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styria
2013
StyriAn
BuSineSS
Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder
Steiermark fordert eine Totalreform des Ein-
kommensteuerrechts. Grund dafür: 140 No-
vellen haben das Gesetzeswerk in den ver-
gangenen 25 Jahren zu einem nicht mehr
praktikablen „Steuer-Moloch“ werden las-
sen – und dieser lastet schwer auf den Schul-
tern der Unternehmer. Den zahlreichen An-
kündigungen müssen jetzt endlich Reform-
taten folgen. „Mehr Steuergerechtigkeit
durch Steuervereinfachung und vor allem
keine neuen Steuern, sondern echte Struk-
turreformen“, fordert Michaela Christiner,
die Präsidentin der Kammer der Wirtschaft-
streuhänder Steiermark. Die österreichische
Steuer und Abgabenpolitik verzettelt sich
seit Jahren in kosmetischen und teilweise
kontraproduktiven Einzelmaßnahmen. Er-
gebnis ist ein Steuerrecht, das in Umfang
und Komplexität für den einzelnen Steuer-
pflichtigen nicht mehr verständlich ist. Selbst
für Experten stellt die Gesetzesanwendung
immer mehr eine wahre Denksportaufga-
be dar. Hier müssen Reformen im Sinne der
Verwaltungseffizienz umgesetzt werden“,
fordert Christiner. „Allein wenn ich an das
Steuererklärungsformular für Personenge-
sellschaften denke, wird der Reformbedarf
mehr als augenscheinlich. Das Basisformular
umfasst zwei Seiten, die „Ausfüllhilfe“ dafür
26 Seiten – das ist nicht praktikabel.“
Das Einkommensteuerrecht muss von
Grund auf neu geschrieben werden:
• Durchforstung der bestehenden 558
Steuerbegünstigungen und Sonderre-
gelungen
• Entrümpelung der Übergangsbestim-
mungen
• Mehr Bürgerfreundlichkeit durch
übersichtlichen Aufbau und verständ-
lichere Formulierung.
Kammer der Wirtschaftstreuhänder
Landesstelle Steiermark
Schönaugasse 8a, 8010 Graz
Einkommensteuerrecht muss neu
geschrieben werden
Mag. Michaela Christiner,
Präsidentin der Kammer der
Wirtschaftstreuhänder Steiermark