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styria 25
2016
Illustration: Constantin Luser/ Akkumulator, 2016, Messing verschraubt, Tuba, 210 x 195 x 180 cm; Foto: Manuel Carreon Lopez
„... da das gesellschaftliche und politische
Klima in Österreich wenig einladend ist
und auch die bürokratischen Hürden für
qualifizierte Zuwanderinnen und Zuwanderer
sehr hoch sind.“
künftig visionäre Entwick-
lung, die eine noch stärke-
re Zusammenarbeit auf al-
len Ebenen verlangt und auf
allen Ebenen wie Export, Fi-
nanzmarkt
und
Umwelt-
schutz eine wirtschaftliche
und politische Zusammenar-
beit ermöglicht und in weite-
rer Folge gemeinsame Stan-
dards und eine internatio-
nale Rechtsprechung erfor-
dert sowie Möglichkeiten des
Einzelnen zu reisen, zu leben
etc. sicherstellt. Auf diese Art
werden die Verantwortung
und der Ausgleich zwischen
armen und reichen Ländern
global wahrgenommen.
Nationalstaaten
existieren
zwar, haben die Funktion,
Bürgernähe zu wahren und
deren Interessen wahrzuneh
men, agieren jedoch zum
Wohl des Ganzen – Suprana-
tionalität entsteht.
Migration wird als Recht je-
des Einzelnen als Reise- und
Bewegungsfreiheit wahrge
nommen und ist nicht mehr
beschränkt. Dadurch wird
der natürliche Prozess von
Niederlassungsfreiheit ermög-
licht und die Stärken jeder/je-
des Einzelnen können sich in
den Ländern entfalten. Der
Markt wird durch Angebot
und Nachfrage reguliert und
bietet dadurch Möglichkeiten
für hoch- wie niedrigqualifi-
zierte Arbeitskräfte.
Das Leben wird transnatio-
nal: Menschen leben in zwei
oder mehreren „Welten“. Dies
wird insbesondere durch die
neuen Technologien, schnel-
len Transportmittel und die
Internationalisierung ermög
licht. Ähnliches erleben wir
besonders bei Hochqualifi-
zierten, die sich aufgrund der
Ausbildungs- und Karriere
möglichkeit für weltweite
Mobilität und Flexibilität bei
den potenziellen Arbeitgebe-
rinnen und Arbeitgebern ent-
scheiden und sowohl zu- als
auch wieder abwandern, je
nach Gegebenheiten und per-
sönlichen Vorstellungen.
Die Studie „Die Milieus der
Menschen mit Migrations-
hintergrund in Deutschland“
des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen
und Jugend
3
bringt es mit der
Behauptung auf den Punkt,
dass gerade Menschen, „die
stolz auf ihre Bikulturalität,
ihre Vertrautheit mit mehre-
ren Sprachen, ihren intimen
Bezug zu heterogenen Philo-
sophien [seien], aus diesem
mehrdimensionalen
Erfah-
rungsreichtum Kraft, Kreati-
vität und Kritik zögen“.
Genau diese Kraft wird es
sein, die für neue Entwick-
lungen im 21. Jahrhundert
gebraucht wird, um die an-
stehenden Herausforderun-
gen und Reformen zu schaf-
fen – think global!
#
1 Gültekin Neval: Bildung, Au-
tonomie, Tradition und Mig-
ration: Doppelperspektivität
biographischer Prozesse jun-
ger Frauen aus der Türkei.
Leske+Budrich, 2003, S. 25
2 Nigel Harris: Thinking the
Unthinkable: the Immigration
Myth Exposed. Interview-Aus-
zug unter
http://www.unesco.org/new/en/media-services/
singleview/news/interview_
with_nigel_harris_migra-
tion_is_the_ factor_which_
makes_economic_ growth_
possible/#.V-uCMDVVD4w am
25.09.2016
3
http://www.zeit.de/online/2007/42/Migranten-Sinus/
seite-2 am 21.09.2016




