29
top
of
styria
2013
„a echt steirische Druckerei“
8071 Gössendorf Bundesstraße 160
tel: +43 3135 46 205 11
Wir bedrucken alles. Seit über 50 Jahren.
Druck. Lackierung. Folierung. Schriften. Aufkleber. Lichtwerbung. Transparente.
Rollups. Fahnen. Plakate. Textildruck. Fahrzeugbeschriftung. Und vieles mehr.
mehr Eigenverantwortung?
Ich habe vor einiger Zeit bei
mir persönlich den „human
turn around“ realisiert, bin
über Firmenhandy nicht er-
reichbar und für „Extrem-
fälle“ kennen meine engs-
ten Mitarbeiter meine priva-
te Handynummer. Die Mit-
arbeiter leben das, disponie-
ren temporär und entwickeln
meiner Auffassung nach da-
durch mehr Eigenverant-
wortung. Irritationen entste-
hen nur durch nicht klar de-
finierte Aufgaben, mangeln-
de Kompetenzzuordnung und
mangelndes Vertrauen.
Welche Auswirkungen haben
vor allem mobile Kommuni-
kationsmittel? Wie gehen Sie
persönlich damit um? Lassen
Sie das Smartphone daheim?
Immer erreichbar zu sein, ist
auf Dauer zu belastend oder
auch zumutbar? Diese Verfüg-
barkeit kann ja auch Sucht-
charakter bekommen. Den
Begriff „workaholic“ gibt es
ja schon lange und viele Ma-
nager wissen, dass es oftmals
auch Selbstmitleid und Wich-
tigtuerei ist. Kennen Sie Ent-
zugserscheinungen? Was tun
Sie dagegen? Was würden Sie
anderen empfehlen – nicht
alle werden ja in die Berge ge-
hen können? Ich habe auch
lange gebraucht, um zu erken-
nen, dass ich eine Geisel der
modernen Kommunikation
geworden bin, und unter die-
ser Form der modernen Kom-
munikation leiden alle gesell-
schaftlichen Werte. Durch
meine Verbindung zur Na-
tur kenne ich Entzugserschei-
nungen in diesem Sinne nicht.
Ich kann nur empfehlen, das
Handy auf lautlos oder auszu-
schalten, sich ja nicht so wich-
tig zu nehmen, weil man oh-
nehin nichts bewirken kann,
wenn man nicht unmittelbar
eingreifen kann. Erst dann
kann man das Wesentliche
der Natur erleben und wert-
voll abschalten – in den Ber-
gen, am Golfplatz, am See …
Dabei bekommt man auch et-
was Besonderes und Wertvol-
les zurück: Lebensgeist, Zeit
für mich selbst, Freunde und
Familie, neue Energie, den
Blick für das Wesentliche und
verschüttete Werte.
Sollte man über dieses The-
ma mehr reden? Brauchen
die Betroffenen Unterstüt-
zung durch öffentliche Kom-
munikation? Unbedingt not-
wendig dafür ist Selbstrefle-
xion. Rückmeldungen von Fa-
milie und Freunden ernst zu
nehmen („ich habe keine Zeit,
so viel Stress“) sind klare In-
dikatoren. Ein Manager im
Karussell wird seinen per-
sönlichen Status quo nicht
über die Medienlandschaften
erfassen und evaluieren. Die-
se komplexe Materie kann je-
der nur für sich nur durch
Selbstgeständnis beurteilen
und ändern, ansonsten wird
es der Mediziner später für
uns tun. Deshalb ist es unbe-
dingt notwendig, eine gesun-
de Balance zwischen Arbeit
und Regeneration zu schaffen.
Peter Sodamin ist Werks-
leiter der Maco Produk-
tions GmbH Trieben. Ge-
meinsam mit seinem Bru-
der Paul hat er das Buch
„Schitouren Steiermark“
(Styria 2012) geschrieben.