4 top
of
styria
2016
S
TATEMENT
MARTIN NOVAK
Eine
Zukunft,
viele Lösungen, große
Persönlichkeiten und ein Experiment
Martin Novak ist Chefredak-
teur von top of styria.
Beginnen wir mit der schlech-
ten Nachricht: Zwei Flagg-
schiffe der steirischen Wirt-
schaft – Magna Steyr und
Magna Powertrain – konnten
wir in das diesjährige Ran-
king nicht aufnehmen. Mag-
na bilanziert nur mehr global.
Die Entscheidung des inter-
nationalen, börsennotierten
Unternehmens ist zu respek-
tieren, aber schmerzlich. Den
Schmerz lindert aber die Per-
formance der TOP 100 Unter-
nehmen insgesamt: Waren im
Vorjahr noch rd. 47 Mio. Euro
Umsatz nötig, um unter die
TOP 100 zu kommen, so sind
es heuer rd. 56 Millionen. Mit
dieser Wirtschaft können wir
optimistisch in die Zukunft
blicken, auch wenn sie unsi-
cher ist. Aber das liegt im We-
sen der Zukunft.
Deshalb haben höchst kompe-
tente Autorinnen und Autoren
versucht, in unterschiedlichen
Themenfeldern aufzuzeigen,
was uns in Zukunft erwarten
könnte. Heben Sie dieses top
of styria also bitte gut auf und
vergewissern Sie sich in zehn
Jahren, inwieweit die Progno-
sen zutreffen.
Um top zu sein, muss ein Un-
ternehmen nicht zwangs-
läufig groß sein: Klassische
Handwerksbetriebe, die den-
noch höchst modern agie-
ren, beweisen das. Sechs, die
traditionelle Produkte vom
Kernöl über die Harmoni-
ka bis zum Kachelofen in die
neuen Zeiten transferieren,
stellen wir beispielhaft vor.
Ob groß oder klein, die The-
men Digitalisierung, Smart
Production bzw. Industrie 4.0
(be-)treffen sie alle. In einer
Fotostrecke zeigen wir Lösun-
gen, die Unternehmen, ihre
Mitarbeiterinnen und Mitar
beiter und deren Kunden ent-
scheidend weiterbringen. Nicht
nur weil vieles einfacher wird,
es wird auch individueller,
persönlicher.
Dass es Persönlichkeiten, Men-
schen, sind, die im Mittel-
punkt der Wirtschaft stehen,
ist eine Binsenweisheit, die
oft vergessen wird. Die TOPS
of styria – die herausragen-
den
Unternehmerpersön-
lichkeiten des Jahres 2016 –
wird aber sicher niemand so
leicht vergessen. Wen unse-
re 300-köpfige Jury gewählt
hat, lesen Sie ab Seite 43. Und
wie die Spitzen der steirischen
Wirtschaft denken, auch was
Besorgnis erregt, schon ab
Seite 30. Das Ergebnis des
Top-100-Surveys mag den ei-
nen oder anderen durchaus
überraschen ...
Gleich am Anfang dieser Aus-
gabe steht ein Gespräch über
Furcht. Warum man sie nicht
haben muss und wie man ihr
entgegentritt, besprechen ein
Politiker, eine Psychologin
und Rektorin, eine evange-
lische Ethikerin und ein he-
rausragender Industrie-Re-
präsentant.
Und dann gibt es noch ein Ex-
periment: Drei Gespräche, bei
denen die Gesprächspartner
die Rollen wechseln und sich
jeweils in ihr Gegenüber ver-
setzen. Die Themen sind Büro-
kratie, Arbeitsflexibilisierung
und der Gegensatz zwischen
lokaler und globaler Wirt-
schaft. Das Format ist für uns
mehr als ein Spiel, es ist ein
Versuch, etwas für die Streit-
und Politikkultur zu tun.
#
Das diesjährige top of styria-Cover zeigt
ein Werk des diplomierten Grazer Desig
ners Constantin Luser, der als Künstler in
Wien lebt, seine zeichnerischen und in-
stallativen Arbeiten aber international
ausstellt. Das Objekt „Rotationsquintett,
2006“ zeigte er im Rahmen einer Persona-
le auch im Grazer Kunsthaus.
Fotos: Harry Schiffer, Manuel Carreon Lopez
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