nebenbei profitieren sogar Erwachsene davon, wissen doch viele kaum etwas über Nutztiere wie Rind, Schwein, Schaf oder Bienen“, stellt der leidenschaftliche Bauer Norbert Schweiger fest. Allerdings können Gäste am an, damit hier alles Bio und nachhaltig abläuft. Es herrscht Fruchtwechselwirtschaft, gedüngt wird nur mit hauseigenem Kuhdünger, Pflanzenschutz auf ein Minimum reduziert. Dann gedeihen speckige und mehlige Sorten ebenso wie Blauer St. Galler oder rosa Mulberry Beauty. Hausgäste können miternten, zu kaufen gibt es die Schmankerl am Hof oder in 2-Kilo-Säcken im Supermarkt. Aufgezeichnet von Walter Hoch Urlaub mit Mulberry Beauty Schwoagahof – Schweiger Elisabeth & Robert, Aigen im Ennstal SUPASO GmbH, Hartberg

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