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2013
we process the future
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TONNEN SCHÜTTGUT/JAHR
Binder+Co, seit 1894 bedeutender Arbeitgeber
mit internationalem Renommee, gilt als Synonym
für innovative Aufbereitung von Primär- und
Sekundärrohstoffen. Zukunftsweisendes, weltweit
erfolgreich eingesetztes Know-how, ein hoch-
qualifiziertes Mitarbeiterteam und wegbereitende
Technologien sind unsere Stärke.
Binder+Co – ein kompetenter Partner in über 60
Ländern.
Aufbereitungstechnik
• Umwelttechnik
• Verpackungstechnik
»
noch finden und sich der empirischen
Sicherheitsforschung und sicherlich
auch der Medienforschung noch stärker
öffnen.
Das Vertrauen der
Bürger zu sich selbst
Wie steht es um das Vertrauen der Bür-
ger zu sich selbst, das Vertrauen in ihre
eigene Urteilskraft? Dieser Punkt ist im
Zusammenhang mit Locke schon ange-
sprochen worden. Unter normalen Um-
ständen haben wir die Möglichkeit, un-
ser Vertrauen daraufhin zu überprüfen,
ob wir es zu Recht oder zu Unrecht ge-
geben haben. Wir sehen uns als Quel-
le des Vertrauensaktes in dem Sinne,
dass wir sagen können: „Ich hätte wis-
sen können, dass er nicht vertrauens-
würdig ist“ oder „Warum habe ich nicht
ihr vertraut?“ Durch einzelne Vertrau-
ensakte lernen wir in gewisser Weise, ob
wir uns selbst und unserem Urteil über
andere vertrauen können. Terror, das
hat die australische Philosophin Karen
Jones eindringlich gezeigt, zerstört ge-
nau dieses Metavertrauen in uns selbst.
Da es sein Kennzeichen ist, dass er mich
überall und jederzeit treffen kann, ver-
liere ich die Möglichkeit, mein Vertrauen
auf der Basis einer Kenntnis meiner ei-
genen Urteilskraft zu schenken oder zu-
rück zu halten. Am falschen Ort zur fal-
schen Zeit zu sein ist kaum ein Vorwurf,
den man an sich richten kann. Er trägt
also auf seine Weise dazu bei, dass das
allgemeine Klima der Unsicherheit, das
er erzeugt und erzeugen will, auch darin
besteht, dass ich meinen eigenen Urtei-
len bezüglich meiner Vertrauenskompe-
tenz nicht mehr trauen kann und das ist,
wenn man so will, neben all den sons-
tigen fürchterlichen Aspekten des Ter-
rors seine demütigende Seite. Er tötet
nicht nur die, die er tötet, er entmündigt
die, die überleben, indem er ihnen mit-
teilt: Du wirst nie in der Lage sein, Ge-
fahrensituationen richtig einzuschät-
zen. Auf diese absolute unspezifische Ge-
fahrensituation reagiert nun der Staat
mit unspezifischer Überwachung – und
man sollte das angesichts der durch Ter-
ror ausgelösten Schockwellen zunächst
einmal nachvollziehen, ohne gleich
alle Reaktionen auf den Terror naiv zu
rechtfertigen. An diesem Punkt zumin-
dest passt sich die Überwachung in ih-
rem Verzicht auf Differenzierung der Ge-
fahr, die sie bekämpfen will, auf eigen-
tümliche Weise an (wohlgemerkt, sie
passt sich nicht dem Terror an, sondern
der von ihm erzeugten unspezifischen
Gefahrensituation, auf die sie eine Ant-
wort sucht). Man könnte folglich die un-
differenzierte Überwachung als ange-
messene Antwort auf eine undifferen-
zierte Gefahrenlage beschreiben. Pro-
blematisch an ihr ist aber, dass sie nun
auf ihre ganz eigene Weise entmündi-
gende Aspekte hat. Um diese namhaft zu
machen, wäre es nötig, mehr über den
Freiheitsbegriff zu erfahren, der in die-
sen Diskussionen im Spiel ist, aber nur
selten hinreichend expliziert wird. Neh-
men wir an, Freiheit bestünde auch dar-
in, frei von Überwachung durch andere
zu sein. So jedenfalls drückte es Annette
Baier einmal aus, die noch immer inte-
Verantwortung Tragen
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