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styria
2013
Illustration: Mirko Maric´
Defizite in der
unternehmensführung
auch dabei muss unterschieden werden,
ob es sich nur um Defizite in der Kennt-
nis von Methoden oder instrumenten der
unternehmensführung handelt, oder ob
es anmangelnder sozialer oder fachlicher
Führungskompetenz liegt. es gehört na-
türlich viel dazu, sich als unternehmer
oder geschäftsführer mit seinen eigenen
Stärken und Schwächen zu beschäftigen.
Für die Sanierung eines unternehmens ist
die Bereitschaft zur offenen auseinander-
setzung mit den Stärken und Schwächen
der unternehmensführung aber natür-
lich von Vorteil. nur so können langfris-
tig wirksame Maßnahmen ergriffen wer-
den. Solche Maßnahmen können perso-
nelle Verstärkungen sein, die einführung
von betriebswirtschaftlichen instrumen-
ten (im Bereich Kalkulation, Controlling
etc.), die unterstützung bei der Perso-
nalführung und -entwicklung oder die
entwicklung einer langfristigen Strate-
gie. Für unternehmen in der Krise stellt
sich nun die Frage, wie diese Maßnah-
men praktisch umgesetzt werden kön-
nen. es hängt vom Stadium der Krise ab
(je nachdem wie akut die Krise schon ist),
ob die Weiterbildung des unternehmers
oder von Führungskräften, die aufnah-
me neuer qualifizierter Mitarbeiter, die
Beauftragung von erfahrenen Beratern
oder das engagement eines spezialisierten
Krisenmanagers auf Zeit die beste Lösung
ist. Die eigeneWeiterbildung wird, obwohl
langfristig natürlich sinnvoll, kurzfristig
wenig erfolg bringen. ist die Krise bereits
akut (Liquiditätsengpässe oder negativer
ertrag), wird es notwendig sein, Know-
how und erfahrung in der Bewältigung
solcher Krisen von einem Berater oder
Krisenmanager zuzukaufen und parallel
dazu eigenes Know-how imunternehmen
aufzubauen, um später ohne externe Hil-
fe auszukommen.
auch bei größeren unternehmen ist der
wesentlichste innerbetriebliche Faktor
die Führungsstruktur. einerseits be-
stimmt die personelle Besetzung der ge-
schäftsführung und der einzelnen Berei-
che den erfolg, andererseits müssen die
Führungskräfte homogene unterneh-
mensziele haben und die einzelnen Berei-
che entsprechend gut zusammenarbeiten.
ein permanenter Strategieentwicklungs-
prozess unter einbindung aller Füh-
rungskräfte und klare Vorgaben des ei-
gentümers sind Voraussetzungen für
langfristigen erfolg.
Mag. Martin Allitsch ist als Ge-
schäftsführender Partner im Consul-
ting Team Graz seit 1993 im Rahmen
von Unternehmenssanierungen tätig.
Er hat rund 40 Unternehmenssanie-
rungen begleitet. Die besondere Stärke
liegt in der Kombination der Fach-
kompetenzen als Wirtschaftstreuhän-
der und als Strategieberater.
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