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styria 23

2016

Illustration: Constantin Luser: Akkumulator, 2016, Messing verschraubt, Tuba, 210 x 195 x 180 cm; Foto: Manuel Carreon Lopez

„Höherqualifizierung allein ist nicht die

Antwort, hier braucht es neue Modelle. Politik

und Gesellschaft sind gefordert, Antworten zu

geben.“

„Neu ist nur die Geschwindigkeit, mit der

diese Veränderungen kommen, und darauf

muss der Handel vorbereitet sein.“

Kompetenz des stationären

Handels.

Die Antwort kann in ei-

nem ersten Schritt sein: Die

gleiche Servicequalität wie

die Onlinehändler bringen.

KundInnen sehen oft kei-

nen Grund mehr, in ein Ge-

schäft zu gehen. Viele Jah-

re hat man den Mehrwert

von individueller Beratung

und Service vermisst und

sich dadurch nur mehr auf

den Preis konzentriert. Gera-

de in Zeiten technologischen

Fortschritts tritt der Faktor

„Mensch“ immer mehr in den

Hintergrund. Und genau hier

kann man punkten und den

KundInnen wieder ein echtes

Einkaufserlebnis bieten. Wo

sich Menschen wohlfühlen,

kaufen sie auch gerne ein!

Standortbezogenes Marketing

– lokale Unternehmen haben

einen zentralen Vorteil, den

reine Onlinehändler nicht ha-

ben: die physische Nähe zu

den KundInnen. Durch stand-

ortbezogenes Marketing kann

man potenzielle KundInnen,

die am Geschäft vorbeigehen,

mit Angeboten ins Geschäft

locken. Hier gilt es, auf Trends

(wie zum Beispiel Pokémon

Go) zu reagieren und diese für

das eigene Unternehmen aus-

zutesten. Der stationäre Han-

del hat jedenfalls ausreichend

Potenzial sich abzugrenzen,

um besser und auch beque-

merfür die KundInnen zu sein,

aber es muss getan werden.

Digitalisierung in allen Be-

reichen – bevor ernsthaft

über den Schritt zu E-Com-

merce oder gar Multichannel

nachgedacht werden kann,

ist eines unumgänglich: das

eigene Unternehmen fit für

die Zukunft zu machen. Hier

spielt Software eine wesent-

liche Rolle. Kennen Sie zu je-

der Zeit Ihre betriebswirt-

schaftlichen

Kennzahlen?

Kennen Sie zu jeder Zeit den

Lagerstand und die Drehung

Ihrer Produkte? Kennen Sie

Ihre KundInnen? Kennen Sie

ihre Vorlieben? Wissen Sie

auf Knopfdruck alle Bestän-

de Ihrer Filialen? Sind Ihre

Prozesse digital optimiert?

Laufen all Ihre Belege au-

tomatisiert in die Buchhal-

tung? Sind all Ihre Produkte

digital erfasst?

Unternehmen stehen vor gro-

ßen Herausforderungen, es

gibt viel zu tun und mit der

Digitalisierung fängt alles an.

Je besser man auf Verände-

rungen vorbereitet ist, desto

einfacher werden HändlerIn-

nen auf die kommenden He-

rausforderungen reagieren

können.

Kein Stein bleibt auf dem an-

deren: Unsere Gesellschaft

wird sich in den nächsten

Jahren massiv verändern

und wie bei vielen Verände-

rungen der letzten 200 Jah-

re – sei es die Erfindung des

Ottomotors, die Elektrifizie-

rung oder auch das Internet –

werden wir lernen damit um-

zugehen. Neu ist nur die Ge-

schwindigkeit, mit der die-

se Veränderungen kommen,

und darauf muss der Handel

vorbereitet sein.

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